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    AW: "Sie" wird krank - und nun?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Das entspricht jedenfalls meiner Erfahrungswelt, wär schön, wenn es so wäre, wie ihr das erklärt: man zeigt sich bedürftig, und, schwups, ist ein Mann da (um die geht es ja vorrangig), der einen unterstützt. Ich halte das für ein Märchen, leider.
    Hm - ich hatte es etwas anders verstanden: Zugestehen einer Schwäche zeigt an, dass frau/man Schwächen hat. Menschen, die mit so etwas lieber nicht konfrontiert werden wollen, machen dann lieber gleich einen Bogen...Also: Nicht Schwäche zeigen, um sich einen Mann zu angeln...oder wenn: Dann wenigstens einen, der auch zu einem hält...

    Du bist eine sehr starke Frau! Bienie
    Tanzen ist wie träumen - nur mit den Füßen
    22.06.06 "Bienie" , 04.04.11 "King" , 24.05.17 "Raica" 29.09.21 "Pirry"

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    AW: "Sie" wird krank - und nun?

    Von der Liebe getragen

    Wo du geliebt wirst, kannst du getrost alle Masken ablegen,
    darfst du dich frei und ganz offen bewegen.
    Wo du geliebt wirst, zählst du nicht nur als Artist,
    wo du geliebt wirst, darfst du so sein, wie du bist.

    Wo du geliebt wirst, mußt du nicht immer nur lachen,
    darfst du es wagen, auch traurig zu sein.
    Wo du geliebt wirst, darfst du auch Fehler machen,
    und du bist trotzdem nicht häßlich und klein.

    Wo du geliebt wirst, darfst du auch Schwächen zeigen
    oder den fehlenden Mut, brauchst du die Ängste
    nicht zu verschweigen, wie das der Furchtsame tut.

    Wo du geliebt wirst, darfst du auch Sehnsüchte haben,
    manchmal ein Träumender sein, und für Versäumnisse,
    fehlende Gaben räumt man dir mildernde Umstände ein.

    Wo du geliebt wirst, brauchst du nicht ständig zu fragen
    nach dem vermeintlichen Preis. Du wirst von der Liebe
    getragen, wenn auch unmerklich und leis.

    Elli Michler



    So sehe ich es. Auch und gerade in Bezug auf Krankheiten des Partners.

    ----------------------------------------------------------------------------
    ...Und es ist gar nicht Großmut zu verzeihn,
    Dass andere ganz anders als wir glauben.
    ..(Ringelnatz)




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    AW: "Sie" wird krank - und nun?

    @muschelkalk - Dankeschön...
    Tanzen ist wie träumen - nur mit den Füßen
    22.06.06 "Bienie" , 04.04.11 "King" , 24.05.17 "Raica" 29.09.21 "Pirry"

  4. User Info Menu

    AW: "Sie" wird krank - und nun?

    Zitat Zitat von bienie
    Ich habe viel Kontakt zu kranken Menschen, insbesondere Frauen, die mir ihr Leid klagen, dass ihr Mann sie verlassen will, weil sie im Augenblick nicht als Frau funktionieren kann oder der Mann schiebt seine Freundin an deren Eltern ab, damit sie dort gepflegt wird. „Mit so einer Frau kann man(n) ja nix anfangen“.

    Nachher werde wieder ich mit einer Frau telefonieren , der es wirklich sehr schlecht geht, versuchen, ihr den Halt zu geben, den sie von Ihrem Mann nicht bekommt, schade!

    Ich poste hier im Forum unter „Kennenlernen“, da vermutlich schon in der Anfangsphase des Kennenlernens erkennbar sein muss, ob der Mann in der Lage ist, der Frau im Krankheitsfalle beizustehen (ich meine damit nicht einmal Pflege, sondern es genügt schon eine ehrlich gemeinte Erkundigung, wie es ihr denn geht – auch „Kleinigkeiten“ können den Genesungsprozess voran bringen).

    Aus eigener Erfahrung habe ich es immer gleich erkannt, bzw. auch erkennen müssen. Ich bin selten krank, aber wenn es mich erwischt, dann schon richtig – damit meine ich keine Erkältung....Gerade dann, wenn ich schwach war, wurde diese Situation dahingehend „ausgenutzt“, dass ich: eine Abschieds-sms bekommen habe, einen Brief mit lauter Vorwürfen, ein Verschwinden ohne Nachricht....Ich gebe zu, dass ich überhaupt nicht mehr gerne äußere, wenn es mir wirklich schlecht geht. Auf diesem Gebiet wieder Vertrauen zu fassen, das fällt mir außerordentlich schwer. Das ist wie im Job: Nix anmerken lassen...

    Es soll kein Angriff auf die Männer sein – oh nein, ich kenne auch Frauen, die plötzlich den Abgang machen – aber die Anzahl der Männer, wo mir der Fall bekannt ist, ist definitiv größer.

    Was mich nun interessiert: Wie sammeln andere Frauen – oder auch Männer - die Kraft, solche Situationen zu bestehen? Warum lassen sich viele das von Anfang an gefallen? Nur um dem möglichen Partner fürs Leben zu halten?

    Und die Frage an diejenigen, die sich zurückziehen: Was geht da vor? Angst? Gedankenlosigkeit? Oder ist es wirklich so: Nur ein Mensch, der immer gut drauf ist, immer funktioniert, der ist für ein "gemeinsames" Leben bestimmt?

    Bienie, der solche Situationen einfach immer wieder nahe gehen...



    Ich kann nicht glauben was ich da lese!!
    Ist das aus einem Psychofilm?
    Hm... wenn ich an die Krankheiten denke die meine Ex im Lauf unserer Beziehung hatte...
    Zum Glück vergeht Unkraut nicht, und so geht es mir immer gut. Ich war - abgesehen von ein bisschen Schnupfen - eigentlich in den letzten 25 Jahren nicht krank.
    Vorher konnte ich aber wieder feststellen, dass an dem Klischee dass Männer wehleidig sind was dran ist. Wie wahrscheinlich jeder Mann sage ich von mir, dass ich diesem Klischee nicht entspreche.

    Hm.. bin irgendwie sprachlos.

    Gruß

    Matthias

  5. Inaktiver User

    AW: "Sie" wird krank - und nun?

    Zitat Zitat von Sonnenblume42
    Hallo,

    auch ich hatte einen Ehemann, der sich Null um mich gekümmert hat. Auch dieses Verhalten trug zur Trennung bei.

    Wir waren 1,5 Jahre zusammen, da hatte ich eine schwere Knie-OP. In 9 Tagen KH hat er mich 1 !! mal besucht. Ich bin danach 3 Monate an Krücken gelaufen, habe trotzdem den Haushalt komplett gemacht, bin Einkaufen gegangen (mit Rucksack vorne umgeschnallt, in den ich die Lebensmittel gesteckt habe) usw.
    Eigentlich hätte ich ihn da schon nicht heiraten sollten.

    Als wir verheiratet waren, hatte ich leider 2 Fehlgeburten und war im KH. Kein Wort des Bedauerns von seiner Seite, nur die Frage, wann wir es denn endlich wieder probieren könnten.
    Nach der Geburt unseres ersten Sohnes setzte er mich bei der Rückfahrt vom KH zuerst beim Edeka ab. Der Kühlschrank zu Hause war leer... usw.usw.

    Im Mai dieses Jahres bekam ich die Gebärmutter raus. Ich war 10 Tage im KH, er hat mich 2 mal besucht. Mein fast 80jährige Mutter, die angereist kam um sich um Haus und Hof zu kümmern, kam ständig. Nach dieser OP sollte ich eigentlich 6 Monate nicht über 3 KG heben. Meine Mutter fragte meinen Mann, wie er sich das denn jetzt vorstellt, mit den schweren Wäschekörben aus dem Keller bzw. wer denn jetzt die Wasserkisten holen soll.
    Da meinte er nur lapidar, na dann muss sie halt mehrmals laufen...

    Im Juni ist er ausgezogen, nach 13 Jahren Beziehung. Mir geht es jetzt besser. Ich habe immer nur gedacht, Gott sei Dank habe ich keine schwere KH wie Krebs, er hätte mich gnadenlos fallen lassen.

    Grüße
    Sonnenblume
    Liebe Sonnenblume,

    es tut mir leid, dass Du diese Erfahrung machen musstest, und ich freue mich für Dich, dass Du nun einen Neuanfang wagen kannst, aber ich frage mich auch:

    Warum hast Du DAS mitgemacht? Bist Du Dir selbst so wenig wert?

    Mit Liebe hat eine solche Beziehung herzlich wenig zu tun - wie kommt es, dass Du so lange in einer derart missbräuchlichen Beziehung ausgeharrt hast?

    Grüssle
    Seawasp

  6. Inaktiver User

    AW: "Sie" wird krank - und nun?

    Zitat Zitat von adrienne
    JDas Thema geht zwar um wenn "Sie krank wird" , möchte aber ein wenig weiter zwischen beiden Geschlechtern ausholen, es kommt immer auch darauf an, wie krank der /die Partner/in ist.



    Ich habe 10 Jahre meines Lebens meinen schwer kranken Mann
    gepflegt, war immer an seiner Seite,habe mein eigenes Leben
    nicht mehr richtig gelebt, wäre beinahe selber daran zu Grunde gegangen.
    Ich könnte für mich nicht nochmal ein schwer kranken Partner an
    meiner Seite haben, wer von euch vielleicht schon mal seinen kranken(sehr kranken ) Partner gepflegt hat, kann sich (so hoffe ich) hineinversetzen.
    Nein adrienne, ganz und gar nicht.

    Was Du getan hast, klingt sehr edel, aber Du hast einen ganz wichtigen Punkt ignoriert, und schiebst diesen jetzt "den Kranken" in die Schuhe:

    Du hast nicht gut auf Dich und Deine Bedürfnisse geachtet, hast Deine Grenzen überschritten (und zwar freiwillig), Du hast Dein eigenes Leben nicht mehr gelebt.

    DAS ist nicht die "natürliche" Entwicklung, die zu erwarten ist, wenn man einen kranken Partner hat - Du hast Dich selbst vernachlässigt.

    Wärest Du mein Partner, hätte ich Dich vermutlch sehr frühzeitig in den Hintern getreten und Dich weggeschickt. Ich brauche keinen aufopfernden Pfleger, sondern einen Partner. Wenn ich pflegebedürftig sein sollte, hole ich mir Hilfe von aussen, eben damit wir beide auch Atempausen haben. Die sind sehr wichtig. Ich möchte nicht als "die Kranke" gesehen werden, sondern als Mensch mit allen Facetten, als Partnerin und Freundin. Das bedeutet für mich: Zu Schwächen stehen, aber auch die Verantwortung dafür zu übernehmen und diesen part nicht zu delegieren.

    ch kenne eine sehr nette Frau, deren Ehemann, vor 5 Jahren gestorben ist, sie hat ihn viele Jahre gepflegt hat.
    Nun hat sie einen neuen Freund, sie verstehen sich so gut, vor ein paar Tagen, stellte sich heraus, das ihr Freund an Krebs erkrankt ist, sie hat nicht mehr die Kraft ,um noch einmal einen
    Menschen zu pflegen, dass kann ich sehr gut nachvoll ziehen.
    Es kommt immer darauf an, wie krank der Partner ist und ob man bereit ist so viel Opfer zu bringen, sein eigenes Leben beiseite
    zu stellen.
    I

    Das sehe ich anders. Es kommt darauf an, ob man in der Lage ist, eigenverantwortlich zu handeln und die eigenen Grenzen zu erkennen. Zusammenleben mit einem kranken Menschen bedeutet nicht automatisch, ihn ab Zeitpunkt X bis zur Selbstaufopferung zu pflegen. Wer das tut, der trifft eine freiwillige Entscheidung.

    Das bedeutet natürlich auch, sich frühzeitig Gedanken über das Vorgehen im worst case zu machen.

    Grüssle
    Seawasp
    Geändert von Inaktiver User (20.10.2007 um 09:46 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: "Sie" wird krank - und nun?

    Zitat Zitat von _Beate_
    adrienne scheint es aber so zu empfinden? Zumindest hab ich das so gelesen und für mich klingt das nach Selbstaufgabe ... das würde mich nicht unterstützen, sondern belasten, wenn ich eine Partnerin hätte, die sich/ihr Leben für mich aufgibt ... so meinte ich das
    Richtig Beate, es ist Selbstaufgabe, und die wird dann den Kranken negativ angekreidet. Das Mutter-Theresa-Syndrom ist weit verbreitet - wie heroisch ist es doch, sich für andere aufzuopfern! Ich habe keine Lust, als kranker Mensch nicht nur meine Grenzen, sondern auch noch die der Menschen um mich herum im Auge zu behalten, aber darauf läuft es ab und zu offenbar hinaus.

    Pflege zuhause ist wichtig und richtig - aber sie darf nicht bis zur Selbstaufgabe gehen! Passiert das, läuft die Sache gewaltig aus dem Ruder, und damit ist niemandem gedient.

    Grüssle
    Seawasp

  8. User Info Menu

    AW: "Sie" wird krank - und nun?

    Seawasp,

    eigentlich spricht ein Teil deiner Signatur alles aus, was zu sagen ist:

    Du und ich, wir sind eins. Ich kann dir nicht weh tun, ohne mich zu verletzen.


    Wenn ich Hilfe brauche, hole ich sie mir, damit ich weder mir noch meinem Partner weh tun muss. Das beinhaltet selbstverständlich auch Hilfe, wenn ich meinen Partner pflege, oder in einer sehr schweren Erkrankung begleite.
    Wir begleiten einander durch das Leben. Werden wir "lahm" holen wir uns Krücken, die uns stützen können. Deswegen muss ich weder mich noch meinen Partner aufgeben.

    ----------------------------------------------------------------------------
    ...Und es ist gar nicht Großmut zu verzeihn,
    Dass andere ganz anders als wir glauben.
    ..(Ringelnatz)




  9. Inaktiver User

    AW: "Sie" wird krank - und nun?

    Danke, muschelkalk.

    Exakt das ist der Punkt.



    Grüssle
    Seawasp

  10. User Info Menu

    AW: "Sie" wird krank - und nun?

    Zitat Zitat von _muschelkalk
    Wenn ich Hilfe brauche, hole ich sie mir, damit ich weder mir noch meinem Partner weh tun muss. Das beinhaltet selbstverständlich auch Hilfe, wenn ich meinen Partner pflege, oder in einer sehr schweren Erkrankung begleite.
    Wir begleiten einander durch das Leben. Werden wir "lahm" holen wir uns Krücken, die uns stützen können. Deswegen muss ich weder mich noch meinen Partner aufgeben.
    Das ist wirklich ein wundervoller Idealfall (nicht ironisch gemeint)...
    Genau das wünsche ich allen, die krank sind oder es werden können....
    Tanzen ist wie träumen - nur mit den Füßen
    22.06.06 "Bienie" , 04.04.11 "King" , 24.05.17 "Raica" 29.09.21 "Pirry"

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