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    AW: Ein Problem "starker" Frauen - Selbstsicherheit nicht erwünscht?

    Zitat Zitat von SkyWalker
    ...Finde ich auch völlig legitim, übrigens. Immerhin hat die 'alte' Rollenverteilung gesamtgesellschaftlich gesehen sehr lange sehr gut funktioniert.
    Stimmt...zumindest bis zur Scheidung!
    Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert. Albert Einstein

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    AW: Ein Problem "starker" Frauen - Selbstsicherheit nicht erwünscht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Mir gefällt diese Berufs- und wer-sich-wen-aussucht-Geschichte auch nicht, da sie impliziert dass bspw. Arzthelferinnen keine starken Frauen sind.

    Mir geht es hier um wirkliche innere Stärke.
    Gut!

    Aber "Stärke" ist doch auch was Relatives, oder?
    Es gibt doch nicht "stark" und "schwach" als digitale Zustände, sondern auch "stärker als", "schwächer als".
    Und dann das noch in den verschiedenen Lebensbereichen.

    Die Arzthelferin kann doch um vieles stärker sein, als der Chefarzt. Sind die meisten glaube ich auch, denn in Pflegeberufen muss man doch stark sein, oder? Käme der Arzt mit einem Krebspatienten klar, oder haut der einfach die Diagnose hin und verpisst sich dann? Was ist stärker?

    Es könnte doch auch passieren, dass eine Frau die im Beruf stark ist (stark sein muss) im privaten eher "schwach" sein möchte. Da soll dann ein anderer die "Führung" übernehmen!??

    Hat nicht auch mal eine starke Frau schwache Phasen? Und andersrum? Das gleiche gilt natürlich auch mit den umgekehrten Geschlechterrollen. Ich stelle mir eine gute Beziehung irgendwie dynamisch vor, dass man sich gegenseitig ergänzt.
    Wenn ein Part natürlich immer und überall stark sein will (oder muss), dann wirds irgendwann kritisch werden.
    Und das frage ich mich, wenn ich hier so von den Männern reden, die Stärke vortäuschen (auf die starke Frauen immer wieder "hereinfallen): Ist das Problem vielleicht nicht der Mann, der nicht mit der starken Frau umgehen kann, sondern eher, dass der Mann der das könnte nicht geeignet ist auch mal die Stärke hat temporär die "Führung" zu übernehmen, anders gesagt, die Schulter bieten kann, dass die starke Frau auch mal schwach sein darf?
    Oder dass die starke Frau sich selbst überhaupt zugesteht auch mal "schwach" sein zu dürfen?

    Achja... jetzt redet mal wieder der Blinde vom Licht. Ich glaube ich sollte einfach mal wirklich starke Menschen kennen, nicht nur welche die stark spielen. In meinem Umfeld sind nämlich alle irgendwie stark und gleichzeitig auch schwach. Ideal halt ich, wenn sich da ein Paar ergänzt. Und das dann auch noch zeitlich harmonich.

    Gruß

    Matthias

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    AW: Ein Problem "starker" Frauen - Selbstsicherheit nicht erwünscht?

    @ Ente

    Die Theorie von Tesser klingt ziemlich logisch.

    Wobei es ein Problem ist, wenn Männer ihr eigenes Selbstwertgefühl zu sehr über den Beruf definieren. Das sind die Männer, die am wenigsten eine „Konkurrentin“ als Partnerin aushalten können, weil ihr Erfolg dem seinen immer wieder gefährlich zu werden droht, vor allem wenn er sowieso schon von seinem Charakter her sehr wettbewerbsorientiert ist.

    Das sind auch die Männer, die mit Arbeitslosigkeit oder Pensionierung schlecht fertig werden, weil der beruflich erfolgreiche Macher die wesentlichste Stütze ihres Selbstwertgefühls ist. Aber dadurch, dass Männer durch Vollzeitmutterschaft immer wieder in die Rolle des Alleinverdieners gedrängt werden, kann man es ihnen nicht verargen, wenn sie sich so sehr über den Beruf definieren. Es soll natürlich nicht verschwiegen werden, dass beruflicher Erfolg auch Macht & Geld mit sich bringt, was die meisten Männer durchaus zu schätzen wissen.

    Und Wettbewerbsorientierung wird ja in unserer Wirtschaft sehr gefördert: Wir alle werden doch ständig dazu animiert, uns mit anderen zu messen und zu vergleichen. Die Gelassenheit, sich selbst und jemanden so sein zu lassen, wie man ist, fehlt sehr häufig und sorgt für große Unzufriedenheit und Disharmonie zwischen Partnern, Freunden und Verwandten.



    @ Jalinda
    Jeder, der sich einen Partner sucht, mit dem ein Machtungleichgewicht herrscht, hat Probleme mit seinem Selbst. Sowohl Männer, die sich "Uschis" suchen, als auch Frauen, die einen Partner brauchen, der etwas darstellt und zu dem sie aufschauen können, da sie selbst nicht viel bieten können.
    Hervorragend auf den Punkt gebracht! Ist leider ein weit verbreitetes Phänomen.
    Geändert von Latona (07.05.2007 um 20:12 Uhr)
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

  4. Inaktiver User

    AW: Ein Problem "starker" Frauen - Selbstsicherheit nicht erwünscht?

    Zitat Zitat von Latona
    Aber dadurch, dass Männer durch Vollzeitmutterschaft immer wieder in die Rolle des Alleinverdieners gedrängt werden, kann man es ihnen nicht verargen, wenn sie sich so sehr über den Beruf definieren. Es soll natürlich nicht verschwiegen werden, dass beruflicher Erfolg auch Macht & Geld mit sich bringt, was die meisten Männer durchaus zu schätzen wissen.
    ...und Frauen die sich selber als stark einschätzen auch!
    Hilly

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    AW: Ein Problem "starker" Frauen - Selbstsicherheit nicht erwünscht?

    Matze find ich klasse !

  6. Inaktiver User

    AW: Ein Problem "starker" Frauen - Selbstsicherheit nicht erwünscht?

    Zitat Zitat von Matze133
    ???
    Wo hab ich denn auch nur annähernd derartiges geschrieben?
    Dass du das da rein interpretierst lässt aber tief blicken.



    Ich kenne sie nicht, hab das auch gar nicht auf eine bestimmte Person bezogen.



    Natürlich nicht! Kam es wirklich so rüber als wolle ich einen Geschlechterkampf anzetteln?
    Ich wollte nur verdeutlichen, dass "Pseudostärke" recht anstrengend sein kann, und die Selbstsicherheit auf sehr tönernen Füßen stehen kann.

    Vor kurzem im Supermarkt: Ich stehe mit meiner Freundin am Leergutautomaten. Sie füttert den mit leeren Flaschen. Die Anzeige zeigt irgendwas an, was sie nicht sofort nachvollziehen kann und fängt mit mir an darüber zu diskutieren. Hinter uns warten mehrere Leute, werden schon ungeduldig. Die Kundin nach uns bemerkt spitz, dass wir das doch bitte neben dem Automat ausdiskutieren sollen (was ich gut verstehen kann). Der Automat meint auch, dass es zu lange dauert und spuckt deshalb den Bon aus, ohne den Knopf gedrückt zu haben. Meine Freundin fängt derweil mit der Kundin hinter uns Streit an.

    Später im Kaufhaus bricht sie plötzlich in Tränen aus. Es stellt sich heraus, dass sie glaubt sich immer umherschubsen zu lassen und nicht "stark" genug zu sein. Sie hätte eine Ausstrahung, dass alle in ihr ein leichtes Opfer sehen, an dem sie ihre Launen auslassen können und daran will sie arbeiten. Das sehe ich gar nicht so, ganz im Gegenteil. Als ich das sage und auch, dass da eine Zerverei am Leergutautomaten anzufangen aber der falsche Weg sei, denn bei solchen Verbalschlachten "gewinnt" meist der, der unverschämter wird. "Das ist Kindergartenniveau."
    Boah, das war ein Fehler, das so zu sagen, jetzt war ich derjenige, demgegenüber sie Stärke bewies. "Du hälst mich also auch für ein Kindergartenkind!?? Hau doch ab!"

    Solche Begebenheiten gab es ein paar Mal... und ich Depp bin immer in den Fettnapf getappt. Ich glaube aber, dass es in solchen Situaionen völlig egal gewesen wäre was ich getan hätte, es wäre immer so ausgelegt worden, dass ich derbin, der mit einer "starken Frau" nicht klar kommt.

    Daher meine These mit der Pseudostärke: Frau möchte zwar selbst stark sein, braucht dazu aber Unterstützung. Diese darf aber keinesfalls als solche erkennbar sein.

    Gruß

    Matthias, der befürchtet, dass Zickerei oft mit Stärke verwechselt wird. Und das meine ich ganz allgemein, nicht auf einen speziellen Fall (hier) bezogen.

    Also Matze du hast nicht klug reagiert. Wenn ich mich aufrege, dann muss ich Dampf ablassen ok, egal bei wem. Da bin ich nicht gerecht oder einfühlsam oder sonstwas, ich bin einfach wütend und die Wut muss raus.

    So geht es wohl auch deiner emotionalen Freundin. Das hat nichts mit dir zu tun und beschwichtigen bringt auch nichts. Lass sie ihre Wut austoben. Sie braucht das!

    Lass ihr doch ihre 5 Minuten. Sie beruhigt sich dann schon. Oder klär das einfach mit den Leuten hinter dir am Automat ab. Übernimm du die Situation und nicht nebendran stehen und zugucken.

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    AW: Ein Problem "starker" Frauen - Selbstsicherheit nicht erwünscht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich geb`dir Recht und behaupte auch mal platt, dass die Jüngeren einfach auch besser aussehen. Denn solche Männer brauchen dann ja auch eher was was im Freundeskreis wie der Porsche angeglotzt wird und nicht so sehr die inneren Werte. oder?

    Und die jüngere Frau legt natürlich keinen Wert darauf vorgezeigt zu werden und hat sich auch nur aus Versehen von dem Angeber zur Ehe überreden lassen?

    Alles was Recht ist, die haben alle ihren seelischen oder finanziellen Gewinn. Mach dir nichts vor.

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    AW: Ein Problem "starker" Frauen - Selbstsicherheit nicht erwünscht?

    Das Problem sehe ich oft auch darin, dass Stärke gerne mit Dominanz gleichgesetzt wird.
    Was mir hier sicherlich niemand abnimmt, aber im Berufsleben gelte ich als dominant! Wird es schwierig, so komme ich mit der Verbalkeule! Der damit verbundene Leistungsdruck ist allerdings auch ansteigend...

    Eine im Beruf starke Frau kann deswegen privat immer noch "anlehnungsbedürftig" sein, ein "schwaches" Mädchen. Wobei Emotionalität nicht gleichbedeutend mit Schwäche sein muss.

    Gibt es tatsächlich Menschen, die nur und immer stark sind? Wieso sollte Selbstsicherheit nicht erwünscht sein? Wer damit Probleme hat, der könnte u. U. ein eigenes Problem haben - Minderwertigkeitskomplexe vielleicht?

    Selbstsicherheit gefällt mir, da ich sie mit Ehrlichkeit auf eine Stufe setze. Jemand, der nicht so selbstsicher ist und mir mit "ja, vielleicht, evtl." kommt - mit dem kann und will ich auch nix mehr anfangen.
    Und wenn mir einer kommt und sagt: Ach Bienie, Du bist soo stark....dann leuchtet bei mir mittlerweile ein rotes Warnsignal!
    Ups, ich merke gerade, dass so ein alter Wutpegel in mir aufsteigt...

    Ach ja, das mit der Eroberung einer "starken" Frau, das kommt mir auch bekannt vor. Solange sie blockt, ist sie interessant, aber wenn sie sich als normale Frau herausstellt, dann wird sie langweilig...

    Sorry! Das ist lediglich MEINE Erfahrung! Damit möchte ich ganz sicher nicht alle Männer über einen Kamm scheren.

    Gruß Bienie
    Tanzen ist wie träumen - nur mit den Füßen
    22.06.06 "Bienie" , 04.04.11 "King" , 24.05.17 "Raica" 29.09.21 "Pirry"

  9. Inaktiver User

    AW: Ein Problem "starker" Frauen - Selbstsicherheit nicht erwünscht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich spreche hier aber von wirklich starken Frauen die auf pseudostarke Männer treffen und dann ein Problem haben.
    Ich muss mich hier leider erstmal durcharbeiten..... Daher meine Antworten in "Häppchen".

    Sorry, dass ich hier jetzt mal gegen die eigene Fraktion reden muss. Aber ich habe noch keine wirklich starke Frau erlebt - nicht im Berufsleben, nicht im Privatleben. Es gibt reihenweise stark auftretende Frauen, die - wenn man an der Oberfläche kratzt - ganz schnell nicht mehr so stark sind. Das dann die Selbstsicherheit beim erst besten Lover dahin ist, ist kein Wunder. Frage ist nur, was ist Wirkung, was ist Ursache? Ist der neue Lover es schuld, wenn Frau relativ schnell als wenig selbstsicher enttarnt wird.? Möglicherweise ist ja der neue Lover dann auch relativ schnell überfordert mit der Situaiton. Er suchte eine starke und selbstsichere Frau und bekam ein mäßige Schauspielerin (um nicht zu sagen Betrügerin - sorry dafür). Also rächt er sich für die Täuschung durch Liebesentzug, denn damit enttarnt man jede vorgetäuschte Stärke.

    Und jetzt lese ich erstmal weiter

  10. Inaktiver User

    AW: Ein Problem "starker" Frauen - Selbstsicherheit nicht erwünscht?

    Irgendwie sind schon wieder soviele Klischees hier im Umlauf.

    Wobei ich eines rauslese:

    Jemanden, der einem Theater vorspielt (die starke Frau, die eigentlich schwach ist, der starke Mann, der eigentlich ein Weichei ist...), will man nicht in einer Beziehung haben.

    Dieses "Theater" muss noch nichtmal gewollt sein. Ich kenne auch in meinem Bekanntenkreis solche Beispiele. Für diese Personen ist es schwierig einen Partner zu finden.

    Ich kenne z.B. eine Frau, die sozusagen als "starke" Frau gilt. Groß, schlagfertig, intelligent, wort- und sprachgewandt etc.

    Sie strahlt nach außen Arroganz und Selbstbewußtsein. Innerlich sieht es bei ihr ganz anders aus. Da ist ein kleines, sensibeles Mädchen, auf der Suche nach der großen Liebe.

    Und genau das beschreibt die hiergenannte Problematik. Da lernt man die Person als stark kennen und in der Beziehung entpuppt sie sich als was anderes.

    Zudem finde ich Personen stärker, die auch zu ihren Schwächen stehen und garkein Theater brauchen, sondern die gerade ihre verletztliche Seite zeigen können.

    Ich glaube nicht, dass Frauen stark sein müssen. Wer verlangt denn das von ihnen?

    Ich glaube eher, Männer müssen stark sein, weil viele Frauen das Klischee vom unerschütterlichen Mann im Kopf haben.

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