Ich glaube, da kommen wir nicht zusammen.Zitat von Sabarcane
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EIN Fehler ist für mich EIN Fehler - und keine grundlegende Charakterschwäche. Dafür, das eine solche vorliegen könnte, ist er für mich lediglich ein Indiz. Bis zur endgültigen "Verurteilung" brauchts für meinen Geschmack mehr Beweise. Zumindest, wenn mir an dem Menschen sehr liegen würde.
Wenn ich alle meine Freunde und Freundinnen sofort abgeschossen hätte, weil sie sich mal falsch verhalten oder mich verletzt haben, wäre ich ziemlich einsam.
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Ergebnis 201 bis 204 von 204
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18.04.2007, 10:14Inaktiver User
AW: Das wars mal wieder ... was würdet ihr machen?
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18.04.2007, 10:29
AW: Das wars mal wieder ... was würdet ihr machen?
@ Lorelei
Was Du selbst tun würdest, ist eine Sache, was andere aus verständlichen Gründen tun, eine andere.Echt ?
Wenn ich meinen Partner nicht mehr liebe würde und/oder mit der Beziehung unzufrieden wäre, würde ich schauen, ob sich daran noch was ändern ließe. Wenn nicht, würde ich gehen.
Und so stringent, wie Du es beschreibst, läuft das meist nicht. Manchmal wartet man ziemlich lang, bis sich was ändert. Tut sich da (zu) wenig bis nichts, guckt man zwischendrin, ob man noch woanders Chancen hat - auch um zu sehen, ob man das Risiko, sich zu trennen, eingehen sollte. Manche wagen angesichts des Ergebnisses den Absprung nicht und quälen sich dann noch ewig in einer unglücklichen Beziehung. Nicht optimal, aber Realität. Dass man dann geht, ist der Schlussakt.
@ SeawaspIch habe dabei auch ein ungutes Gefühl. Dass Pusteblumerich sich jetzt um besondere Innigkeit bemüht, war zu erwarten, alles andere würde der Beziehung ja wohl den Todesstoß versetzen. Das Schlimme ist, dass Pusteblume nicht sicher sein kann, ob seine neu erwachte Innigkeit mit ihr nun ehrlich gemeint oder auch nur wieder Taktik ist, um sie zu beruhigen (und es beim nächsten Versuch in einer Singlebörse schlauer anzustellen).Ich finde es immer noch inakzeptabel, dass, respektive wenn/falls Herrn Pusteblumes Lügereien einfach so vom Tisch gefegt werden. Er möchte sich dazu nicht äussern, also ist das "kein Thema" - damit käme er bei mir nicht weiter, aber das ist eben mein subjektives Empfinden. Das müsste nicht bedeuten, dass er keine Chance mehr hätte - aber für diese Chance müsste er schon ein bisschen mehr tun als charmant zu lächeln und dezent das Thema zu wechseln.
Diese Chance wurde leider durch das Vorpreschen der Kollegin vermasselt.b) darum, die Lüge ein_eindeutig aufzudecken, indem man zum date z.B. zu zweit erscheint. Das hätte im übrigen den Vorteil gehabt, dass dusselige Ausflüchte und "charmante Nongespräche" nicht hätten passieren können - a fact is a fact is a fact, und es hätte so manches gerade rücken können.Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
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18.04.2007, 10:29Inaktiver User
AW: Das wars mal wieder ... was würdet ihr machen?
Ja, liebe Lorelei, da haben wir sie wieder:
Zitat von Inaktiver User
Die gute, alte Sender/Empfänger - Problematik.
Was Du ergänzend schreibst ist richtig, belegt aber nur das, was ich schrieb: Wir reagieren auf und interagieren mit Pusteblumes Wahrnehmungen. Diese lösen in uns ein Echo aus, und natürlich kommt es zu Projektionen. Wir fühlen uns angesprochen in unserer Erfahrungswelt, und unsere Interpretationen sind entsprechend gefärbt. Das gilt im übrigen auch für Deine relativierenden postings.
Wir KÖNNEN doch der postenden Person letztlich gar nicht gerecht werden, weil wir sie nicht kennen. Wir kommunizieren virtuell. Wir können uns darum bemühen, möglichst viele Aspekte in unsere Betrachtungen einzubeziehen, das wird uns aber nur gelingen, wenn wir selbst aus einem emotionalen Abstand schreiben. Der wiederum sorgt aber gleichzeitig dafür, dass wir viele postings gar nicht erst wahrnehmen - sie betreffen uns nicht.
Was Du erwartest, kann ein solches Forum imho nur begrenzt leisten. Da ist dann der user selbst gefragt, aus der Vielzahl von teilweise diametralen postings für sich eine vernünftige Quintessenz zu ziehen.
Grüssle
Seawasp
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18.04.2007, 13:59
AW: Das wars mal wieder ... was würdet ihr machen?
Diese Mehrfach-Erfahrung kann ich leider nur bestätigen, und das auch nicht nur in Paarbeziehungen.
Zitat von Sabarcane
Eine solch unangenehme Situation hinzunehmen, ohne sie in aller Deutlichkeit kritisieren zu können (Herr Blume entzieht ihr geradezu die Möglichkeit, indem er leugnet, Mist gebaut zu haben), ist ein fieses Kräftemessen, von der vornagegangenen Verletzung abgesehen. Es lässt auf seine Ein- und Wertschätzung ihrer Gefühle, Intelligenz und Geduld schliessen.
@ lorelei in diesem Zusammenhang:
Ja, einen Fehler kann man machen.
Das Verständnis untereinander, der Umgang miteinander, gewisse Regeln im zwischenmenschlichen Spiel miteinander, die Art und Länge sowie Intensität der Bindung, erhoffte oder ausgedrückte Verbindlichkeit, anfangs permanente Unsicherheit lässt üblicherweise beide um einiges vorsichtiger agieren und das Wenige, was man vom anderen mitkriegt, zu mehr Interpretation über das Wesen des anderen heranziehen und entsprechnd auch "Fehler" auch irgendwie einordnen.
Pusteblume41 hat ja auch eingeordnet: Sein Verhalten war ihrem Verständnis nach nicht angemessen.
Aber was tut er? Er erkennt PB´s Enttäuschung nicht an, er reagiert zumindest nicht explizit darauf.
Hier findet sehr subtil ein fieses Spiel statt: Er reagiert lediglich - auch subtil - auf ihr angeschlagenes Gefühl und wendet sich ihr zu. Klar kommuniziert wird der Fehler aber nicht, somit bleibt PB im Unklaren, Unsicheren und wird sich dsbzgl niemals besser fühlen können. Sie wird es aber auch nie ausdiskutieren könne, weil ER es vom Tisch gewischt hat. Sie wird ihn auch nie sein deutlich zugewendeteres Verhalten als verdächtig bezeichnen können, er wird es immer als "normal" darstellen können, nebenbei noch mit dem Beigeschmack versehen " Du warst etwas distanziert, kamst mir unnahbar vor ..." halt noch ein wenig von der selbst-schuld-Nummer. Da sagt sie dann nun wirklich nichts mehr dazu....... Tolle Wurst.
Solche Spielchen kennt man ja, ich empfinde sie als üble Manipulation.
An einer Beziehung kann man doch nur entwickeln, wenn Misstände im Einvernehmen erkannt und gleich oder ähnlich beurteilt werden. Oder zumindest der Dissenz klar auf den Tisch kommt.
Sobald etwas unbewertet oder (wie in diesem Fall völlig unterschiedlich bewertet) bleibt, wird die Grundhaltung irgendwann wieder zu ähnlichen Problemen führen.
Dass ein Mensch, der einen Fehler macht, und dieser ihm leid tut, kann ich doch nur erkennen, wenn eine gewisse Reue zu spüren ist: entweder äussert er sie oder er gibt zumindest zu, dass da was falsch lief. Das in Verbindung mit geändertem Verhalten liesse erkennen, wie er zu dem Handeln nun stünde.
Ohne solche Einsicht (in diesem Fall und dieser "Schwere") wäre meine Nachsicht dann auch gleich Null, da keine Mühe/Reue seinerseits.
Und ja, durch diese konsequente Haltung habe ich zB weniger Menschen um mich herum. Ich würde sie aber auch nicht Freunde nennen, weil ich der Meinung bin, Freunde tun nicht völlig bewusst weh, indem sie hinterher noch dieses verletzende Verhalten abstreiten. Wohlgemerkt, auch ich sanktioniere den fehler nicht, ich lehne lediglich sein anschliessendes Verhalten ab.
Ich habe schon ein paar Freundschaften aus ebendiesen Gründen abgebrochen.


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