Und genau das ist das, was ich meinte, als ich sagte, erfolgreiche Frauen könnten es vielleicht schwieriger haben.Zitat von MadamG
![]()
Frauen können sich "nach oben" orientieren, Männern widerstrebt das meist.
Ja, und auch ich oute mich mal:
Mein Ex war Nicht-Akademiker. War mir wirklich herzlich egal. Der Mann war beruflich erfolgreich, ich fand' ihn intelligent, ich hatte durchaus das Gefühl, wir führten eine Beziehung auf Augenhöhe. Tatsache ist, dass er im Streit immer auf meinen akademischen Werdegang anspielte und mich damit provozierte. ("Warum diskutiere ich überhaupt mit Dir? Du hast doch eh' einen super Uniabschluss, da bist Du mir doch eh' haushoch überlegen.")![]()
Ich aber hatte meinen Bildungsgrad vorher überhaupt nie thematisiert, worauf ich ihn eben dann sachlich hinwies. Was aber nichts nützte.![]()
Ähnliches haben Freundinnen von mir so erlebt. Und Männer erleben sowas wohl umgekehrt nie. Da exisiert nur Bewunderung und keine Verachtung ob des Uniabschlusses.
Sehe ich ja genauso. Nur ich habe eben die Erfahrung gemacht, dass es als Frau einfacher ist, wenn der Mann denselben Bildungsweg hatte. Da entstehen solche Diskussionen wie oben beschrieben gar nicht. Ist eben meine persönliche Erfahrung.Aber Intelligenz ist erstmals nicht nur Bildungssache und mit dem Beruf hat es auch nur bedingt zutun.
Antworten
Ergebnis 631 bis 634 von 634
-
11.11.2007, 14:49
AW: Wie wichtig ist eine "gute Figur" der Frau?
"Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen: Die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen."
(Immanuel Kant)
-
11.11.2007, 14:53Inaktiver User
AW: Wie wichtig ist eine "gute Figur" der Frau?
Zitat von sascha99
Ja, ja, dreimal ja. Schon xmal so erlebt.
Entweder du hast jemand, der zu keinerlei Selbstzweifeln neigt, was ihn für mich nicht unbedingt anziehend macht, oder einen Mann, der ein Problem mit einer scheinbaren Überlegenheit hat, weil er ein Selbstwertproblem hat. Dazwischen gibt es kaum was, fürchte ich. Jemand, der es ganz entspannt einfach so nimmt wie es ist: er ist dir nicht in allem überlegen, sondern nur in manchem.
-
11.11.2007, 15:18
AW: Wie wichtig ist eine "gute Figur" der Frau?
Kleines Gegenbeispiel: in unseren Diskussionen hat mein Mann auch schon einmal etwas in die Richtung gesagt wie: "Ich bin eben nicht so intelligent wie Du." Das war in dem Moment einfach ein Zeichen von Überforderung (in der Situation, nicht im Leben an sich).
Zitat von sascha99
Dabei hat er den höheren Abschluss bei uns. Ich könnte mir gut vorstellen, dass ein Mann, der das gleiche Gefühl hat, bei einer Frau mit höherem Abschluss eben diesen heranzieht. Obwohl es damit eigentlich gar nichts zu tun hat, es geht um das Grundgefühl. Nur für den Ausdruck werden andere Worte gefunden bzw. vielleicht ist es für den Mann auch einfacher, etwas über den Uniabschluss zu sagen, als zu formulieren: "ich fühle mich Dir gerade unterlegen."
Grüße,
EdelherbDie Ente bleibt draußen.
-
11.11.2007, 15:54
AW: Wie wichtig ist eine "gute Figur" der Frau?
Eben.
Zitat von Inaktiver User
Aber es ist natürlich einfacher für ihn, die Partnerin mit diesem "Uni"-Argument zu provozieren, als eben das Letztgesagte zuzugeben.
Das Ironische an der ganzen Sache ist ja eben das, dass ich überzeugt davon bin, dass mir der Uniabschluss lange nicht so viel Wissen und Kompetenz einbrachte, wie ich mal dachte, als ich mit dem Studium beginn.
Im Grunde fängt das "richtige" Lernen ja erst mit der ersten Arbeitsstelle an und über beruflichen Erfolg entscheidet neben der analytischen Intelligenz fast in höherem Maße die soziale Intelligenz und Kompetenz. Und die lernst Du nicht an der Uni.
Wenn nun beide an der Uni studiert haben, kennen und verstehen sie diese Gedankengänge und würden daher so ein Argument wie mein Ex gar nicht benutzen.
Und ich frage mich immer noch, was ich meinem Ex in diesen Situationen noch hätte entgegenhalten sollen? Das Geschriebene versuchte ich ihm immer zu erklären, aber ich stieß auf taube Ohren.
@Edelherb
Aber wäre es nicht auch in der Situation besser gewesen, er hätte dann Dir gegenüber sein augenblickliches Gefühl der Unterlegenheit artikuliert? Gut, aber Du kennst ihn sicherlich gut genug, um zu wissen, wie er es meinte. Das war bei meinem Ex und mir nicht so. Es zeichnete sich für mich immer mehr ab, dass er mich nur mit dem Uniargument ärgern und provozieren wollte.Kleines Gegenbeispiel: in unseren Diskussionen hat mein Mann auch schon einmal etwas in die Richtung gesagt wie: "Ich bin eben nicht so intelligent wie Du." Das war in dem Moment einfach ein Zeichen von Überforderung (in der Situation, nicht im Leben an sich).
Aber dieses Argument mit dem Uniabschluss ist weder logisch - wie beschrieben - noch kann ich als Frau diesen wohl rückgängig machen. Will ich ja gar nicht. Für mich drückte sich dadurch nur immer mehr aus, dass er sich mir - warum auch immer - unterlegen fühlte.Dabei hat er den höheren Abschluss bei uns.Ich könnte mir gut vorstellen, dass ein Mann, der das gleiche Gefühl hat, bei einer Frau mit höherem Abschluss eben diesen heranzieht. Obwohl es damit eigentlich gar nichts zu tun hat, es geht um das Grundgefühl.
Ja, aber der letzte Ausspruch hätte mich bei Weitem nicht so verletzt wie das blöde Uniargument. Das bei uns immer öfter benutzt wurde und auch in Diskussionen, wo es gar nicht hinpasste.Nur für den Ausdruck werden andere Worte gefunden bzw. vielleicht ist es für den Mann auch einfacher, etwas über den Uniabschluss zu sagen, als zu formulieren: "ich fühle mich Dir gerade unterlegen."
Beliebig eben.
Bezeichnenderweise ist mein Ex jetzt dabei, nebenberuflich zu studieren. Wie er mir letztens versicherte, gehe er davon aus, dass sein Abschluss dann nachher "mindestens so viel zähle" wie meiner. Und eben daran erkenne ich - im nachhinein!- dass er sich wohl immer unterlegen fühlte. Warum auch immer.
"Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen: Die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen."
(Immanuel Kant)


Zitieren