Es ist tatsächlich auch meiner Meinung nach kein Zufall.Zitat von Inaktiver User
Ich begründe dieses Phänomen aber gerade andersrum: Frauen orientieren sich nach "oben".... ;-)
Natürlich kommt es auch auf die Art an, wie Mann/Frau seine Meinung kund tut...Eine ehemalige Arbeitskollegin und gute Freundin von mir musste sich z.B. an ihrem jetzigen Arbeitsplatz mal anhören, sie wirke auf ihre Kollegen arrogant. Dabei ist sie eine wundervolle Frau, die halt bloss klar und deutlich ihre Meinung sagt und fundierte Meinungen hat. Und meine Frau kennt das Problem auch, wenn frau eine Meinung hat und sie kundtut...
Stimmt so aber auch nicht immer!Es ist halt einfacher, eine Frau/Freudin zu haben, die zu allem ja und amen sagt. Ob es auch interessanter und anregender ist, sei hier offen gelassen...
Meine - bisher einzige - Freundin ist/war so eine (nach außen hin) starke Frau. Innerlich war sie aber ein kleines zartes Mädchen. Wenn sie dann ihren Standpunkt vertreten hat/wollte, schaltete sie (aus Unsicherheit?) recht schnell auf stur. Und das kommt bisweislen sehr arrogant rüber, wenn Frau "stark" sein will, in Wirklichkeit aber diese Stärke mit Machtkampf verwechselt und dabei nur ihren Kopf durchsetzen will.
Tatsächlich ist diese Art dann sehr nervenaufreibend. Nicht, weil Mann mit einer starken Frau nichts anfangen kann werden solche Frauen dann gemieden, sondern weil es sich nicht um "echte" Stärke handelt. Gegen Windmühlenflügel zu kämpfen ist nämlich ganz schön anstrengend auf Dauer und macht keinen Spaß.
Es gab da in meiner Beziehung ein paar Erlebnisse, da wusste ich nicht wie mir geschah. In einem Satz wurde um Rat gefragt, im nächsten dann kritisiert, ich solle sie nicht bevormunden, wenn ich meine Sicht der Dinge dargelegt habe und zu etwas geraten habe...
Natürlich kann auch Neid eine Rolle spielen. Sicher sogar in der Mehrheit solcher Fälle.Zu deinem Freund oder Ex-Freund: Dass es für ihn nicht sooooo toll war, wenn er arbeitslos ist und du arbeitest, kann ich nachvollziehen. Aber deswegen gleich Angst haben? Und dich als "Männin" titulieren?
Ich wollte nur sagen, dass nicht alle Frauen die sich selbst als "stark" bezeichnen dies auch wirklich sind.
Was auch noch zum Tragen kommen könnte: lässt die "starke" Frau den Mann dann spüren (Frauen können das ja sehr subtil machen), dass sie ihn für einen Waschlappen hält? Wenn Frau dann in die Rolle des Paschas schlüpft, kann es natürlich schon sein, dass da ein Machtkampf entsteht...
Gruß
Matthias, der eine starken Frau haben möchte, aber keine dominante ;-) (Wasch mich, aber mach mich nicht nass!)
Antworten
Ergebnis 11 bis 20 von 89
-
07.05.2007, 14:37
AW: Ein Problem "starker" Frauen - Selbstsicherheit nicht erwünscht?
-
07.05.2007, 14:40
AW: Ein Problem "starker" Frauen - Selbstsicherheit nicht erwünscht?
Hallo Evi,
Ich hab auch manchmal das Gefühl, ich sollte mich in ein hilfloses Weibchen verwandeln. Aber andererseits bin ich eben so wie ich bin und wenn ich einen Mann hilflos mit dem Computer oder der berühmten Programmierung des Videorecorders fummeln sehe, kann ich nicht anders als ihm da unter die Arme zu greifen. Meine Nägel hau ich auch alle selber in die Wand, mein Motorrad habe ich schon selber repariert und ich habe auch im Job gelernt, mich durchzusetzen.
Meine Erfahrung ist, daß man als starke Frau gerne mal "schwächere" Männer anzieht, die glauben in so einer Frau einen klasse Mama-Ersatz zu finden. Endlich mal eine Frau, die ihnen sagt, was sie anziehen sollen und welchen Belag sie aufs Pausenbrot kriegen. Bäh. Ich bin zwar selber "stark", liebe aber Männer, die es ebenso sind. Ein wirklich starker Mann hat auch kein Problem mit einer starken Frau. Und ich brauche einen Mann ja auch nicht, um mir einen Nagel in die Wand zu hauen sondern einfach als Partner, Liebhaber, Stütze, Kumpel und alles was ein Paar so ausmacht.
Ich denke, Männer die ein Problem mit einer selbstständigen, gebildeten, erfolgreichen Frau haben, haben ein komisches Selbstbild und ziehen ihre Daseinsberechtigung und das Selbstwertgefühl aus solchen oberflächlich "männlichen" Aktionen wie eben Sachen tragen, Dinge reparieren, regeln und beschützen. Dabei haben (gute) Männer doch so viele andere Qualitäten und ich schätze sie für so viele Dinge, die alle nichts mit dem Nagel in der Wand zu tun haben.
Naja. Du bist wie Du bist und entweder findste des Deggelsche oder eben nicht. Aber sich verstellen bringt auch nix!
Gruß
wearitwell------------------------------------------
Während man auf den Richtigen wartet, kann man viel Spass mit den Falschen haben.
-
07.05.2007, 14:42Inaktiver User
AW: Ein Problem "starker" Frauen - Selbstsicherheit nicht erwünscht?
Also, ich nehme doch an, dass sich die Leute einigermassen bewusst ihre Partner aussuchen und nicht einfach den oder die Erstbeste heiraten. Obwohl manchmal...
Zitat von sonnenblume_25
Psychologisch ist es natürlich so, dass ein Mann sich nicht bewusst, aber sehr wohl UNTERBEWUSST oft eine Frau sucht, die eine weniger gute Ausbildung hat. Das ist ihm dann vielleicht so bloss mehr oder weniger bewusst, aber GEWÄHLT ist diese Entscheidung ganz klar und kein Zufallsprodukt.
Ausserdem geht es nicht um Akademiker oder Nicht-Akademiker. Es geht darum, ob sich ein Mann innerhalb seiner - sagen wir mal - sozialen Schicht eine Frau sucht, die eine gleichwertige Ausbildung hat oder nicht. Dass z.B. ein Arzt nicht unbedingt eine Supermarktkassiererin heiratet ist ja naheliegend.
Und natürlich suche ich mir auch eine Frau, mit der ich intellektuell auf derselben Stufe bin. Aber ich kann mir als Arzt ja eben die Arztgehilfin nehmen oder die Arztkollegin...
-
07.05.2007, 14:47
AW: Ein Problem "starker" Frauen - Selbstsicherheit nicht erwünscht?
Wie kommst du darauf, dass es um den Vergleich sozialer Gruppen geht (da wären wir dann ja eher bei der Soziologie)
Zitat von sonnenblume_25
Nein, es geht um den Vergleich von Individuen - oder glaubst Du dass soziale Gruppen einen gemeinsamen Selbstwert haben?die sich nahe stehen und nicht von Individuen,
Die Frage ist - wie viel psychische Nähe gibt es zwischen diesesen Menschen.... und nicht wenige Freundschaften zerbrechen, wenn einer von beiden plötzlich der "Überflieger" wird.denn dann dürfte es z.B keine Freunschaften geben zwischen Menschen, die ähnlich gebildet sind.
Nochmal: Das hat nichst mit der Selbstwerttheorie zu tun, da geht es um Individuen nicht um Gruppen (das wäre dann ja, wie schon gesagt Soziologie und damit etwas ganz anderes)Man müsste also erstmal schauen ob Geschlecht als soziale Gruppe definiert werden kann oder ob man durch Geburt, Bildung etc. zu einer sozialen Gruppe gehört.
Natürlich tut er das ... Wenn er die Frau ernst nimmt, sehr wohl - und im Job, wird er heute auch mit Frauen verglichen, das ist ja das Problem....Zudem ist es fraglich, dass Mann sich mit einer Frau vergleicht.
Der Mensch vergleicht sich mit "allen" anderen Menschen - du vergleichst dich doch, z.B. im Studium auch nicht nur mit Frauen (und wirst auch nicht nur mit Frauen verglichen)Ich denke dass er sich mit einem Mann vergleichen würde. Aber wie gesagt. Es ist nur eine Theorie von vielen.
Und Menschen die Dir (deutlich) überlegen sind, verunsicher dich doch auch, wenn sie Dir nahe kommen, oder etwa nicht?Vergiß die Nadel - Nimm den Heuhaufen
-
07.05.2007, 14:51Inaktiver User
AW: Ein Problem "starker" Frauen - Selbstsicherheit nicht erwünscht?
Frauen bumsen sich hoch, oder wie soll ich das verstehen?
Zitat von Matze133
Auf die Art kommt es auch bei Männern an. Ausserdem ist die besagte Kollegin eine sehr liebenswerte Person...
Zitat von Matze133
Ach nee, Männer tragen keine Machtkämpfe aus. Sie äussern ihre Meinung immer rein sachlich und versuchen nie andere einzuschüchtern oder Machtpositionen zu zementieren...
Zitat von Matze133
-
07.05.2007, 14:54
AW: Ein Problem "starker" Frauen - Selbstsicherheit nicht erwünscht?
Das Spiel ist auch deswegen so gemein, weil der Jäger mit absoluter Sicherheit überzeugt ist, dass er Jäger war und es auch bleibt. Die Beute soll gefälligst auch in ihrer Rolle verharren und mitspielen, und wenn sie es nicht will, hat eben die Beute Pech gehabt. Dann wird sie nicht gejagt. Es gibt ja genug andere Beute, die noch unerfahren genug ist, und im richtigen Moment verschreckt wegrennt.
das geht genau in die Richtung, die mir schon lange verdächtig realistisch erscheint: ein Mann bleibt so wie er ist, an dem kannst du nichts ändern.
wenn du einen "guten" erwischst, dann bleibt es dabei und ein "schlechter" bleibt eben ein schlechter.
das sieht man hier auch an den vielen vergeblichen Bemühungen völlig erschöpfter Wesen aus der weiblichen Fraktion.
-
07.05.2007, 14:56Inaktiver User
AW: Ein Problem "starker" Frauen - Selbstsicherheit nicht erwünscht?
Suche starke, sebstbewusste Frau mit eigenem nicht gerade geringem Einkommen.
Biete Treue, Hausfrauliche Tätigkeiten, Liebhaberqualitäten.
Ich erkläre mich bereit, während Deiner Abwesenheit das Haus und die Kinder zu hüten.
Zu kochen, zu waschen, zu bügeln, den Garten und den Hund zu versorgen.
Nur ein kleines Taschengeld erbitte ich für mich.
Wo bist Du? Melde Dich!
-
07.05.2007, 15:07
AW: Ein Problem "starker" Frauen - Selbstsicherheit nicht erwünscht?
Zitat von Ente
Stimmt, ich vergleiche mich mit anderen Menschen, aber ein innerer Konkurrenzkampf entseht bei mir nur innerhalb des weiblichen Geschlechts. Das heißt, wenn ich eine Frau sehe, die besser aussieht oder einen einen attraktiven Partner hat, dann hat das schon einen Einfluss auf mein Selbstwertgefühl.
Aber das tritt nicht ein, wenn ich einen attraktiven Mann sehe, weil ich mich nicht mit ihm vergleiche. Aber was den Beruf angeht, dann schon...
Und bei allen Asichten hier dürfen wir die emotionale Dimension nicht vergessen... Womit wir dann bei der Psychologie wären;-)Geändert von sonnenblume_25 (07.05.2007 um 15:14 Uhr)
-
07.05.2007, 15:11Inaktiver User
AW: Ein Problem "starker" Frauen - Selbstsicherheit nicht erwünscht?
Aber will ich als Frau denn jemanden lieben, der mich versucht klein zu machen? Aus welchen Gründen auch immer?
In einer Beziehung - und so lebe ich meine - erwarte ich von meinem Partner, daß er mit mir auf Augenhöhe ist und sich zusammen mit mir Entwickelt. Jeder von uns sich weiter entwickelt - das Erfolg des Anderen erwünscht ist und ich mich mitfreuen kann genau wie im umgekehrten Fall.
Einen Mann zu haben, der mich kleinhalten muß um besser da zu stehen - ist in meinen Augen kein Partner.
eine starke Frau braucht natürlich einen adäquaten Partner sonst wird kein Schuh draus.
Lilie
-
07.05.2007, 15:15
AW: Ein Problem "starker" Frauen - Selbstsicherheit nicht erwünscht?
Ich bin etwas überrascht, dass sich deiner Meinung nach Frauen einfach "nehmen" lassen, wie eine Tüte Schokolade im Regal.
Zitat von Inaktiver User
Es gehören immer zwei dazu. Die Frau wird schon wissen was sie von dem Mann will.
Matze hat das gut beschrieben.
Bevor man aus Begriffen wie "stark" Schlussfolgerungen ableitet, sollte man wissen, ob man von der gleichen Sache redet.
Ob der aktive Teil nach oben oder unten auf der sozialen Leiter heiratet muss man am Einzelfall betrachten.
Fällt mir Frau Fröhlich ein:
Charlotte Fröhlich (65)
Als junge Frau, das klingt jetzt schrecklich, wollte ich auf Jeden Fall einen Mann, der erfolgreich sein würde. Wissen Sie, bevor ich meinen ersten Mann kennen lernte, war ich in einer größeren Gruppe. Man traf sich an einer Empore und wenn man da oben hin verschwand, dann küsste man sich dort. Und da hat mich ein junger Mann aufgefordert und sagte: „Komm, wir gehen da hoch“. Ich hab sofort gefragt: „Was willst du denn später mal beruflich machen?“ „Ich will Lehrer werden“, sagte er. „Also, wir gehen da nicht hoch“, hab ich gesagt. Lehrer, das gefiel mir nicht. Mein erster Mann war Jurist, mein jetziger Mann war auch ziemlich erfolgreich. Irgendwie habe ich wohl ein Gespür für erfolgreiche Männer“
Quelle: Zeitschrift „Myself“


Zitieren