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  1. Inaktiver User

    Frage Ein Problem "starker" Frauen - Selbstsicherheit nicht erwünscht?

    Hallo, gerade tauchte das Thema in einem anderen Strang auf und Kranich schlug vor daraus einen eigenen Strang zu machen da das Thema anscheinend nicht so selten ist:

    Ausgangssituation: selbstbewusste Frau, ihr Leben liebend, offen, evtl. sehr gut bezahlter Job, das Gröbste nach aussen im Griff (nobody is perfect) betört gerade deswegen Mann.

    Sooo eine hat er sich schon immer gewünscht. Menno, endlich mal `ne starke Frau. Nach "Beziehungsstart" beschleicht Frau das Gefühl, dass ihr Selbstbewusstsein nicht wirklich erwünscht ist, da dieses systematisch klein gemacht wird, ja Selbstzweifel initiiiert werden...

    Ich persönlich habe mir schon anhören müssen dass ein Mann Angst vor mir hatte, ich ein mann wäre (!!!) etc. Alles nur weil ich mich in meinem Job durchsetzen musste und dieses auch geschafft habe.
    Dazu sagen muss ich vielleicht, dass werter Herr da gerade nicht arbeitend zuhause sass und die Arbeit an sich auch nocht gerade erfunden hatte.

    Ist jetzt alles ein bisschen kurz, da ich gleich los muss, später mehr....
    Was ich meine / Euch frage:
    Ist das Neid / Eifersucht?
    Stecken da immer subtile Ängste des Mannes dahinter oder habt Ihr schon einmal das Gefühl gehabt dass Euch ein Mann wirklich klein machen wollte?

    Kranich hat dazu eine interessante Jäger / Beute Theorie die sie hoffentlich hier posten wird

    Würde mich freuen wenn wir hier konstruktiv Erfahrungen austauschen könnten.

    Bis später,

    Evi

  2. Inaktiver User

    AW: Ein Problem "starker" Frauen - Selbstsicherheit nicht erwünscht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Kranich hat dazu eine interessante Jäger / Beute Theorie die sie hoffentlich hier posten wird

    Würde mich freuen wenn wir hier konstruktiv Erfahrungen austauschen könnten.

    Bis später,

    Evi
    Oh je, Evisucher, Du bist ja gemein. Jetzt hat mich bestimmt bald keiner der hier rumsuchenden Männer mehr lieb.
    Aber ok, ist der Ruf erst ruiniert: Hier mein Statement aus dem anderen Strang - in der Farbe rot, denn das steht für Liebe :

    Ich sehe das nicht so negativ. Ich glaube auch immer noch an das Gute im Menschen und daran, dass niemand auf die Welt kommt, um anderen zu schaden - nicht einmal ein Mann

    Vielleicht gehören wir zu einer Generation, in der die grundsätzliche Ausrichtung von Mann und Frau so auf den Kopf gestellt wurde, dass wir erst einmal lernen müssen, damit umzugehen. Ich sehe mich auch nicht als Beute, die sich gerne jagen läßt, aber es ist eben Jahrtausende so gewesen. Das die Beute heute nicht mehr wie ein scheues Reh flüchtet, wenn der Jägersmann im Wald auftaucht, irritiert den Jäger natürlich. Das verstehe ich, auch wenn ich ihm da nicht helfen kann. Und allein das Stehenbleiben des Rehs und Blickkontakt mit dem Jäger aufnehmen, führt bei vielen Jägern schon zur Fassungslosigkeit. Und wenn das Reh dann auf den Jäger zugeht, ergreift der völlig konfus die Flucht.

    Zu Anderen lag es bis vor einigen Jahren in der angeblichen Natur des Menschen, dass die Frau den Mann anhimmelt. Das ging so auch Jahrtausende gut. Aber wahrscheinlich ist die Natur des Menschen so, dass sich Schwache an Starken ausrichten. Also können sich grundsätzlich und theoretisch auch Männer an Frauen ausrichten, sprich sie anhimmeln. Nur dann kommt wieder die Rolle des Jägers dazu. Ein schwacher Jäger will trotzdem die Beute erlegen. Wenn sie nicht wegläuft, keine Angst vor der Knarre zeigt, holt er eben Dynamit und sprengt den ganzen Wald in die Luft - dann hat er sein Ziel ja auch erreicht. Das Reh ist erlegt, der Jäger hat gewonnen, und die weiteren Schäden nimmt man(n) dann eben in Kauf.

    Das Spiel ist auch deswegen so gemein, weil der Jäger mit absoluter Sicherheit überzeugt ist, dass er Jäger war und es auch bleibt. Die Beute soll gefälligst auch in ihrer Rolle verharren und mitspielen, und wenn sie es nicht will, hat eben die Beute Pech gehabt. Dann wird sie nicht gejagt. Es gibt ja genug andere Beute, die noch unerfahren genug ist, und im richtigen Moment verschreckt wegrennt.


    Leider muss ich jetzt mal was für meine Selbstsicherheit tun und mich ins reale Leben stürzen. Aber weil ich meine Tage zu 99% mit Männern verbringe , werde ich mal nebenbei ein repräsentative Umfrage zu dem Thema machen.

  3. Inaktiver User

    AW: Ein Problem "starker" Frauen - Selbstsicherheit nicht erwünscht?

    Liebe Evi

    Ich denke, dass zahlreiche Männer eine Frau als feste Partnerin suchen, die sie anbetet und ihr eigenes Ego stärkt. Ist Dir schon mal aufgefallen, dass Männer oft eine Frau oder Freundin haben, die ein paar Jahre jünger und/oder schlechter ausgebildet ist? Dass ist ja dann wohl kaum ein Zufall...

    Eine ehemalige Arbeitskollegin und gute Freundin von mir musste sich z.B. an ihrem jetzigen Arbeitsplatz mal anhören, sie wirke auf ihre Kollegen arrogant. Dabei ist sie eine wundervolle Frau, die halt bloss klar und deutlich ihre Meinung sagt und fundierte Meinungen hat. Und meine Frau kennt das Problem auch, wenn frau eine Meinung hat und sie kundtut...

    Es ist halt einfacher, eine Frau/Freudin zu haben, die zu allem ja und amen sagt. Ob es auch interessanter und anregender ist, sei hier offen gelassen...

    Zu deinem Freund oder Ex-Freund: Dass es für ihn nicht sooooo toll war, wenn er arbeitslos ist und du arbeitest, kann ich nachvollziehen. Aber deswegen gleich Angst haben? Und dich als "Männin" titulieren?

    ?????

    Gruss, der Kobold

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    AW: Ein Problem "starker" Frauen - Selbstsicherheit nicht erwünscht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Liebe Evi

    Ich denke, dass zahlreiche Männer eine Frau als feste Partnerin suchen, die sie anbetet und ihr eigenes Ego stärkt. Ist Dir schon mal aufgefallen, dass Männer oft eine Frau oder Freundin haben, die ein paar Jahre jünger und/oder schlechter ausgebildet ist? Dass ist ja dann wohl kaum ein Zufall...

    Eine ehemalige Arbeitskollegin und gute Freundin von mir musste sich z.B. an ihrem jetzigen Arbeitsplatz mal anhören, sie wirke auf ihre Kollegen arrogant. Dabei ist sie eine wundervolle Frau, die halt bloss klar und deutlich ihre Meinung sagt und fundierte Meinungen hat. Und meine Frau kennt das Problem auch, wenn frau eine Meinung hat und sie kundtut...

    Es ist halt einfacher, eine Frau/Freudin zu haben, die zu allem ja und amen sagt. Ob es auch interessanter und anregender ist, sei hier offen gelassen...

    Zu deinem Freund oder Ex-Freund: Dass es für ihn nicht sooooo toll war, wenn er arbeitslos ist und du arbeitest, kann ich nachvollziehen. Aber deswegen gleich Angst haben? Und dich als "Männin" titulieren?

    ?????

    Gruss, der Kobold

    Dass Männer eher Frauen haben, die "unter" ihnen stehen, sagt auch die Statistik. Der Grund ist meiner Meinung nach folgender. Die meisten Paare lernen sich im Job kennen. Und dort ist es nun mal so, dass in höheren Positionen eher Männer vertreten sind. Frauen, die dort arbeiten, sind in niedrigeren Postionen angestellt - z.B. als Sekretärin. Oder die Kombi Arzt/Krankenschwester. Das liegt also eher an Gelegenheiten, die da sind und nicht an einer männlichen Natur, die Unterwürfigkeit verlangt.

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    AW: Ein Problem "starker" Frauen - Selbstsicherheit nicht erwünscht?

    Das ist ein sozialpsychologisches Phänomen. Tesser hat es in seiner Selbstwertherorie so erklärt (finde ich sehr logisch und klar - und betrifft nicht nur Männer sondern auch Frauen)

    Gehe einmal davon aus, dass es das Ziel jedes Menschen (sowohl des Mannes als auch der Frau) ist seinen Selbstwert zu stärken, bzw. zu erhöhen.

    Wenn man die eigene Leistung mit den Leistungen anderer Personen vergleicht (etwas was wir alle tun [müssen], bewußt oder unbewußt, Genauso wie uns klar ist, dass unsere Leistungen von anderen verglichen werden), so kann das den Selbstwert erhöhen oder senken.

    Ob nun eine Selbstwerterhöhung oder –senkung eintritt hängt von drei Variablen ab.
    Von der Art der "Leistung" (was ist es? Arbeit? Schönheit? Eloquenz? Liebesnwürdigkeit? Sportliches Talent?),
    von der psychologischen Nähe zur Vergleichsperson (Vater? Bruder? Oder Bill Clinton?)
    und von der persönlichen Wichtigkeit der Leistung mit der man sich vergleicht. (z.B. Ein Geschäftsmann A ist gut befreundet mit einem berühmten Pianisten B. Dadurch steigt der Selbstwert von A. Wenn aber ein guter Freund von A ein guter Geschäftsmann C ist, und C besser ist als A, dann sinkt von A der Selbstwert. In beiden Fällen ist die Leistung größer als von A. B ist aber auf einer anderen Dimension als A und deswegen ist es für A irrelevant. B ist auf einer relevanten Dimension.)

    Um den Selbstwert zu erhalten versucht man nun die Variablen so zu verändern, dass keine Selbstwertminderung auftritt. Falls doch eine Selbstwertminderung aufgetreten ist, kann man diese auf verschieden Arten wieder Rückgängig machen:

    * Man kann die eigene Leistung steigern um besser zu werden als die Vergleichsperson.
    * Man kann die Tätigkeit der Vergleichsperson stören und behindern, damit dieser schlechter wird.
    * Man kann die psychologische Nähe zu ihr verhindern.
    * Oder man kann sein Selbstbild ändern und die Dimension, in der man übertroffen wurde aus der Selbstdefinition entfernen. In diesem Fall wird aus dem Vergleichsprozess ein Reflexionsprozess und man will die psychologische Nähe noch vergrößern. Jede Variable kann sowohl Ursache als auch Wirkung sein und somit beeinflussen sich alle Variable gegenseitig.


    -> Je näher der Mann der Frau kommt (also je größer die psychologische Nähe ist) desto mehr beeinflußt ihr beruflicher Erfolg (für Männer eine sehr relavante Dimension) sein Selbstwertgefühl -> Er tut alles um es wieder zu stärken (versucht ihr Steine in den Weg zu legen, sie schlecht zu machen, oder die psychologische Nähe zu ihr zu verringern)

    -> Die einzige Möglichkeit dies zu äneren wäre ein Selbstreflexionsprozess und somit eine Selbstbildänderung des Mannes - ein Mann aus dessem Selbstbild der berufliche Erfolg allerdings verschwunden ist, hat bei Frauen zumeist auch keinen großen Auftrag

    Das ganze ist also ziemlich verzwickt.

    Früher war es einfacher: Beruflich erfolgreicher Mann heiratet hübsche Frau die eine perfekte Gastgeberin und Hausfrau ist - Die Aufgaben waren klar geteilt und man kam sich nicht ins Gehege -> Wie bei Geschäftsmann A und C - heute ist es eher A und B.....
    Vergiß die Nadel - Nimm den Heuhaufen

  6. Inaktiver User

    AW: Ein Problem "starker" Frauen - Selbstsicherheit nicht erwünscht?

    Zitat Zitat von sonnenblume_25
    Dass Männer eher Frauen haben, die "unter" ihnen stehen, sagt auch die Statistik. Der Grund ist meiner Meinung nach folgender. Die meisten Paare lernen sich im Job kennen. Und dort ist es nun mal so, dass in höheren Positionen eher Männer vertreten sind. Frauen, die dort arbeiten, sind in niedrigeren Postionen angestellt - z.B. als Sekretärin. Oder die Kombi Arzt/Krankenschwester. Das liegt also eher an Gelegenheiten, die da sind und nicht an einer männlichen Natur, die Unterwürfigkeit verlangt.
    Natürlich hat es z.T. auch damit zu tun. Aber dies wiederspiegelt ja auch nur wieder, dass Männer eben Mühe mit sog. starken Frauen haben.

    Es geht jedoch noch weiter: Männer suchen sich oft auch bewusst Frauen, die bildungsmässig unter ihnen stehen. So gibt es z.B. bei uns im Dorf viele Männer, die mit Frauen zusammen sind, die schlichtweg schlechter qualifiziert sind.

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    AW: Ein Problem "starker" Frauen - Selbstsicherheit nicht erwünscht?

    g

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    AW: Ein Problem "starker" Frauen - Selbstsicherheit nicht erwünscht?

    Ganz so einfach ist es nicht. Die meisten Menschen suchen sich nicht bewusst jmd aus. Es sind viele Faktoren die eine Rolle spielen. In einem Dorf ist es z.B. wahrscheinlich, dass man dort Frauen trifft, die eher eine Ausbildung haben oder gar keine als Akademikerinnen - eben weil es Letztere schon wegen des Studiums oder Jobs in eine Großstadt zieht. Gerade in traditionellen Betrieben ist es aber so, dass die Söhne ins Dorf zurückkehren um den väterlichen Betrieb zu übernehmen. WEr bleibt denen also noch übrig? Die Frauen die ohnehin schon im Dorf gelebt haben. Zudem sind ländliche Strukturen traditioneller geprägt als die Großstadt.


    Es sind also eher die Gelegenheitsstrukturen die die Entscheidung mitbestimmen. Und wenn Bildung für einen Mann so selbstverständlich ist wie Essen und Trinken, dann wird er sich für eine Frau entscheiden, die eher auf seiner intelektuellen Ebene ist. Bei Männern, die erstmals den Zugang zur Bildung erhalten haben, sieht es vermutlich anders aus, da sie sich trotz guter formeller Qualifikation privat in einfacheren Kreisen bewegen.
    Geändert von sonnenblume_25 (07.05.2007 um 14:12 Uhr)

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    AW: Ein Problem "starker" Frauen - Selbstsicherheit nicht erwünscht?

    Ein Phänomen was ich in meinem Leben schon öfters hatte und das langsam keinen Spass mehr macht.

    Zumal sich die Männer auch nicht immer gleich "enttarnen" und oft einen auf verkappten Macho o.ä machen um ja nicht aufzufallen.

    Die Leben dann mit und ziehen von der stärke der Frau bis sie soweit ausgelutscht ist das sie oft nur noch machen was die "Herren" wollen und das bis der selbsterhaltungstrieb dann endlich wieder funzt und Frau geht.
    Machen sich, wie mein letzter, einen Sport darauss solange die richtigen Psychoknöpfchen zu suchen und zu finden, bis ich da war wo er mich wollte :(

    Edit: Woher das kommt und voran das liegt, ist mir eigentlich völlig schnuppe. Ändern kann ich eh nicht viel dran, nur hoffen das mir so einer nie wieder über den Weg läuft.
    .
    „Leben ist das, was uns zustößt,
    während wir uns etwas ganz anderes
    vorgenommen haben..“
    . Henry Miller
    *********************************

    LG Sun

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    AW: Ein Problem "starker" Frauen - Selbstsicherheit nicht erwünscht?

    @ente:

    Es geht ja um den Vergleich von sozialen Gruppen, die sich nahe stehen und nicht von Individuen, denn dann dürfte es z.B keine Freunschaften geben zwischen Menschen, die ähnlich gebildet sind. Man müsste also erstmal schauen ob Geschlecht als soziale Gruppe definiert werden kann oder ob man durch Geburt, Bildung etc. zu einer sozialen Gruppe gehört.

    Zudem ist es fraglich, dass Mann sich mit einer Frau vergleicht. Ich denke dass er sich mit einem Mann vergleichen würde. Aber wie gesagt. Es ist nur eine Theorie von vielen.
    Geändert von sonnenblume_25 (07.05.2007 um 14:31 Uhr)

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