@Fender
Nein, Fender, es könnte nur Leute mit ernsthaften Problemen sehr verletzen, wenn Du Ihren Mut, sich Ihren Problemen durch eine Therapie zu stellen, als "Kram" abtust.Nein, mit der Kram-Abtuerei habe ich bisher kein Problem.
Es scheint aber ein Problem zu sein, wenn man das (ab)tut.
Weil Therapie ja eine wichtige und notwendige Erfahrung zu sein scheint...
Und übrigens ist Therapie "natürlich" auch nicht für jeden das Mittel der Wahl.
Meine ehemals beste Freundin hat eine Therapie gemacht und daran ist unsere Freundschaft - auch - zerbrochen. Weil alles "zwischen uns" dann auch in der Therapie besprochen wurde und dann hieß es ständig "mein Therapeut meint auch, dass Du in dem Punkt hypersensibel reagierst", usw. und so fort.
Sie hatte sich VÖLLIG abhängig von der Meinung des Therapeuten gemacht und konnte NICHTS mehr alleine entscheiden und zu Ende denken. DAS ist die größte Gefahr einer Therapie: Man(n)/Frau erwischt den falschen Therapeuten. Der kann dann tatsächlich fast noch mehr kaputt machen. Das muss auch mal gesagt werden. Bei aller Lobhudelei auf die Therapie.
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Thema: K.O.-Kriterium Therapie?
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15.05.2007, 14:52
AW: K.O.-Kriterium Therapie?
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15.05.2007, 15:00
AW: K.O.-Kriterium Therapie?
Und dieses automatische "Mach mal 'ne Therapie" ist nicht verletzend?
Zitat von sascha99
Hm, ich merke aber, da hält man einfach besser mal den Mund.
Auch so ein Problem, das ich habe.
Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
Und andere Dinge, die man erraten muss.
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15.05.2007, 15:15
AW: K.O.-Kriterium Therapie?
Das würde ich aber nicht zwangsläufig dem Therapeuten anlasten. Ich habe schon erlebt, dass Leute sich so verantwortungslos wie möglich benahmen, sobald sie auf die Ansagen eines Therapeuten Rekurs nehmen konnten. Der hatte dann die vielleicht schon lange ersehnte Entlastungsfunktion. Da wurde natürlich überhaupt nicht therapiert. Ein guter Therapeut macht von Anfang an deutlich, dass er nicht für Problemlösung zuständig ist. Richtig verstanden stellt eine Therapie einen Menschen kerzengerade auf die eigenen Füße und sagt: "So, du siehst Bedarf. Mach dich auf." Das sind übrigens Erkenntnisse, die keiner gerne trifft. Dem Menschen wohnt ja eine gewisse Verharrungstendenz inne.
Zitat von sascha99
Offizielles Schneggla von Garfield_3k
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15.05.2007, 15:15
AW: K.O.-Kriterium Therapie?
@Fender
Du neigst in diesem (!) Thread dazu, Sachen durcheinanderzuwerfen, FenderUnd dieses automatische "Mach mal 'ne Therapie" ist nicht verletzend?
Wie ich auch schon schrieb: Nicht für jeden ist eine Therapie sinnvoll, aber bei Leuten mit ernsthaften Problemen oder/und Leuten, deren Angehörige ernsthafte Probleme haben, KANN eine Therapie sehr sinnvoll sein. Und DIESE Leute sollte man(n) nicht dafür angreifen.
Nein, musst Du nicht und sollst Du auch nicht. Ich sage ja auch: Therapie kann AUCH Schaden anrichten. Aber Therapie kann AUCH helfen. Kommt - wie so vieles im Leben - immer drauf anHm, ich merke aber, da hält man einfach besser mal den Mund.
Wie gesagt: Insgesamt gehörst Du zu den "Leuten", die eher wenig Probleme haben. Weil sie vieles sehr klar sehen. Übrigens (leider) eine eher männliche Eigenschaft..Jetzt gibt es "bald" SchelteAuch so ein Problem, das ich habe.
Und nochmal Info: "Sascha99" ist eine FRAU!!!
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15.05.2007, 15:40Inaktiver User
AW: K.O.-Kriterium Therapie?
Darfst Du. Muß ich aber nicht für relevant halten. Wenn ich Analverkehr als Perversität aburteile und die Ausführer derselben für ekelerregend aburteile und körperlich abnorm, dann würdest Du ja vielleicht auch erklären, dass es für Dich aber nun mal anders ist.Lese ich hier heraus, dass man zu Themen, von denen man keine Ahnung hat, auch keine Meinung haben darf?
Ist ja auch okay. (Ich nehme dieses Beispiel, weil ich hier persönlich nicht der Meinung von Perversität bin, aber weiß, dass du Erfahrungen damit hast)
Letztendlich geht es um Mitgefühl. Das wiederum kann nur entstehen, wenn man selbst Erfahrungen in einem bestimmten Feld gemacht hat. Gefühle aus persönlicher Erfahrung heraus MIT fühlen kann. (nicht leiden; nicht Mitleid)
Und wenn Du Therapien für Kram hälst, dann ist das so in Deiner Welt und ich werde es nicht ändern.
nathaliethor
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15.05.2007, 15:55
AW: K.O.-Kriterium Therapie?
Hm, ja, sicher, das verstehe ich. Ich bin da nicht sehr mitfühlend. Durchaus.
Zitat von Inaktiver User
Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
Und andere Dinge, die man erraten muss.
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15.05.2007, 16:53
AW: K.O.-Kriterium Therapie?
Ich denke auch es hat sehr viel damit zu tun, wieviel Erfahrung jeder einzelne auf diesem Gebiet gesammelt hat. Psychische Erkrankungen sind schlichtweg Erkrankungen, aber nicht durchweg unheilbar.
Mittlerweile sehe ich es so: Menschen, die den Mut hatten, eine Therapie zu machen, sind oft auf einem sehr guten Weg zur Heilung. Ich weiß doch auch nicht, ob z. B. mein Traumpartner demnächst schwer krank wird, einen Unfall hat usw.! Oder eine Freundin - ich bin dann auch gerne für sie da!
Gruß Bienie
Tanzen ist wie träumen - nur mit den Füßen
22.06.06
"Bienie"
, 04.04.11
"King"
, 24.05.17
"Raica"
29.09.21
"Pirry" 
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15.05.2007, 17:09
AW: K.O.-Kriterium Therapie?
Ich bin in Therapie seid 2 Jahren
und ich komme aus Amerika (Mexiko/USA)
einem Land in dem Therapie auch eine Mode ist und Schick sein kann.
Daher hatte ich auch eine schlechte Meinung von Therapien.
("Das machen doch nur Leute die Langeweile haben oder Ausreden suchen").
Jetzt bin ich in Therapie und Krass gesagt würde ich gerne mit einem T-Shirt rumlaufen "macht ne Therapie!! / Rettet eure Hinzellen!!"
Nein, spaß beiseite
Ich weiß noch nicht ob sie mir helfen kann mein Leben zu ändern.
Das muss ich schon selber...
Meine Therapeutin sagt wenig, ich rede - sie zeigt mir dann auf, was ich gesagt habe - so nach dem Motto:
"Wo her soll ich wissen was ich denke, wenn ich noch nicht gehört habe was ich sage?"
Das einzige Mal das sie mir aktiv gesagt hat, dass ich was tun soll, war als ich ihr erzählte, dass ich immer noch nicht für mich einkaufen kann. Bin zu geizig Geld für mich auszugeben.
Da hat sie mir "befohlen" mir etwas zu kaufen, egal was.
Ich bin los und habe mir eine Jeans gekauft... ich war total stolz auf mich - gut ich habe wieder nur 35 Euro ausgegeben, aber ich hatte ein Jeans und zwar neu!
Ich denke, dass Menschen die in einer Therapie sind - wenigsten erkannt haben das etwas in ihrem Leben sich ändern muss.
Es laufen genug bekloppte Narzissten da draußen rum die denken sie wären nur etwas "eigen"
Die sind mir unheimlicher als einer der in Therapie ist.
Aber ich bin ja nicht objektiv
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sind wir nicht alle ein bisschen Bluna?
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15.05.2007, 17:21
AW: K.O.-Kriterium Therapie?
Stimmt. Dann ist das ein Schicksalsschlag, dem man sich stellen muss.
Zitat von bienie
Ich sehe aber schon einen Unterschied darin, ob mir das in der Beziehung geschieht, oder weit vor der Anbahnung einer solchen.Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
Und andere Dinge, die man erraten muss.
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15.05.2007, 17:43Inaktiver User
AW: K.O.-Kriterium Therapie?
Und dazu fällt mir ein: Jedes Töpfchen find sein Deckelchen.. (es sei denn das Töpfchen ist eine Kasserole - die haben keinen Deckel :-))ob mir das in der Beziehung geschieht, oder weit vor der Anbahnung einer solchen.
Grüße
nathaliethor


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