Hallo quirkyangelIch habe zumindest bei mir das Gefühl ,dass es einen extrem grossen Einfluss darauf hat, dass ich offenbar immer die falschen Männer anziehe die keine Beziehung wollen und ich würde das wirklich gern ändern.
Hat vielleicht auch jemand einen Buchtipp zu dem Thema?
Danke schonmal!
Habe noch etwas Wichtiges vergessen, der Untertitel heisst: "Ein Bericht über die Vater-Tocher-Beziehung und ihren Einfluß auf die Partnerschaft".Mit diesem Buch kannst Du deinen eigenen Tochter-Typ herausfinden und das macht es einfacher, das Verhalten gegenüber und die Beziehungen mit Männern zu analysieren. Natürlich ist es dann noch harte Arbeit - aber es ist zu schaffen (hoffe ich). Väter können unbewusst sehr viel an ihren Töchtern zerbrechen, ohne es zu wollen (och nee, wieder eine, die alles entschuldigt). nein, nein, aber es gibt eben noch keinen Elternführerschein (wäre empfehlenswert). Habe selbst eine F20 Tochter und wir sind Menschen mit Emotionen (gott sei dank) und Fehler können einfach leider nie ausgeschlossen werden! Wir können jederzeit dazu lernen, wenn wir nur wollen! Und sich Gedanken darüber zu machen ist immer der erste Schritt.
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Ergebnis 21 bis 30 von 36
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26.07.2007, 19:22
AW: Einfluss des Vaters auf Partnerwahl
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26.07.2007, 20:20Inaktiver User
AW: Einfluss des Vaters auf Partnerwahl
Zitat von Latona
Hallo Latona,
das muss sehr sehr schmerzlich sein für Dich.
nathaliethor
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26.07.2007, 20:24Inaktiver User
AW: Einfluss des Vaters auf Partnerwahl
Zitat von Inaktiver User
Hallo Martha,
wow, aus diesem Grund, bin ich Übersetzerin geworden (unterbewußt) Wollte in die Lage kommen, diese unsäglichen Kommunikationsprobleme, die ich immer zwischen den Geschlechtern bemerkte durch Sprachkenntnisse, durch Eintauchen in Sprache zu begreifen..
Und ich finde es schön, dass Du es so siehst und nicht in falsch und richtig oder gut und schlecht denkst.
Grüße
nathaliethor
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26.07.2007, 21:47
AW: Einfluss des Vaters auf Partnerwahl
Gute Frage. Pheww! Ich weiss nicht, inwieweit mein Vater meine Partnerwahl oder auch Nichtwahl (zur Zeit) beeinflusst.
Innerlich und äusserlich waren jedenfalls die Männer meinem Vater nicht ähnlich. Aber ich kenne ein Phänomen bei mir, dass ich gern am Anfang einer Geschichte den Mann auf ein Podest hebe um ihn dann, je nach Persönlichkeit, relativ schnell runterzustossen, weil ich von irgendetwas enttäuscht bin, weil er irgendwas falsch macht oder so.
Ich habe meinen Vater sehr bewundert und er stand absolut auf einem Sockel. Als ich noch sehr klein war, habe ich ihn da allmählich runtergeholt. Ohne es zu wissen. Dann habe ich die Enttäuschung gespürt: er war selten da. Sagte immer, er liebt mich. War aber nicht da für mich.
Ich hatte als Kind immer Sehnsucht nach ihm. Nach seiner Anwesenheit und seiner Zuwendung.
Gestern konnte ich Abschiede nicht ertragen. Fühlte mich hilflos wie ein Kind, allein gelassen. Heute kann ich damit umgehen, weil ich weiss, wo es her kommt. Hat nämlich nix mit Klammern oder so zu tun, sondern mit der Angst des kleinen Mädchens: er geht und ich weiss nicht, wann er wieder kommt.
Das war grosses Thema in meiner Quasiehe und ich hatte GottseiDank einen Mann, der absolut zuverlässig war und gehalten hat, was er versprochen hat und DA warGeändert von Lukulla (27.07.2007 um 00:26 Uhr)
Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
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26.07.2007, 23:49
AW: Einfluss des Vaters auf Partnerwahl
Uiiiiiii schon so viele Antworten!
Erstmal dankeschön für die vielen Beiträge und die Buchtipps!
Werd mir da einige mal genauer anschauen...
Also so wie ich das sehe sind sich aber doch alle einig dass das Vaterbild bzw das Verhältnis Vater-Mutter einen entscheidenden Einfluss hat. Es erscheint mir auch logisch weil das einem ja quasi vorgibt wie Beziehungen aussehn sollten. Wenn man da ein falsches Bild kriegt übernimmt man das als Kind doch automatisch. Klar kann man nicht für alles seine Eltern verantwortlich machen aber man muss sich überhaupt erstmal bewusst werden dass das einen Einfluss auf das jetzige Verhalten hat.
Latona ich gebe dir Recht! Auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich möglichst so sein soll wie mein Vater mich gerne hätte. In meiner Kindheit war das noch schlimmer. Also da hab ich mal nur meiner Mama was zu Weihnachten gemalt und meinem Vater nicht und dann hat mein Vater gesagt ich liebe ihn nicht! Das muss man sich wirklich mal überlegen was da ein erwachsener Mensch bei einem Kind anrichten kann. Das hat für mich auch nichts mit "kann keine Zuneigung zeigen zu tun".
Zitat von Latona
Inzwischen hat sich das etwas geändert da mein Vater auf einmal viel mehr für mich da ist und auch Zuneigung zeigt. Damit kann ich aber nicht wirklich umgehn da ich sehr skeptisch bin weil ichs anders erlebt habe früher (kann mich allerdings an meine Kindheit nur sehr schlecht und bruchstückhaft erinnern!)
@Lukulla:
Ich kann sehr gut nachvollziehen was du schreibst. Gerade diese Phänomen dass er nie da war kenne ich auch. Bzw war mein Vater öfter da hatte aber immer was besseres zu tun als sich mit mir zu beschäftigen.
Auch mein Vater war auf einem Sockel bis sich das ins Gegenteil kehrte.
Die Sache mit dem Abschied kommt mir sehr vertraut vor. Ich habe extrem grosse Probleme mit Abschied. Es hat für mich immer dieses endgültige (ich hatte nach der Scheidung einige Jahre null Kontakt zu meinem Vater) und ich kann damit nur sehr schwer umgehn. Ich kann einfach nicht akzeptieren, dass Menschen mit denen einen was verbunden hat einfach so aus dem Leben verschwinden sollen. Ich dachte auch immer dass ich einfach nur "klammer". hmmmm
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27.07.2007, 09:16Inaktiver User
AW: Einfluss des Vaters auf Partnerwahl
Das ist nochmal eine andere Schiene, denke ich. So beschrieben stimme ich Dir durchaus zu.Auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich möglichst so sein soll wie mein Vater mich gerne hätte.
Du hast sehr wohl Verständnis für Dich, dass Du es okay findest, Dein Verhalten heute zu rechtfertigen, weil er früher mal anders war.Damit kann ich aber nicht wirklich umgehn da ich sehr skeptisch bin weil ichs anders erlebt habe früher
Dein Vater war auch mal Kind. Und was erwachsen heißt oder ist, hat nichts mit dem Alter und auch nichts mit der Geschlechtsreife zu tun.
Grüße
nathaliethor
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27.07.2007, 11:44
AW: Einfluss des Vaters auf Partnerwahl
Ein spannendes Thema, das mich auch sehr beschäftigt.
Als ich 6 war, haben sich meine Eltern getrennt, meine Mutter hatte eine lange Leidenszeit hinter sich und war nicht stark genug (so sehe ich das heute) ihre Beziehung als Paar von ihrer als Eltern abzugrenzen und hat uns Kinder dem Vater (aus ihrer Warte um uns zu schützen) systematisch entfremdet.
Ich kann mich an keine ausgelassenen, glücklichen Momente mit meinem Vater aus meiner Kindheit erinnern. Hatte sehr schnell selbst "keine Lust" mehr, ihn am Wochenende zu besuchen.
Im Nachhinein hatte meine Mutter mit ihrer Haltung nicht ganz unrecht, denn mein Vater ist über die Jahre und nach einer weiteren Scheidung psychisch und sozial völlig abgestürzt, endete im Alkoholismus, in Psychatrien und zwischenzeitlicher Obdachlosigkeit.
Das alles habe ich zwischen Volljährigkeit und jungem Erwachsensein mitansehen "müssen" (inklusive einer Morddrohung als ich gerade mal 19 war) und ich konnte mich (trotzdem) erst nach vielen Jahren komplett von meinem Vater lossagen.
Lange hatte ich geglaubt, etwas aus meiner Kindheit nachholen zu müssen oder nicht dagegen anzukommen, dass doch "Blut nunmal dicker als Wasser" ist.
Mittlerweile lebe ich ganz gut "ohne ihn", er spielt in meinem Leben einfach keine Rolle mehr, ohne das jahrelange Gefühl, dass er das doch aber müsste.
Oft denke ich, dass mich diese Geschichte in meiner Partnerwahl geprägt hat.
Ich bin nach einigen "Teenagerbeziehungen" seit über 10 Jahren "allein". Es gab reichlich Männer in meinem Leben, aber gewollt/ geliebt habe ich nur wenige und das waren die, die sich mir immer wieder entzogen haben, deren ich mir nie sicher war.
@ anouk
Schön dich hier wiederzutreffen.
Wie im anderen Strang kann ich dir mal wieder nur zustimmen.
Das ...
... glaube ich auch.
Zitat von anouk07
Mein aktueller Mann hat mir zwar auch sehr weh getan und viele verstehen nicht, warum ich an dieser Verbindung noch festhalte.
ABER: er hat mich nicht losgelassen. Er hat sich immer wieder gemeldet, Kontakt zu mir gesucht ... das auch nach den größten Streits und Verletzungen.
Und ich habe heute das Gefühl, dass er damit ein Stück weit meine Verlustangst geheilt hat. Als hätte ich all das gebraucht, um endlich daran zu glauben, dass er nicht aus heiterem Himmel einfach verschwindet.
Viele Grüße von KBGeändert von Kuehlesblondes (27.07.2007 um 11:49 Uhr)
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27.07.2007, 13:46
AW: Einfluss des Vaters auf Partnerwahl
Sondern?
Zitat von Inaktiver User
"Genau zwei sollen es sein. Nicht mehr, nicht weniger. Einer, der die Macht verkörpert, einer, der nach ihr giert." (Darth Bane)
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27.07.2007, 16:05
AW: Einfluss des Vaters auf Partnerwahl
@ Nathalie
Ist es auch.Hallo Latona,
das muss sehr sehr schmerzlich sein für Dich.
nathaliethor
@ quirkyangelUnd wieso hattest Du nichts für Deinen Vater gemalt, nur für Deine Mutter? Ich kann schon verstehen, dass er sich da ein bisschen zurückgesetzt fühlte. Die Aussage, dass Du ihn deshalb nicht liebst, ist natürlich heftig. Aber vielleicht hat er sich in dem Moment nicht von Dir geliebt gefühlt?Also da hab ich mal nur meiner Mama was zu Weihnachten gemalt und meinem Vater nicht und dann hat mein Vater gesagt ich liebe ihn nicht!Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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27.07.2007, 16:16
AW: Einfluss des Vaters auf Partnerwahl
Hallo Kühlesblondes
Das kann ich voll und ganz unterstreichen. So ist das auch bei uns: ER bleibt, auch nach großen Verletzungen und Streitigkeiten. Ich muss einfach wissen(!!), dass der Partner, mit dem ich mein Leben teilen will, mich aushält. Und obwohl ich sehr ambivalent bin, - einerseits Lebenspartner sage, andererseits ich schnell von Flucht aus der Beziehung beseelt bin - schafft genau dies bei mir die Verlustangst zu mindern.ABER: er hat mich nicht losgelassen. Er hat sich immer wieder gemeldet, Kontakt zu mir gesucht ... das auch nach den größten Streits und Verletzungen.
Und ich habe heute das Gefühl, dass er damit ein Stück weit meine Verlustangst geheilt hat. Als hätte ich all das gebraucht, um endlich daran zu glauben, dass er nicht aus heiterem Himmel einfach verschwindet.
Danke KB
Viele Grüße
anouk


. nein, nein, aber es gibt eben noch keinen Elternführerschein (wäre empfehlenswert). Habe selbst eine F20 Tochter und wir sind Menschen mit Emotionen (gott sei dank) und Fehler können einfach leider nie ausgeschlossen werden! Wir können jederzeit dazu lernen, wenn wir nur wollen! Und sich Gedanken darüber zu machen ist immer der erste Schritt.
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