Wenn ich mir die ganzen Threads durchlese, frage ich mich, ob es beim Kennenlernen eigentlich nicht immer in erster Linie um Macht geht. Erst simst, mailt und telefoniert man wie verrückt miteinander und plötzlich zieht sich einer der beiden zurück und der andere fragt sich, wieso und ob er/sie das Interesse verloren hat. Dann meldet er/sie sich wieder, aber der andere ist extrem verunsichert und fängt mitunter sogar an zu klammern. Das Ende vom Lied ist dann, dass sich ein gewisses Machtverhältnis einstellt, bei dem der eine "befiehlt" und der andere "springt".
Zumindest bei mir war das immer so. Ich war sowohl mit Männern zusammen, die ich sozusagen in der Hand hatte, aber auch mit Männern, die mich in der Hand hatten. Ist es also so, dass wenn man einmal auf eine bestimmte Schiene gerutscht ist, da nicht mehr so leicht rauskommt?
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Ergebnis 1 bis 10 von 55
Thema: Geht es immer um Macht?
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21.11.2007, 12:11Inaktiver User
Geht es immer um Macht?
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21.11.2007, 12:15Inaktiver User
AW: Geht es immer um Macht?
Solange du Spiele spielst geht es nicht um eine ernste Beziehung - und solange du mitspielst und das okay für dich ist warum nicht?
Einen Partner auf Augenhöhe findest du damit sicher nicht...
Dharma
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21.11.2007, 12:17
AW: Geht es immer um Macht?
Im Laufe der Zeit kann sich das Blatt auch mal wenden .....
Liebe Grüße,
Welli
"Das Denken der Frauen wird durch Logik nicht behindert" (Caveman)
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21.11.2007, 12:20Inaktiver User
AW: Geht es immer um Macht?
Da ist schon was wahres dran.
Wohl dosiert bringt das Spannung und Würze.
Wenn es aber über ein gewisses Maß hinausgeht oder schlimmer noch, zum Selbstzweck wird, bekommt es einen fiesen Beigeschmack.
Und macht eine erfüllende, bereichernde Partnerschaft im Wortsinne unmöglich.
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21.11.2007, 12:31
AW: Geht es immer um Macht?
@ SidneyBristow
Wenn es zu solchen Situationen kommt, wie Du sie beschreibst, geht es natürlich auch um Macht. Und es ist richtig, sich dafür zu sensibilisieren und dem anderen diese Macht eben nicht zu geben bzw. die Macht, die man selbst hat, nicht über Gebühr auszunutzen. Man kann es verhindern, die Dinge auf diese Schiene rutschen zu lassen: Indem Du verhinderst, dass ein Mann Dich in seiner Hand hat, und indem Du nicht mit einem Mann spielst, der mehr an Dir interessierter ist als Du an ihm. Sowas passiert nicht einfach so, sondern ist jedes Mal wieder von Neuem mit einer Entscheidung verbunden: Will ich das wirklich so haben? Finde ich das so anständig?Wenn ich mir die ganzen Threads durchlese, frage ich mich, ob es beim Kennenlernen eigentlich nicht immer in erster Linie um Macht geht. Erst simst, mailt und telefoniert man wie verrückt miteinander und plötzlich zieht sich einer der beiden zurück und der andere fragt sich, wieso und ob er/sie das Interesse verloren hat. Dann meldet er/sie sich wieder, aber der andere ist extrem verunsichert und fängt mitunter sogar an zu klammern. Das Ende vom Lied ist dann, dass sich ein gewisses Machtverhältnis einstellt, bei dem der eine "befiehlt" und der andere "springt".
Zumindest bei mir war das immer so. Ich war sowohl mit Männern zusammen, die ich sozusagen in der Hand hatte, aber auch mit Männern, die mich in der Hand hatten. Ist es also so, dass wenn man einmal auf eine bestimmte Schiene gerutscht ist, da nicht mehr so leicht rauskommt?
Momentane Machtgefälle in Beziehungen können durchaus erotisch wirken. Wenn es jedoch zu einer dauernden Schieflage auf Kosten eines von beiden kommt, wirken sie zerstörerisch.Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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21.11.2007, 12:37Inaktiver User
AW: Geht es immer um Macht?
Ich meinte damit auch nicht Spielchen spielen, sondern einen sehr unbewussten Vorgang. Spielchen spielen wäre beispielsweise, wenn man den anderen erst heiß machen und dann abblitzen lassen würde. Ich denke jedoch, dass sich eine gewisse Machtverteilung gleich zu Beginn einstellt, weil jeder instinktiv merkt, was er sich erlauben kann und was nicht.
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21.11.2007, 13:08
AW: Geht es immer um Macht?
Rein "theoretisch" gesehen fängt der Machtkampf schon an, wenn eine Frau erwartet, "erobert" zu werden. Sprich: er soll mehr Interesse zeigen, sich mehr "ins Zeug legen", als sie.
Zitat von Inaktiver User
Et moi je cherche après l'âme sœur
Et moi je cherche dans l'ordinateur :-)
(Guy Béart, "Escalier B")
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21.11.2007, 13:21
AW: Geht es immer um Macht?
@ SidneyBristow
Du hast Recht, solche Sachen pendeln sich unter der Oberfläche von Anfang an ein, da müssen gar keine speziellen Spielchen laufen. Es ist eine Art der nonverbalen Kommunikation: Was läßt man (noch) durchgehen, wo setzt man eine Grenze? Was kann man sich erlauben, wo beißt man auf Granit? Hier hilft es wirklich, sich die Interaktion genau anzuschauen: Vom ersten Treffen an, dem nachfolgenden Meldeverhalten, Ausreden, Aufschiebereien, begeisterten Zusagen, eingehaltenen bzw. nicht eingehaltenen Verabredungen etc..
Zitat von Inaktiver User
Um mal ein Beispiel zu geben: In einem anderen Strang hat eine Userin gemeint, wenn ein Mann sich nach einer ersten gemeinsamen Nacht nur per SMS meldet, dann wäre ihr das zu wenig. Wenn eine Frau sich nun auf diesen Standpunkt stellt, dann kann sie nonverbal reagieren und damit klar machen, dass das ja wohl nicht der Bringer war. Und wie macht sie das? Indem sie diese SMS einfach ignoriert und so tut, als habe diese Kontaktaufnahme zu ihr nicht stattgefunden. Also ist sie auch nicht dran, mit Sichmelden.
Der Mann wird sich rühren, wenn ihm was an ihr liegt – und er wird merken, dass er mit einer bloßen SMS in dieser Situation nicht weiterkommt. Meldet sie sich hingegen darauf, signalisiert sie ihm damit, dass diese Art der Kontaktaufnahme nach einer gemeinsamen Nacht für sie okay ist.
Geändert von Latona (21.11.2007 um 13:27 Uhr)
Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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21.11.2007, 13:25Inaktiver User
AW: Geht es immer um Macht?
Hi,
aus aktuellem Anlass befasse ich mich auch gerade mit dieser Thematik. Wie SkyWalker sagt, es faengt an, wenn die Frau erwartet, erobert zu werden. Mein Ex hat es mich erobert, nach meiner Scheidung hatte ich 2 Beziehungen, wo es genau so ablief.
Beide Beziehungen bin ich ironischer weise eingegangen, da ich wusste, dass beide innerhalb kurzer Zeit dieses Land verlassen wuerden.
Nun habe ich vor 2 Monaten einen kennengelernt, der Interesse gezeigt hat, wir kamen zusammen, aber 'erobert' hat er mich nicht. Ich hatte die ganze Zeit das Gefuehl, dass ich mehr an der Beziehung interessiert war als er, obwohl sein Interesse an MIR gross war. Hatte ich nicht verstanden.
Wenn er auf meinen Anruf nicht direkt reagiert hat, habe ich oft panikweise darauf reagiert, weil ich es einfach nicht verstanden habe. Er ist extrem gelassen, ich extrem ungeduldig. Ich beantworte fast immer mein Telefon. Er laesst es einfach klingeln, wenn er was anderes tut (hat er in meinem Beisein auch getan).
Ich hatte dadurch das Gefuehl, dass er Macht ueber mich ausuebt, gewollt oder ungewollt. Ich habe mich sehr unwohl dabei gefuehlt, ohne zu wissen, warum. Nach einem Gespraech vor 1.5 Wochen, seit dem er sich nicht mehr gemeldet hat, habe ich darueber fast ununterbrochen nachgedacht. Eines meiner gedanklichen Resultate ist, dass ich mich durch sein Verhalten machtlos gefuehlt habe, da ich ja gewohnt war, in diesem Bereich 'maechtig' zu sein.
Ich benutzte nun den von Dir vorgegebenen Ausdruck 'Macht', gebe ihm aber nicht den negativen Beiklang, den er sonst fuer mich hat.
lg
martha
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21.11.2007, 13:28
AW: Geht es immer um Macht?
Oder er geht einfach davon aus, das die Frau nicht weiter an ihm interessiert ist und meldet sich ebenfalls nicht
Zitat von Latona
worauf in der BriCom wieder von 200 Personen analysiert werden wird, ob er Interesse hat und wie sie sich weiter verhalten soll


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