@ RezeptfreiIch meinte auch nicht nur Akademikerinnen, sondern beruflich erfolgreiche Frauen, Geschäftsfrauen oder Frauen in Führungspositionen. Frauen in Positionen, in denen sie Männern gegenüber potentiell das Sagen haben.Ich bezog mich nicht explizit auf Akademikerinnen, sondern auf beruflich erfolgreiche Frauen.Ich denke auch, oft machen es sich die Damen ein bisschen zu einfach, wenn sie ihren beruflichen Erfolg bzw. die angebliche Unfähigkeit der Männer, damit umzugehen, pauschal als Erklärung für ihr Single-Dasein benutzen. Aber die beiden ganz konkreten Beispiele, die GuteLaune da gebracht hat, können durchaus nachdenklich machen. Ich selbst hätte auch nie gedacht, dass ein Bildungsgefälle mal ein Problem zwischen mir und einem Partner sein könnte. Ich bin überzeugt, dass es etliche Männer gibt, die damit tatsächlich ein Problem haben. Nur sollten wir Frauen dieses Problem nicht zu unserem machen.Wenn ich mir ansehe, welchen Anteil diese mittlerweile insgesamt ausmachen, erscheint mir die Wahrscheinlichkeit, dass mangelndes männliches Interesse an solchen Frauen durch den persönlichen Erfolg oder die berufliche Kompetenz bedingt ist, ausgesprochen gering.
Ich denke, es ist ungeschickt, den beruflichen Status gleich wie eine Fahne vor sich herzutragen. Ich persönlich mag auch keine Männer, die gleich mit ihrer Manager- oder Geschäftsführerposition bei XYZ prahlen. Aber wenn frau privat nach dem Beruf gefragt wird, sollte sie auch dazu stehen können dürfen und keine falsche Bescheidenheit vortäuschen müssen. In diesem Fall war es aber so, dass GuteLaune einen der Männer im beruflichen Umfeld kennengelernt hat, d.h. er musste ihr professionelles Handeln zwangsläufig mitkriegen. Das würde ich auch nicht als „Wildern“ bezeichnen, sowas ergibt sich einfach, wo Männer und Frauen zusammentreffen, sei es geschäftlich oder privat.Ganz abgesehen davon „wildern“ die Frauen, die diesem Typus entsprechen und die ich persönlich kenne, nicht in ihrem beruflichen Umfeld und reiben potentiellen Kandidaten ihren beruflichen Status/ Werdegang im privaten Bereich nicht sofort unter die Nase.
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Thema: Zu kompetent für einen Mann?
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15.08.2007, 14:12
AW: Zu kompetent für einen Mann?
Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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15.08.2007, 14:52Inaktiver User
AW: Zu kompetent für einen Mann?
@Latona:
Vielleicht liegt mein Verständnisproblem darin begründet, dass ich GuteLaunes Beispiel nicht als solches für diese Problematik erkenne. Das Verhalten des Mannes kann tausend Gründe haben – auf die Interpretation, die GuteLaune angeführt hat, wäre ich nicht gekommen und halte sie vermutlich deshalb (und auch, weil mir selbst diese Problematik nie begegnet ist) für sehr weit hergeholt.Ich denke auch, oft machen es sich die Damen ein bisschen zu einfach, wenn sie ihren beruflichen Erfolg bzw. die angebliche Unfähigkeit der Männer, damit umzugehen, pauschal als Erklärung für ihr Single-Dasein benutzen. Aber die beiden ganz konkreten Beispiele, die GuteLaune da gebracht hat, können durchaus nachdenklich machen.
Flasche Bescheidenheit oder schlicht und ergreifend eine untergeordnete Bedeutung, die man selbst dem eigenen beruflichen Status beimisst.Ich denke, es ist ungeschickt, den beruflichen Status gleich wie eine Fahne vor sich herzutragen. Ich persönlich mag auch keine Männer, die gleich mit ihrer Manager- oder Geschäftsführerposition bei XYZ prahlen. Aber wenn frau privat nach dem Beruf gefragt wird, sollte sie auch dazu stehen können dürfen und keine falsche Bescheidenheit vortäuschen müssen. In diesem Fall war es aber so, dass GuteLaune einen der Männer im beruflichen Umfeld kennengelernt hat, d.h. er musste ihr professionelles Handeln zwangsläufig mitkriegen. Das würde ich auch nicht als „Wildern“ bezeichnen, sowas ergibt sich einfach, wo Männer und Frauen zusammentreffen, sei es geschäftlich oder privat.
„Wildern“ nenne ich (zugegeben ein wenig uncharmant) die Partnersuche im beruflichen Umfeld und zum professionellen Handeln gehört für mich dazu, solche Stolperfallen weiträumig zu umschiffen.
GuteLaune beschreibt sich selbst mehrfach als forsch. Genau darin sehe ich einen wesentlichen Knackpunkt und denke, dass ein zu forsches Auftreten (nicht nur) Männer durchaus leicht verschrecken kann. Mit Kompetenz und Professionalität hat das meiner Meinung aber nicht viel zu tun. Zu beiden gehört für meine Begriffe nämlich auch eine gute Portion Einfühlungsvermögen und Ausgewogenheit.
Gruß
Rezeptfrei
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15.08.2007, 15:32
AW: Zu kompetent für einen Mann?
@ Rezeptfrei
Beim Beispiel mit dem Mann bei der Reisegruppe gebe ich durchaus zu, dass da Raum für Interpretationen besteht. Aber andererseits ist es schon auffällig, dass sich seine Haltung gegenüber GuteLaune so unmittelbar nach dem Vorfall mit den beiden Störern änderte. Und die die andere Sache mit dem Mann, der nach der Schule fragte, ist eindeutig.Vielleicht liegt mein Verständnisproblem darin begründet, dass ich GuteLaunes Beispiel nicht als solches für diese Problematik erkenne. Das Verhalten des Mannes kann tausend Gründe haben – auf die Interpretation, die GuteLaune angeführt hat, wäre ich nicht gekommen und halte sie vermutlich deshalb (und auch, weil mir selbst diese Problematik nie begegnet ist) für sehr weit hergeholt.Ich selbst messe dem beruflichen Status auch eine untergeordnete Bedeutung bei, aber ich kann es vollkommen verstehen, dass Menschen, die viel für ihre berufliche Position investiert haben, darüber auch mit einem gewissen Stolz sprechen und sich nicht verstecken wollen. Natürlich alles innerhalb gewisser Grenzen.Flasche Bescheidenheit oder schlicht und ergreifend eine untergeordnete Bedeutung, die man selbst dem eigenen beruflichen Status beimisst.Und das heißt? Jeglichen privaten Kontakt zu einem Kunden oder Geschäftspartner zu unterbinden? Ich denke, ob und inwieweit man sich hier emotionales Engagement leisten kann, muss jede selbst wissen, und es hängt auch sehr vom geschäftlichen Verhältnis ab, das man miteinander hat. Ehrlich gesagt, sich mit dem Hauptvertreter eines A-Kunden auf ein erotisches oder amouröses Techtelmechtel einzulassen, halte ich für ziemlich betriebsblind. Bei einem C-Kunden oder einem Lieferanten unter vielen mag das anders aussehen.„Wildern“ nenne ich (zugegeben ein wenig uncharmant) die Partnersuche im beruflichen Umfeld und zum professionellen Handeln gehört für mich dazu, solche Stolperfallen weiträumig zu umschiffen.Das kann natürlich sein. Das ist dann aber keine rein geschäftliche Eigenschaft, die wird auch im Privaten zum Tragen kommen.GuteLaune beschreibt sich selbst mehrfach als forsch. Genau darin sehe ich einen wesentlichen Knackpunkt und denke, dass ein zu forsches Auftreten (nicht nur) Männer durchaus leicht verschrecken kann.Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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15.08.2007, 16:24Inaktiver User
AW: Zu kompetent für einen Mann?
Ich habe zwar davon gesprochen, hin und wieder mal zu forsch gehandelt zu haben - was aber nicht heißt, dass das Forsche mein bestimmender Wesenszug wäre. Die zitierte Einfühlsamkeit und Ausgewogenheit ist mir durchaus zu eigen! Aber wenn es nötig ist, Stellung zu beziehen, kann (und muss) ich auch mal sehr entschieden sein.
Im Privaten bin ich übrigens eher harmoniebedürftig.
Es ging ja auch nicht darum, einem Mann den eigenen beruflichen Status oder den Uni-Abschluss auf die Nase zu binden, so in der Art "Guten Tag, meine Name ist Gute Laune und ich habe studiert..."
Aber ich bewege mich im Umfeld einer Kleinstadt, wo man davon ausgehen kann, dass fast jede neue Bekanntschaft irgendjemanden kennt, den man auch kennt - und da landen Gespräche oft recht schnell bei Schulkameraden....
Was das "Wildern" im beruflichen Umfeld angeht: Da kommt es wohl immer drauf an, wer mit wem. Und um welchen Beruf beziehungsweise um welches allgemeine soziale/berufliche Gefüge es geht.
Aber es ist eine statistisch belegte Tatsache (leider habe ich die Quelle jetzt nicht greifbar), dass weitaus die meisten Beziehungen am Arbeitsplatz entstehen. Also scheint das "Wildern" doch recht erfolgreich zu sein...
Ihr mögt recht haben, und das Verhalten des Mannes hatte ganz andere Gründe. Es ist letztlich auch nicht so unheimlich wichtig, weil ich ja seit diesemVorfall doch schon einige Tage überlebt habe, ohne an gebrochenem Herzen zu sterben
Ich bin nur kurz danach ins Grübeln gekommen und wollte mal hören, was andere so für Erfahrungen machen, denn, wie oben schon mal erwähnt, das Bewusstsein für "oben" und "unten" scheint in unserer Gesellschaft doch noch ausgeprägter zu sein, als wir denken (oder hoffen).
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15.08.2007, 17:17Inaktiver User
AW: Zu kompetent für einen Mann?
Ich bin nur kurz danach ins Grübeln gekommen und wollte mal hören, was andere so für Erfahrungen machen, denn, wie oben schon mal erwähnt, das Bewusstsein für "oben" und "unten" scheint in unserer Gesellschaft doch noch ausgeprägter zu sein, als wir denken (oder hoffen).
Versteh das bitte ausdrücklich nicht als persönlichen Angriff, GuteLaune, aber ich sehe weder in der Tätigkeit als Reiseleiterin (und darum geht es ja in diesem Beispiel) einen gesellschaftlichen Prestigeberuf, der von diesem Gefälle betroffen sein könnte, noch stichst du bei der großen Zahl von Akademikerinnen aus der breiten Masse heraus, weil du einen Studienabschluss vorweisen kannst. Oftmals denke ich, dass Akademiker sich selbst viel wichtiger nehmen, als der Rest der Welt es tut und zugegeben finde ich das Aufheben, das darum gemacht wird, ziemlich unsympathisch.
Für meine privaten statistischen Zwecke werde ich allerdings mal bei Gelegenheit nachhören, ob die „ungebundenen Studierten“ in meinem Umfeld über ähnliche Probleme klagen. Ich vermute zwar stark, die Antwort zu kennen, aber man weiß ja nie…
Gruß
Rezeptfrei
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16.08.2007, 11:19
AW: Zu kompetent für einen Mann?
Dieses "forsche" Auftreten kann auch eine nicht berufsmäßig-kompetent-auftretende Frau haben. Es gibt Hausfrauen, die haben einen Komandoton wie ein Feldwebel.
Zitat von Inaktiver User
Was dann?
Es gibt einfach - völlig losgelöst von der Ideologiedebatte- Männer, die schüchtern sind und Angst haben überfahren zu werden. Dieser Wesenszug steht ihnen zu. Sie müssen damit leben, sie müssen das auch nicht ändern."Eine Frau ist viel eher in der Lage, das Haus heimelig zu machen, schöne Kerzen zu platzieren, Blumen aufzustellen und Apfelkuchen zu backen" Eva H.
Trinke 8 Liter Wasser am Tag, schlafe 24 Stunden, verzichte auf jeden Stress und du siehst aus wie Iris Berben.
Länger glatte Achseln! Denn Schönheit ist Freiheit.
Konfuzius sagt: "Die Ziege beschwert sich, dass sie einen Affen zum Mann hat."
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16.08.2007, 12:08
AW: Zu kompetent für einen Mann?
Richtig! Das hat noch nicht einmal zwingend etwas mit Schüchternheit ansich zu tun
Zitat von reiner
Ich selbst bin durchaus in der Lage mich durchzusetzen .. auch bei Männern
. Dennoch gehe ich auf Männer die ein "dominantes" Auftreten haben erst einmal vorsichtig zu (auf Frauen übrigens ebenfalls). Ich bin sozusagen in Hab'-Acht-Stellung. Wobei dominant nicht mit selbstbewusst verwechselt werden darf.
Tatsache scheint aber dennoch zu sein, dass es Männer weniger gewohnt sind damit umzugehen. Sie wählen eher den Weg des Rückzuges wenn sie auf ein solches Verhalten treffen.
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16.08.2007, 12:21
AW: Zu kompetent für einen Mann?
Es gibt Frauen, die nicht klar kommen damit, eine willensstarke/kompetente Rolle zu spielen, und es gibt Männer, die nicht mit einer willensstarken/kompetenten Frau klar kommen.
Ob du zu erster Gruppe gehören möchtest, ist deine Entscheidung, ob der Typ zur zweiten Gruppe gehört, seine. Ich würd das Thema klar und deutlich ansprechen, und wenn sich zeigt dass er damit Probleme hat, wäre das Thema für mich gegessen, egal wie gut er aussieht oder was sonst noch zwischen euch passte.
Andererseits gibt es bestimmt einige Frauen, die das hilflose Frauchen mimen um sich einen Kerl aus dem Mittelalter zu angeln. Ich persönlich könnte für sowas kein Respekt und damit auch keine Liebe aufbringen, aber wenn frau möchte, bitte....sie muss sich nur entscheiden.
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16.08.2007, 12:51
AW: Zu kompetent für einen Mann?
Ich bezweifele das so allgemein. Genauso könnte ich behaupten, dass Frauen immer noch auf die perfekte, charmante, witzige Ansprache durch den Mann warten und anderenfalls als Mauerblümchen in der Ecke sitzen.
Zitat von SpezialEdition
Immerhin ist bekannt, dass die Frau meistens das erste Signal sendet und warum soll das nicht auch eine Ansprache sein. Ich behaupte, dass Männer bei einer Umfrage angeben würden, sie möchten gerne angesprochen werden. Was in diesem Zusammenhang als "zu forsch" bezeichnet werden soll, hängt ja von den Charakteren und vielleicht dem sozialen Umfeld ab. Ich habe da zwei selbstbewußte Frauen vor Augen. Die eine würde ich nicht mit der Kneifzange anfassen, die andere finde ich toll. Bei der ersten hätte ich die Befürchtung in einer Beziehung permanent maipuliert zu werden bei der anderen freue ich mich nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen zu müssen.
Zweitens, wie du ja angedeutet hast, macht der Ton die Musik.
In dem Fall von Gute Laune hat ja das Gespräch schon stattgefunden. Da war die Ansprache ja offensichtlich richtig. Ob der Mann dann einen Rückzieher gemacht hat, weil sie die zwei Querulanten zurechtgewiesen hat, wissen wir nicht.
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16.08.2007, 14:45
AW: Zu kompetent für einen Mann?
Wir werden hier nur allgemeine Tendenzen beleuchten können. Zumindest dann, wenn die Fragestellung so allgemein gehalten ist. Ergo versuche ich die "breite Masse" zu beleuchten. Dass es Ausnahmen gibt (auf beiden Seiten) bleibt davon unberührt.
Zitat von reiner
Grundsätzlich ist diese Fragestellung (trotz selbstbewusstem Auftreten) kein persönliches Thema für mich weil, wie Du ebenfalls anmerkst, es nicht darum gehen kann jedem Mann zu gefallen. Insofern hilft aus meiner Sicht ein authentisches Auftreten Fehler bzw. Fehlgriffe zu minimieren. D.h. ich begrüsse das. Nun gibt es aber immer wieder Frauen, die das Gefühl haben an ihrem Auftreten wäre etwas "falsch"... und deshalb beleuchten wir es hier
Nebenbei gesagt, Frauen haben auch in "der guten, alten Zeit" häufig die ersten Signale gesendet. Sei es mit Blickkontakt oder dem berühmtberüchtigten Taschentuch. Im Grunde ist es die unausgesprochene Erlaubnis an den Mann sich nähern zu dürfen ohne Gefahr zu laufen einen Korb oder noch unangenehmer einzufangen. Das war und ist also nichts Neues. Nur die Entscheidung ob ein Kontakt aufgenommen wurde blieb dem Mann überlassen. Er hatte also die Führung. Lediglich die direkte Kontaktaufnahme durch die Frau wurde in den letzten Jahren üblicher ..
Was das "Ansprechen" angeht... dazu gibt es irgendwelche Umfragen in denen Männer in großer Anzahl die Meinung vertraten, dass sie gerne angesprochen werden würden. Erlebt man Männer jedoch in der freien Wildbahn oder im persönlichen Gespräch, dann sieht das doch etwas anders aus .. sie reagieren häufig verunsichert... und das ist altersunabhängig. Der Wunsch und die Umsetzung gehen da nicht wirklich Hand in Hand. Nun ja, es ist ja auch eine ungewohnte Situation (für beide Seiten).
Kurz und gut .. es stellt sich die Frage der Strangeröffnerin dann nicht ... wenn man für sich die Erkenntnis gewonnen hat, dass es darum geht einen LebensPARTNER zu finden und nicht ein Männlein den man vor den meisten Seiten des eigenen Ich's schützen muss.


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