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    AW: K.O.-Kriterium Therapie?

    ich war ja auch lange zeit gegen eine theerapie, weil ich ganz einfach der menung war, dass die problemchen die ich so habe nicht einer therapie bedürfen. therapie war für mich immer was für leute, die schwere schicksalsschläge zu bewältigen haben (z.b. tod eines geliebten menschen, misshandlungen, etc.)
    ich dachte immer ich muss den scheiß doch auf die reihe kriegen. mit welchem recht geht es mir denn jetzt scheiße wo ich doch eigentlich alles hab außer vielleicht gerade dem mann den ich gerne hätte oder mehr geld oder nen interesanteren job etc.

    tja, aber wenn man dann los rennt um sich das zu holen was einem fehlt und dabei übers ziel hinausgeht, dann landet man halt unsanft und alles bricht zusammen.

    ich leide nicht an schwerwiegenden psychischen erkrankungen wie borderline, essstörungen oder dergleichen. auch wenn gewisse ärzte einen gerne schnell in eine schublade stecken würden.

    ich bin zur therapie gekommen um zu sortieren, zu klären, zu verschnaufen und kraft zu sammeln um alles wieder auf die reihe zu kriegen. und in der akuten phase habe ich auch nicht in erwägung gezogen eine partnerschaft zu führen. das wäre mir auch einfach zuviel geworden.

    ich bin aber ein mensch der grundsätzlich lieber eine beziehug hat als alleine zu sein. und jetzt geht es mir wieder gut, ich hab alles im griff und das was ich in der therapie mache ist einzig und allein für mich. nicht dafür um beziehungsfähiger zu werden.

    ich bin kein hilfloses etwas, dass einen partner sucht der händchen hält und tränen trocknet und am abend auf dem sofa den hobby psychologen spielt.

    ich will einfach nur ganz normal weiter leben und glücklich sein. und da gehört die momentan noch andauernde therapie dazu wie der regelmäßige zahnarztbesuch und das einkaufen und tanken. es gehört gerade einfach dazu damit es rund läuft und ich dinge aus früher vergangenheit ad acta legen kann, die mich in gewisser weise ausbremsen.

    also alles nur zum vorteil für mich und einen partner, gerade weil dieser nicht mit reingezogen werden soll.

    ist ne menge was ich in den letzten monaten so alles lernen musste/durfte. aber ich bin froh drum!!!
    Maybe I'm too young to keep good love from going wrong
    But tonight you're on my mind so you never know

    I'm broken down and hungry for your love with no way to feed it
    Where are you tonight, you know how much I need it
    Too young to hold on and too old to break free and run


    __________________________________

    Das Schwierigste am Leben ist es, Herz und Kopf dazu zu bringen, zusammenzuarbeiten. In meinem Fall verkehren sie noch nicht mal auf freundschaftlicher Basis (Woody Allen)

  2. Inaktiver User

    AW: K.O.-Kriterium Therapie?

    ...
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (07.12.2009 um 10:55 Uhr) Grund: Auf Wunsch des Users gelöscht

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    AW: K.O.-Kriterium Therapie?

    Unsere organischen Erkrankungen sind oft die sichtbare Ebene unserer seelischen Schieflage. Wenn wir Zahnschmerzen haben und zum Zahnarzt gehen, sagt jeder: wie überaus vernünftig von Dir.

    Wenn unsere Seele weint und wir gehen zu einem Psychologen oder Psychiater, ist das genauso vernünftig.

    Wer allen Ernstes behauptet, er könne mit *dem Kram*, alleine *fertig werden* und eine Therapie für Mumpiz hält, sollte dann konsequenterweise jeden Facharztbesuch genauso als Mumpitz ansehen und bei Schmerzen nicht zum Arzt gehen.

    Warum wird der körperliche Schmerz oder die Körperliche Verletzung in unserer Gesellschaft höher bewertet als seelischer Schmerz? Wenn man dann noch weiss, dass jede körperliche Erkrankung ihren seelischen Gegenpunkt hat, wird dieses Denken absurd.

    Wir könnten Milliarden an Krankenkosten für Kopfschmerztabletten und Rückenops (um nur die signifikanten Auswirkungen der seelischen Schieflage auf den Körper zu nennen) sparen, würden sich alle Menschen, die einen Druck auf der Brust = Schmerz in der Seele fühlen, zu einem Gespräch mit einem Fachmann/Fachfrau, der sie vertrauen, gehen.

    Ich weiss nicht, wie alt wir alle werden müssen, damit endlich diese unüberlegten Äusserungen *wer in die Therapie geht, hat einen Hau*; *ich schaff das auch alleine* aufhören.
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

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    AW: K.O.-Kriterium Therapie?

    Fender:
    Hm, könnte mir das jemand - vielleicht die posterin selbst? - erklären?!


    Ich bin ganz ehrlich...
    Therapie ist für mich "Kram". Ich meine nicht, dass jemand, der eine Therapie macht, verrückt sei. Aber immerhin ein Mensch, der ein Problem hat, das er nicht alleine zu lösen vermag, und für die Problemlösung andere Menschen benötigt (oder zu benötigen meint).
    Tut mir leid, sofern ich das noch würde steuern können (und nicht schon Gefühle eine Rolle spielen), würde ich sagen, dass eine therapieüberschattete Beziehung nicht das ist, was ich suche.
    Welches ist mein Problem?
    Deine Unwissenheit könnte das Problem sein.
    Die meißten Menschen begeben sich in psychoherapeutischer Behandlung, wenn es bereits zu einer Erkrankung (Depression, Burnout, etc.) gekommen ist. Belastungen, familiär, beruflich bedingt usw. konnen jeden treffen.
    Es passiert etwas furchtbares oder man wird überfordert und schon kanns losgehen. Stress, Druck und Leid hält auf Dauer kein Mensch aus.

    Es geht nicht um "ein Problem" dass jemand nicht selbst zu lösen vermag.

    Nachvollziehen kann ich natürlich das man Angst vor dem Unbekannten hat, jedoch ist es falsch, z.B. das Negative einer negativen Erfahrung einer/der (schwachen) Persönlichkeit anzukreiden. Ich nehme an, das Du zum Glück solche Erfahrungen noch nicht machen mußtest.

    (und nicht schon Gefühle eine Rolle spielen)
    Also ist Deine Einstellung doch nicht so fest?!


    PS.: Also liebe Tiana, zukünftig erst später damit rausrücken. Es geht niemanden Fremdes dein Seelenleben was an und mich als niemanden der der betroffenen Person nahe steht, würde so ein Geständnis auch unsicher machen.
    errae humanum est

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    AW: K.O.-Kriterium Therapie?

    Zitat Zitat von Lukulla
    Unsere organischen Erkrankungen sind oft die sichtbare Ebene unserer seelischen Schieflage. Wenn wir Zahnschmerzen haben und zum Zahnarzt gehen, sagt jeder: wie überaus vernünftig von Dir.

    Wenn unsere Seele weint und wir gehen zu einem Psychologen oder Psychiater, ist das genauso vernünftig.

    Wer allen Ernstes behauptet, er könne mit *dem Kram*, alleine *fertig werden* und eine Therapie für Mumpiz hält, sollte dann konsequenterweise jeden Facharztbesuch genauso als Mumpitz ansehen und bei Schmerzen nicht zum Arzt gehen.

    Warum wird der körperliche Schmerz oder die Körperliche Verletzung in unserer Gesellschaft höher bewertet als seelischer Schmerz? Wenn man dann noch weiss, dass jede körperliche Erkrankung ihren seelischen Gegenpunkt hat, wird dieses Denken absurd.

    Wir könnten Milliarden an Krankenkosten für Kopfschmerztabletten und Rückenops (um nur die signifikanten Auswirkungen der seelischen Schieflage auf den Körper zu nennen) sparen, würden sich alle Menschen, die einen Druck auf der Brust = Schmerz in der Seele fühlen, zu einem Gespräch mit einem Fachmann/Fachfrau, der sie vertrauen, gehen.

    Ich weiss nicht, wie alt wir alle werden müssen, damit endlich diese unüberlegten Äusserungen *wer in die Therapie geht, hat einen Hau*; *ich schaff das auch alleine* aufhören.

    viele körperliche Erkrankungen haben ihren Ursprung in einer seelischen Störung - Körper und Seele sind eine Einheit..
    Tanzen ist wie träumen - nur mit den Füßen
    22.06.06 "Bienie" , 04.04.11 "King" , 24.05.17 "Raica" 29.09.21 "Pirry"

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    AW: K.O.-Kriterium Therapie?

    Zitat Zitat von Paulinacgn
    Ich nehme an, das Du zum Glück solche Erfahrungen noch nicht machen mußtest.
    Was sind denn "solche Erfahrungen"?
    Innerhalb von 6 Monaten sind meine beiden Omas, der letzte verbliebene Opa und mein Vater gestorben.
    Etwas später bin ich selbst bei einem verkehrsunfall dem Sensenmann um Millimeter entwischt.
    Ich denke, da hätte jeder Verständnis für eine Therapie gehabt...
    Sowohl von mir als auch von meiner Mutter.

    Zitat Zitat von Paulinacgn
    Also ist Deine Einstellung doch nicht so fest?!
    Natürlich nicht.
    Wobei die Frage ist, wie man in Folge mit dem (späteren) Wissen umgeht. Denn...:
    Zitat Zitat von Paulinacgn
    PS.: Also liebe Tiana, zukünftig erst später damit rausrücken.
    Um ehrlich zu sein, würde ich mir evtl. (!) verarscht vorkommen, wenn solche Dinge erst ziemlich spät zur Sprache kommen...
    Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
    Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
    Und andere Dinge, die man erraten muss.

  7. Inaktiver User

    AW: K.O.-Kriterium Therapie?

    Hallo Fender,

    Ich denke, da hätte jeder Verständnis für eine Therapie gehabt...
    Hm. Naja, ob da eine Therapie angesagt ist? Trauerarbeit wäre da angebracht.

    nathaliethor

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    AW: K.O.-Kriterium Therapie?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Hm. Naja, ob da eine Therapie angesagt ist? Trauerarbeit wäre da angebracht.
    Kann man "Trauerarbeit" (was ist das eigentlich?) denn selbst und alleine leisten?
    Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
    Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
    Und andere Dinge, die man erraten muss.

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    AW: K.O.-Kriterium Therapie?

    Was sind denn "solche Erfahrungen"?
    Dies was Du beschreibst, habe ich auch selbst erlebt und dafür ebenso keine Therapie in Anspruch genommen.
    Diese Belastung war für uns weder dauerhaft nocht wurden wir traumatisiert.

    Anders wäre es wahrscheinlich wenn es der Partner gewesen wäre der verünglückt wäre oder bei dem Unfall jem. viell. sogar durch das eigene Verschulden ums Leben gekommen wäre.
    Wie will man so etwas alleine verarbeiten? Das würde doch jeden völlig aus der Bahn werfen. Es hat leider auch nicht jeder den nötigen familiären/partnerschaftlichen Halt.

    Um ehrlich zu sein, würde ich mir evtl. (!) verarscht vorkommen, wenn solche Dinge erst ziemlich spät zur Sprache kommen...
    Was heißt evtl.?
    errae humanum est

  10. Inaktiver User

    AW: K.O.-Kriterium Therapie?

    Zitat Zitat von Fender
    Kann man "Trauerarbeit" (was ist das eigentlich?) denn selbst und alleine leisten?
    Kannst Du alleine trauern? Oder hast Du zusammen mit Deiner Mutter, Schwester, Tante, Onkel, Cousine..... getrauert? Oder hast Du gar nicht getrauert?

    Google schreibt: In der Trauerarbeit versuchen wir den Tod des geliebten Menschen zu verwinden. In der Regel geschieht dies durch Integration der ehemals geliebten Persönlichkeit in die eigene Person. Haben wir dem geliebten Wesen in unserer Psyche eine Ruhestätte angeboten und in unsere Persönlichkeit übernommen, sinkt der Stress des Trauererlebens und wir können bereichert aus der Trauerarbeit heraus kommen.

    Und das ist der Unterschied zu traumatischen Erlebnissen, Fender, wie Paulina sehr richtig darstellt.

    nathaliethor

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