Ich nutze seit vielen Jahren das Internet, ich habe beruflich sehr viel damit zu tun. Für mich ist es ein tolles Medium und mich hat es ganz und gar nicht vereinsamt. Viele viele Gleichgesinnte habe ich gefunden, Menschen, die mir aufgrund der räumlichen Entfernung sonst nie begnet wären. Viele haben mir weitergeholfen privat oder im Job, manchen konnte und kann ich helfen, der Freundeskreis hat sich erweitert. Auch mit Hilfe der Bricom. Ich freu mich schon wahnsinnig auf den Sommer, wenn sich endlich der ein oder andere Strang trifft.Zitat von mondfisch
Was jetzt die Partnersuche im Netz betrifft, ok. ich halte sie für eine gute Möglichkeit. Viele Menschen verbringen heute 60 bis 70 Stunden im Job, teilweise allein unterwegs im Auto. Ist schon schwierig während des Überholvorgangs plözlich abzubremsen, den Fahrer des benachbarten PKWs abzudrängen und dann zu sagen, Tschuldigung ich find sie nett, sind sie noch zu haben?
Oder aber zwei Menschen aus der gleichen Stadt fahren jeden morgen in die andere Richtung zur Arbeit, jeder zur gleichen Zeit. Wann und wo begegnen sie sich? In meinem Fall bei FS 24. *schmunzel*
Danach nimmt man sich viel Zeit füreinander um dann doch festzustellen, nee die große Liebe ist auch nicht, aber eine wunderbare Freundschaft. Bis die nächste Frau das nicht mehr zulässt. Das ist nämlich meine Erfahrung im RL, viele Freundschaften, Bekanntschaften gehen kaputt, weil die Frau/ Freundin sehr besitzergreifend ist oder ich selber bin schlichtweg uninteressant oder nervig.
Normvorgaben herrschen auch im RL, es gibt Leute, die ich virtuell kennengelernt habe, die hätten mich im RL nicht mal angesprochen, weil ich eben nicht aussehe wie *oh die sieht klasse aus*.
Ich antworte mal mit einem Zitat von Kurt Tepperwein aus seinem Buch "Loslassen, was nicht glücklich macht":Zitat von Kranich
Letztendlich geht es immer wieder darum den einen richtigen Traumpartner, nennen wir ihn mal TP, zu finden (egal ob männlich oder weiblich). Es werden Raster augestellt, in die TP passen muss. TP hat es aber nicht leicht, denn er muss ja nicht nur da Bild, das wir von ihm erdacht haben erfüllen. Er muss darüber hinaus ja auch noch uns so wir sind, bewundern, anhimmeln, lieben; er muss unsere Verletzungen aus der Vergangeheit heilen und uns gleichzwitig Mut für die gemeinsame Zukunft geben. Diese beiden Anforderungen sind schon mal eine echte Hürde - da gibt es sicherlich nicht so viele, die das aus dem Stand erfüllen könnten. Und aus dem Stand ist erforderlich, denn mehr als ein oder zwei Treffen geben wir nicht Zeit, dass TP uns beweist, dass er eben TP ist. Ist er dann nicht TP, wenden wir uns dem nächsten möglichen Kandidaten zu.
"...und so vergeht das leben als eine Art Wanderschaft - von einer Verliebtheit zur anderen, von einem Menschen zum anderen, von einer Hoffnung zur anderen. Es gibt Menschen, die haben ihr ganzes Leben lang die Liebe nie kennengelernt, aber sie waren ständig verliebt."
Kranich, ein Mensch der seine innere Freiheit nicht gefunden hat, wird vom Partner immer etwas erwarten und das ist in meinen Augen fatal. Auch ein Mensch, der innerlich nicht zur Ruhe kommt, hat natürlich das Bedürfnis nach Liebe, aber er wird nicht zufrieden sein. Wer bei sich selbst nicht ankommt, lässt auch einen Partner stehn.
Oft genug finden sich zwei mit dem gleichen Problem, aber die wenigsten können es gemeinsam lösen und das liegt nicht am Internet, sondern in uns selbst.
Ich kann im Moment so argumentieren, da ich eine mühevolle und nicht gerade schmerzlose Reise in mein Ich unternommen habe, ich lasse viele Vorstellungen los. Auch ganz viele über mich. Und ich bekomme ein Feedback, das es mich schwindlig macht. Aber vielleicht seh ich auch einfach nur mehr?
Ich habe schon immer gewußt, das der Schlüssel zum Glück in mir selber liegt, aber das ich mich dafür selber lieben muss, so wie ich bin, nicht wie ich gern wäre, das habe ich nicht gewusst.
Antworten
Ergebnis 11 bis 14 von 14
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28.05.2007, 17:46Inaktiver User
AW: Erfahrungen aus dem virtuellen Leben in das reale Leben übertragen
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28.05.2007, 18:26Inaktiver User
AW: Erfahrungen aus dem virtuellen Leben in das reale Leben übertragen
boah, hilly, das hast du toll gesagt!!!!ein Mensch der seine innere Freiheit nicht gefunden hat, wird vom Partner immer etwas erwarten und das ist in meinen Augen fatal. Auch ein Mensch, der innerlich nicht zur Ruhe kommt, hat natürlich das Bedürfnis nach Liebe, aber er wird nicht zufrieden sein. Wer bei sich selbst nicht ankommt, lässt auch einen Partner stehn.
Oft genug finden sich zwei mit dem gleichen Problem, aber die wenigsten können es gemeinsam lösen und das liegt nicht am Internet, sondern in uns selbst.
Ich habe schon immer gewußt, das der Schlüssel zum Glück in mir selber liegt, aber das ich mich dafür selber lieben muss, so wie ich bin, nicht wie ich gern wäre, das habe ich nicht gewusst.
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28.05.2007, 18:36Inaktiver User
AW: Erfahrungen aus dem virtuellen Leben in das reale Leben übertragen
@röschen und zu dieser Erkenntnis hat mir der Salon Phew ganz gewaltig verholfen.


Hilly
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28.05.2007, 18:50
AW: Erfahrungen aus dem virtuellen Leben in das reale Leben übertragen
Was mich an dem Raster so verwirrt, dieses "muss".
Das habe ich in meinem so garnicht, ausser vielleicht das er mich "aushalten muss"
Ansonsten würde ich mir wünschen! das er mich liebt wie ich bin.
Jetzt speziell auf mich bezogen.Warum setzen wir uns nicht auch im richtigen Leben mit solchen Menschen auseinander? Warum "üben" Ihr nicht mal das Flirten, .........?
Weil ich auf dem Dorf wohne und nicht wahllos losziehen kann und die Kerls anflirten. Ich will hier noch lange wohnen bleiben und mich bei den Damen im Dorf nicht unbeliebt machen.
War jetzt ja Pfingstfest und der Spagat zwischen "hübsch rausputzen" und nicht einen auf "Dorfschlampe" zu machen nicht einfach.
Auch ausserhalb vom Dorf tu ich mich nicht leicht, da sind diesen "alten Verhaltensmuster" noch zu tief drin.
Eben wegen "leichtes Mädchen" und so.
Hilly
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„Leben ist das, was uns zustößt,
während wir uns etwas ganz anderes
vorgenommen haben..“
. Henry Miller
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LG Sun



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