@ SaschaMir ist das fürs Verlieben zu wenig. Als ich ein Teenie oder ein Twen war, hat das vielleicht ausgereicht. Aber heute muss ein Mann in mir etwas berühren, ich muss eine besondere innere Verbindung zu ihm spüren, um mich in ihn zu verlieben.Das hieße dann, 2 Menschen verlieben sich nur dann ineinander, wenn sie signalisiert bekommen, dass der Andere interessiert ist und sie diesen auch attraktiv finden.
Was haltet ihr von der These?
Wir alle haben schon erlebt, dass jemand uns signalisiert hat, dass er in uns verliebt ist, und wir fanden denjenigen attraktiv. Aber deswegen verlieben wir uns nicht automatisch in denjenigen. Das ist vielleicht eine notwendige, aber keinesfalls hinreichende Bedingung. Scheint mir eine typische geistige Dünnbrettbohrer-Theorie zu sein.![]()
Das kommt wohl daher, dass Großstädte in der Regel mehr Anregungen, auch geistiger Art bieten, als ein kleines Dorf – ob in der Eifel, auf der Schwäbischen Alb oder sonstwo.Kann aber auch daran liegen, dass es sich bei diesen "Exemplaren" um Männer handelte, die in kleinen Eifeldörfen aufgewachsen sind..Männer, die in Großstädten groß wurden, dürften hingegen insgesamt "offener" sein..![]()
Antworten
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13.07.2007, 12:03
AW: Was mach ich eigentlich falsch?
Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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13.07.2007, 12:12
AW: Was mach ich eigentlich falsch?
Dazu fällt mir gerade ein: Vor ein paar Tagen kam eine Fernsehsendung, in der gezeigt wurde, dass sich potentielle Partner attraktiv finden, wenn ihr Genmaterial möglichst unterschiedlich ist, damit die Nachkommen möglichst gesund werden. Eine Frau hat dazu an verschiedenen, verschwitzten T-Shirts gerochen und fand z.B. das T-Shirt ihres Vaters total unattraktiv.
Zitat von sascha99
Meine Idee dazu war: Wenn sich zwei Menschen mögen, die genmäßig komplett unterschiedlich sind, muss das doch eigentlich beidseitig der Fall sein?
(Ich meine, wenn man wirklich versucht, dem Ganzen mit Chemie und Logik beizukommen
)
Viele Grüße
von der Bummelhummel
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13.07.2007, 13:17
AW: Was mach ich eigentlich falsch?
@ Bummelhummel
Wenn sie gegenseitig sich mögen, dann mögen sie sich. Auch das sagt nichts darüber aus, ob sie sich auch genetisch kompatibel finden oder ob sie sich in einander verlieben.Wenn sich zwei Menschen mögen, die genmäßig komplett unterschiedlich sind, muss das doch eigentlich beidseitig der Fall sein?Ich habe keinen Geruchssinn. Nach dieser Theorie dürfte ich mich überhaupt in niemanden verlieben, weil ich diesen ach so wichtigen evolutionär-genetischen Check nicht durchführen kann.(Ich meine, wenn man wirklich versucht, dem Ganzen mit Chemie und Logik beizukommen
)
Das Phänomen der Liebe ist nicht leicht zu entschlüsseln, und mit platten, simplifizierenden Theorien schon gleich gar nicht. Dazu ist es etwas zu komplex.
Auch diese ganzen Laborexperimente in Sachen Attraktivität sind fragwürdig, denn da wird jeweils nur immer ein Faktor gemessen. Andere Faktoren und deren Einfluß auf die gesamte Anordnung werden überhaupt nicht erfaßt. Und von einigen Faktoren, die wichtig sein können, weiß man vielleicht noch gar nichts.
Liebe ist auf jeden Fall eine sehr individuelle Angelegenheit. Schon von daher sind allgemeingültige Aussagen mit großer Vorsicht zu genießen. Menschen verlieben sich auch deshalb in andere, weil sie annehmen, dass diese ihnen ganz spezielle Bedürfnisse erfüllen, die mit ihrer individuellen Bedürfnislage, ihrer Psyche und ihrer Biographie zu tun haben.Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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13.07.2007, 13:37Inaktiver User
AW: Was mach ich eigentlich falsch?
Da habe ich einen gegenteiligen Bericht gelesen. In dem stand, dass sich Paare häufig ähnlich sehen und manchmal sogar für Geschwister gehalten werden. Das kommt daher, dass Menschen, die einem selbst ähnlich sehen, sofort vertraut wirken und man sie darum schon mal auf den ersten Blick sympathisch findet.
Zitat von Bummelhummel
Solche Studien sind immer mit Vorsicht zu genießen. Wenn man genauer hinguckt, stellt man fest, dass dabei doch nie so hundertprozentig wissenschaftlich vorgegangen wird.
Wenn man das ganze in ein paar Jahren wiederholt, kommt evtl. das genaue Gegenteil dabei heraus.
D.
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13.07.2007, 13:50
AW: Was mach ich eigentlich falsch?
Ich persönlich halte von dieser These sehr viel
Zitat von sascha99
.. einfach weil das bei mir definitiv so funktioniert. Wenn ich so zurück blicke, dann habe ich mich nur dann verliebt wenn Mann über einen längeren Zeitraum hinweg eindeutig Interesse über das freundschaftliche Maß hinaus signalisiert hat. Dieses "verliebt sein auf den ersten Blick" kenne ich überhaupt nicht und unglücklich verliebt ebenfalls nicht. Ich kenne Trennungsschmerz oder habe Probleme loszulassen obwohl ich weiss, dass man sich gegenseitig nicht gut tut... aber Liebeskummer im herkömmlichen Sinn ist mir unbekannt.
Deshalb verfolge ich auch immer fasziniert Postings von Usern die dieses einseitige Phänomen erleben. Wie gesagt.. ich kann es nicht nachvollziehen... was ja nicht bedeuten muss, dass es mir nie passieren wird .. aber scharf bin ich ehrlich gesagt nicht darauf
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Die Frage ist, warum ich wie beschrieben reagiere und nicht wie viele hier in den "Verliebtheitsvorsprung" gehe. Meine These: Für mich sind Männer erst einmal interessante Gesprächspartner, können Freunde sein, gute Kumpel ... im Grunde sind sie anfänglich asexuell. Und erst wenn dieses Spiel von "Augenkontakt, zufälligen Berührungen, Anspielungen usw.".. eben dieses vorsichtige Annähern seinerseits beginnt, fange ich an den Mann unter einem anderen Blickwinkel zu betrachten.
Ich dachte immer, ich wäre etwas... äääähm.. unnormal
Sascha, in der Grundtendenz dürftest Du Recht haben. Aber Ausnahmen gibt es sowohl als auch. Ich kenne auch Menschen die über den halben Erdball gehoppelt sind und in meinen Augen doch mit Scheuklappen durch die Gegend laufen.Und Du hast das Ganze so kommentiert, dass das nicht sein muss, da auch Menschen, die noch nie weggegangen sind, nicht zwangsläufig über einen begrenzten Horizont verfügen müssten...
Hmmmh..Ich kann nur sagen, ich hab' diese Erfahrung gemacht. Kann aber auch daran liegen, dass es sich bei diesen "Exemplaren" um Männer handelte, die in kleinen Eifeldörfen aufgewachsen sind..Männer, die in Großstädten groß wurden, dürften hingegen insgesamt "offener" sein..Vielleicht müsste man das Ganze also noch differenzierter betrachten...
Spezial
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13.07.2007, 14:00
AW: Was mach ich eigentlich falsch?
@ Spezial
Bei Dir ist das Interesse des anderen eine notwendige Voraussetzung fürs Verlieben. Damit hast Du etliche Probleme nicht, die diejenigen haben, die sich unabhängig von diesem signalisierten Interesse verlieben. Glückwunsch!
@ Sascha
Schon die Tatsache, dass es nicht reicht, Interesse zu zeigen, damit sich jemand anders ebenfalls in einen verliebt, zeigt, dass diese These so nicht stimmt. Sonst gäbe es ja gar keine einseitig Verliebten.Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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13.07.2007, 14:21
AW: Was mach ich eigentlich falsch?
@Spezial
Ja, war bei mir ähnlich, allerdings musste ich den Mann außerdem attraktiv finden: Körperlich und geistig. Bei mir stimmt die These.Wenn ich so zurück blicke, dann habe ich mich nur dann verliebt wenn Mann über einen längeren Zeitraum hinweg eindeutig Interesse über das freundschaftliche Maß hinaus signalisiert hat.
@Latona
Da bist Du jetzt zu undifferenziert: Bas Kast sagt ja auch, dass es eben nicht ausreicht, wenn einer an dem anderen Interesse zeigt/verliebt ist. Es muss hinzu kommen, dass dieser Andere den "Verliebten" auch attraktiv findet. Ist das der Fall, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er sich verliebt@ Sascha
Schon die Tatsache, dass es nicht reicht, Interesse zu zeigen, damit sich jemand anders ebenfalls in einen verliebt, zeigt, dass diese These so nicht stimmt. Sonst gäbe es ja gar keine einseitig Verliebten.
Du hast Recht, wenn Du unter "ich finde einen anderen Menschen attraktiv" nur die physische Attraktivität zählst. Aber ich finde, wenn man "Attraktivität" als die Summe aus physischer Attraktivität und geistiger Anregung definiert, dann würde es doch so auch bei Dir stimmen, oder?Mir ist das fürs Verlieben zu wenig. Als ich ein Teenie oder ein Twen war, hat das vielleicht ausgereicht. Aber heute muss ein Mann in mir etwas berühren, ich muss eine besondere innere Verbindung zu ihm spüren, um mich in ihn zu verlieben.
Allerdings hat Bas Kast nur die physische Attraktivität gemeint. Wobei man sich auch hier fragen kann, ob die objektive Attraktivität nicht immer subjektiv ist, bzw. ob ein eigentlich eher "unscheinbarer" Mann für mich wirklich auch "physisch" attraktiver wird, weil er mir geistig nahe steht? Äh, kann mir noch einer folgen?
Bei mir ist das schon so gewesen, dass ich bei einem Mann von der Optik her zuerst dachte: Geht eher gar nicht..Aber dann war dieser Mann so einzigartig vom Denken her, dass ich ihn dadurch auch irgendwie attraktiver fand..Physisch.."Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen: Die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen."
(Immanuel Kant)
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13.07.2007, 14:52
AW: Was mach ich eigentlich falsch?
Selbstverständlich muss ich ihn attraktiv finden. Wenn ich mit einem Mann befreundet bin .. oder ihn als interessanten Gesprächspartner eingestuft habe, dann ist er das für mich aber schon. Selbst wenn er z.b. ne krumme Nase oder einen Bauch hat
Zitat von sascha99
. Wenn mich ein Mensch geistig anspricht, dann ist es eher nebensächlich ob er meinen objektiven Attraktivitäsmerkmalen entspricht. Da können sogar sogenannte "Makel" auf einmal die Hauptattraktionen werden.
Attraktiv ist eben ein dehnbarer Begriff.
Spezial
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13.07.2007, 15:04
AW: Was mach ich eigentlich falsch?
@ Sascha
Die Wahrscheinlichkeit ist höher, als wenn er ihn nicht attraktiv findet.Da bist Du jetzt zu undifferenziert: Bas Kast sagt ja auch, dass es eben nicht ausreicht, wenn einer an dem anderen Interesse zeigt/verliebt ist. Es muss hinzu kommen, dass dieser Andere den "Verliebten" auch attraktiv findet. Ist das der Fall, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er sich verliebt
Deshalb kann er ihn immer noch attraktiv, aber nicht attraktiv genug finden. Aber ob er sich verliebt, hängt eben auch davon ab, ob er diesem Menschen zutraut, seine Bedürfnisse zu erfüllen, ob dieser Mensch ihn weit mehr anspricht als alle anderen aus seiner derzeitigen Umgebung, und zwar körperlich, geistig und emotional. Er muss für den anderen schon eine besondere Stellung einnehmen und keiner unter vielen, vergleichbaren sein. Ich dachte bei Attraktivität tatsächlich in erster Linie an die physische, und zwar deshalb, weil die die Voraussetzung für die sexuelle Anziehungskraft ist. Und das ist ja auch eine wichtige Basis bei den meisten Beziehungen. Das unterscheidet Beziehungen ja auch von platonischen Freundschaften.Du hast Recht, wenn Du unter "ich finde einen anderen Menschen attraktiv" nur die physische Attraktivität zählst. Aber ich finde, wenn man "Attraktivität" als die Summe aus physischer Attraktivität und geistiger Anregung definiert, dann würde es doch so auch bei Dir stimmen, oder?
Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!


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