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  1. Inaktiver User

    Bin ich zu oberflächlich?

    Ich bin grad etwas ratlos und grübel nun schon seit einer kleinen Weile vor mich hin.

    Ich habe jemanden kennengelernt und es kam, wie es kommen musste, man beginnt, füreinander etwas zu empfinden.
    Mein Problem ist nun, dass ich mich nicht entscheiden kann, ob es eine Beziehung werden kann, oder nicht.

    Er hat wirklich viele Vorteile. Wir haben die selbe Wellenlänge, vom Humor und Intellekt her klappt es auch prima. Kommunikation ist ausgesprochen gut, wenn auch nicht problemfrei. Der Sex ist sensationell.

    Das eigentliche Problem ist, und das ist auch noch völlig irrational, dass ich zum einen finde, dass er nicht besonders hübsch ist (aber auch weit entfernt von hässlich). Und dann ist er auch noch ein etwas skuriler Typ, schüchtern und im öffentlichen Raum öfters unsicher. Ich hab ab und zu gemerkt, dass ich mich in Situationen, wo wir gemeinsam unterwegs waren und unter (bekannten) Menschen waren, nicht wohl gefühlt habe.
    Ich hoffe, jemand von euch weiss, was ich meine. Mit ihm alleine fühle ich mich wunderbar und es fühlt sich insgesamt gut an. Aber sobald ich mir vorstelle, ihn zum Beispiel meinen besten Freunden vorzustellen, bekomme ich ein komisches Bauchgefühl. Oder ich an die Situationen zurückdenke, wo wir unter Menschen waren.

    Ich hab einiges an Erfahrungen hinter mir, aber diese hier ist absolut neu. Eine gewisse "Scham" (und nicht Stolz, wie es normalerweise sein sollte), ihn jemandem vorzustellen.
    Ich weiss auch, dass man Kompromisse machen muss.
    Ich hadere mit mir selbst, weil ich diese Einwände gegen eine Beziehung für sehr oberflächlich halte. Zumal es sich um unrealistische und eigentlich unrelevante Dinge dreht. Er kann ja nicht mal was dafür, es bin nur ich, die damit Probleme hat.

    Aber hat es Sinn? Muss ich nur für mich selber den Kompromiss finden, dass er eben ein etwas seltsamer Typ ist?
    Bin ich einfach nur oberflächlich? Oder was?
    Nehme ernstgemeinte Kritik gern entgegen.

    Eine ratlose Lise

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    AW: Bin ich zu oberflächlich?

    @ Lise

    Tja, Du wirst Dich wohl entscheiden müssen, was Dir wichtiger ist: Diesen Mann für das, was er ist, zu lieben, oder Dein Ansehen bei Deinen Freunden und Bekannten, die meinen (könnten(!)), Du könntest doch was Besseres als so einen unhübschen Schrulli kriegen.

    Ich wüsste sofort, was mir wichtiger wäre.

    Vielleicht sehen andere das, wofür Du Dich bei diesem Mann offenbar schämst, weit weniger streng, und finden ihn, so wie er ist, durchaus liebenswürdig.

    Du kommst mir vor wie eine reichlich mäklige Lady, für die alles auch äußerlich perfekt sein muss, und ist es das nicht, wird es in seinem Wert für Dich in Frage gestellt.
    Geändert von Latona (26.04.2007 um 01:01 Uhr)
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

  3. User Info Menu

    AW: Bin ich zu oberflächlich?


    hi,
    hast du dir schonmal die frage gestellt, wie es wäre, wenn du wieder ohne ihn leben müsstest?

    ich denke es ist doch viel wichtiger, dass man sich zu zweit allein versteht.ihr müsst ja nicht alles zusammen mit deinen freunden machen.oder will er deine freunde unbedingt kennenlernen???

  4. Inaktiver User

    AW: Bin ich zu oberflächlich?

    Zitat Zitat von Latona
    Du kommst mir vor wie eine reichlich mäkelige Lady, für die alles perfekt sein muss, und ist es das nicht, wird es in seinem Wert für Dich in Frage gestellt. [/COLOR][/FONT]
    Ja, das mit dem "mäkelig" nehm ich in Kauf. "Lady" auch. Aber nach allem, was man schon hinter sich hat...
    Ich bin momentan sehr vorsichtig und höre auf das noch so kleine Bauchgefühl.
    Grundsätzlich bin ich eigentlich nicht so wählerisch. Ich hab nur einfach schon so viel "Quatsch" erlebt mit Männern, dass ich nun das Gefühl hab, beim nächsten alles richtig zu machen. Und da stört mich dieses "Scham"-Gefühl (saublödes Wort, aber mir fällt kein besseres ein) doch irgendwie sehr. Es sagt ja nicht nur aus, dass ich "mäkelig" bin, oder? Sondern es sagt ja auch aus, wie jemand in mein Leben passt.
    Ich weiss, dass es oberflächlich klingt, wenn ich mir Gedanken darüber mache, was Freunde von ihm halten könnten. Und meine Freunde würden auch nicht gleich mit Urteilen über mich herfallen. Es ist eben nur so ein Gefühl... und noch nicht mal real ausprobiert... also völlig irrational.

    Bin aber an weiteren Meinungen interessiert.

    Lise

  5. Inaktiver User

    AW: Bin ich zu oberflächlich?

    Zitat Zitat von suey

    hi,
    hast du dir schonmal die frage gestellt, wie es wäre, wenn du wieder ohne ihn leben müsstest?

    ich denke es ist doch viel wichtiger, dass man sich zu zweit allein versteht.ihr müsst ja nicht alles zusammen mit deinen freunden machen.oder will er deine freunde unbedingt kennenlernen???
    Gute Frage, suey. Problem: wir wohnen sehr weit auseinander. Sich mal eben sehen, ist schwierig. Von daher bin ich ja auch eigentlich "ohne" ihn. Vermissen tu ich ihn aber ab und zu sehr.

    Freunde kennenlernen. Das gehört für mich in einer Beziehung dazu, dass man die Menschen kennenlernt, die dem anderen viel bedeuten. Und interessiert ist er auf jeden Fall.

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    AW: Bin ich zu oberflächlich?

    @ Lise
    Grundsätzlich bin ich eigentlich nicht so wählerisch. Ich hab nur einfach schon so viel "Quatsch" erlebt mit Männern, dass ich nun das Gefühl hab, beim nächsten alles richtig zu machen. Und da stört mich dieses "Scham"-Gefühl (saublödes Wort, aber mir fällt kein besseres ein) doch irgendwie sehr. Es sagt ja nicht nur aus, dass ich "mäkelig" bin, oder? Sondern es sagt ja auch aus, wie jemand in mein Leben passt.
    Ich verstehe, dass man vorsichtiger wird, wenn man ein paar Mal mit Männern auf die Schnauze gefallen ist. Geht mir nicht anders. Aber trotzdem würde ich erst einmal alle anderen möglichen Baustellen abchecken. Was meine Freunde und Bekannten eventuell vom rein äußerlichen Auftreten meines Freundes halten könnten, ist so ziemlich das Letzte, was mich interessiert.

    Warum vertraust Du eigentlich nicht darauf, dass dieser Mann Deine Freunde und Bekannten ebenso für sich einnimmt wie Dich? Du bist doch sicher keine Frau, die sich leicht beeindrucken läßt, oder? Die andere Frage: Hältst Du Deine Freunde und Bekannten wiederum für so oberflächlich und dämlich, dass sie die besonderen Qualitäten dieses Mannes nicht zu schätzen wüssten, die Du selbst zu schätzen weißt?

    Weißt Du, wenn Du schreiben würdest, Du würdest ihn selbst irgendwie eklig finden, oder der Sex klappe nicht zwischen Euch, weil Du Dich abgestoßen fühlst, dann würde ich Deine Bedenken ernst nehmen. Aber so projizierst Du doch nur eingebildete Einwände von sturen Perfektionisten in die Köpfe Deiner Freunde und Bekannten.
    Geändert von Latona (26.04.2007 um 01:01 Uhr)
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

  7. Inaktiver User

    AW: Bin ich zu oberflächlich?

    Zitat Zitat von Latona
    Was meine Freunde und Bekannten eventuell vom rein äußerlichen Auftreten meines Freundes halten könnten, ist so ziemlich das Letzte, was mich interessiert.
    Es geht ja eben nicht nur um sein Äusseres. Auch um seine Art, sein Auftreten, was nicht nur in Verbindung mit seinem Aussehen steht.

    Zitat Zitat von Latona
    Die andere Frage: Hältst Du Deine Freunde und Bekannten wiederum für so oberflächlich und dämlich, dass sie die besonderen Qualitäten dieses Mannes nicht zu schätzen wüssten, die Du selbst zu schätzen weißt?
    Nein, das halte ich nicht von ihnen, wie auch schon weiter oben geschrieben. Und projezierst du nicht grade meine Aussagen in die Köpfe meiner Freunde, obwohl ich schon erwähnt habe, dass sie es bei weitem nicht sind?

    Und ich hab auch schon mehrmals betont, dass ich weiss, dass sich meine Bedenken oberflächlich ausnehmen. Aber das Bauchgefühl ist nun mal da.
    Zitat Zitat von Latona
    Aber so projizierst Du doch nur eingebildete Einwände von sturen Perfektionisten in die Köpfe Deiner Freunde und Bekannten
    Das Problem sind ja nicht meine Freunde sondern ich. ICH stelle mir vor, wie es wäre, wenn er meine Freunde kennenlernt und meine Freunde würden ihn wie jeden anderen auch behandeln. Freundlich und unkompliziert. Der Fokus liegt bei mir. Dass ICH allein bei dieser Vorstellung ein ungutes Gefühl habe.
    Das Problem ist nicht, was meine Freunde sagen oder denken könnten, sondern wie ich mich in entsprechender Situation fühle.

    Verstehst du das, Latona?

  8. User Info Menu

    AW: Bin ich zu oberflächlich?

    @ Lise

    Ich fürchte, ich verstehe Dich nicht, würde es aber gerne.

    Wenn weder Deine Freunde noch Du im Grunde irgendwelche Bedenken gegen das Äußere und das Auftreten dieses Mannes an Deiner Seite haben sollten, wer dann??? Ich verstehe dann nicht, vor wem Du Dich so vorbeugend für ihn schämst. Eigentlich kommen ja nur noch Fremde in Betracht.

    Oder schämst Du Dich am Ende vor Dir selbst für ihn? Weil Du denkst, Du hättest eigentlich einen Mann verdient, der vom Auftreten her eine bessere Figur macht?
    Geändert von Latona (26.04.2007 um 01:01 Uhr)
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!

  9. User Info Menu

    AW: Bin ich zu oberflächlich?

    Ich find auch richtig was Latona schreibt. Will aber mal bei den Oberflächlichkeiten bleiben:

    Wie wärs, wenn Du ihn Deiner besten Freundin vorstellst und sie anschließend um eine ehrlliche Meinung bittest? Vielleicht kann sie Dich "beruhigen" oder bestätigt Deine Zweifel.

  10. User Info Menu

    AW: Bin ich zu oberflächlich?

    Zitat Zitat von Wwwichbinsde
    Ich find auch richtig was Latona schreibt. Will aber mal bei den Oberflächlichkeiten bleiben:

    Wie wärs, wenn Du ihn Deiner besten Freundin vorstellst und sie anschließend um eine ehrlliche Meinung bittest? Vielleicht kann sie Dich "beruhigen" oder bestätigt Deine Zweifel.
    Ich schließe mich auch Latona voll an. Es ist oberflächlich. Aber ich kann Dich aus meiner Geschichte verstehen.

    Und die Idee von www ist gut, das kann nämlich sehr helfen.

    Ich habe mich in einen nicht nur deutlich älteren, sondern auf den ersten Blick auch unattraktiven Mann verliebt, der noch dazu schüchtern im Auftreten ist. Also dasselbe wie bei Dir: wie werden ihn meine Freunde aufnehmen? Diejenigen, die ihn ohnehin schon länger kannten, sind von Anfang an entzückt gewesen. Aber irgendwann kam der Test mit der besten Freundin, die zum ersten Mal aus der Ferne zu Besuch kam. Wir waren essen und sie hat beschnuppert, ohne einen Kommentar abzugeben.

    Eine Woche später hat es zwischen ihm und mir gekracht und ich habe mich bei ihr ausgeheult, daß ich wieder Single sei. Woraufhin sie zum ersten Mal etwas über ihn gesagt hat: Sie hätte beim ersten Anblick gedacht "NIE!". Nach dem Essen sei sie aber völlig anderer Meinung, sie hätte uns jetzt schon längst als ein Paar abgespeichert und wir würden ihrer Meinung nach wirklich zusammenpassen. Weil wir so wundervoll im Umgang miteinander seien.

    Mit dem Mann bin ich jetzt seit 10 Monaten zusammen und es wird immer besser. Manchmal, wenn wir in Gesellschaft sind, treibt er mich immer noch mit seiner Ruhe in den Wahn. Er ist ein absoluter Tiefstapler , der sich einen Dreck darum schert, was andere über ihn denken. Ich wünschte, ich hätte da nur einen Bruchteil seiner Gelassenheit!

    Trau Dich und stell ihn zumindest einer Freundin vor, von der Du weißt, daß sie neidlos und ehrlich ist. Danach siehst Du wahrscheinlich viel klarer.

    LG
    Polarstern

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