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  1. Inaktiver User

    AW: das jammervolle Single-Leben

    Zitat Zitat von NymphadoraTonks
    Einewiekeine, dann ist dir eine Beziehung einfach nicht sooo wichtig und das ist ja auch in Ordnung.
    Das würd ich so nun nicht sagen.

    Ich denke eher, ich hab sehr hohe Ansprüche an eine Beziehung, grad weil sie mir so wichtig ist.

  2. Inaktiver User

    AW: das jammervolle Single-Leben

    Zitat Zitat von NymphadoraTonks
    Ein Ex hat mich aber mal gelehrt, dass es sich lohnt, gewisse Vorstellungen auch über Bord zu werfen. Er hat nämlich: geraucht (ich war damals konsequente Nichtraucherin), Fleisch gegessen (ich bin Vegetarierin), Bier getrunken (so versnobt wie ich damals war, war dies ein No Go) ein knallrotes Cabriolet gefahren (für mich als Hellgrüne ebenfalls ein No Go), grässliche Holzfällerhemden getragen (ich stand damals auf smarte Streifenhemden) und Perry-Rodan-Romane (Groschenromane) verschlungen... ich habe mich trotzdem in ihn verliebt und mich die ganze Beziehung über sehr wohl gefühlt. Auseinander sind wir, weil er das Land verlassen wollte.

    Heute, im Internet, würde man mit so vielen Punkten, die nicht simmten, gnadenlos aussortieren. Ich denke, das ist ein wesentlicher Punkt, der die Internetdaterei schwierig macht.

    Tonks
    Das wundert mich nun wieder, diese genauen Vorstellungen von Äußerlichkeiten, die viele haben. Ich rauche nicht, hab aber kein Problem damit, esse Fleisch, hab aber kein Thema mit Vegetariern, er kann im Anzug oder Jeans stecken - alles pillepalle. Alter, Größe, Figur, Status, mit Kind oder ohne - zweitrangig.

    Es muss halt einfach das Gefühl stimmen, ich muss mich wohlfühlen mit jemand, woran das liegt, kann man dann gar nicht mehr begründen. Und ich hab das leider sehr selten, dieses: Bingo!

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    AW: das jammervolle Single-Leben

    Zitat Zitat von sanduhr
    hihihi, diese gedankengänge kenn ich auch....
    wie schön, dass man mit seinem psychotentum nicht ganz allein ist und noch schöner, dass jemand mal den mut hatte, das auszusprechen

    lg
    sanduhr
    (die sich jetzt ein bisschen schämt, weil sie nun zur "ach-du-auch-ich-auch-fraktion gehört )
    Auch schön, dass ich nicht alleine bin damit.

    Bei mir ist es so, dass ich in den letzten 10 Jahren nie länger als ein Jahr alleine war und auch zwischen zwei Beziehungen immer noch eine Liebschaft oder so hatte, dass diese Beziehungen aber eben nie länger als ca. ein Jahr (mal vier) gehalten haben.

    Die erste Woche nach der Trennung war ich jeweils sehr traurig und niedergeschlagen. Dann hat mich die "auf-zu-neuen-Ufern-Stimmung" gepackt und ich war für weitere vier bis fünf Monate sehr gut drauf, unternehmungslustig und so. Nach sechs Monaten wurde ich dann jedoch sehr mürrisch, da mir die Nähe eines Mannes sehr fehlten. Das ist jetzt der Fall, die letzte Trennung war Mitte März, also fast ein halbes Jahr her. Ich merke, wie ich bei jedem missratenen Date mürrischer werde. Erfahrungsgemäss erhole ich mich aber wieder...

    Tonks

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    AW: das jammervolle Single-Leben

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Das wundert mich nun wieder, diese genauen Vorstellungen von Äußerlichkeiten, die viele haben. Ich rauche nicht, hab aber kein Problem damit, esse Fleisch, hab aber kein Thema mit Vegetariern, er kann im Anzug oder Jeans stecken - alles pillepalle. Alter, Größe, Figur, Status, mit Kind oder ohne - zweitrangig.

    Es muss halt einfach das Gefühl stimmen, ich muss mich wohlfühlen mit jemand, woran das liegt, kann man dann gar nicht mehr begründen. Und ich hab das leider sehr selten, dieses: Bingo!
    Einewiekeine, dies ist z.B. bei mir so, weil ich Partner vor allem übers Netz suche. Was hat man da denn für Anhaltspunkte? wenn ich jemanden in der freien Wildbahn kennen lernen würde, würde ich auch erst den Menschen sehen und dann wärs mir egal, ob er Kinder hat, etwas älter ist als ich, einen Doktortitel hat oder nicht, Grösse etc. Aber übers Netz wird dummerweise geradezu dämlich selektioniert.

    Tonks

  5. Inaktiver User

    AW: das jammervolle Single-Leben

    Zitat Zitat von NymphadoraTonks
    Einewiekeine, dies ist z.B. bei mir so, weil ich Partner vor allem übers Netz suche. Was hat man da denn für Anhaltspunkte? wenn ich jemanden in der freien Wildbahn kennen lernen würde, würde ich auch erst den Menschen sehen und dann wärs mir egal, ob er Kinder hat, etwas älter ist als ich, einen Doktortitel hat oder nicht, Grösse etc. Aber übers Netz wird dummerweise geradezu dämlich selektioniert.

    Tonks
    Deshalb lass ich das mittlerweile schön bleiben!

    Da kann zwar alles abgeglichen werden, bis hin zu den Interessen, aber das sagt eben auch nichts darüber aus, ob ich mich in den Mann verlieben kann. Leider!!

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    AW: das jammervolle Single-Leben

    Zitat Zitat von NymphadoraTonks
    Auch schön, dass ich nicht alleine bin damit.

    Bei mir ist es so, dass ich in den letzten 10 Jahren nie länger als ein Jahr alleine war und auch zwischen zwei Beziehungen immer noch eine Liebschaft oder so hatte, dass diese Beziehungen aber eben nie länger als ca. ein Jahr (mal vier) gehalten haben.

    Die erste Woche nach der Trennung war ich jeweils sehr traurig und niedergeschlagen. Dann hat mich die "auf-zu-neuen-Ufern-Stimmung" gepackt und ich war für weitere vier bis fünf Monate sehr gut drauf, unternehmungslustig und so. Nach sechs Monaten wurde ich dann jedoch sehr mürrisch, da mir die Nähe eines Mannes sehr fehlten. Das ist jetzt der Fall, die letzte Trennung war Mitte März, also fast ein halbes Jahr her. Ich merke, wie ich bei jedem missratenen Date mürrischer werde. Erfahrungsgemäss erhole ich mich aber wieder...

    Tonks
    ich bin seit fast anderthalb jahren single, nach einer 3,5 jahre dauernden und sehr turbulenten beziehung. ein paar monate nach der trennung lernte ich jemanden kennen, es war echt ein "WOW!!!" mit sehr vielen ausrufezeichen, mir hat's total den kopf weggeblasen, einfach
    wir hatten auch gleich ein date ausgemacht, uns dazwischen auch noch mal getroffen und uns mit einem "ich freu mich sehr" von seiner seite (!) verabschiedet. und dann kam er einfach nicht ... kein anruf, keine sms, keine absage
    ich hab bis heute (nach über einem jahr!) immer noch keine ahnung, was da los war.
    dann lernte ich im frühjahr einen mann besser kennen, es dauerte sehr lange, bis ich mich ihm emotional öffnen konnte, aber er hat einfach nicht locker gelassen wir haben also eine beziehung begonnen und waren beide unglaublich glücklich, waren sogar ein paar tage miteinander weg. als er mich heim brachte, meinte er noch zu mir, dass er unglaublich glücklich sei mit mir, dass er sich so auf eine gemeinsame zukunft mit mir freut ... und hat ne woche später schluss gemacht (dieses mal wusste ich aber auch, warum - es lag nicht an mir, aber das nützt mir auch nix )
    da fragt man sich schon, wem man noch trauen kann. und was da noch kommen soll ..... denn das waren ja nur die "großen" katastrophen, von den kleinen will ich hier mal gar net reden

    auf jeden fall an alle, die zwar im grunde mit ihrem leben schon zufrieden sind, aber manchmal doch etwas mit ihrem singledasein hadern:
    gäbe es die letzte minute nicht, würde ich gar nichts auf die reihe bekommen

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    AW: das jammervolle Single-Leben

    Zitat Zitat von sanduhr
    ich bin seit fast anderthalb jahren single, nach einer 3,5 jahre dauernden und sehr turbulenten beziehung. ein paar monate nach der trennung lernte ich jemanden kennen, es war echt ein "WOW!!!" mit sehr vielen ausrufezeichen, mir hat's total den kopf weggeblasen, einfach
    wir hatten auch gleich ein date ausgemacht, uns dazwischen auch noch mal getroffen und uns mit einem "ich freu mich sehr" von seiner seite (!) verabschiedet. und dann kam er einfach nicht ... kein anruf, keine sms, keine absage
    ich hab bis heute (nach über einem jahr!) immer noch keine ahnung, was da los war.
    dann lernte ich im frühjahr einen mann besser kennen, es dauerte sehr lange, bis ich mich ihm emotional öffnen konnte, aber er hat einfach nicht locker gelassen wir haben also eine beziehung begonnen und waren beide unglaublich glücklich, waren sogar ein paar tage miteinander weg. als er mich heim brachte, meinte er noch zu mir, dass er unglaublich glücklich sei mit mir, dass er sich so auf eine gemeinsame zukunft mit mir freut ... und hat ne woche später schluss gemacht (dieses mal wusste ich aber auch, warum - es lag nicht an mir, aber das nützt mir auch nix )
    da fragt man sich schon, wem man noch trauen kann. und was da noch kommen soll ..... denn das waren ja nur die "großen" katastrophen, von den kleinen will ich hier mal gar net reden

    auf jeden fall an alle, die zwar im grunde mit ihrem leben schon zufrieden sind, aber manchmal doch etwas mit ihrem singledasein hadern:
    Solche Katastrophen kenne ich auch. Was mir jeweils besonders zu schaffen gemacht hat: ich war nicht diejenige, die gebaggert hat. Es ist mir aber auch schon passiert, dass ich hin und weg war und beim zweiten oder dritten Date waren die Gefühle und die Faszination plötzlich vorbei.

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    AW: das jammervolle Single-Leben

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Na ja, umgekehrt wird ja auch kein Schuh draus: in dem ich mich nicht mit mir beschäftige, entwickle ich mich weiter???
    Wieso nicht? Eine Weiterentwicklung muß ja nicht *bewußt* stattfinden. Ich würde mal behaupten, die meisten Entwicklungen (ob nun weiter oder zurück) finden unbewußt statt.

    Und in Frauengesprächen geht es eben nicht um Schuldzuweisungen,
    Nee, nee, nie nicht, schon klar
    Also 'tschuldigung, aber nach dem, was ich da so mitbekomme, machen Schuldzuweisungen einen ebenso großen Anteil aus wie bei Männergesprächen, gerade wenn es um Trennung und ähnliches geht. Kann man doch hier in der BriCom auch immer wieder sehen... Ein Thread, der mit der Frage beginnt, wie wichtig eine 'gute Figur' bei Frauen für Männer wohl ist, degeneriert alsbald zu einem allgemeinen Gemosere über die 'unreifen, oberflächlichen' und was-weiß-ich-noch-alles Männer, die schlank attraktiver finden als fett. Wieviele Single-Jammer-Threads hatten wir hier schon, in denen es alsbald hieß, "Männer haben einfach Angst vor intelligenten, selbstbewußten, kompetenten, etc. etc. Frauen", zu deutsch: "Ich bin einfach zu gut für die Männer"?

    das ist die doch eher schlichte Denke der Männer, damit umzugehen. Der andere ist schuld, also muss ich mich ja auch nicht damit beschäftigen.
    Hmmm, ist mir bisher nicht aufgefallen, daß die Denke der Frauen da im Durchschnitt weniger schlicht wäre. Diese Denke findest Du hüben wie drüben, ziemlich gleich verteilt.

    Es gibt einen Unterschied zwischen "Selbstreflektion und Weiterentwicklung" und "Nabelschau". Ob der für Frauen mit ihrer doch eher schlichten Denke auch erkennbar ist?
    Et moi je cherche après l'âme sœur
    Et moi je cherche dans l'ordinateur :-)

    (Guy Béart, "Escalier B")

  9. Inaktiver User

    AW: das jammervolle Single-Leben

    Hallo Tonks!

    Es ist mir aber auch schon passiert, dass ich hin und weg war und beim zweiten oder dritten Date waren die Gefühle und die Faszination plötzlich vorbei.
    Dann waren das wahrscheinlich wiederum die nicht-vatertypen, oder?

    Was du über pathologische beziehungsmuster schreibst, hört sich interessant an, ich schätze, ich hab´da selbst ein spezielles, wie wahrscheinlich jeder.
    Was mich in diesem zusammenhang aber noch interessiert, ist, was man real, bei der partnersuche tun kann um solche beziehungsmuster aufzubrechen?
    Ich mein´, wenn einem der mann beispielsweise zu bieder, langweilig etc. vorkommt, kann frau sich nicht für ihn begeistern, da beißt die maus nunmal keinen faden ab.
    Und dann? Was sagt deine therapeutin dazu? Soll man dann z.b. trotzdem versuchen denjenigen näher kennen zu lernen, in der hoffnung, dass sich die eigene haltung verändert?
    Falls ja, sehe ich darin wiederum die gefahr, dass man beginnt sich einen mann "schön zu reden", so nach dem motto, überspitzt gesagt: Der ist nu nicht wie mein vater, sondern hat lauter richtig ehrenwerte attribute, die ich jetzt aber endlich mal zu schätzen lernen müsste!" Das kann´s ja auch nicht sein.

    Aber vor meinem küchenpsychologischen hintergrund nehme ich weiterhin folgendes an: Es gibt ja doch immer noch was (also: männer!) dazwischen. Also jemand, der z.b. den charme und die eloquenz deines vaters hat, gleichermaßen aber eigenschaften wie zuverlässigkeit, ehrlichkeit, und was dir noch wichtig ist. Sowas muss doch zu finden sein! Allerdings muss man dafür tatsächlich wohl genauer hingucken um solche für und wider bei einem mann überhaupt festzustellen.


    LG von K.

  10. Inaktiver User

    AW: das jammervolle Single-Leben

    Es gibt einen Unterschied zwischen "Selbstreflektion und Weiterentwicklung" und "Nabelschau". Ob der für Frauen mit ihrer doch eher schlichten Denke auch erkennbar ist?[/QUOTE]

    Ja, durchaus, wie es auch einen Unterschied gibt zwischen über-gar-nichts-Gedanken-machen-und-Probleme-wegsaufen und sich damit beschäftigen. Lieber zu viel denken als zu wenig, kann ich da nur sagen.

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