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    AW: Erwartungen ans Leben / Lebenspläne

    Ergänzend: gibt ja auch Leute, die fahren gar nicht erst los, weil sie rumdümpeln... mir jedenfalls ist Bewegung wichtig... nicht um der Bewegung willen, aber auch nicht unbedingt mit "dem" Ziel und in Marschgeschwindigkeit... Stagnation, damit kann ich nicht umgehen. Wie gesagt, da beschleicht mich das Gefühl der Fremdbestimmung und das gruselt mich.
    Der Crew gewidmet:

    „Wir sind gleichsam Zwerge, die auf den Schultern von Riesen sitzen, um mehr und Entfernteres als diese sehen zu können - freilich nicht dank eigener scharfer Sehkraft oder Körpergröße, sondern weil die Größe der Riesen uns zu Hilfe kommt und uns emporhebt.“


    Bernhard von Chartres

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    AW: Erwartungen ans Leben / Lebenspläne

    Zitat Zitat von Rasko
    Ja, das glaube ich auch.

    Meine Meinung ist, dass Du Dich dabei mit der Grösse der Aufgabe verhedderst. Eine "Lebensplanung" als Ziel zu verfolgen ist für die meisten Menschen (inkl. mir) eine Nummer zu gross. Das ergibt sich.

    Als "ungeübter" Zielesetzer solltest Du mit kleineren Dinge anfangen. Es gibt sicher irgendetwas, was Dich in Deinem Leben stört. Irgendwas was Du gerne anders hättest. (Bessere Figur, mehr Freizeit, weniger Familienkram, irgendeine Marotte an Dir, die Dich selbst stört, irgendwas.) Das abzustellen oder zu veränderen kann Dein erstes Ziel sein. (Hast Du dieses erreicht werden sich daraus wie von Zauberhand neue ergeben)

    Und wenn auch das noch zu gross ist, kannst Du dieses in noch kleinere aufteilen. Du wirst etwas finden. Was Du gerne erreichen möchtest.

    Und wenn Du erstmal in den Strudel von Ziel setzen / Ziel erreichen geraten bist, wirst Du süchtig danach werden ;)

    Eine Lebensplanung hast Du deswegen trotzdem noch nicht. Sowas ist Genies vorbehalten.
    Hm.. das glaube ich nicht, denn ich bin schon derjenige, der sich ein Problem erst mal in kleine Brocken zerlegt, beruflich zumindest.
    Es ging mir aber auch gar nicht um Problem- oder Aufgabenbewältigung, sondern um den "Sinn" den man seinem Leben gibt/geben möchte.
    Laut meiner Ex hat mein Leben irgendwann - wenn es vorüber ist - keinen Sinn gehabt, denn es bleibt nichts zurück. Auch hat sie mit ein tristes Dasein im Alter prophezeit, weil ich eben allein sein werde. Wenn sie meint... ich finde es jedenfalls daneben, Kinder für den Sinn meines Lebens verantwortlich zu machen.

    Gruß

    Matthias

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    AW: Erwartungen ans Leben / Lebenspläne

    Zitat Zitat von Njarka
    Ergänzend: gibt ja auch Leute, die fahren gar nicht erst los, weil sie rumdümpeln... mir jedenfalls ist Bewegung wichtig... nicht um der Bewegung willen, aber auch nicht unbedingt mit "dem" Ziel und in Marschgeschwindigkeit... Stagnation, damit kann ich nicht umgehen. Wie gesagt, da beschleicht mich das Gefühl der Fremdbestimmung und das gruselt mich.
    Hm.. auch hier kommt es m.E. wie lange das dauert. Wenn mal eine "Phase der Ruhe" im Leben einkehrt, ist das ja auch kein Fehler. Aber ich glaube damit haben viele ein Problem, es muss immer was "los" sein. Ein Wochenende das man zuhause verbringt ist ein "verlorenes" Wochenende. Und wenn man das zwei Monate am Stück macht, fühlen sie sich tot.
    Wichtig ist nur, dass man sich mal wieder "aufrappelt", wenn man so ne Ruhephase hat.

    Ähnlich, wie man auch mal stehen bleiben und umschauen muss um sich zu orientieren, wenn man sich verfahren hat. Nur weiterfahren, Hauptsache man fährt ist zwar auch ein Weg, aber ob man damit zufrieden ist/wird, geschweige denn ankommt!??

    Gruß

    Matthias

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    AW: Erwartungen ans Leben / Lebenspläne

    Zitat Zitat von Matze133
    Hm.. auch hier kommt es m.E. wie lange das dauert. Wenn mal eine "Phase der Ruhe" im Leben einkehrt, ist das ja auch kein Fehler. Aber ich glaube damit haben viele ein Problem, es muss immer was "los" sein.
    Ich glaube, da sind wir uns ganz einig. Klar gibt es nen Wechsel von "etwas vorantreiben" und "sich treiben lassen". Wie das aussieht, ist sowieso total individuell, das muss ganz organisch jeder mit sich selbst ausmachen, sonst erstickt man am Zuviel oder Zuwenig. Ich meinte mehr so das permanent Verharren, der komplette Leerlauf im Kopf, wo die Rädchen dann nur noch von den Reaktionen auf Stimuli aus der Umwelt angetrieben werden. Das... brr... nee...
    Der Crew gewidmet:

    „Wir sind gleichsam Zwerge, die auf den Schultern von Riesen sitzen, um mehr und Entfernteres als diese sehen zu können - freilich nicht dank eigener scharfer Sehkraft oder Körpergröße, sondern weil die Größe der Riesen uns zu Hilfe kommt und uns emporhebt.“


    Bernhard von Chartres

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    AW: Erwartungen ans Leben / Lebenspläne

    Ganz pauschal und vereinfacht gesagt, finde ich, dass Kinder der Sinn des Lebens sind, einfach weil man dadurch einen Teil von sich selbst weitergibt und den Grundstein für die Zukunft legt (nämlich die nächste Generation erschaffen). Sofern man der Meinung ist, die Menschheit an sich erhalten zu müssen.

    Ansonsten, um es kurz zu machen – und mit dieser Frage habe ich mich schon oft beschäftigt – gibt es für mich keinen Sinn.
    Das soll ich jetzt nicht negativ gemeint sein, sondern einfach - aus meiner Perspektive - logisch.

    Ich bin Atheist, dass heisst ich glaube u. a. auch nicht an ein himmlisches Nachleben, sondern denke, wenn die Zeit gekommen ist, geht einfach das Licht aus.

    Bis es soweit ist - ganz platt gesagt – vertreiben wir uns unsere Zeit. Nichts anderes ist es, weil ich der Meinung bin, dass wir alles, was wir hier tun nirgendwo hin mitnehmen können.

    Von daher finde ich zwar alles mit dem ich mich beschäftige, was ich lerne und was ich aufnehme, interessant, bereichernd und erfüllend, aber „bringen“ tut es mir eigentlich nichts – ausser mich zu beschäftigen.

    Und jetzt bleibt die Frage offen, mit was beschäftige ich mich denn gerne?

    Gehe ich gerne arbeiten und danach auf die Couch. Schön!
    Mag ich Kinder und Familie, gut dann ist es das, was für mich richtig ist.
    Bin ich eher eine kreative Person, dann finde ich Erfüllung darin.
    usw.

    Jeder macht eben das was er gerne tut. Es ist. m. E. egal, ob dies am Ende der Tage sinnig war oder nicht. Hauptsache man war zufrieden vielleicht sogar zeitweise glücklich.

    Ich glaube, dass umsomehr man krampfhaft nach dem Sinn seines Lebens sucht und dem Leben an sich mehr Bedeutung gibt als es hat, ist man unglücklicher und unzufriedener als wenn man einfach seine Zeit so verbringt wie es einem gefällt.
    Ich bin kein Lebensverneinender Mensch. Im Gegenteil. Ich verstehe die Leute nicht, die sagen alles ist scheisse und aus dieser Einstellung heraus, sich für nichts interessieren (und dabei (!) unglücklich sind)
    Denn das verkürzt weder den Aufenthalt hier noch macht es ihn angenehmer.

    Ich verstehe aber auch die Personen nicht, die sagen Du MUSST dies und jenes tun für das ewige Glück.

    Es gibt für mich persönlich z. B. Bücher (ich lese sehr gerne) die „muss“ ich noch lesen, das heisst aber nicht, dass das zwangsläufig auf andere auch zutrifft; wer sich beim Lesen langweilt, der gibt seinem Leben sicher keinen Sinn, wenn er sich durch die Literatur quält.

    Kurzum: jedes Individuum sollte einfach das tun, was ihn interessiert.

    Ob das für andere jetzt spannend ist oder nicht, ist dabei nicht relevant.

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    AW: Erwartungen ans Leben / Lebenspläne

    Zitat Zitat von Nicole78

    Ich glaube, dass umsomehr man krampfhaft nach dem Sinn seines Lebens sucht und dem Leben an sich mehr Bedeutung gibt als es hat, ist man unglücklicher und unzufriedener als wenn man einfach seine Zeit so verbringt wie es einem gefällt.
    Ich bin kein Lebensverneinender Mensch. Im Gegenteil. Ich verstehe die Leute nicht, die sagen alles ist scheisse und aus dieser Einstellung heraus, sich für nichts interessieren (und dabei (!) unglücklich sind)
    Denn das verkürzt weder den Aufenthalt hier noch macht es ihn angenehmer.

    Kurzum: jedes Individuum sollte einfach das tun, was ihn interessiert.
    Tanzen ist wie träumen - nur mit den Füßen
    22.06.06 "Bienie" , 04.04.11 "King" , 24.05.17 "Raica" 29.09.21 "Pirry"

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    AW: Erwartungen ans Leben / Lebenspläne

    Zitat Zitat von Nicole78
    Ich glaube, dass umsomehr man krampfhaft nach dem Sinn seines Lebens sucht und dem Leben an sich mehr Bedeutung gibt als es hat, ist man unglücklicher und unzufriedener als wenn man einfach seine Zeit so verbringt wie es einem gefällt.
    Ich bin kein Lebensverneinender Mensch. Im Gegenteil. Ich verstehe die Leute nicht, die sagen alles ist scheisse und aus dieser Einstellung heraus, sich für nichts interessieren (und dabei (!) unglücklich sind)
    Denn das verkürzt weder den Aufenthalt hier noch macht es ihn angenehmer.
    Auch von mir ein "genau" dazu. Mit dem Unterschied, dass ich eben an einen Gott glaube, mich frage, wie Schöpfer und Geschöpf zusammenfinden, und hier nach vielen Vergleichen eben bei der für mich, in meiner Lebenswelt, realen Person des Jesus Christus angekommen bin. Der Sinn des Lebens ist für mich, wenn man an einen Schöpfer glaubt, diesem Schöpfer das Gegenüber zu sein, als das ich geschaffen wurde. Also im Grunde genauso "leer" oder "voll" wie du es ausgedrückt hast. Der Sinn meines Lebens liegt in der Beziehung zu meinem Schöpfer.
    Aber das ist jetzt so OT, das lassen wir lieber.
    Der Crew gewidmet:

    „Wir sind gleichsam Zwerge, die auf den Schultern von Riesen sitzen, um mehr und Entfernteres als diese sehen zu können - freilich nicht dank eigener scharfer Sehkraft oder Körpergröße, sondern weil die Größe der Riesen uns zu Hilfe kommt und uns emporhebt.“


    Bernhard von Chartres

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    AW: Erwartungen ans Leben / Lebenspläne

    Lebenspläne ändern sich ... Menschen ja auch ...

    In meinen 20ern wollte ich Karriere machen, strampelte mich ab, ordnete mein Privatleben diesem Ziel unter, nicht mit Diplomen, sondern mit Engagement überzeugen wollend. Mit Ende 20 kam die Torschlusspanik und der (heute denke ich manchmal umgebungsbeeinflusste) Wunsch nach Ehe und Familie, mit 30 Hochzeit und Schwangerschaft. Ich warf mich kopfüber in das Leben einer Mutter und Hausfrau ... stolze 6 Monate hielt ich das sogar aus. Dann begann - erst Teilzeit und freiberuflernd- meine wirkliche Karriere in Richtung dessen, was ich wirklich gut kann und gerne tue ... nach dem Prinzip der vorbeifahrenden Züge. Ich sah Gelegenheiten und Trittsteine, sprang auf und entwickelte die Situation weiter, fing vorbeitreibende Themen ein, verwandelte Situationen in ein mögliches Optimum. Heute habe ich meinen persönlichen Traumjob. Nicht hochbezahlt, aber hochinteressant - und flexibel genug, um das Leben mit zwei Kindern in den Griff zu bekommen.

    Meine Arbeit ist TEIL meines Lebens ... weder arbeite ich um zu leben noch lebe ich um zu arbeiten. Deshalb ist das Thema Ruhestand für mich höchstens ein finanzielles und organisatorisches - denn arbeiten werde ich auch, wenn mir niemand Geld dafür bezahlt. Welch ein Luxus, Arbeit auch verschenken zu dürfen!

    Meine Ziele? Meine Kinder in ein selbständiges, selbstbestimmtes und dabei sozial kompetentes Leben zu begleiten und ihnen emotionalen Rückhalt und einige der Werte mitzugeben, die mir selbst am Herzen liegen. Mit der wachsenden Unabhängigkeit meiner Kinder wird auch die meinige wieder wachsen. Meine Art zu arbeiten wird sich nicht ändern - höchstens Rahmenbedingungen und Orte. Ich will und werde weiterhin ein Verbindungsstück sein, das Puzzleteile zusammenfügt.
    Als Mensch wünsche ich mir, meine Würde bis zum letzten Atemzug zu behalten.

    Nichts davon lässt sich auf einen Zeitstrahl abstimmen, nichts akribisch planen. Ich plane im Kurzzeitfenster, nicht im Langzeitmodus.

    Ich weiß nicht wie, mit wem und wo ich in 20 Jahren leben werde. Ich weiß nicht, welche Herausforderungen mich erwarten und wie mein Gesundheitszustand sich entwickelt - noch welche Chancen sich mir erschließen werden.

    Das ist weder antriebslos noch sprunghaft, sondern einfach Resultat der Erkenntnis, dass das Festhalten an starren Zielen auch eine Art Stagnation sein kann. Ich plane im Rahmen meiner jetzigen Situation, halte aber dabei nach Hebeln und Türen Ausschau.

    Natürlich habe ich Wünsche ... Partnerschaft mit einem unabhängigen, weit denkenden Menschen, Leben an wechselnden Orten, Bücher schreiben ... und ... und ... aber das ist nicht planbar, jedenfalls jetzt noch nicht.

    Soviel zum Leben an sich ...


    @matze ... du hast es schon richtig gesagt. Du hast keine Zeit für eine Freundin.
    Ich lese daraus: Beziehung hatte in deinem Leben keine Priorität.
    Vielleicht war auch einfach das Gefühl für diese eine Frau nicht stark genug, um über Umschichtung eigener Prioritäten nachzudenken?

    Will meinen: es gibt auch in meinem Umfeld Männer, die selbständig oder in Vielzeit-Jobs sind, sich in der Feuerwehr engagieren und Freunde haben - und trotzdem in funktionierender Partnerschaft oder Familie leben. Ich bin selbst beruflich engagiert und habe Verständnis für Unvorhergesehenes, finde es wichtig, wenn ein Mann Freunde und Ehrenämter hat ... aber die Balance ist wichtig. Nach einer Höllenwoche muss auch mal wieder das Durchatmen kommen ... auch für die Partnerin. Übrigens empfinde ich es nicht als Stress, einem Partner mit einer schnellen Mail/SMS zu signalisieren, dass unsere ursprüngliche Planung kippelt SOBALD ich weiß, dass es so sein wird ... das nimmt doch für beide den Druck raus. Habe bei Männern allerdings erlebt, dass ein "bitte stell dich darauf ein, dass es bei mir spät werden kann" wohl schwerer zu sagen ist als die berühmten drei Worte

    Ich denke mal, Matze, du hast einfach noch nicht die Frau gefunden, für die du aus eigenem Antrieb neu über deine eigenen Prioritäten und festen Bahnen nachdenken würdest ... für Mrs. nur-Viertel-Perfect lohnt sich das ja auch nicht wirklich. Und das meine ich jetzt nicht ironisch und nicht als Kritik. Denn wenn es Liebe gewesen wäre, wärt Ihr sicher noch zusammen.

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    AW: Erwartungen ans Leben / Lebenspläne

    Zitat Zitat von Nicole78
    Ganz pauschal und vereinfacht gesagt, finde ich, dass Kinder der Sinn des Lebens sind, einfach weil man dadurch einen Teil von sich selbst weitergibt und den Grundstein für die Zukunft legt (nämlich die nächste Generation erschaffen). Sofern man der Meinung ist, die Menschheit an sich erhalten zu müssen.
    Aber ist der Beitrag ein Kind in die Welt zu setzten das einzige was man für eine "gute" Zukunft der Menschheit tun kann?

    Im täglichen Leben hat sich doch die Arbeitsteilung durchgesetzt, was heißt, dass jeder das macht (oder machen sollte) das im Spaß macht, was er kann und für das er geeignet ist.
    Nur bei den Kindern meint jeder, er sei der Beste, und seine Kinder seien eine Bereicherung für die Gesellschaft...
    Klar, Urinstinkt, aber sind wir tatsächlich noch nicht weiter?

    Das Blöde heutzutage: Die es am wenigsten sollten, pflanzen sich am schnellsten fort...
    Nicht p.c., das ist mir klar, aber es war noch nie meins, p.c. zu sein..

    Ansonsten, um es kurz zu machen – und mit dieser Frage habe ich mich schon oft beschäftigt – gibt es für mich keinen Sinn.
    Das soll ich jetzt nicht negativ gemeint sein, sondern einfach - aus meiner Perspektive - logisch.

    Ich bin Atheist, dass heisst ich glaube u. a. auch nicht an ein himmlisches Nachleben, sondern denke, wenn die Zeit gekommen ist, geht einfach das Licht aus.
    Bin auch nicht gerade sonderlich fromm, aber ich glaube schon, dass - zumindest ne Zeit lang - noch was kommt...

    Bis es soweit ist - ganz platt gesagt – vertreiben wir uns unsere Zeit. Nichts anderes ist es, weil ich der Meinung bin, dass wir alles, was wir hier tun nirgendwo hin mitnehmen können.
    Nach mir die Sintflut?
    Hört sich ein bisschen danach an, auch wenn es sicher nicht so gemeint ist!?!

    Von daher finde ich zwar alles mit dem ich mich beschäftige, was ich lerne und was ich aufnehme, interessant, bereichernd und erfüllend, aber „bringen“ tut es mir eigentlich nichts – ausser mich zu beschäftigen.

    Und jetzt bleibt die Frage offen, mit was beschäftige ich mich denn gerne?

    Gehe ich gerne arbeiten und danach auf die Couch. Schön!
    Mag ich Kinder und Familie, gut dann ist es das, was für mich richtig ist.
    Bin ich eher eine kreative Person, dann finde ich Erfüllung darin.
    usw.

    Jeder macht eben das was er gerne tut. Es ist. m. E. egal, ob dies am Ende der Tage sinnig war oder nicht. Hauptsache man war zufrieden vielleicht sogar zeitweise glücklich.
    Ich wusste es: Spaßgesellschaft! ;-)

    Ich glaube, dass umsomehr man krampfhaft nach dem Sinn seines Lebens sucht und dem Leben an sich mehr Bedeutung gibt als es hat, ist man unglücklicher und unzufriedener als wenn man einfach seine Zeit so verbringt wie es einem gefällt.
    Ich bin kein Lebensverneinender Mensch. Im Gegenteil. Ich verstehe die Leute nicht, die sagen alles ist scheisse und aus dieser Einstellung heraus, sich für nichts interessieren (und dabei (!) unglücklich sind)
    Denn das verkürzt weder den Aufenthalt hier noch macht es ihn angenehmer.
    Ja, hier sind wir uns einig. Das geht in die Richtung, die ich mit Zweckoptimisten und Realisten meinte...

    Ich verstehe aber auch die Personen nicht, die sagen Du MUSST dies und jenes tun für das ewige Glück.
    Drum kann ich mit Religion - wie sie oft gelebt wird - nichts anfangen.
    Und der Kult der um Kinder gerade betrieben wird kommt mir fast schon wie eine Religion vor.

    Es gibt für mich persönlich z. B. Bücher (ich lese sehr gerne) die „muss“ ich noch lesen, das heisst aber nicht, dass das zwangsläufig auf andere auch zutrifft; wer sich beim Lesen langweilt, der gibt seinem Leben sicher keinen Sinn, wenn er sich durch die Literatur quält.

    Kurzum: jedes Individuum sollte einfach das tun, was ihn interessiert.

    Ob das für andere jetzt spannend ist oder nicht, ist dabei nicht relevant.
    Ja, das trifft es.

    Gruß

    Matthias

  10. Inaktiver User

    AW: Erwartungen ans Leben / Lebenspläne

    Was mir - wie immer - aber zu kurz kommt, ist ein gewisser Überbau.

    Kann es der Sinn sein, nur den Alltag zu leben und sich nirgendwohin entwickeln zu wollen? Ganz krass gefragt, was unterscheidet dann den Mensch von der Ameise, die auch ihre Nachkommen großzieht, ihren Bau instand hält, Aufgaben in der Gemeinschaft übernimmt etc..

    Wenn ich meine Zeit nur mit körperlicher Beschäftigung und Tätigkeit rumbringe, was für eine Rolle spielt Geist und Seele dann??

    Das ist eine Ebene, die mir bei vielen Menschen fehlt, da gibt es keine wirkliche Begegnung, weil alles nur auf einer gewissen Sachebene stattfindet, ohne die Persönlichkeit zu berühren.

    Für mich ist das geradezu ein Lebensthema.

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