...ok! Arbeite dran. Aber wenn Ihr mal jemanden zum Verwirren braucht...Zitat von Meatloaf
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18.12.2007, 07:53
AW: Gibt es überhaupt eine Chance?
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18.12.2007, 07:54Inaktiver User
AW: Gibt es überhaupt eine Chance?
Zitat von sagitus
also ich nicht, das bin ich so schon genug............
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18.12.2007, 09:31
AW: Gibt es überhaupt eine Chance?
Hallo sagitus
Habe deinen Strang gerade erst entdeckt und kann nur sagen, willkommen im Club.
Aus umgekehrter Sicht geht es mir, so vermute ich jedenfalls, ähnlich. Ich hab eine Menge Fachliteratur über das Thema gewälzt. Das Ganze hat angefangen, dass ich vor ca. 3 1/2 Jahren jemanden kennengelernt habe, der rhetorisch gesehen ein Genie ist. Er hat mich dermaßen fasziniert, dass ich versuchen wollte, da wenigstens ein wenig mitzuhalten. Da gute Rhetorikkurse verdammt teuer sind, hab ich mir ein paar Bücher besorgt. Und kam dann, so ganz zufällig, auch auf einige, die nur für Frauen geschrieben sind. Hat mich zuerst sehr verwundert, aber ich hab sie alle verschlungen. Irgendwann dann auch so etwas wie "Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus". Das Schlimme daran war, man steigert sich dermaßen in diese ganzen Unterschiede rein, dass einen hinterher wirklich niemand mehr versteht. Fang jetzt an, mich wieder von diesen Dingen zu lösen, womit ich nicht sagen will, dass es sie nicht gibt. Aber ich selbst hab die Erfahrung gemacht, dass man nur noch mehr Verwirrungen ins Spiel bringt, je mehr man versucht, eine Kommunikation unter Berücksichtigung dieser Unterschiede aufzubauen.
Trotzdem läßt mich das Thema nicht ganz los. Lese z.Zt. "Vom ersten Tag an anders" von Simon Baron-Cohen, in dem das Thema mal wieder wissenschaftlich "beleuchtet" wird.
So, ich hoffe das war jetzt alles nicht zu verwirrend. Wollte eigentlich nur damit erklären, dass ich dich voll und ganz verstehen kann.
LG optima
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06.01.2008, 09:40
AW: Gibt es überhaupt eine Chance?
Hallo Optima,
danke für Deine ermunternden Zeilen. Antworte erst jetzt, da ich ein paar Tage verreist war bzw. keinen Internetzugang hatte.
Habe gleich mal unter "Cohen" nachgesehen, der Name sagt mir etwas. Muß allerdings zugeben, nur "Sascha", also sein Cousin, auch teilweise bekannt geworden unter "Borat".
Der aber auch ein Meister der Kommunikation ist, jedenfalls einer ganz speziellen...
Und Du schreibst, daß Du mich verstehen kannst?
Ich hatte folgende Hypothese:
1. Männer und Frauen haben sich im Laufe der Geschichte angenähert, rein qualitativ gemeint.
2. Wenn das so ist, und dieser Prozeß immer weiterläuft, wo führt das in der fernen Zukunft hin? Verbessert sich die Kommunikation derart, daß Mißverständnisse aufgrund der Geschlechtsunterschiede immer weiter verschwinden, damit ein paradiesähnlicher Zustand entsteht, mit allen Konsequenzen wie perfekte Partnerwahl, kein partnerschaftlicher Distreß, Sexualität auf einem ganz neuen Niveau...
An dieser Stelle habe ich bisher vor allem folgende Kritik geerntet:
1. Frauen und Männer haben sich nicht angenähert, was bisher geschehen ist, ist nur eine Illusion, die Unterschiede sind geblieben. Dazu meine Antwort: KANN SEIN - es geht um eine Hypothese: Mal angenommen, man könnte die bisherigen Entwicklungen tatsächlich als Annäherung sehen, was hätte das für Konsequenzen?
2. Diese Überlegungen sollen von meinen eigenen Problemen ablenken. Dazu meine Antwort: KANN AUCH SEIN - aber es macht mir Spaß, über solche Modelle nachzudenken, so ein bißchen wie ScienceFiction. Soll ja sehr männlich sein.
Darauf habe ich die Antwort erhalten: Dann könnte man ja den Beitrag auf in die SF-Abteilung stecken, hat mit dem jetzigen Strang nix zu tun.
So, liebe Optima, hoffe, ich bekomme jetzt von Dir ein wenig Flankenschutz. Wenn Du mir auch schreibst, ich sollte mit meinen Überlegungen zu der Geschlechterkommunikation lieber in die Abteilung für weltfremde Phantasievorstellungen, dann packe ich alles wieder ein und suche neues, fruchtbares Land...Wenn Du aber verstehst, was ich meine, schreib' ein paar Zeilen, damit hier endlich vestanden wird, welche Brisanz diese Thematik hat.
Schließlich geht es um die zukünftigen Generationen. Und ich bin der Überzeugung, daß das Nachdenken darüber auch das eigene Leben beeinflußt. Und dann schreibe ich auch, wie ICH es erlebt habe, was es für MICH bedeutet. Vielleicht lanciere ich DEN Strang zum Thema Geschlechterkommunikation.
LG Sagitus
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07.01.2008, 12:51
AW: Gibt es überhaupt eine Chance?
Hallo sagitus
ich werde dich ganz bestimmt nicht in den Bereich der SF-Abteilung abschieben.
Erst mal eine Frage: kennst du den Begriff "Gender Mainstreaming" schon? Gib das mal bei google ein und du wirst ne Menge finden, was auch mit dem Thema zusammenhängt.
Ob sich Männer und Frauen angenähert haben oder nicht, interessiert mich persönlich eigentlich weniger. Tatsache ist, dass es neben den biologisch sichtbaren Unterschieden auch unterschiedliche Abläufe im Gehirn gibt. Das ist mittlerweile bewiesen, ist natürlich auch biologisch bedingt, aber dadurch ergeben sich eben auch andere Verhaltensmuster. Was in der Kindheit aber passiert ist reine Prägung, das heißt, dass man diese unterschiedlichen Verhaltensweisen erlernt und somit sie auch eigentlich wieder verändern könnte. Deshalb glaub ich es eigentlich, dass es eine Annäherung der beiden Geschlechter geben könnte. Fänd ich allerdings trotzdem eher langweilig, denn gerade diese Unterschiede geben dem Leben doch erst eine gewisse Spannung.
Auch bei mir hat das Nachdenken über das Thema eine andere Lebenseinstellung bewirkt. Ich habe bei vielen Situationen versucht, sie im Nachhinein aus einem neuen Blickwinkel zu sehen und so erkannt, warum es genau so und nicht anders verlaufen ist. Was notgedrungen dazu führt, dass für mich wesentlich mehr männliche Handlungsmuster jetzt berechenbarer geworden sind.
Allerdings bin ich sehr vorsichtig geworden bei meinen Versuchen insbesondere Männern etwas erklären zu wollen in dieser Hinsicht. Bin da auch nur auf absolutes Unverständnis und Kopfschütteln gestossen. Aber da wir Frauen als weitsichtiger und auch besser anpassbar gelten, arbeite ich weiter daran, meine Zielsetzungen und die damit verbundenen Probleme (bedingt durch eure andere Denkweise) in den Griff zu kriegen.
Da gibt es noch ein sehr interessantes Buch von Gertrud Höhler, Wölfin unter Wölfen. Hab ich vor knapp zwei Jahren gelesen und danach hat sich mein Leben geändert. Aber man muss lernen mit diesem Wissen umzugehen. Und das ist ein langwieriger Prozess. Außerdem muss die Bereitschaft dazu da sein. Und da hapert es leider bei euch Männern. Soll jetzt kein Angriff sein, ist auch nicht diskriminierend gemeint. Es gab ein paar Männer, die nach dieser Aussage meinten, ich würde sie für zu dumm halten, das zu verstehen. Das ist FALSCH! Es ist die Chemie in euren Gehirnen, die die Denkweise blockiert, dieses Problem zu verstehen. Selbst wenn ihr wolltet, ihr könnt nicht anders. Ich weiß, klingt hart, aber du solltest die Hintergründe lesen.
Ich beschäftige mich aus ganz bestimmten Gründen mit diesem Thema. Es gibt schon lange Netzwerke von Frauen, die etwas bewegen wollen, wirtschaftlich, politisch, ehrenamtlich...Und wir scheitern immer wieder an der Männerwelt, die gerade in den von Männern dominierten Gebieten alles an sich reißt. Dabei würde vieles viel besser laufen, wenn wir zusammen handeln würden, indem wir die unterschiedlichen Denkweisen miteinander verknüpfen und dadurch ein ganzheitliche Sichtweise der Dinge erreichen würden. Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg.
Ich hoffe, dass war jetzt einigermaßen verständlich und hat nicht wieder zu weiterer Verwirrung beigetragen.
LG Optima
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17.01.2008, 16:10
AW: Gibt es überhaupt eine Chance?
Hallo sagitus,
1. Kommunikation ist kein Selbstzweck sondern dient einem Ziel. Wenn die Ziele sehr unterschiedlich sind, nutzt auch die beste Kommunikation nichts, außer zu erkennen, dass es so ist.
2. Ich kenne Männer mit den ich hervorragend und stundenlang kommunizieren kann. Mit dir wahrscheinlich auch.
3. Es gibt Frauen mit denen ich hervorragend kommunizieren kann.
4. Es gibt Frauen mit denen ich nicht gut kommunizieren kann, weil sie mit der Kommunikation nur ihre Eigeninteressen durchsetzen wollen oder ihre Ideologien begründen.
5. Die caveman-Theorie ist nur eine Hilfskonstruktion für verwirrte Seelen. "Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus" ist grauenhaft oberflächlich."Eine Frau ist viel eher in der Lage, das Haus heimelig zu machen, schöne Kerzen zu platzieren, Blumen aufzustellen und Apfelkuchen zu backen" Eva H.
Trinke 8 Liter Wasser am Tag, schlafe 24 Stunden, verzichte auf jeden Stress und du siehst aus wie Iris Berben.
Länger glatte Achseln! Denn Schönheit ist Freiheit.
Konfuzius sagt: "Die Ziege beschwert sich, dass sie einen Affen zum Mann hat."
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21.01.2008, 08:00
AW: Gibt es überhaupt eine Chance?
Hallo Optima!
Es ist schon mal gut, daß nicht alles in die reine Imagination abdriftet.
Beeindruckend, wie Du Dich schon mit dem Thema auseinandergesetzt hast. Aber weißt Du was? Ich habe den Eindruck, seit einige Werke in Richtung "Männer/Frauen - die unbekannten Wesen" angestoßen wurden, hat es eine Infaltion auf dem Buchmarkt gegeben, einerseits werden die Unterschiede hervorgehoben, die andere Fraktion beteuert, bestimmt kann man diese Unterschiede überwinden.
Wer weiß, bei intensiverem Nachforschen würde man vielleicht feststellen, daß diese Werke teilweise aus dem gleichen Haus kommen.
Daß bedeutet nicht, daß ich die Beschäftigung mit dem Thema für überflüssig halte. Aber es ist Zeit, seine Haltung zu ändern, glaube ich. Wenn Männer und Frauen miteinander kommunizieren (und das ist schon sehr viel), reden in erster Linie Menschen miteinander, die Unterschiede werden in erster Linie aus deren Biografien kommen, nicht aufgrund des Geschlechts. Und es stört nur bzw. ist Zeitverschwendung, ständig darüber nachzudenken, daß der andere ja anders ist.
Und die Spannung, auf die Du ansprichst, meinst Du das sexuell, oder hängst Du der Theorie nach, daß Unterschiede zu MIßverständnissen führen, die über die Kategorie "was meint er/sie Rätsel entstehen lassen, was der andere als spannend interpretiert? Ist es nicht genau so, daß gerade, wenn die Unterschiede gar nicht so ins Gewicht fallen, eine besondere Verbindung zu einem Menschen entsteht, die viel spannender ist, weil Du gerade das Gefühl bekommst, da ist jemand, der Dir nahe ist? Und das gilt in jedem Bereich, egal ob intellektuell, spirituell, sexuell. A propo sexuell: Heißt das, Du findest einen Mann attraktiver, wenn er rätselhaft ist?
Nach Deiner Theorie wird der Sex weniger aufregend, wenn man sich gut kennt. Aber verwechselst Du hier nicht "gut kennen" mit "nichts mehr entdecken"?
LG sagitus
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22.01.2008, 16:15
AW: Gibt es überhaupt eine Chance?
Frauen scheitern also immer wieder an den Maennern, weil diese ihre unterschiedlichen Denkweisen nicht freiwillig mit der unseren verknuepfen?
Zitat von optima
Endlich mal eine fundierte Erklaerung, warum Frauen immer noch weniger verdienen als Maenner, sich hautpsaechlich um die Kinder kuemmern, nur 5% am Eigentum der Welt besitzen, warum Maenner immer noch ueberwiegend in den Entscheidungspositionen in Wirtschaft und Politik sitzen, nebenbei eine milliardenschwere Pornoindustrie am laufen halten, in der Frauen immer brutaler erniedrigt werden, etc. ...
Ich finde das eigentlich ganzheitlich genug!
Ich moechte Dir eigentlich zustimmen, leider wurde diese hochwissenschaftliche Theorie hier noch nicht im Detail ausgefuehrt.
Zitat von reiner
@sagitus: magst Du mir diese Theorie, gerne auch mit ihren wirtschaftlichen, politischen, ehrenamtlichen, und natuerlich auch sexuellen Einzelannahmen, mal naeher erlaeutern?
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22.01.2008, 16:48
AW: Gibt es überhaupt eine Chance?
[QUOTE=Sisyphos]Frauen scheitern also immer wieder an den Maennern, weil diese ihre unterschiedlichen Denkweisen nicht freiwillig mit der unseren verknuepfen?
FALSCH!!! Wir scheitern gemeinsam, nicht Frauen an Männern oder umgekehrt. Und von einer freiwilligen Verknüpfung hab ich auch nicht gesprochen. Das sind Dinge, die laufen unbewusst ab. Aber um Lösungen zu finden, muss man beide Denkweisen in Betracht ziehen. Dazu müssen natürlich sowohl Männer wie Frauen gleiches Mitspracherecht haben. Und daran scheitert es ja schon häufig genug. Wir sind zu selten vertreten in führenden Positionen. Und die wenigen Frauen, die es nach oben geschafft haben, geben sehr oft ihre Identität als Frau auf, da sie es gelernt haben (aufgrund unserer großen Anpassungsfähigkeit), so zu denken wie Männer. Damit ist aber allen anderen Frauen nicht geholfen. Wenn wir mehr erreichen wollen, müssen viel mehr von uns aktiver werden, Selbstverantwortung übernehmen. Aber solange die große Mehrheit sich immer wieder von Männern alles vorschreiben lässt, oder auch einfach nur akzeptiert, dass alles von Männern Vorgegebene richtig ist, kommen wir nicht weiter. Und es ist einfach Fakt, bedingt durch unsere Kultur, unsere Geschichte, dass wir uns in unser Schicksal fügen.
Wenn wir etwas ändern wollen, werden wir es selbst in die Hand nehmen müssen. Und dabei offen bleiben für die, die es noch nicht können.
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22.01.2008, 17:12
AW: Gibt es überhaupt eine Chance?
Zitat von sagitus
Zum Thema Spannung meine ich wohl eher die Mißverständnisse, die entstehen. Wobei es noch nicht mal unbedingt Mißverständnisse sein müssen, sondern eher nur eine unterschiedliche Sichtweise. Würden wir alle über alles gleich denken, hätten wir ja oft keinen Grund mehr überhaupt noch zu kommunizieren. Denn dann wüssten wir ja vorher schon, was der andere jetzt sagen will. Oder mal extrem gesagt, wir könnten nicht nur Gedankenlesen, wir hätten quasi ein Kollektivbewußtsein, würden demnach damit unsere Individualität aufgeben.
Und sexuell gesehen: ich denk mal, die Mischung macht´s!



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