BM,
sagst Du noch etwas zu dem Vergleich mit anderen Dinge, die "nicht passen" und ggf. KO-Kriterien sind?
(hast Du da keine?)
und wie kann man in einer Beziehung, in der beide Kinder wollen, zu dem Schluss kommen, dass sie durch ein Kind zerstört würde?
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24.05.2008, 13:11Inaktiver User
AW: Männer, die keine Familie wollen!!
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24.05.2008, 13:18
AW: Männer, die keine Familie wollen!!
Ich finde den Kinderwunsch schon elementar.
Ein Mann, der keine Kinder hätte haben wollen, wäre für mich als Lebenspartner eben nicht in Frage gekommen, da ich immer Kinder haben wollte.
Die erste Frage bei einem Date braucht das ja nun nicht zu sein, aber es gehört schon zu den Dingen, die halt passen müssen.Geh deinen Weg und laß die Leute reden.
- Dante Alighieri -
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24.05.2008, 13:46
AW: Männer, die keine Familie wollen!!
Das vertrackte an der Kinderfrage ist doch, dass das eine so existenzielle Entscheidung ist, eine für die Ewigkeit, eine weder nachholbare, noch eine, die man rückgängig machen könnte. Es geht ja nicht um die Sofafarbe. Anders gesagt: Fast alle anderen KO-Kriterien sind am Ende doch Peanuts. Bei sehr vielen Dingen kann ich nach dem Motto leben "was nicht passt wird passend gemacht". Das gilt selbstredend nicht für (selbst)zerstörerische Verhaltensweisen, aber ansonsten käme ich mit den meisten Dingen schon klar. Insofern fallen Kinder von vornherein in eine andere Kategorie als so gut wie jedes andere KO-Kriterium (an die ich eh nicht so recht glaube).
Und klar können Kinder Beziehungen zerstören, auch und erst recht, wenn beide den dringenden Wunsch hatten. Ich schüttel immer wieder den Kopf, a) wie wenig Eltern sich vor einer Schwangerschaft darüber verständigen, wie das Leben zu dritt aussehen soll, wer welche Aufgaben übernimmt etc., und b) muss man damit rechnen, dass sich die Perspektive völlig verschiebt, wenn das Kind mal da ist: Da wird dann mit unüberwindbaren Muttergefühlen gerechtfertigt, dass sich die Frau nicht an die Absprachen hält und nicht wieder in den Beruf einsteigt; ich rede hier nicht von gemeinsamen "Nachverhandlungen" oder neuen, gemeinsam geschmiedeten Plänen, sondern von vollendeten Tatsachen: Das ist dann schon eine ordentliche Belastung für die Partnerschaft, nein, es ist dann keine Partnerschaft mehr. Dann gibt es noch Fall c), in dem zwar beide unbedingt Kinder wollen, aber schon im Vorfeld merken, dass das auch schon das einzige ist, worin man sich einig ist, und wenn das Kind mal da ist, es keinen gemeinsamen Nenner mehr gibt; auch das zerstört eine Partnerschaft, wenn entweder der Wunsch nach Kindern größer ist als der Wunsch des gemeinsamen Lebens mit diesem Partner, oder wenn durch die Hintertür Fall a) oder b) kommen.
Wenn eine Person einen Kinderwunsch hat und die andere definitiv nicht: Dann ist der Fall glasklar: KO. In allen anderen Fällen wird es kompliziert - so ist eben das Leben. Was da wie passt, kann nur die Zeit zeigen.
Und bevor das jetzt alles zappenduster klingt: Ich schildere hier mögliche Probleme, nicht den Normalfall.
LG, BMNever trust the smiling cat
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24.05.2008, 14:09
AW: Männer, die keine Familie wollen!!
Hab ich so noch bei keinem erlebt. Natürlich weiß man immer erst, wie sich eine Sache anfühlt, wenn es so weit ist. Planungen sind ja gut und schön, aber um mal john Lennon sinngemäß zu zitieren: ´Leben ist das, was passiert, während du Pläne machst.
Zitat von BoeseMiezekatze
Könnte ja z.B. sein, daß eines der Kinder krank oder behindert ist. Dann funktionieren die schönen Pläne alle nicht mehr, die man vorher so prima abgesprochen hat.
Aber trotzdem scheitern meiner Meinung nach Beziehungen normalerweise nicht daran. Kinder sind vielmehr ein Katalysator und verstärken latent vorhandene Probleme in einer Partnerschaft oder bei einer Persönlichkeit. Beispielsweise sind Kleinkinder eine prima Möglichkeit herauszufinden, ob man eigene Interessen und Bedürfnisse auch mal zurückstellen kann.
Letzten Endes schaffen es ja aber doch die meisten Leute, ihre Kinder halbwegs glücklich großzukriegen. Zuviel Grübeln bringt da auch nichts.Geh deinen Weg und laß die Leute reden.
- Dante Alighieri -
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24.05.2008, 14:36
AW: Männer, die keine Familie wollen!!
das habe z.b. ich wortwörtlich vernommen....Und da weiß ich nicht, wie viele Kerle das tatsächlich so kompromisslos äußern...
die gesteigerte form war jedoch von einem anderen mann: mit xy hätte ich einen kinderwunsch gehabt, du kitzelst das nicht aus mir heraus.
das zum thema kompromisslosigkeit
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24.05.2008, 15:12Inaktiver User
AW: Männer, die keine Familie wollen!!
eben - aber genau das heißt doch, dass der Kinderwunsch passen muss.
Zitat von BoeseMiezekatze
und wir kommen hier ja auch auf die Bindungswilligkeit überhaupt - für mich ist ja auch die Entscheidung, jemanden zu heiraten, eine für die Ewigkeit (auch wenn ich weiß, dass Ehen geschieden werden).
Und ja, der Partner kommt in der Prioritätenliste ganz nach oben (allerdings gibt es da mehrere Plätze - ich kann ja Beruf und Familie und Freundschaften und meine Bedürfnisse nicht gegen den Partner ausspielen) - aber dazu schaue ich doch genau hin, wem ich diesen Platz einräume.
Und wenn Du schreibst, Du wissest am besten, was Du nicht willst:
Ein Mann ohne elementaren Kinderwunsch - den hätte ich nicht gewollt.
BM, Du schreibst über Beziehungen insgesamt mehr wie über Lebensabschnittsbeziehungen (schon allein, dass Du auf die Statistik Deiner Partnerinnen abhebst) - das ist ja sowieso nicht mein Konzept.
Und wenn ich jemandem die Ehe verspreche - dann ist ein wichtiges Kriterum (neben der Liebe wohl das allerwichtigste), ob ich begründetes Vertrauen habe, mit diesem Menschen in jeder Situation einen gemeinsamen Weg finden zu können. Und das betrifft dann auch solche Kleinkindsituationen, wie Du sie beschreibst. Man kann nicht wissen, wie es mit Kind ist - so wie man auch andere Dinge nicht vorhersehen kann, und trotzdem einen Weg finden.
Die Einstellungen zu Kinderwunsch hängen vielleicht mit der Einstellung zur "Beziehung für das Leben" zusammen.
Bei uns war es ja umgekehrt - zur Hochzeit war klar, dass wir eine Hausfrauenehe mit vielen Kindern führen wollen - während der ersten Schwangerschaft haben wir das dann umentschieden und ich bin doch berufstätig geblieben.
Aber wenn einer von uns so nicht zufrieden gewesen wäre - dann hätten wir wiederum einen anderen gemeinsamen Weg finden müssen.
das würde ich nicht so sehen - dann gäbe es bei kinderlosen Paaren ja keine Trennungen.Anders gesagt: Fast alle anderen KO-Kriterien sind am Ende doch Peanuts. Bei sehr vielen Dingen kann ich nach dem Motto leben "was nicht passt wird passend gemacht".
Gruß, Leonie
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24.05.2008, 16:43
AW: Männer, die keine Familie wollen!!
Das scheint eben bei vielen der Casus Knacktus zu sein!
Zitat von Inaktiver User
Dabei ist es das A und O jeder Beziehung, auch der kinderlosen, einen gemeinsamen Weg zu finden.
Und die Grundvorausetzungen, d.h. gemeinsame Ziele und Pläne, müssen natürlich auch stimmen.Geh deinen Weg und laß die Leute reden.
- Dante Alighieri -
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28.05.2008, 16:21
AW: Männer, die keine Familie wollen!!
Nur mal zur Übersicht
Übrigens die gleichen Leute hier, die im Dezember 2007 schon diskutierten: "Männer, die nicht heiraten wollen"Motive für einen bestehenden Kinderwunsch:
Wichtig für Paare ist die Reflektion der eigentlichen Motive eines bestehenden Kinderwunsches:
Selbstbezogene Motive (z.B. Lebenssinn, Selbstverwirklichung über das Kind, Überwindung der Einsamkeit, Wiederbelebung der eigenen Kindheit, Hoffnung auf eine Art der Unsterblichkeit, neue Körpererfahrung während Schwangerschaft, Geburt, Stillzeit)
Paarbezogene Motive (Kind als sichtbarer konkreter Ausdruck der Liebe, für einen Stammhalter sorgen)
Normative Motive (z.B.: ein Kind gehört zu einer richtigen Familie, Fortpflanzung als Wille Gottes)
Familiäre Motive (z.B: Eltern wünschen sich endlich das ersehnte Enkelkind)
Soziokulturelle Motive (z.B.: Verbesserung des gesellschaftlichen Status, Zufriedenstellung gesellschaftlicher Bedürfnisse)
Quelle: http://www.apcp.de/Leistungsangebot/Kinderwunsch.htm
"Eine Frau ist viel eher in der Lage, das Haus heimelig zu machen, schöne Kerzen zu platzieren, Blumen aufzustellen und Apfelkuchen zu backen" Eva H.
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Konfuzius sagt: "Die Ziege beschwert sich, dass sie einen Affen zum Mann hat."


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