@Fender
Oh Fender, damit "zerstörst" Du ein bisschen den sehr positiven Eindruck, den ich von Dir aus Deinen bisherigen Postings gewonnen hatte..Ich bin ganz ehrlich...
Therapie ist für mich "Kram".![]()
Ich glaube fest, dass JEDE(R) in seinem Leben Situationen hat, in denen eine Therapie für ihn/sie sehr hilfreich sein kann. Das heißt nicht, dass er/sie diese Situation nicht auch alleine bewältigen könnte, nur es würde vermutlich länger dauern und es wäre schwieriger für ihn. Warum sich also keine Hilfe nehmen? Meiner Meinung nach, ist es ein Zeichen von Stärke und nicht von Schwäche, sich bei einem komplexen Problem Hilfe von "außen" zu nehmen. Schade, dass das viele Deutsche immer noch nicht so sehen.Ich meine nicht, dass jemand, der eine Therapie macht, verrückt sei. Aber immerhin ein Mensch, der ein Problem hat, das er nicht alleine zu lösen vermag, und für die Problemlösung andere Menschen benötigt (oder zu benötigen meint).In Amerika ist es völlig normal, einen Therapeuten zu haben. Was sicher auch übertrieben ist..
Solange das Problem, weshalb die Person die Therapie macht, nicht auch zu EUREM Problem wird, sehe ich nicht, warum eine Therapie eine Beziehung überschatten sollte...Tut mir leid, sofern ich das noch würde steuern können (und nicht schon Gefühle eine Rolle spielen), würde ich sagen, dass eine therapieüberschattete Beziehung nicht das ist, was ich suche.
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Thema: K.O.-Kriterium Therapie?
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15.05.2007, 12:27
AW: K.O.-Kriterium Therapie?
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15.05.2007, 12:54
AW: K.O.-Kriterium Therapie?
Mir hat auch mal ein "gehender" Freund vorgeworfen, das ich mir Hilfe suche nach einem wirklich traumatischen Ereignis. Für mich ein Grund, ihn gerne ziehen zu lassen. Ich habe meine Grenzen erkannt, mir selber Hilfe gesucht, hier sehr nach meinem Bauchgefühl selektiert, die richtige Hilfe gefunden, angenommen und nun geht es mir wieder bestens. Es gibt eben Situationen, in den man mit Hilfe besser vorankommt, das zu erkennen ist auch nicht jedem gegeben.
Das ist Jahre her und ich steh dazu. Allerdings ist das nichts, was ich einem mir relativ Unbekanntem direkt auf die Nase binden würde. Die Ereignisse von damals habe eine zeitlang mein Leben begleitet und ich gestatte Ihnen nicht, mein heutiges Leben zu überschatten.
Gruss
Strong
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15.05.2007, 13:19
AW: K.O.-Kriterium Therapie?
@Strong
Ja, das sollte ich vielleicht noch hinzufügen: Ich würde sowas auch auf gar keinen Fall jemandem auf die Nase binden.
Zitat von Strong
Einigen Leuten würde ich es gar nicht erzählen, wenn ich nach einer Weile einschätzen könnte, dass sie kein Verständnis dafür haben.
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15.05.2007, 13:33Inaktiver User
AW: K.O.-Kriterium Therapie?
Für mich ist es ein hartes Ausschlusskriterium, wenn sich eine Frau, die ich gerade kennenlerne, zu diesem Zeitpunkt in einer Psychotherapie befindet. Wenn es nicht gerade wegen Kleinigkeiten wie leichten bis mittelschweren Panikattacken oder kleineren irrationalen Ängsten ist - sowas läuft bei mir unter Peanuts. Aber Depression, Magersucht, Borderline etc. möchte ich mir nicht geben. An dieser Stelle trifft sicherlich der universelle Rat zu (den ich mir auch schon desöfteren anhören musste), dass man zunächst mit sich selbst klarkommen sollte, bevor man sich anderen Menschen in einer Beziehung zumutet. Die Auswirkungen auf den Partner sind in solchen Fällen beträchtlich.
Natürlich ist die Psychotherapie dafür nur ein hinreichendes Kriterium, kein Notwendiges. Auch wer gerade keine Therapie macht, kann heftig neben der Spur laufen.
Natürlich ist es kein ewiges Stigma, irgendwann mal eine Therapie gemacht zu haben. Nur wenn die Lage jetzt gerade ernst ist, dann will ich nicht den Ko-Therapeuten geben und am Ende selbst kaputtgehen. Möglicherweise sollten die betreffenden Personen schon aus Rücksicht auf andere von einer Beziehung absehen, bis sich die Lage gebessert hat oder potentielle Kandidaten zumindest vorwarnen, damit sie selbst entscheiden können, ob sie sich dem gewachsen fühlen. Das hier öfter vorgeschlagene Verschweigen halte ich für Schummelei.
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15.05.2007, 13:42
AW: K.O.-Kriterium Therapie?
Hallo Tiana, ich habe nicht alle Beiträge durchgelesen, ich wollte Dir nur sagen, dass ich es super finde, dass Du die Dinge nun angehst, noch vor ein paar Wochen habe ich diesen Beitrag von Dir
"tja, dann danke sehr für eure antworten.
ganz besonderer dank geht an michaela, die mir eine therapie geraten hat. lach....
jemand er ein komplexes "problem" hat bzw. sich gedanken um ein etwas komplexeres "ding" macht als die üblichen sachen "warum ruft er nicht an (innerhalb von 12 stunden)?" oder "Internetmann die 95." oder "bin ich zu schüchtern?", der gehört also therapiert?"
in Deinem Thread "Ich will zu Dir" gelesen...und war erstaunt dass Du so "zickig" reagiert hattest...
Therapie hilft zu sich und seinen Bedürfnissen zu finden, bei sich zu bleiben und nicht beim anderen zu gucken, für sich Verantwortung zu übernehmen und nicht in der Anschuldigungsspirale stecken zu bleiben (Eltern, Kindheit sind schuld...blabla)Geändert von Karina73 (15.05.2007 um 13:59 Uhr)
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15.05.2007, 13:52
AW: K.O.-Kriterium Therapie?
Ich habe das so verstanden, dass Menschen, die ein Problem mit Menschen in Therapie haben, selbst eines hätten.
Zitat von Inaktiver User
Das hat ja jetzt nichts mit meiner Beziehung zu tun, oder doch?!
Keine Sorge, ich weiß dass jeden Tag zu schätzen. Manchmal kann ich es selbst kaum fassen, und mein einziges Problem ist die sich daraus ergebende Verlustangst.
Zitat von Inaktiver User
Ja, stimmt. Wie könnte ich darin etwas positives sehen?
Zitat von bienie
Einen Menschen in Therapie halte ich für seelisch labil - und ich weiß nicht, ob ich immer damit umgehen könnte. Das bedeutet doch ständige Rücksichtnahme.
Wenn ich in die hineinrutsche, gut. Mein Vater war sehr lange krank zum Ende seines Lebens, und meine Mutter hat ihn sehr aufopferungsvoll gepflegt. Ich bin mir aber sicher, wenn sie ihn bereits krank kennengelernt hätte... wären sie vermutlich kein Paar geworden.
Stimmt.
Zitat von bienie
Macht nix, damit kann ich leben.
Zitat von sascha99
Ich bin aber gerne ehrlich.
Und da denke ich eben, dass es automatisch zu UNSEREM Problem wird. Ich gebe zu, die einzige Person, die ich kenne, welche eine Therapie macht, war ein Mann, den eine gute Freundin angebracht hatte. Der hatte in seiner Wohnung hübsche Tonobjekte, und erst als sie nach einiger Zeit mal nachfragte, wo er denn dieses Hobby ausüben würde, sagte er "in meiner Therapie". Und schließlich kam heraus, dass er dieselbe macht, weil er mit Trennungen nicht klarkommt und dann gewalttätig wird.
Zitat von sascha99
Die Trennung verlief dann auch wenig harmonisch. Und überschattete natürlich die Beziehung, weil sie immer dachte "Was mache ich, wenn ich mich von ihm trennen will?!"
Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
Und andere Dinge, die man erraten muss.
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15.05.2007, 14:04
AW: K.O.-Kriterium Therapie?
@Evariste
DAS kann ich z.B. sehr gut nachvollziehen;Für mich ist es ein hartes Ausschlusskriterium, wenn sich eine Frau, die ich gerade kennenlerne, zu diesem Zeitpunkt in einer Psychotherapie befindet.... Depression, Magersucht, Borderline etc. möchte ich mir nicht geben.
Aber es gibt eben auch sehr unterschiedliche "Fälle", in denen man(n)/Frau eine Therapie machen kann.
Ich gebe ein persönliches Beispiel: Ich habe jahrelang wegen meines alkohol- und drogenkranken Bruders Therapie gemacht und weil ich nicht wusste, wie ich mit meiner "Co-Abhängigkeit" umgehen sollte. Die Beziehung, die ich damals hatte, hat diese Therapie eher entlastet. Endlich hatte ich profesionelle Hilfe und Entlastung erhalten. Denn auch mein damaliger Partner war mit dem "Problemfall Bruder" total überlastet.
Dass "mit sich selbst klarkommen" ist - um mal mit Fontane zu sprechen - ein "sehr weites Feld" und insgesamt eine Lebensaufgabe. Aber mir ist natürlich klar, wie Du das meinst.An dieser Stelle trifft sicherlich der universelle Rat zu (den ich mir auch schon desöfteren anhören musste), dass man zunächst mit sich selbst klarkommen sollte, bevor man sich anderen Menschen in einer Beziehung zumutet. Die Auswirkungen auf den Partner sind in solchen Fällen beträchtlich.
Mir wäre aber z. B. ein Mann, der gerade geschieden ist und in einer Therapie die Scheidung aufarbeitet, lieber, als einer, der "einfach so" in den Alltag übergeht und sich eine neue Partnerin sucht ohne mögliche beträchtliche persönliche Probleme aufzuarbeiten. Dazu tendieren nämlich viele Männer (und auch Frauen). Und wundern sich dann, dass dieselben Probleme mit unterschiedlichen Menschen wieder auftauchen.
Es kommt natürlich auch darauf an, in welcher "Phase" der Therapie man(n) sich gerade befindet.
Ganz im Gegenteil: Wer Therapie gemacht hat, ist seinem Umfeld gegenüber meist deutlich reflektierter und selbstkritischer als der Rest! "Sowas" lernt man(n) nämlich in einer Therapie!Natürlich ist es kein ewiges Stigma, irgendwann mal eine Therapie gemacht zu haben.
Daher fördert - meiner Meinung nach - eine erfolgreich (!) absolvierte Therapie eher den Umgang miteinander!
Wie gesagt, in DIESEM Fall gebe ich Dir recht, das kann ich sehr gut verstehen!Nur wenn die Lage jetzt gerade ernst ist, dann will ich nicht den Ko-Therapeuten geben und am Ende selbst kaputtgehen.
Ich würde NIEMALS jemandem der gerade Therapie macht, dazu raten, dies dem "Objekt der Begierde" VÖLLIG zu verschweigen. Darum geht es ja nicht: Es geht nur um den richtigen Zeitpunkt. Und darum, dass man(n) es auch der falschen Person sagen kann.Möglicherweise sollten die betreffenden Personen schon aus Rücksicht auf andere von einer Beziehung absehen, bis sich die Lage gebessert hat oder potentielle Kandidaten zumindest vorwarnen, damit sie selbst entscheiden können, ob sie sich dem gewachsen fühlen. Das hier öfter vorgeschlagene Verschweigen halte ich für Schummelei.
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15.05.2007, 14:08
AW: K.O.-Kriterium Therapie?
@Fender
Lies mein späteres PostingUnd da denke ich eben, dass es automatisch zu UNSEREM Problem wird. Ich gebe zu, die einzige Person, die ich kenne, welche eine Therapie macht, war ein Mann, den eine gute Freundin angebracht hatte.
Stimmt nur bedingt: Meiner damaligen Beziehung hat es eher geholfen als geschadet, dass ich, wegen meines alkohol- und drogenkranken Bruders und der damit verbundenen Coabhängigkeit eine Therapie gemacht habe. Er war oft völlig überfordert, wie mit dem "Problem Bruder" umzugehen sei.
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15.05.2007, 14:19Inaktiver User
AW: K.O.-Kriterium Therapie?
Hast Du ein Problem damit? Du kennst nur einen einzigen Menschen in Therapie. Aber ich habe nicht den Eindruck, dass es für Dich ein Problem ist, Therapie generell als Kram abzutun.
Zitat von Fender
Und ich hoffe auch nicht, dass Deine Beziehung etwas damit zu tun hat. Denn dann hättest Du ein Problem, so wie Du es beschreibst.Das hat ja jetzt nichts mit meiner Beziehung zu tun, oder doch?!
Aber ich nehme an, Du hast Dir Deine Frau gesund und munter ausgesucht und sie ist ebenso gesund und munter.
Dementsprechend ist weder Deine Beziehung noch Du selbst betroffen.
Aber schön, dass Du Dir eine Meinung gebildet hast zu solch einem "Kram".
Nicht unbedingt. Oder doch. Natürlich. Immer wenn ich mit anderen Menschen zusammen sein will, muss ich Rücksicht nehmen. Du hast also recht.Das bedeutet doch ständige Rücksichtnahme.
nathaliethorGeändert von Inaktiver User (15.05.2007 um 14:23 Uhr)
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15.05.2007, 14:38
AW: K.O.-Kriterium Therapie?
Jetzt bin ich gerade nicht mehr sicher, welches Wort "Problem" wozu passt...
Zitat von Inaktiver User
Nein, mit der Kram-Abtuerei habe ich bisher kein Problem.
Es scheint aber ein Problem zu sein, wenn man das (ab)tut.
Weil Therapie ja eine wichtige und notwendige Erfahrung zu sein scheint...
Nicht ganz. Wie ich schon gelegentlich geschrieben habe.
Zitat von Inaktiver User
Lese ich hier heraus, dass man zu Themen, von denen man keine Ahnung hat, auch keine Meinung haben darf?
Zitat von Inaktiver User
Die Quantität der erforderlichen Rücksicht könnte unterschiedlich hoch sein...
Zitat von Inaktiver User
Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
Und andere Dinge, die man erraten muss.


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