[QUOTE=Inaktiver User]Einige scheinen mein Misstrauen ja fast schon für eine Unverschämtheit zu halten. Ich möchte nur nicht einer von denjenigen sein, die jahrelang geglaubt haben, alles sei in bester Ordnung und die währenddessen übel verarscht werden. Es gibt verdammt viele solcher Fälle. Auch die Partner der im ersten Posting erwähnten Leute glauben noch heute, dass rein gar nichts gelaufen ist. Einige denken über Heirat und Kinder nach. Wenn die wüssten...
Auch was ich hier lese scheint das Misstrauen zu bestätigen. Ein paar Wochen sind ok, aber dann wird es kritisch.<<<<
Evariste, ich halte deine Schlussfolgerungen aufgrund von ein paar Zahlen nicht nur für FAST unverschämt. Du unterstellst einfachl, dass auf mehrwöchigen Schwanzenzug bei der Frau, die du liebst (?) und die dich liebt (?) zwangsläufig Untreue folgt, weil das BEI ANDEREN FRAUEN so war oder sein könnte.
Es gibt keine Sicherheit im Leben. Auch keine mit Blut unterschriebenen Treue-Garantien, bei denen die Partnerin oder der Partner im Fall von Vertragsbruch bei Berührung eines Fremd-Genitals in einer Schwefelwolke explodiert.
Fakt ist, dass du auch durch strengste Kontrollen keine Treue bei deiner Freundin garantieren kannst, ob nun in der Heimat oder bei Abwesenheit durch Auslandsaufenthalt. Die Denke: Ich bin da, kann sie vögeln und kontrollieren, also KANN sie gar nicht fremdgehen, ist ein Trugschluss. Natürlich kann sie, wenn sie will. Genauso wie du auch. Treue kann nie etwas anderes als freiwillig sein.
Wenn du sagst, du möchtest nicht "verarscht" werden, entlockt mir das ehrlich gesagt ein müdes Lächeln. Wir wollen alle nicht verarscht werden, wir wollen alle, dass dies und jenes nach unseren Vorstellungen abläuft.
Trotzdem haben wir nur sehr beschränkte Möglichkeiten, Einfluss auf andere Menschen und Situationen zu nehmen. Wir haben es aber 100% in der Hand, wie wir auf Menschen und Situationen reagieren. Wenn für dich dein Ego und die Welt zusammenbricht, weil du möglicherweise "verarscht" werden würdest, und es nicht weißt, halte ich dich nciht für sehr belastbar. Denn es handelt sich ja noch nicht mal um einen eingetretenen Fall!!! Du SPEKULIERST und lässt DEINE Ängste und deine Kontrollitis Amok laufen.
Ja, klar kann es sein, dass deine Freundin mal fremdgeht. Wenn du zu 100% ausschließen möchtest, dass je eine deiner Frauen fremdgeht, musst du ins Kloster gehen und dein Zölibat mir härenen Hemden zelebrieren.
Du kannst dich aber auch entspannen und ihr und dir selbst vertrauen, wenn ihr Monogamie in eurer Beziehung vereinbart habt. Doch, doch, das geht tatsächlich, wenn man nur will, bei mir hat es immerhin 24 Jahre funktioniert. Vertrauen ist für mich einer der wichtigsten Aspekte in der Liebe. Ich denke gar nicht daran, mir das Leben durch Kontrollen und Misstrauen zur Hölle zu machen und mich und meinen Partner dadurch zu degradieren.
Wenn der Fall der Fälle eintreten würde, dass es zu einem Vertrauensbruch in Form von Fremdgehen käme, ist DANN die Zeit gekommen, sich damit auseinander zu setzen. Aber doch nicht spekulativ und vorauseilend.
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Thema: Fremdgehen ohne Konsequenzen
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18.05.2007, 16:10Inaktiver User
AW: Fremdgehen ohne Konsequenzen
Geändert von Inaktiver User (18.05.2007 um 16:22 Uhr)
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18.05.2007, 16:33
AW: Fremdgehen ohne Konsequenzen
Bei einer Frau gibt man dann zumeist den Rat, am Selbstwertgefühl zu arbeiten. Geschafft hättest du es, wenn dein Selbstbild von der Frage, ob dir eine Frau fremd geht oder nicht, nicht abhinge; wenn ein Treuebruch dich zwar durchaus verletzte, aber nicht total fertig machte. Du bist leider dabei, sogar ein Was-wäre-wenn als Bedrohung zu empfinden.
Offizielles Schneggla von Garfield_3k
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18.05.2007, 16:39Inaktiver User
AW: Fremdgehen ohne Konsequenzen
@ Evariste
Ich bin jetzt mal so unverschämt und frage ganz direkt: Hast du im Moment eine Freundin?
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18.05.2007, 17:18
AW: Fremdgehen ohne Konsequenzen
Ich kann evariste sehr gut verstehen. Und absolut nicht verübeln, dass er das große Zittern bekommt, nach dem, was er gesehen hat. Zumal es sich bei diesen Menschen eben nicht um diejenigen handelt, denen man die Unbeständigkeit schon auf x-km Entfernung ansieht. Im Gegenteil.
Und ich spreche aus Erfahrung. Ich habe zwei Jahre lang auf einem Kreuzfahrtschiff gearbeitet. Fast alle Kollegen/innen hatten daheim Freund(in)/Frau (Mann)/Familie. Egal, welches Alter. Egal welches Department. Egal ob Offizier oder Küchenhelfer.
Alle sagten beim Einstieg: ich bin glücklich, ich will heiraten, wir wünschen uns Kinder u.s.w. Die ersten kippten direkt nach 3 Tagen um, die letzten nach 3 Monaten. Und manchmal waren die Frauen schlimmer als die Männer. Im großen Ganzen tat sich das nichts.
Aber natürlich gab es auch Ausnahmen. Wenn das allerdings 5 % waren, ist das sehr, sehr, sehr hoch gegriffen...
Es ist diese verführerische Mischung aus einem Gefühl absoluter Freiheit, Bedürfnis nach Wärme (gerade bei denen, die über Jahre an Bord sind), Leichtsinn, Enthemmtsein, weil es der Partner an Land ja eh nicht mitbekommt. Es gibt so viele Faktoren
Und es hängt ja auch immer davon ab, was man selber will oder sucht.
Bei mir rangiert Qualität vor Quantität. Aber in zwei Jahren war selbst ich (trotz Ermangelung von Qualität) nicht komplett abstinent. Drei Mini-Affären und eine etwas längere solche mit Menschen, mit denen ich an Land im Leben nicht auf solche Gedanken gekommen wäre.
Pauschal einem Menschen Untreue zu unterstellen ist sicher nicht die "feine Art". Aber wenn man gesehen hat, was ich (und offensichtlich auch evariste) gesehen habe, ist Vertrauen einfach überhaupt nicht mehr selbstverständlich. Also bitte nicht mal eben verurteilen, wie er das seiner Freundin nur unterstellen kann. Oder das in Verbindung mit dem Selbstwertgefühl bringen. Das kann schon harter Tobak sein!
Aber letztlich kommt es auf den/die Einzelne/n an. Hätte ich einen Partner, den ich liebe, käme ich nie und nimmer auf die Idee, sexuell auszureißen. Und wenn? Hm. Dann muss man halt schauen, ob es an der Beziehung an sich liegt oder ob einfach der Sex mal neue Aspekte braucht.
Ich persönlich wäre sehr verletzt, wenn mein Partner mich betrügen würde. Weil ich ein Mensch bin, der -wenn verliebt- körperliche und emotionale Nähe gleichstellt.
Ein anderer Mensch mag das durchaus trennen können. Es heißt also das heraus zu finden und vor allem, miteinander reden.
Warum also nicht mit deiner Partnerin reden, von deinen Erlebnissen und Ängsten erzählen. Und vielleicht ist das ja mal ein Anstoß darüber nachzudenken, ob man wissen will, was dem anderen in solch einer Extremsituation passiert. Solange das emotionale Band nicht reißt...?
Da gibt es soviele Möglichkeiten und Sichtweisen, wie es Menschen gibt.THE ONLY THING CONSTANT IS CHANGE....
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18.05.2007, 18:10Inaktiver User
AW: Fremdgehen ohne Konsequenzen
ich weiss nicht ob es am alter liegt, aber ich könnte, genau wie du, nicht in 15 monaten mit sovielen männern sex haben, vorallem nicht wenn ich eine beziehung hätte.
Zitat von Heureka
beziehung ist für mich gleich mit exclusivität!
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18.05.2007, 18:22Inaktiver User
AW: Fremdgehen ohne Konsequenzen
Murka, das große Zittern hilft nicht weiter. Kontrollen funktionieren nicht, weder daheim noch über Entfernungen. Misstrauen vergiftet.
Akzeptieren, dass Fremdgehen passieren KANN (aber nicht muss!!) bei einem längeren Auslandsaufenthalt (auch bei Evariste selbst) und nicht der Untergang der Welt sein muss, entspannt. Deinen Vorschlag mit dem Reden finde ich gut- nur wird sich das schwierig gestalten, solange Evariste einerseits auf absoluter Treue beharrt und gleichzeitig seiner Freundin die Untreue schon unterstellt.....
Es ist doch meine aktive Entscheidung, ob ich vertraue und damit gelassen bleibe und mir sage: Es kommt, wie es kommt, aber ich unterstelle das Beste, weil ich meinen Partner liebe und Vertrauen zu ihm habe,
oder ob ich mich verrückt mache, bibbere und versuche zu kontrollieren und den Partner mental in Treue-Haft zu nehmen.
DAS belastet eine Beziehung in meinen Augen weitaus mehr als ein Seitensprung nach einem feuchtfröhlichen Abend auf einem Kreuzfahrtschiff oder einer Hotel-Bar.
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18.05.2007, 18:40Inaktiver User
AW: Fremdgehen ohne Konsequenzen
@Murka
Interessante Schilderung. Ich kann es mir auch sehr gut vorstellen, weil auf einem Schiff die Situation noch ein Stück extremer ist. 'Umkippen' trifft es gut. Anfangs hatten alle noch ihre Prinzipien und die ersten Fremdgänger wurden noch beschimpft. Aber mit der Zeit...
Die Frage ist, wie ich damit besser umgehen lerne. Vielleicht sollte ich einfach akzeptieren, dass in Zeiten längerer Trennung mit ziemlicher Sicherheit Dinge passieren werden, die ich nicht genauer wissen will. Also unbedingt solche Situationen vermeiden. Ich kann ja auch annehmen, dass ich einer der wenigen bin, die Glück haben. So wie beim Erschiessungskommando, bei dem ein zufällig ausgewählter Schütze nur eine Platzpatrone bekommt und sich alle darauf zurückziehen können, dass sie ja nicht den tödlichen Schuss abgegeben haben
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18.05.2007, 19:01
AW: Fremdgehen ohne Konsequenzen
Entschuldige, Nugat. Die Formulierung des Wunsches nach Kontrolle kommt nicht von evariste. Sondern der Kontrollwunsch wird ihm unterstellt.
Ich empfinde das Ausgangsposting - im Gegensatz zu einigen Antwortenden - weniger als Misstrauen gegen eine bestimmte Person, sondern als entsetzt fragendes Erstaunen als Reaktion auf eine erlebte Situation. Auf eine Situation, die ohne Frage außerhalb des "normalen" Erlebens steht. Dass mann sich da mal fragt, ob er überhaupt noch einem Menschen vertrauen kann, finde ich legitim.
Daher der Vergleich mit meinen Erlebnissen. Bei denen es (und so verstehe ich auch E.'s Posting) um weit mehr als ein oder zwei feuchtfröhliche Abende geht. Sondern um ein fortgesetzt wahlloses Bäumchen-wechsel-dich-Spiel. Über Monate. Bei dem die Partner mehrfach noch am selben Abend getauscht werden. Vom nächsten Tag gar nicht zu reden.
Und wenn man dieses Verhalten so geballt bei Menschen beobachtet, von denen man es eigentlich überhaupt nicht erwartet, dann sei es erlaubt, das Urvertrauen einmal für kurze Zeit in Frage zu stellen.
Deshalb habe ich aber auch betont, dass ich überzeugt bin, dass es dennoch in der Persönlichkeit des Einzelnen liegt, wie er sich solchen Versuchungen gegenüber verhält. Daher auch mein eigenes Beispiel. Und ich war sogar ungebunden.
Nein: Angst hilft nicht. Misstrauen auch nicht. Aber eine gesunde Skepsis gegenüber Menschen an sich ist generell angebracht. Wie ja auch die fortgesetzten Klagen von Frauen und Männern in diesem Forum zeigen, die betrogen werden. Deren Partner/innen ein Doppelleben führen oder mehr.
Aber von Treue-Haft und Kontrolle kann und soll keine Rede sein. Ich plädiere lediglich für ein bisschen Verständnis für seinen momentanen Gemütszustand.
Und ich wage zu behaupten, dass jemand, der diese Art "Lagerkoller-Sexualverhalten" noch nie beobachtet hat, sich nicht wirklich vorstellen kann, was und wie da abgeht.THE ONLY THING CONSTANT IS CHANGE....
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18.05.2007, 19:10
AW: Fremdgehen ohne Konsequenzen
Genau das ist es. Es sind nicht alle so. Weder die Männer (auch wenn ich das oft genug anders erlebt habe
Zitat von Inaktiver User
) noch die Frauen.
Und Vertrauen sollte eine Grundvoraussetzung bleiben. Sonst ist ja jeder Annäherungsversuch zum Scheitern verurteilt!!! Das kann es auch nicht sein.
Aber ich schau halt genauer hin. Tut mir ein Mensch gut? Oder macht mir etwas an seinem Verhalten, seiner Lebenseinstellung Bauchschmerzen? Im letzteren Fall ziehe ich die Konsequenzen.
Und wie Nugat ja auch gesagt hat: sogar dir könnte es u. U. im "richtigen" Moment passieren... Wer kann schon wirklich die Hand ins Feuer legen? Auch wenn ich es mir manchmal noch so sehr wünsche: ich bin mir wirklich nicht sicher, ob wir Menschen wirklich monogam veranlagt sind...
THE ONLY THING CONSTANT IS CHANGE....
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18.05.2007, 19:35
AW: Fremdgehen ohne Konsequenzen
Mich würde Fremdgehen auch verletzen, aber es gibt meiner Ansicht nach deutlich schlimmere Vertrauensbrüche.
Zitat von murka
Offizielles Schneggla von Garfield_3k


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