Antworten
Seite 4 von 5 ErsteErste ... 2345 LetzteLetzte
Ergebnis 31 bis 40 von 49
  1. User Info Menu

    AW: Warum will niemand eine Beziehung mit mir?

    Liebe Katharina, du schreibst, dass du beruflich und familiär sehr stark eingespannt bist, so sehr, dass du kaum Zeit für deine Freunde hast und auch gedanklich dich von den Problemen deiner Eltern kaum distanzieren kannst.

    Das heißt: Würdest du dich verlieben, würdest du wahrscheinlich erstmal deine Familie vernachlässigen (was meiner Meinung nach das Beste wäre, was dir passieren könnte).

    Ohne jetzt die Hobby-Psychologin spielen zu wollen und verzeih schon mal vorweg, wenn ich dir zu nahe trete: Kann es sein, dass du davor Angst hast? Ich glaube, jeder spürt einfach intuitiv bei einem anderen Menschen, ob dieser offen ist für eine tiefere Begegnung.

    Bist du wirklich offen dafür? Oder wünscht du dir nur, dass es so wäre, damit du aus deinen Kreislauf herauskommst?

    Warum kümmerst du dich so sehr um die Probleme deiner Eltern? Sie sind erwachsen und sollten in der Lage sein, ihr Leben selbst in den Griff zu bekommen. Es geht nicht darum, Ihnen keinerlei Unterstützung zu geben. Aber du scheinst mir dauereingespannt zu sein, viel zu viel Verantwortung zu haben für Menschen, für die du definitiv eben nicht die alleinige Verantwortung hast - und das scheint dir ganz schön die Lebensfreude zu nehmen. Du hörst dich stellenweise sehr unglücklich an, das tut mir sehr leid. Ein Indiz dafür ist, dass du gerne Dankbarkeit von deinen Eltern hättest, diese deine Hilfe aber als Selbstverständlichkeit betrachten. Ich glaube, du musst an dieser Situation dringend etwas ändern.

    Wenn du wieder mehr Zeit und Energie für dich hast, kannst du auf andere auch wieder offener zugehen. Und erst dann wirst du dir auch selbst mehr Zeit und Raum lassen können, die Männer, die du kennenlernst, einzuschätzen und zu schauen, was eigentlich deine Bedürfnisse sind.
    Denn das bedeutet "selbstbewusst": Ich weiß, wer ich bin und was ich will.

    Das kann man aber nicht spielen. Auch - und gerade - beim Küssen nicht.

    Würde mich jemand küssen, der mich nicht küssen will, würde ich das definitiv merken. Und mich sehr abgelehnt fühlen. Allein den Gedanken finde ich schauderhaft.

  2. User Info Menu

    AW: Warum will niemand eine Beziehung mit mir?

    Hallo Ihr Lieben,
    danke dass ihr so zahlreich geschrieben habt.

    an Trambahn und Vyras:
    Im Prinzip habe ich eine Vorstellung davon, wie ein Mann sein muss, mit dem ich eine Beziehung haben möchte. Was ich nicht weiß, ist, was Männer von mir erwarten. Wenn ich mich so verhalte, wie ich wirklich bin, nämlich eher ruhig und zurückhaltend (zumindest am anfang), habe ich die Erfahrung gemacht abgelehnt zu werden.

    Also denke ich immer, dass ich mich verändern muss, um bei den Männern eine Chance zu haben. Ich rede dann sehr viel, bloß, um keine Gesprächspause aufkommen zu lassen und vermittle ihnen, dass ich alles eher locker sehe, was aber absolut nicht der Fall ist. Es liegt an meinem mangelnden Selbstbewußtsein und meiner mangelnden Erfahrung mit Männern, dass ich permanent das Gefühl habe, abgelehnt und nicht gemocht zu werden so wie ich bin.

    Ich sehe auch das Problem der Gesellschaft, dass immer von einem erwartet wird, gut drauf zu sein, keine Probleme zu haben. Die Realität sieht leider ganz anders aus. Vielleicht verstellen sich die Männer ja auch und sind nicht authentisch, aber mir kommen sie nicht sehr ernsthaft vor. Vielmehr habe ich den Eindruck, dass ich immer auf solche treffe, in deren Leben alles glatt läuft.

    an Böse Miezekatze:
    Die letzten Männer, mit denen ich mich verabredet habe, habe ich meistens abends beim Weggehen kennengelernt. Einer war aber auch ein Kollege meiner Freundin, der abends mit uns mitgekommen ist. Auch ein Kollege von mir, den ich durch den Kontakt zu einer anderen Abteilung kennengelernt habe, zählt dazu. Ich kann also nicht sagen, dass es sich bei meinen Männerbekanntschaften ausschließlich um solche handelt, die ich abends kennenlerne. Dennoch unterscheiden sie sich in ihren Verhaltensweisen nicht.

    Ich habe das Gefühl, dass mich Männer am Anfang toll finden, und wenn sie mich dann näher kennenlernen ziehen sie sich plötzlich zurück. Damit kann ich nicht umgehen und es verunsichert mich und bestätigt mich in meiner Unsicherheit immer mehr.

    an sascha99
    Wie hast Du es geschafft, Dich von den von Deinen Eltern aufgetragenen Pflichten zu lösen?

    Ich sehe mich permanent im Konflikt zwischen den Interessen meiner Familie mit meinem eigenen Leben. Ich habe das Gefühl, rücksichtslos zu sein und hätte ein schlechtes Gewissen, wenn ich mich um mich selbst kümmere. Auch macht es mich oft traurig zu sehen, dass es meinen Eltern schlecht geht, was mir selbst auch die Lebensfreude nimmt. Ich habe wohl scheinbar den zeitpunkt verpasst, mich endgültig abzunabeln. Auch heute noch beeinflusst mich das Verhalten meiner Eltern sehr. Wenn ich sehe, dass sie nicht klarkommen fühle ich mich schlecht. Ich würde gerne mehr Distanz zu ihnen aufbauen, aber ich weiß nicht, wie mir dies gelingen kann.

    an Rina:
    Die Beschreibung Deiner Freundin passt perfekt auf mich. Bei mir läuft genau das gleich ab. Zu Anfang zeigen die Männer viel Interesse, aber dies ist nach ein paar Treffen schlagartig vorbei. Es kommt mir so vor, dass sie sich, sobald sie mich etwas besser kennenlernen, von mir zurückziehen. Ich weiß aber nicht wie ich das ändern soll. Ich bin eher zurückhaltend, wohl auch, weil mich mein ganzes familiäres Umfeld traurig macht. Deshalb bin ich oft sehr nachdenktlich und mit meinen Gedanken bei ihnen. Ich wäre gerne fröhlicher und ausgelassener, aber mit diesem Hintergrund geht das einfach nicht. Ich habe Angst, dass es immer so weitergehen wird, da ich mir nicht vorstellen kann, dass die Probleme meiner Familie jemals enden werden.

    an felicca:
    An meinem Ex-Freund habe ich besonders sein Interesse seinerseits an mir geschätzt, unseren ähnlichen Humor, dass er immer für mich da war, immer bemüht war, mir zu helfen und dass ich mit ihm über alles reden konnte. Wir lagen einfach auf der gleichen Wellenlänge und uns ist nie der Gesprächsstoff ausgegangen. was mir auch sehr wichtig war, ist, dass wir über die gleichen Dinge lachen konnten. Ich habe mich ihm immer sehr verbunden gefühlt. Von Anfang an gab es keine Spielchen, es war alles ganz einfach mit ihm.

    Leider fehlt mir aufgrund der Länge der Beziehung jegliche Erfahrung mit anderen Männern. Wahrscheinlich bin ich deshalb so daran interessiert, mich mit anderen zu treffen und möglichst herauszufinden, wie ich mit ihnen umgehen muss. Bloß gelingt mir dies einfach nicht. Ich habe bisher niemanden getroffen, den ich richtig eingeschätzt habe.

    Ich habe auch schon oft darüber nachgedacht, ob ich mir diese Männer nicht selbst aussuche, wissend, dass ich mit ihnen keine Beziehung haben kann, weil ich selbst nicht bereit dazu bin. Es gibt so viele ungelöste Probleme in meinem Leben, dass ich mir eine Beziehung so sehr wünsche, um einen Menschen nur für mich zu haben und jemanden, der mir Halt und Unterstützung gibt. Aber ich bin auch sehr oft so sehr mit mir selbst und der ganzen Problematik um meine Eltern beschäftigt, dass es mir schwerfällt, jemanden an mich heranzulassen. Ich habe festgestellt, dass ich große Probleme habe, mich zu öffnen. Ich habe immer Angst, wenn jemand etwas von meinen Problemen mitbekommt, wendet er sich von mir ab. Deshalb versuche ich eine Fassade zu wahren und stelle mich als jemand dar, der ich gar nicht bin. Ich kann auch ganz schwer Vertrauen zu jemandem aufbauen. Auch in Freundschaften dauert dies ziemlich lange, wobei dies bei weitem nicht mit dem fehlenden Vertrauen zu Männern vergleichbar ist. Ich habe immer sehr das Bedürfnis, "normal" zu wirken.

    an Shila:
    Im Prinzip denke ich auch, dass es jemandem egal sein muss, ob ich schüchtern bin oder nicht, wenn er mich mag, aber ich habe einfach das Gefühl, dass mich Männer gerade wegen meiner Schüchternheit nicht mögen.

    an Sachensagen:
    Ich bin oft sehr traurig darüber, wie mein Leben aussieht. Ich würde gerne anders leben, aber ich weiß nicht, wie ich meine Verantwortung meinen Eltern gegenüber abgeben kann, ohne mich schlecht zu fühlen.

    Du hast das richtige angesprochen. Ich weiß selber nicht richtig, was ich will und was gut für mich ist, da ich meine eigenen Wünsche und Bedürfnisse seit Jahren hintenanstellen musste. Meine Eltern haben seit ich denken kann massive Probleme, und da ich die älteste bin haben sie mich immer eingespannt für meine jüngeren Schwestern zu sorgen. Es blieb einfach nie Platz für mich und meine Bedürfnisse. Und dies hat sich auf mein Selbstbewußtsein verlagert. Ich denke, dass ich es wohl nicht wert bin, dass mich jemand beachtet, wenn mich mal wieder ein Mann zurückgewiesen hat. Ich sehe auf jeden Fall einen sehr klaren Zusammenhang zwischen der Beziehung zu meinen Eltern und meinem Verhalten Männern gegenüber. Mir wurde immer vermittelt, dadurch, dass ich so früh auf mich alleine gestellt war und dass alle immer meine Hilfe brauchten, dass ich mich selbst nicht so wichtig nehmen darf. Inzwischen ist dies ein tief verwurzeltes Denkmuster und ich weiß nicht, wie ich mich davon befreien kann.

    Wahrscheinlich ist es so, dass ich keine Beziehung eingehen kann, solange ich mich mit Selbstzweifeln plage und keine hohe Meinung von mir habe. Aber wie kann ich das ändern?

    Was ich euch auch noch fragen wollte:
    Worüber redet ihr bei den ersten Treffen? Besonders in dem Fall, in dem es ersteinmal keine gemeinsamen Themen wie Freunde, Beruf, Sport etc. gibt? Wieviel persönliches erzählt ihr? Wann kommt für euch der Zeitpunkt, an dem ihr euch öffnet und auch über die "Schattenseiten" eures Lebens berichtet? Und welche Fragen stellt ihr, d. h. wie persönlich sind diese Fragen? Ich wäre euch sehr dankbar, wenn ihr ein bisschen erzählen könnten, wie eure ersten Treffen ablaufen.

    Ich danke euch sehr für eure Hilfe.
    Liebe Grüße,
    Katharina.

  3. User Info Menu

    AW: Warum will niemand eine Beziehung mit mir?

    Aber wenn du nun mal Probleme hast und eher ein ruhigerer und sehr nachdenklicher Mensch bist, dann ist das so!
    Das ist doch auch ein schöner Charakter!
    Ein vernünftiger Mann, soll doch auch mal den Ernst des Lebens sehen und man sollte doch mit ihm auch irgendwann mal Probleme bewältigen können. Ich galube so ein Macho wäre wirklich nichts für Dich.
    Das müsste einer sein, der auch mal zuhören kann, mit dem man lachen aber auch über ernste Themen und Probleme sprechen kann.
    Indem Du dich verstellst, kannst du ja nicht raus finden ob er wirklich zu dir passt.
    Du brauchst ja beim Treffen nicht Deine Lebensgeschichte preis geben, aber sei doch ruhig mal ruhig und zurückhaltend und sprich auch mal ernstere Themen an.
    So kannst du testen, ob er jemand ist, mit dem man über alles reden kann ,ohne eine Show abzuziehen.
    Es gibt auch tiefgründigere Männer und nicht nur so Komiker a la ich bin immer gut drauf und unheimlich cool!
    Du musst denen nur mal eine Chance geben!

  4. User Info Menu

    AW: Warum will niemand eine Beziehung mit mir?

    Zitat Zitat von Katharina200780
    Im Prinzip habe ich eine Vorstellung davon, wie ein Mann sein muss, mit dem ich eine Beziehung haben möchte.
    Wie denn? Formuliere das mal.


    Was ich nicht weiß, ist, was Männer von mir erwarten. Wenn ich mich so verhalte, wie ich wirklich bin, nämlich eher ruhig und zurückhaltend (zumindest am anfang), habe ich die Erfahrung gemacht abgelehnt zu werden.
    Und du hast nicht den Anspruch an deinen Partner, dass er dich so akzeptiert, wie du bist.


    Vielmehr habe ich den Eindruck, dass ich immer auf solche treffe, in deren Leben alles glatt läuft.
    Es läuft in deren Leben nicht alles glatt. Sie haben aber vielleicht einfach eine positivere Einstellung zum Leben.


    Ich sehe mich permanent im Konflikt zwischen den Interessen meiner Familie mit meinem eigenen Leben. Ich habe das Gefühl, rücksichtslos zu sein und hätte ein schlechtes Gewissen, wenn ich mich um mich selbst kümmere.

    [...]

    Ich würde gerne mehr Distanz zu ihnen [meinen Eltern] aufbauen, aber ich weiß nicht, wie mir dies gelingen kann.
    Wie ich es einschätze ist das dein vorangiges Problem.


    Ich habe auch schon oft darüber nachgedacht, ob ich mir diese Männer nicht selbst aussuche, wissend, dass ich mit ihnen keine Beziehung haben kann, weil ich selbst nicht bereit dazu bin. Es gibt so viele ungelöste Probleme in meinem Leben, dass ich mir eine Beziehung so sehr wünsche, um einen Menschen nur für mich zu haben und jemanden, der mir Halt und Unterstützung gibt.
    Du solltest wohl wirklich erstmal deine Probleme angehen, bevor du dich mit Beziehung auseinandersetzt. Beziehunghaben ist zwar was schönes, aber es ist auch Arbeit und löst keine Probleme. Es kommen eher noch welche hinzu.



    Ich bin oft sehr traurig darüber, wie mein Leben aussieht. Ich würde gerne anders leben, aber ich weiß nicht, wie ich meine Verantwortung meinen Eltern gegenüber abgeben kann, ohne mich schlecht zu fühlen.
    Ist doch ein klarer Fall. Du bist unzufrieden mit deinem Leben und würdest gerne anders Leben. Also lebe anders. Was hast du für eine Verantwortung deinen Eltern gegenüber? Deine Eltern sind erwachsene Menschen, die können sich um sich selbst kümmern.


    Meine Eltern haben seit ich denken kann massive Probleme, und da ich die älteste bin haben sie mich immer eingespannt für meine jüngeren Schwestern zu sorgen. Es blieb einfach nie Platz für mich und meine Bedürfnisse.
    Wie alt sind deine Schwestern? Ich gehe mal davon aus, dass sie heute auch auf eigenen Füßen stehen oder zumindest sollten.


    Wahrscheinlich ist es so, dass ich keine Beziehung eingehen kann, solange ich mich mit Selbstzweifeln plage und keine hohe Meinung von mir habe. Aber wie kann ich das ändern?
    Wohnst du in der Nähe deiner Eltern? Ich denke, es könnte dir gut tun, wenn du umziehst. Weit weg. Ans andere Ende der Republik. Vielleicht sogar Ausland, eventuell anderer Kontinent, wenn du der Typ für Ausland bist. Und dort kannst du dir dann ein soziales Umfeld aufbauen.


    Worüber redet ihr bei den ersten Treffen?
    Das ist Pillepalle. Gehe erstmal deine bestehenden Probleme an, bevor du dir neue suchst.

  5. Inaktiver User

    AW: Warum will niemand eine Beziehung mit mir?

    Liebe Katharina,

    ich finde dein letztes Posting soooooo schön und ich verrate dir auch wieso: Du bist ehrlich. Du hast bei keinem Posting zuvor bei mir soviel Wärme erzeugt, soviel Sympathie. Man spürt dich in diesen Zeilen.

    Weißt du, ich bin nicht hübsch, nicht sexy, nicht süß. Ich habe viele viele Macken, bin zu oft zu vorlaut, ich lache schrecklich, jeder findet meine Witze doof, ich bin unkonventionell und reize gerne aus. Ich bin je nach Sitation völlig gegensätzlich und kann meine Vorstellungen oftmals nicht verbalisieren, weil ich mich ständig in irgendwelchen Nebengedanken und in mit mir selbst ausgetragenen Diskussionen verirre.

    Ich habe daraus nie einen Hehl gemacht. Ich habe meine schlechten Witze trotzdem erzählt und versucht die gequälten Gesichter zu ertragen, meine Strubbelstrohschweinhaare als Markenzeichen verkauft, anstatt darüber zu jammern...und dennoch...ich habe viele Männer kennengelernt, schöne Beziehungen geführt.

    Es geht nicht darum die "Beste" zu sein, die Kontaktfreudige, die Offene, diejenige die ohne Probleme durchs Leben geht. Es geht um DICH. Du willst doch einen Partner der dich so mag wie du bist und ich wette mit dir, dass es da draußen ganz viele Männer gibt die dich genauso wollen wie du bist.

    Subjektiv empfundene Schwächen werden beim richtigen Partner zu liebenswerten Eigenarten

    Fühl dich selbst, spür dich selbst, akzeptier dich selbst. DU bist so wie du bist super! Fehlt nur noch der Partner. Ich wette mit dir, das du genau so wie du eigentlich bist auch den Partner findest der zu dir passt.

    Ein Verstellen würde nur dabei helfen in eine unglückliche Beziehung zu stürzen. Danke dem Schicksal, es hat dich davor bewahrt. Trau dich du selbst zu sein! Denn DU bist so wie du bist, genau das was da draussen jemand sucht, hinter der von dir aufgebauten Fassade aber nicht vermuten wird.

    Gib den Menschen die Chance dich kennenzulernen und nicht deine Wunschvorstellungen von dir oder das was Mann erwartet. Man darf ruhig sein und unsicher, man darf Probleme haben und man darf auch offen zugeben, dass man sich viel zu oft verstellt hat. Trau dir zu, so wie du bist, etwas Wundervolles zu sein. Für denjenigen, der das Herz am selben Fleck hat wie du und sich die Mühe macht das zu finden, was du selbst gerne in dir entdecken würdest.

    Alles Liebe Katharina

  6. User Info Menu

    AW: Warum will niemand eine Beziehung mit mir?

    @ Katharina
    Was ich nicht weiß, ist, was Männer von mir erwarten. Wenn ich mich so verhalte, wie ich wirklich bin, nämlich eher ruhig und zurückhaltend (zumindest am anfang), habe ich die Erfahrung gemacht abgelehnt zu werden.
    Ich habe mir das Leben auch lange Zeit damit schwer gemacht, zu glauben, Männer würden nur bestimmte Frauen bevorzugen: Süß, niedlich, rezeptiv (auf keinen Fall dominant!), sexuell verfügbar, blond und vor allem großbusig. Es stimmt, dass das auf viele Männer zutrifft. Aber ich bin nicht so, und ich habe gedacht, dass Männer deswegen nichts von mir wollten. Nur: Daran lag es gar nicht, sondern an meinem mangelnden Selbstbewußtsein, das wirkte abturnend.

    Ausserdem: Ist es meine Aufgabe, mich an irgendeinen diffus wahrnehmbaren männlichen Massengeschmack anzupassen, nur damit ich bessere Chancen habe, bei der Männerwelt als solcher anzukommen? Definitiv nein! Und als ich mich von dieser Vorstellung verabschiedet habe, lernte ich auch Männer kennen, die eine Frau wie mich viel spannender finden als diese angebliche Traumfrau der meisten Männer.

    Es ist nicht wichtig, was die Männer erwarten. Wichtig ist, was und wie Du bist! Das muss einfach reichen. Schneide Dir bitte folgenden Satz aus und hänge ihn Dir übers Bett:

    Ich bin nicht dazu auf der Welt, um in erster Linie die Erwartungen meiner Umwelt zu erfüllen!“

    Du entscheidest selbst, welche dieser Erwartungen Du erfüllst. Bei manchen ist es nötig, z.B. im Job, bei anderen hingegen völlig überflüssig. Ersetze solche Erwartungen durch Deine eigenen Erwartungen ans Leben.
    Geändert von Latona (26.10.2007 um 10:11 Uhr)
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

  7. Inaktiver User

    AW: Warum will niemand eine Beziehung mit mir?

    Hallo Katharina,

    mir geht es sehr ähnlich wie Dir, was Kennenlernprobleme mit den Männern betrifft und ich bin gerade dabei, dass zu verändern. Ich habe mich in vielem, was Du schreibst, wiedergefunden.

    Was mir auffällt, ist dass Du Dich viel zu sehr am Außen und an den Wunschvorstellungen und Erwartungen anderer Leute orientierst, wobei Du noch nichtmal weist, wie deren Erwartungen wirklich sind.
    Deine Eltern, die Männer, die anderen, die Gesellschaft, wo bist denn Du bei der ganzen Sache? Dir scheint es ziemlich wichtig zu sein, normal zu sein, aber hälst du das für wirklich erstrebenswert und gesund? Letztlich kommt es doch darauf an, Du selbst, ein Individuum, deine eigene Persönlichkeit zu sein.
    Du hast die Wahl, am Ende deines Lebens die Erwartungen deiner Eltern und deiner Umwelt erfüllt zu haben, aber dafür deren Leben gelebt zu haben und nicht dein eigenens. Oder du kannst anfangen, auf Dich selbst zu schauen, Deine eigenen Bedürfnisse zu erspüren, auf gesunde weise egoistisch zu werden, dein Wohlbefinden an erste Stelle zu stellen!!!

    Du magst dich selbst nicht, wie sollen dich denn dann die Männer mögen?! Du trägst nach außen, dass du dich nicht magst und das bekommst du dann auch von den Männern entsprechend gespiegelt.
    Du suchst im Aussen, was du in dir selbst finden musst!
    Ich denke, du bist im Moment gar nicht im reinen genug mit dir, um eine Beziehung einzugehen, weil du im Partner keine gleichwertige Bereicherung deines eigenens Lebens suchst, sondern einen Helfer, eine Stütze, jemanden, der Dich glücklich macht und Deine unausgeglichenen Bedürfnisse befriedigt. Aber damit machst du dich total abhängig von deiner Umgebung.

    Du musst erstmal lernen dich selbst zu lieben, so wie du bist, authentisch zu sein. Dir selbst Deine beste Freundin zu sein, für Dich selbst zu sorgen, Dich selbst glücklich zu machen.
    Dann erst wird das auch mit den Männern klappen, weil du diese dann gar nicht mehr 'brauchst' und suchst...

    Die Männer merken dass auch, wenn Du uneinig mit Dir selbst bist, Dich verstellst, nicht Du selbst bist und denken dann vielleicht, Du spielst ihnen etwas vor... und dass Du irgendjemanden suchst und gar nicht denjenigen selbst als Menschen meinst.
    Und du siehst doch, dass dein jetziges Verhalten, dich zu Sachen zu zwingen, die nicht Du bist, zu nichts führt, wieso führst du das gleiche Verhalten dann so weiter?
    Sieh doch mal die Vorteile darin... ich war und bin auch anfangs schüchtern, aber für mich ist das auch nen gewisser Schutz, erstmal den anderen aus sicherer Entfernung einschätzen und beobachten zu können und dann entscheiden zu können, ob ich bereit bin, mich zu öffnen.
    Für mich war das auch immer gleich ne Möglichkeit der Auslese. Die, die direkt wieder die Kurve gekratzt haben, waren eben nur auf was Oberflächliches aus, die, die sich die Mühe gemacht haben, hinter die Fassade zu schauen, waren auch wirklich an meiner Person interessiert.

    Du verkaufst dich damit auch unter Wert, du bist doch keine Wühltischware, die sich abstrampeln muss, um den Männern zu gefallen. du willst doch auch einen, der individuell zu deiner Person passt und keinen, der zum verstellten Bild deiner selbst passt. Irgendwann musst du sowieso die Maske abnehmen oder dich dein Leben lang verstellen und wenn der andere dann geht, kannst du sie auch gleich weg lassen, das erspart dir so einiges an Zeit und Mühe.

    Von daher liegt m Mn n die Lösung bei Dir und in Dir selbst und nicht außen, Du musst anfangen, Dich selbst und Deine vermeintlichen 'Fehler' zu lieben und für Dich selbst einzustehen und dann wird sich auch alles andere von ganz alleine fügen.

  8. User Info Menu

    AW: Warum will niemand eine Beziehung mit mir?

    an Rina:
    Ich glaube, dass mich die negative Erfahrung mit dem ersten Mann nach meinem Ex-Freund sehr geprägt hat in Bezug auf meine Schüchternheit. Dies nannte er mir mehrmals als Grund warum er nicht mit mir zusammensein könnte. Ich war sehr verliebt in diesen Mann und hätte mir so gerne eine Beziehung mit ihm gewünscht.
    Nach seiner Aussage habe ich mir vorgenommen, endlich an mir zu arbeiten und die Schüchternheit zu überwinden und das ist mir zum Teil gelungen, wenn ich auch noch sehr weit davon entfernt bin extrovertiert zu sein. Aber dies ging auch leider nur, indem ich mich zwinge, gegen mein Naturell auf Menschen zuzugehen, viel zu reden usw. und das kommt dann automatisch einem Verstellen gleich. Ich hätte auch gerne jemandem, bei dem ich einfach so sein kann, wie ich bin, aber die Erfahrungen in der letzten Zeit haben mir gezeigt, dass niemand mit meiner ruhigen Art etwas anfangen konnte.


    an Vyras:
    "Im Prinzip habe ich eine Vorstellung davon, wie ein Mann sein muss, mit dem ich eine Beziehung haben möchte.
    Wie denn? Formuliere das mal."
    Meine Vorstellung von einem Partner: Er sollte ein guter Gesprächspartner sein, auf mich anziehend wirken, er sollte ehrlich und treu sein. Dies wären erstmal die Grundvoraussetzungen für eine Partnerschaft. Ein ähnlicher Humor und eine ähnliche Sichtweise wären auch nicht schlecht.

    Wahrscheinlich hast Du Recht und ich sehe eine Beziehung als eine Art Flucht an, die mir helfen soll, meine Probleme zu lösen.

    Die Sache ist leider nicht so einfach. Meine Mutter ist sehr krank, mein Vater beruflich sehr eingespannt, hinzu kommt, dass das Verhältnis zwischen den beiden sehr gelitten hat in den letzten Jahren und meine Mutter keine gute Beziehung mehr zu meinem Vater hat. Sie kommt daher mit ihren Sorgen fast immer zu mir. Meine Schwestern sind drei und zehn Jahre jünger als ich. Die jüngere ist also noch nicht volljährig und hat auch große Probleme, worum sich meine Mutter nicht kümmern kann. Vielleicht gibt es Kinder, die ihre Eltern in so einer Situation alleine lassen und weggehen, aber ich kann es nicht.

    Es sind meine Eltern und ich kann mir nicht vorstellen aus ihrer Nähe wegzuziehen, um mich um mich selbst zu kümmern. In der Theorie wäre dies sicher die beste Lösung, aber mein Herz schreit nein. Ich weiß, dass es sich dabei um einen sehr großen Konflikt handelt und dass es auf jeden Fall so nicht mehr weitergehen kann. Aber ein Umzug in ein anderes Land wäre für mich zumindest dann doch ein zu großer Schritt. Ich würde mich gerne von ihnen distanzieren, ohne gleich umziehen zu müssen. Ich würde dann auch meine Freunde hier sehr vermissen. Vielleicht gibt es ja auch eine andere Lösung, die ich bisher noch nicht gefunden habe. Wichtig für mich ist erstmal zu erkennen, dass meine Männerprobleme mit der Beziehung zu meinen Eltern zusammenhängen. Jetzt stellt sich die Frage, wie ich daran Schritt für Schritt etwas ändern kann.

    an The2nd:
    Dein Beitrag hat mich auch sehr berührt und ich bewundere Deine Art, die Dinge zu sehen. Ich frage mich oft, woher meine Selbstzweifel wirklich kommen. Natürlich haben sie etwas mit der Beziehung zu meinen Eltern zu tun, aber ich habe danach oft von Freunden die Bestätigung bekommen, dass ich so wie ich bin genau richtig bin und dennoch nagt der Zweifel in mir, nicht zu genügen, nicht gemocht zu werden. Jedoch unterscheiden sich meine Verhaltensweisen meinen Freunden und Männern gegenüber. Bei meinen Freunden kann ich viel eher ich selbst sein und selbst wenn ich ein Mädchen noch nicht so lange kenne, um sie als langjährige Freundin zu bezeichnen, fällt es mir bei ihr nicht so schwer, über meine Probleme zu reden.

    Bloß bei Männern ist es wie ein Reflex, sich verstellen zu wollen. Ich habe mich so oft gefragt, was der Grund dafür ist, wenn ein Mann sich mal wieder nicht mehr gemeldet hat oder mir bei Treffen mit Desinteresse begegnet ist und habe immer meine Person als Ursache gesehen, d. h. dass ich wohl nicht gesprächig genug, nicht witzig genug, nicht offen genug usw. war.

    Bei Treffen deshalb von meiner Seite irgendwie immer eine Anspannung da, ich kann mich nicht fallenlassen und versuche krampfhaft, das Gespräch nicht stocken zu lassen. Dabei bin ich bei meinen Freundinnen ganz anders, wenn es eben für einen Moment nichts zu reden gibt, dann schweigen wir eben, ohne dass es ein Problem ist. Bloß weiß ich bei ihnen ja, dass sie mich mögen, was bei den Männern ja nicht der Fall ist.

    Ich würde so gerne lernen, mich selbst zu akzeptieren, auch mit meinen Fehlern und nicht immer perfekt sein und es allen recht machen zu wollen.


    an Latona:

    Zitat:
    "Ist es meine Aufgabe, mich an irgendeinen diffus wahrnehmbaren männlichen Massengeschmack anzupassen, nur damit ich bessere Chancen habe, bei der Männerwelt als solcher anzukommen? Definitiv nein! Und als ich mich von dieser Vorstellung verabschiedet habe, lernte ich auch Männer kennen, die eine Frau wie mich viel spannender finden als diese angebliche Traumfrau der meisten Männer."

    Ich denke, dass genau hier auch mein Problem liegt. Ich versuche einem angeblichen männlichen Ideal zu entsprechen, das ich aber nicht erfüllen kann. Wie ist es Dir gelungen, Dich von dieser Vorstellung zu verabschieden, bzw. was hat Dein Selbstbewusstsein gezielt gestärkt?

    Ich weiß jetzt, dass ich auch nicht ans Ziel komme, wenn ich mich verstelle, aber dieses Verhalten hat sich in den letzten Jahren richtiggehend in einen Reflex verwandelt. Ich komme mir so vor, als setze ich eine Maske auf, wenn ich zu Verabredungen mit Männern gehe. Wenn ich eine halbe Stunde vorher noch verheult im Bad sitze, weil mich wieder irgendetwas familiäres belastet hat, kommt einfach die Schminke ins Gesicht und mit einem Gute-Laune-Gesicht wird dem Mann entgegengetreten. Und natürlich geht es mir gut, wenn er mich fragen sollte. Es hat sich in meinen Kopf der Gedanke verankert, dass Männer keine Frauen wollen, die sie von Anfang an mit Probleme und Konflikten belasten, die unsicher sind und kein Selbstbewusstsein haben.

    Es ist einfach ein Teufelskreis. Ich würde mich sehr freuen, wenn Du mir sagen könntest, wie es Dir gelungen ist, Dich von den Erwartungen der Männer zu distanzieren.


    an Levanja:
    Zitat: "Du suchst im Aussen, was du in dir selbst finden musst! ...
    Du musst erstmal lernen dich selbst zu lieben, so wie du bist, authentisch zu sein. Dir selbst Deine beste Freundin zu sein, für Dich selbst zu sorgen, Dich selbst glücklich zu machen.
    Dann erst wird das auch mit den Männern klappen, weil du diese dann gar nicht mehr 'brauchst' und suchst..."

    Ich habe erkannt, dass ich einen Mann suche, der mir Bestätigung vermitteln und mich von meinen familiären Problemen ablenken soll und dass ich momentan nicht in der Lage bin, einen Mann zu finden, der mich als gleichwertigen Partner ansieht, da ich mich selbst nicht als gleichwertig betrachte. D. h. ich muss zuerst eine Distanz zu meiner Familie aufbauen, um mich auf mich selbst konzentrieren zu können, um herauszufinden, was ich möchte, bzw. mich nach meinen Bedürfnissen zu richten.

    Was Du schreibst von der Wühltischware trifft genau mein Empfinden. Ich habe immer das Gefühl, mich bei Treffen anstrengen und die Männer von mir überzeugen zu müssen. Da ich den Eindruck habe, ihnen so wie ich bin nicht zu genügen, verstelle ich mich und versuche jemand anderes zu sein. Dass das auf Dauer nicht gesund ist, sehe ich jetzt. Es ist unglaublich anstrengend. Ich würde gerne diesen Kreislauf durchbrechen.

    Vielleicht gelingt mir dies, indem ich egal wie schwer es mir fällt, mich mit niemandem mehr treffe, der mich schon ein mal das Gefühlt vermittelt hat, dass er eigentlich kein Interesse hat, mich nur küssen oder eine Affäre will, der sagt er würde sich melden, dies dann aber nicht macht, der Verabredungen eine Stunde vorher ohne Grund absagt, usw., also mich von Männern zu distanzieren, die mir nicht guttun, die mich in meinen Selbstzweifeln noch bestärken.

    Ich denke oft, die Männer sehen mich als Notnagel. Wenn eben niemand besseres da ist treffen sie sich mit mir. eine Beziehung wollen sie nicht, aber ein bisschen knutschen nehmen sie dann doch gerne mit. Deshalb melden sie sich auch sporadisch immer wieder und lassen den Kontakt nicht ganz abbrechen. Bisher habe ich immer in der Art und Weise gedacht, dass ich nur lange genug Geduld aufbringen muss, dann werde ich den Mann schon davon überzeugen, dass er doch mit mir zusammen sein will.


    Danke euch allen für eure Beiträge. Ich fange gerade an, mein Verhalten besser zu verstehen.

    Wollte euch noch sagen, dass ich bis Mittwoch beruflich unterwegs bin und wahrscheinlich keine Zeit haben werde zu schreiben.

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
    Katharina

  9. Inaktiver User

    AW: Warum will niemand eine Beziehung mit mir?

    Von Männern höre ich öfter, sie schätzen an einer Frau, wenn sie nur redet, wenn sie was zu sagen hat. Ich würde mich nicht verstellen. Am besten gleich so sein wie du bist.

  10. Inaktiver User

    AW: Warum will niemand eine Beziehung mit mir?

    Was auch ganz wichtig ist und was für mich immer wieder positiv war:
    Lerne Menschen kennen .. so alle möglichen.
    Dann kannst du die auch ganz gut einschätzen und für dich herausfinden welcher Mensch zu dir passt.

    Außerdem kannst du es nicht jedem recht machen.

Antworten
Seite 4 von 5 ErsteErste ... 2345 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •