Natürlich ist die äußere Attraktivität nicht der Maßstab, ob und wie liebenswert eine Person ist!! (auch für Henne65: auch ein dicker Popo gefällt vielen Männern, wieso denn auch nicht).
Es ist nur sehr frustrierend, wenn man jahrelang sieht, wie wirklich hübsche, gepflegte und nette Frauen niemand abkriegen, und putzsüchtige Nörgeltrinen, die schlampig und ungepflegt daherkommen, den Gatten im Schlepptau haben (der einen dann anmacht, kaum dass er sich unbeobachtet wähnt). Sicher sind das Klischees, aber man kriegt da so einen Tunnelblick...![]()
Ich glaube und erfahre einfach, dass eine attraktive und selbständige Frau zwar eine tolle Trophäe ist, aber viele Männer da irgendeine irrationale Konkurrenzangst bekommen. Natürlich nicht alle Männer, aber ich glaube doch, die Mehrzahl. An meinen Freundinnen jedenfalls kann ich keine auffälligen charakterlichen Mängel feststellen, und sie schauen alle schnuckelig aus.
Wie gesagt, was uns verbindet, ist eine große Selbständigkeit, keine Angst vor dem Alleinleben und eben den Anspruch, die einzige im Leben des Partners zu sein. Und er sollte sich wenn, dann auch klipp und klar entscheiden können. Auf so ein lauwarmes Hin und Her haben wir alle (Ü40) einfach keinen Bock mehr!
Deshalb würde ich an Bummelhummels Stelle auch nicht viel unternehmen. Die Erfahrung zeigt einfach, wenn ein Mann begeistert ist, findet er einen Weg, und wenn er sich so gar nicht traut, hat das auch seinen Grund!
Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 149
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08.07.2007, 20:07Inaktiver User
AW: Was mach ich eigentlich falsch?
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08.07.2007, 20:37Inaktiver User
AW: Was mach ich eigentlich falsch?
liebe bummelhummel,
Zitat von Bummelhummel
erfinderin meines lieblingsnicks, nicht traurig sein!
es geht nicht darum, erwartungen zu erfüllen.
es geht doch ums wohlfühlen!
such nach dem wohlfühlgefühl.
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08.07.2007, 20:37
AW: Was mach ich eigentlich falsch?
Genau! *schildhochhalt*
Zitat von Inaktiver User
Ich denke auch, eine lange suchende frau muss einfach mehr "normalen" Menschen eine Chance geben. Tolerant sein, nicht auf den 100 % passenden Menschen warten, sich auch für Neues interessieren. Offenheit statt klarste Vorstellungen. Den Blick weiten für diejenigen, die man bisher vielleicht übersehen hat. Vorurteile überdenken. Arroganz ablegen.
Nicht prügeln - auf manche trifft es einfach zu.
Und aufpassen, dass man nicht innerlich Menschen, die anders ticken, abwertet. Das strahlt man aus. "Was, der Typ ist Biker? Igitt! Ich stehe auf Literaturprofessoren!"...
Wer so denkt, macht seine Chancen selbst geringer. Ich habe mich immer für die meisten Interessen/Fähigkeiten meiner Freunde/meines Mannes auch offen gezeigt. Er fährt Rennrad? Bitteschön: Was ist mein Job beim nächsten Rennen? Kein Problem! Ich muss das ja nicht zu meinem neuen Lebensinhalt machen. Dazu ist mein eigenes Leben viel zu bunt. :-))
Umgekehrt konnte ich nicht immer, aber oft auch mit Verständnis rechnen: Ich liebe Pferde, bittesehr, er geht mit. Ich liebe Kunst, vor allem moderne, das läßt ihn gähnen, gut - ich brauche ihn nicht, um dieses Interesse zu teilen.
Wichtig ist doch, dass man eine gewisse Schnittmenge hat an Interessen und Werten und charakterlich zusammen paßt.
Und ähnliche Erwartungen hat am Anfang: Nämlich keine.
In Ruhe abwarten können, in Ruhe kennen lernen: Was ist das für ein Mensch? Wie tickt der? Gefällt er mir? Könnte ich ihn lieben? Erstmal einen Freund gewinnen, vielleicht wird es später mehr. Nicht gleich jeden checken "ist das mein möglicher neuer Partner".
Das gibt eine Gelassenheit, die man glaube ich ausstrahlt.
Man sollte versuchen, möglichst von Anfang an so zu sein, wie man ist. Keine Show, kein Verstecken von Schwächen oder Stärken. Dazu gehört für mich auch, dass ich mich erwachsen präsentiere und nicht auf 30 gequält mit Mega-Ausschnitt herumlaufe.
Wenn ich bedenke, wie schnell ich früher einen Typen aussortiert hatte "nee, der hat...wasweißich..." - war so nicht richtig. Heute bin ich mit meinem Mann zusammen, der ein Hobby hat, was ich nicht kannte, Interessen, die ich teils etwas öde finde, aber er hat ein Herz aus Gold und ist ein intellektuell interessanter Mensch. Ach genau: Er hat nicht mehr sooo viele Haare. Das wäre für mich früher ein k.o.-Kriterium gewesen. Schön blöd.
Wenn man jemanden für sein Inneres lieben lernt, dann lernt man auch das Äußere lieben. Meine Erfahrung jedenfalls.
Soweit meine Gedanken dazu.
Lasst die Blicke schweifen, Mädels.
Er ist mit Sicherheit schon in Eurer Nähe...aber er sieht vielleicht anders aus, als Ihr erwartet.
Auch mal Männer anlächeln, die man nicht gleich am liebsten anfallen würde, sondern generell freundlich sein. Dann klappts auch mit dem Dating. :-))
Viel Erfolg!
Ich weiß noch sehr gut, wie es nervt, länger alleine zu bleiben, als man mag.
Gruß KarlaThe original Karla
est. 2006











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08.07.2007, 20:47
AW: Was mach ich eigentlich falsch?
karla, das hast du sehr schön geschrieben!
So wie die Schere und der Wasserkrug des sorgsamen Gärtners den Baum in die Höhe treiben, so lassen die Schmerzen und die Tränen vom vergangenen Jahr des Menschen Seele reifen. (chinesisches Sprichwort)
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08.07.2007, 20:51Inaktiver User
AW: Was mach ich eigentlich falsch?
danke, karla, du sprichst mir aus dem herzen!
allen noch einen schönen abend wünscht
blaueblume
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08.07.2007, 21:11
AW: Was mach ich eigentlich falsch?
Das sehe ich ganz genauso! Und habe es auch am eigenen Leib erfahren. Eine selbstständige Frau, die gut mit ihrem Singleleben klar kommt, keine Angst vor dem Alleinleben hat - das finden viele Männer erstmal sehr anziehend und sehen es irgendwie als Herausforderung. Doch am Ende ziehen sie die "Hascherls" vor, denen sie den Weg noch zeigen müssen. Die Frauen, die sich über einen Partner identifizieren, die sich nur mit einem Mann vollständig fühlen. Denn von den Frauen werden sie bewundert.
Zitat von Inaktiver User
So bin ich nicht, auch meine Freundinnen nicht. Mittlerweile bin ich sicher, dass es genau daran liegt
Tammy
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08.07.2007, 21:14
AW: Was mach ich eigentlich falsch?
@ Karla
Ein wunderschöner Beitrag!
Ich bin im Moment auch an einem merkwürdigen Punkt. Über meine Anzeigen-Aktivitäten hab ich zwar drei Männer kennengelernt, die ich interessant und durchaus tauglich finde, und die mit mir auch was anfangen würden, aber verliebt bin ich in keinen von denen. Es fehlt einfach bei allen was, was mich begeistert oder verzaubert.
Ich bin im Moment noch am Überlegen, ob und inwieweit ich mich auf meinen Favoriten unter ihnen einlassen soll. Oder ob ich weitersuchen soll. Auf jeden Fall liegt es nicht am Angebot, sondern daran, womit ich mich zufrieden geben möchte. Ich brauche nicht auf Teufelkommraus einen Mann, so dass es schon einer sein sollte, der mich begeistert.
Jetzt kommt jedoch das große Aber: Bei meinem Glück will der nächste, der mich begeistert, garantiert wieder nichts von mir. So wie es mit dem letzten gelaufen ist.
Und mit ein paar Herren zuvor auch.
Spatz in der Hand oder Taube auf dem Dach????
Ich denke, wir alle haben an die Partnerfindung den Anspruch, das müsse ganz einfach sein, den Traumpartner zu finden, Hollywood und die ganze Singlebörsen-Werbung macht es uns ja vor. Aber es ist einfach verdammt schwierig, jemanden zu finden, der a) sehr gut passt (vor allem heute, bei den ganzen Ansprüchen und NoGos auf beiden Seiten) b) verfügbar ist und c) auch noch die eigenen Gefühle teilt. Dass so was eher selten vorkommt, legt einem die Wahrscheinlichkeitsrechnung doch schon nahe ....
Menschen, die schnell wieder einen neuen Partner finden, sind in Bezug auf ihre Ansprüche vermutlich eher wenig kompliziert und lassen sich vielleicht auch auf Partner ein, in die sie nicht gleich verliebt sind. Viele von denen haben schlichtweg Angst vorm Alleinsein, so dass sie sich den/die Nächste/n Verfügbare/n krallen.
Ich bin übrigens eine selbständige Singlefrau, die ihr Leben ganz gut allein auf die Reihe kriegt. DAS scheint bei mir keinen Mann in die Flucht zu schlagen.
Solche Begründungen halte ich für weitgehend irrelevant. Natürlich gibt es solche Männer, die für ihre Frau unbedingt der große Larry sein müssen - aber wer von uns wollte denn bitteschön so einen? Sowas sortiert sich bei mir schon von ganz alleine aus.
Und es gibt wirklich genügend andere - Männer, die gar keinen Wert drauf legen, dass ihnen ein unselbständiges Weibchen am Hosenzipfel hängt, für das sie im Scheidungsfalle blechen müssen. DAVOR haben viele Männer sehr wohl Angst!
@ blaueblume
Ist das Murasaki Shikibu auf Deinem Avatar?Geändert von Latona (08.07.2007 um 21:21 Uhr)
Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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08.07.2007, 21:29
AW: Was mach ich eigentlich falsch?
Zitat von Inaktiver User
Danke, dafür find ich die Göre auf deinem Bild unheimlich toll
Ich fühle mich wohl, im Großen und Ganzen, ich hab Freunde, Familie, Hobbys, fühle mich momentan viel fitter als bisher, und in meiner Arbeit geht es ganz gut bergauf. Alles super.
Nur dann kommen manchmal eben diese Samstagabende, an denen man mit nem Glas Rotwein alleine zu Hause sitzt und zur frustrierten Klischee-Singlefrau mutiert, sich in die Badewanne legt, Schmalzfilme guckt, Schokolade in sich reinstopft.
Viele Grüße
von der Bummelhummel
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08.07.2007, 21:31Inaktiver User
AW: Was mach ich eigentlich falsch?
Da sind wir uns ja mal in was einig. wir sind nicht so bedürftig, dass wir irgendwen nehmen. Irgendwen gäb es immer, der wollen würde. Der auch nicht indiskutabel wär, aber wo eben das gewisse Etwas fehlt, auf das wir noch nicht verzichten wollen.
Zitat von Latona
Aber wie erklärst du dir dann, dass die, die dir gefallen, letztendlich dann doch nicht ja sagen?? Das ist doch die Frage!
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08.07.2007, 21:33
AW: Was mach ich eigentlich falsch?
Ja, und ich deinen!
Zitat von Inaktiver User
Vor allem Koketterie hasse ich
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Aber insgesamt - danke für die vielen Antworten. Ich hätte nicht gedacht, dass es so vielen auch so geht.Viele Grüße
von der Bummelhummel


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