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    Um was geht es eigentlich?

    Liebe BriCom,

    gestern sass ich mit meiner Freundin im Biergarten und wir haben die vergangenen zwei, drei Jahre besprochen. Irgendwie erging es uns ähnlich.

    Wir sind beide (unglücklich) in einen Mann (also, jede in einen anderen) verliebt. Keiner der beiden will offensichtlich eine Beziehung mit uns. Ich war mit meinem ein bisschen enger. Drei Jahre. Himmelhochjauchzend - zu Tode betrübt. Des öfteren kamen von ihm Aussagen wie: "Du bist so eine hübsche Frau. Du bist eine starke Frau. Ich mag Dich so gerne. Ich möchte Dich nicht verlieren. Ich krieg Dich nicht aus dem Kopf. Unser Sex ist wunderbar...... Ich habe Angst"......und am Ende immer wieder: "Wir passen nicht zusammen, ich will keine Beziehung mit Dir. Such Dir einen anderen". Und immer wieder kam er an. Und immer wieder fangen wir wieder an und immer wieder kommen wir bzw. er zum gleichen Ende. Seit einigen Wochen ist nun "ernsthaft" Funkstille. Mich macht das krank. Ich kann nicht mit ihm.

    Bei meiner Freundin war es ähnlich, allerdings nie so intensiv. Seit knapp 2 Jahren. Im letzten Jahr hat meine Freundin versucht, sich ihn aus dem Kopf zu schlagen. Und letzte Woche ist es dann passiert: Er kam auf einmal an. Gab sich Mühe. Einen Tag, zwei Tage, drei Tage.....um ihr dann am vierten Tag zu sagen: "Du machst mich verrückt. Du bist so eine attraktive Frau. Ich möchte am liebsten immer nur mit Dir schlafen. Leider kann ich Dir nicht mehr bieten und möchte Dein Herz nicht verletzen. Du hast Dich in den Falschen verliebt. Du bist mir zu gefährlich. Such Dir einen anderen...." Derzeit ist es meine Freundin, die wieder ganz tief unten im Keller sitzt. Und ich kann es so gut nachvollziehen, wie es ihr geht.

    Die Geschichte(n) belasten mich. Was sind das für "kranke" Beziehungen. Um was geht es eigentlich uns. Und um was "unseren" Männern? Dieses widersprüchliche Verhalten. Manchmal schieb ich es auch auf mangelndes Selbstbewusstsein. Vielleicht haben Männer Angst vor starken Frauen? Vielleicht sind wir nur einfach nicht die Richtigen? Wieso denken wir, die Herren "retten" zu können? Wieso sind wir so abhängig? Sind die beiden lieb zu uns, sind wir himmelhochjauchzend. Entziehen sie sich uns, sind wir zu Tode betrübt. Und das ist keine Übertreibung.

    Und wie bitte einen anderen finden, wenn unsere Herzen besetzt sind???

    Hat irgendjemand eine Idee, woran es liegt und wie wir weitergehen können. Wir stecken beide fest. Drehen uns im Kreis. Und unser gegenseitiges Verständnis hilft uns ja auch nicht weiter. Wir wollen wieder stabil werden. "Normale" Beziehungen führen (hatten wir früher doch auch).

    Danke

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    AW: Um was geht es eigentlich?

    Meine Freundin ist übrigens 41 Jahre, ich 34 Jahre. Der Ehemann meiner Freundin ist vor 4 Jahren gestorben. Ich habe meinen Ex-Freund verlassen. Beides waren stabile, wenn auch manchmal etwas langweilige Beziehungen. Aber doch harmonisch, "normal". Damit will ich nur sagen, dass wir nicht IMMER "solchen" Männern hinterher jagen. Was ist nur los?

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    AW: Um was geht es eigentlich?

    Borabora-

    irgendwie sehe ich es als ein Phänomen in unserer Gesellschaft. Das sind die Ängste, sich an andere Menschen zu binden, sich eingeengt zu fühlen, die Kontrolle zu verlieren.

    Lange Zeit habe ich mich mit dem Thema Bindungsangst beschäftigt, da auch ich als Frau (z. G. nicht ganz so extrem) betroffen bin.

    Bei ganz extremen Betroffenen sehe ich das so, dass sie immer auf der Suche nach etwas Besserem sind.
    Andere wiederum haben tatsächlich ein "Nähe-Distanz-Problem". Darüber wurden sogar Bücher geschrieben.

    Ich könnte noch mehr darüber schreiben, aber in dieser Situation, in der sich Deine Freundin und Du befinden denke ich, dass es nicht einfach wird. Entweder mit diesem Problem leben und vorsichtig drangehen, was viel Fingerspitzengefühl erfordert - oder tatsächlich Abstand gewinnen, weil ein ständiges Hin- und Her gewaltig an den Nerven zerren kann.

    Gruß Bienie
    Tanzen ist wie träumen - nur mit den Füßen
    22.06.06 "Bienie" , 04.04.11 "King" , 24.05.17 "Raica" 29.09.21 "Pirry"

  4. Inaktiver User

    AW: Um was geht es eigentlich?

    Ich hab genau auch so ein Exemplar erwischt. Wobei ich mich völlig entziehe und er immer wieder macht und tut und nicht losläßt.

    Es ist so absurd, ich denk das oft: Ich werde jemanden nicht los, der nicht mit mir zusammen sein will.

    Momentan bin ich eher wieder geneigt, mich doch wieder mit ihm zu treffen, weil vieles sehr schön ist und ich in der ganzen Zeit niemanden gefunden habe, der mir besser gefallen hätte und frei und interessiert gewesen wäre. Mehr als xmal Schluß machen und mich nie bei ihm melden kann ich auch nicht, ich hab zwar schon wochenlang Kontaktversuche ignoriert, aber irgendwann laß ich mich doch wieder drauf ein.

    Ich bin genauso ratlos.

  5. Inaktiver User

    AW: Um was geht es eigentlich?

    Zitat Zitat von BoraBora
    Meine Freundin ist übrigens 41 Jahre, ich 34 Jahre. Der Ehemann meiner Freundin ist vor 4 Jahren gestorben. Ich habe meinen Ex-Freund verlassen. Beides waren stabile, wenn auch manchmal etwas langweilige Beziehungen. Aber doch harmonisch, "normal". Damit will ich nur sagen, dass wir nicht IMMER "solchen" Männern hinterher jagen. Was ist nur los?
    Das ist hier für mich der entscheidende Teil Deiner/Eurer Geschichten. Kann es sein, dass Ihr eigentlich noch gar nicht wieder frei seid für neue Beziehungen und Euch deswegen unbewußt Männer sucht, die Ihr gar nicht bekommen könnt? Wie sehr hängt Ihr 2 denn noch an Euren früheren Beziehungen?

    Mein Partner ist auch vor einigen Jahren gestorben, und es hat schon lange Zeit gedauert bis ich wieder für jemand Anderes offen genug war. Ich habe aber viel früher angefangen zu schauen und bin auch nur auf "No-Go´s" gestossen. Erst als ich meine Wunden zu Ende gepflegt hatte, kamen auch wieder beziehungsfähige Männer in mein Blickfeld.

    Der Zeitraum nach einer Trennung oder dem Tod ist sicherlich sehr unterschiedlich. Aber aus Deinen Zeitangaben lese ich, dass Ihr Euch relativ kurz nach der Trennung wieder gebunden habt, oder binden wolltet. Vielleicht war das vom Kopf her Eure Entscheidung - so nach dem Motto: "Auf ins Leben" , aber Eure Psyche/Seele scheint da nicht so mit einverstanden zu sein.

    Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass ich zu den analytisch, kopfgesteuerten Frauen gehöre, die mit beiden Beinen im Leben stehen. Aber ich habe gelernt, dass es da noch etwas gibt, was der Kopf nicht regeln kann.

    Hallo Bienie, wie geht´s Dir? Wir haben schon vor ein paar Tagen nach Dir gerufen, komm doch mal wieder im OT vorbei

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    AW: Um was geht es eigentlich?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Es ist so absurd, ich denk das oft: Ich werde jemanden nicht los, der nicht mit mir zusammen sein will.
    Unglaublich, nicht!?!

    Fällst Du dann auch so tief?? Wem dem so ist, dann versuch, Dich nicht mit ihm zu treffen.

    Haben die denn alle einen Schuß??

    Wir haben gestern auch festgestellt, dass WIR die Komplikationen gar nicht veranstalten. Es gab durchaus Zeiten, da hätten wir uns auf eine nackte Affäre eingelassen. Aber die Typen quatschen auch noch alles tot und verkomplizieren alles.

    Als ich meinen vor drei Jahren das erste Mal geküsst!!! habe, fiel auch schon das erste Mal das Wort "Beziehung" - aus seinem Mund. Und so geht das nun seit Jahren.

    Dann fangen sie an, so zu tun, als würden sie Verantwortung für unsere Herzen übernehmen. Ja, verbal, aber in Wahrheit macht doch der ganze Schmarrn alles NOCH schlimmer....

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    AW: Um was geht es eigentlich?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Kann es sein, dass Ihr eigentlich noch gar nicht wieder frei seid für neue Beziehungen und Euch deswegen unbewußt Männer sucht, die Ihr gar nicht bekommen könnt? Wie sehr hängt Ihr 2 denn noch an Euren früheren Beziehungen?
    Ja. Darüber haben wir, besonders meine Freundin, auch schon nachgedacht. Tod des Partners ist schon was Schlimmes. Sie sagt auch oft, dass sie gar nicht weiß, was sie an ihm findet, aber er muß in vielem ihrem Ex-Mann sehr ähnlich sein.

    Ich habe den jetzigen quasi als Auslöser zur Trennung von meinem Ex "benutzt". Zum ersten Mal im Leben von einem zum nächsten gerannt. Aber ich hätte schon ernste Absichten gehabt. Erwische mich derzeit aber des öfteren dabei, JETZT erst die Ex-Beziehung zu "verarbeiten". Hab erst vor zwei Wochen alle alten Emails von ihm gelesen und überlege, wieso das eigentlich alles passiert ist.

    Wir sind eigentlich klug genug, dass wir auch sehen, dass hier irgendwas nicht passt. Aber diese Emotionen, die uns so beherrschen und uns nicht so leben lassen, wie wir es eigentlich gerne hätten, machen uns ganz schön hilflos....Normal ist das nicht.

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    AW: Um was geht es eigentlich?

    Also das kenne ich auch zur Genüge. Ein Exfreund hat mich fast zum Wahnsinn getrieben. Letztlich war ich nicht die Richtige für ihn - ganz einfach! Er war einer, der meistens nur an sich dachte, völlig ohne Empathie...

    Er suchte etwas Schlichteres, wobei ihn etwas kompliziertere, tiefgründigere Menschen zunächst sehr anziehen, dann stellt er aber Unterlegenheit fest, und fühlt sich unwohl. Er kam auch dauernd wieder angeschlichen...und solange ich verknallt war, konnte ich ihn auch kaum ignorieren. Ein halbes Jahr habe ich mir das angetan - dann konnte/wollte ich das nicht mehr.
    Seine neulich noch aktuelle schlichte Freundin hat ihn auch verlassen. Er sei zu kompliziert :-)) Nun grübelt er. Vermutlich bis an sein Lebensende.

    LG Karla
    The original Karla
    est. 2006


  9. Inaktiver User

    AW: Um was geht es eigentlich?

    Das Tieffallen hab ich schon hinter mir, mittlerweile bin ich recht gelassen, was sich aber immer auch wieder ändern kann.

    Dieses Jahr hab ich ihn zweimal gesehen, stur sein kann ich schon.

    Zur Zeit denk ich mir: red du nur! Wenn er das braucht, dass das KEINE Beziehung ist, ok. Jedenfalls ist mir im Leben noch niemand so nachgestiegen wie er, langsam dämmert mir das. Da muss ihn ja doch etwas gewaltig beeindrucken. ICH würd mich nicht so zum Affen machen, das weiß ich.

    Ich will versuchen, einfach das anzunehmen, was er mir momentan geben will, weil mir das immer noch ungleich wertvoller ist als was ich von anderen haben könnte. Er ist schon ein sehr besonderer Mensch in meinem Leben und er bedeutet mir viel. Immer wissend, dass es nie so sein wird wie in einer "normalen" Beziehung.

  10. User Info Menu

    AW: Um was geht es eigentlich?

    Zitat Zitat von Karla48
    Also das kenne ich auch zur Genüge. Ein Exfreund hat mich fast zum Wahnsinn getrieben. Letztlich war ich nicht die Richtige für ihn - ganz einfach! Er war einer, der meistens nur an sich dachte, völlig ohne Empathie...

    Er suchte etwas Schlichteres, wobei ihn etwas kompliziertere, tiefgründigere Menschen zunächst sehr anziehen, dann stellt er aber Unterlegenheit fest, und fühlt sich unwohl. Er kam auch dauernd wieder angeschlichen...und solange ich verknallt war, konnte ich ihn auch kaum ignorieren. Ein halbes Jahr habe ich mir das angetan - dann konnte/wollte ich das nicht mehr.
    Seine neulich noch aktuelle schlichte Freundin hat ihn auch verlassen. Er sei zu kompliziert :-)) Nun grübelt er. Vermutlich bis an sein Lebensende.

    LG Karla

    Passt wie die Faust auf's Auge!!!!!!!!!

    ABER: Wie kann ich mich aktiv aus dieser Gefühlsfalle befreien??

    Ich kann mich ja nicht absichtlich entlieben.

    Wo ist der Knopf???

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