Antworten
Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 25
  1. User Info Menu

    der eine - die zweite

    Liebes Forum,

    schon seit einiger Zeit lese ich jetzt hier mit, viel Spannendes und oft auch konstruktive Beiträge. Seit heute habe ich das Gefühl, ich muss doch mal selbst was schreiben, auch wenn ich eigentlich keine konkrete Frage habe - eher ein Gefühls-und-Selbst-Analyse Wirr Warr, bei dem mir vielleicht schon das aufschreiben hilft. Und hoffentlich auch einige Beiträge. Habe auch lange überlegt ob hier oder im "Trennungs-Forum", mich aber für dieses hier entschieden, weil ich nach vorne und nicht zurück schauen will, und kennenlernen, nämlich mich...

    Der Grund warum das Schreiben für mich heute dringend wurde, ist ein langes Telefonat mit meinem Exfreund. Dabei und danach ist mir aufgefallen, dass unsere enge Bindung scheinbar vieles verhindert. Und nun bin ich mir nicht sicher, ob es ein Verhindern ist, ein Aufhalten, ein Uns-Immer-Noch-Begleiten oder ein Im-Weg-Stehen...

    Wir sind seit einer ganzen Weile getrennt, aufgrund äußerer Umstände und eigener Ängste, aber nicht aufgrund fehlender Liebe oder Respekts. Wir telefonieren recht häufig, sind uns noch sehr nahe - im Moment habe ich das Gefühl von allen Menschen in meinem Leben kennt er mich immer noch am besten. Beide haben wir seit unserer Trennung keine ernsthafte Beziehung gehabt. Ein paar "Kennenlern"-Geschichten, die vielen Geschichten hier ähneln, bei mir bleiben sie im Freundschaftsstadium stecken (scheint hier durchaus auch kein seltenes Problem zu sein ) bei ihm eher im Affären-Stadium und sobald die Frauen über Beziehung reden, rennt er weg. Ich hatte bisher immer gedacht, dass das Kennenlernen bei mir auf Freundschaft hinaus läuft, läge am fehlenden weiteren Interesse der Männer, an etwas das ich falsch mache, zu-offensichtlich-einfach-zu-haben-zu-sein oder in der Richtung. Da es aber doch recht verschiedene Männer und recht verschiedenes Kennenlernen waren - bin ich mir nicht mehr so sicher.

    Und heute ist mir recht klar geworden, dass es doch auch mit "uns", meinem Ex und mit, zu tun haben mag. Wir haben so viel gelacht, waren so vertraut, und haben mal wieder davon rumgeträumt, wie unser Leben sein könnte, wenn das Wörtchen "wenn" nicht wäre. Wir haben sogar ganz kurz überlegt, doch alles über Bord zu werfen, zu heiraten und ich ziehe zu ihm (er lebt seeeehr weit weg )

    Eigentlich dachte ich, die Beziehung hätte ich verarbeitet. Eigentlich dachte ich, ich will jemand anderen kennenlernen, weitergehen, neu anfangen.
    Ich will ihn als Mensch niemals verlieren. Aber ich will weder ihm noch mir selbst im Weg stehen.

    Tja, wie schon gesagt - ich bin mir gar nicht sicher was meine Frage ist...im Moment ist nicht die Frage, ob ich zu ihm zurück soll, das geht nicht. Was dann - was würdet ihr tun, vielleicht? Kann mein Kennenlernproblem damit zu tun haben, selbst wenn eigentlich nicht ich sondern die jeweiligen Männer die Entscheidung gegen eine Beziehung und körperliche Nähe getroffen haben?
    Vielleicht auch noch eine letzte Frage, obwohl es erst vor kurzem einen Strang dazu gab - wie finde ich nochmal eine Affaire (hatte seit meinem Ex nur eine Nacht mit einem anderen Mann und auch die total verunglückt...)

    Eine etwas verwirrte, dennoch auf Verständnis hoffende
    Lady Sybil

  2. User Info Menu

    AW: der eine - die zweite

    ladysybil,

    warum möchtest Du partout eine neue Beziehung?
    Und wie denkst Du kann das funktionieren, wenn Du heute noch in Deinen Gedanken damit spielst, zu ihm zu ziehen und ihn zu heiraten?

    Was wäre, wenn Du oder Ihr beide nochmal ernsthaft alle Optionen prüft und Ihr dann eine Entscheidung trefft. Denn das habt Ihr beide nicht mit dem Herzem getan.

    Die Frage, warum Ihr nicht zusammenleben könnt, steht im Raum. Das klingt sehr kategorisch. Aber Kategorien kann man auch verändern.
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

  3. User Info Menu

    AW: der eine - die zweite

    Liebe Lukulla,

    ich möchte nicht unbedingt eine neue Beziehung, es ist auch nicht so, dass ich danach suche, nur eben im Nachhinein Feststellungen treffe über die Geschichten mit Männern, die ich seither kennengelernt habe. Ich versuche gar nicht unbedingt, eine Lösung dafür zu finden, wie ich nun ganz schnell eine neue Beziehung herbei zaubern kann.
    Und irgendwann möchte ich schon wieder jemanden an meiner Seite...

    Das ist ja gerade, was ich versuchen möchte zu lösen, wie soll es funktionieren, wenn ich die Gedanken noch habe?
    Sie gehen nicht einfach weg. Sie sind auch nicht permanent da, nur manchmal, meist im Gespräch mit ihm.

    Ich weiß, dass klingt sehr kategorisch, aber da ist auch wirklich nichts zu machen. Wie gesagt, er lebt sehr weit weg, zu weit, und es gibt keine auch nur annähernd realistische Möglichkeit mehr, dass einer zum anderen zieht (haben es bereits versucht). Es ist kategorisch, wenn auch nicht mit dem Herzen getroffen.

    Genau das ist das Problem, aber wie gesagt, kein lösbares. Also muss ich nach einer anderen Lösung suchen. Für mich, aber auch für ihn, weil ich merke, dass er in seinem Leben auch immer einsamer wird. Soll ich mich erst mal ganz verabschieden? Es täte mir unendlich weh ihn nicht mehr in meinem Leben zu haben...

    Und wie gesagt, wenn auch nicht heute oder morgen, irgendwann hätte ich gerne wieder jemand an meiner Seite. Ist das unmöglich, solange man die Entscheidung nicht mit dem Herzen getroffen hat? Und wenn das nie passieren wird?

  4. Inaktiver User

    AW: der eine - die zweite

    wellcome to bricom!


    zur geschichte (die mir auch nicht ganz fern liegt, ich hab meine bricom -karriere im "loslassen"-strang im trennungsforum begonnen):
    ich denke, du signalisierst dieses "ich will keinen anderen" und deshalb gibts nur freundschaft.
    du willst auch keinen anderen, du hast "nur" angst, keinen anderen zu finden, allein zu sein, nicht loslassen zu können.
    - alles nicht verwerflich, nicht falsch.

    du wirst ganz sicher keine "ernsthafte" neue liebe finden, solange du diese auf dem podest stehen hast.

    ich kann mir gut vorstellen, dass du den gedanken an die große liebe, die "sich nicht ausgeht" brauchst, um dich nicht einsam, allein oder sonst was zu fühlen.

    nur,
    zur konkreten frage: kontaktlosigkeit ist das beste mittel, weitergehen zu können. würde ich, zumindest über einen gewissen zeitraum, dringendst empfehlen.

  5. User Info Menu

    AW: der eine - die zweite

    Liebe Pfingstrose,

    vielen Dank für die Willkommensgrüße! Und übrigens auch für deine Signatur, die mir sehr gut gefälllt...
    Da magst du sehr recht haben, wobei ich mich an sich in meinem Leben nicht einsam fühle. Oder sagen wir es so - viele Menschen um mich habe. Vielleicht zu wenig, die mich so lange und so gut kennen wie mein Ex, das ist wahr.

    Wir hatten bereits, nach unserer Trennung, eine lange Weile Kontaktabbruch, und ich habe viel an meinem neuen Leben "gearbeitet", wobei das fast das falsche Wort ist, da ich es durchaus genieße und nicht unzufrieden bin. Eigentlich dachte ich, die Wunden seien geheilt und das Podest bereits abgebaut!

    Auf seine letzten "Affairen" war ich auch bereits nicht mehr eifersüchtig, sondern habe ihm zumindest bei einer Frau den Kopf gewaschen, weil ich meinte, er lässt sie zu früh gehen und ich eigentlich froh wäre, ihn nicht so allein dort so weit weg zu wissen.

    Mir kommt grad der Gedanke, dass es vielleicht auch anders rum ist, dass ich wieder zurückfalle, weil kein anderer kommt? Denn was du schreibst mit der Notwendigkeit, sich diese Liebe zu erhalten, um zumindest irgendeine "Liebe" zu haben, hast du irgendwie ins Schwarze getroffen.

    Da du ja im "loslassen" Strang (muss ich vielleicht gleich mal suchen) begonnen hast - ein paar Tipps, wie man es hinbekommt, ganz ohne Romantik so richtig zufrieden zu sein? Da steckt gar keine Panik oder Angst, keinen anderen zu finden, dahinter - zumindest nach einer kurzen Sekunden-Selbstanalyse meinerseits.

    Hm - der Gedanke an erneute Kontaktlosigkeit ist wirklich hart, wir teilen einfach sehr viel miteinander und ich schätze ihn als Mensch (auch wenn er vom Podest runtersteigt). Auch bin ich eine der wenigen, die ihm ein bisschen Halt gibt, und will ihn nicht einfach wegstoßen, wenn nicht wirklich nötig.

    Was meinst du mit "ich will gar keinen anderen"? Wenn ich in den letzten Monaten, naja oder seien wir ehrlich, eigentlich Jahren, einen Mann kennengelernt habe, hab ich mir ihn durchaus angeschaut und nicht nur als Ersatz gesehen. Habe auch nicht groß von meinem Ex gesprochen, und wollte durchaus den einen oder anderen Mann als den, der er ist...
    Kannst du mir das noch ein bisschen erläutern?

  6. User Info Menu

    AW: der eine - die zweite

    Noch eine Neugier-Frage (nichts mit dem Thema zu tun):
    Bist du aus Österreich?
    Ich liebe den Ausdruck "geht sich nicht aus" (seit ich ihn endlich verstanden habe )

  7. Inaktiver User

    AW: der eine - die zweite

    Hallo,

    ach, wie habe ich mich in deiner Geschichte wiedererkannt und die Diagnose von Pfingstrose trifft auch auf mich zu....

    Ist immer mal wieder gut, dass einem der Spiegel vor die Nase gehalten wird.

    LG Schleifchen

  8. Inaktiver User

    AW: der eine - die zweite

    zunächst: ja, ösi.
    "geht sich nicht aus" hat vor 20 jahren mal einer zu mir gesagt, es hat -in bezug auf diesen mann . auch ca 10 jahre gedauert, bis ich "so ganz wirklich" begriffen habe, was es bedeutet..
    und daran musste ich bei deiner geschichte denken.

    Denn was du schreibst mit der Notwendigkeit, sich diese Liebe zu erhalten, um zumindest irgendeine "Liebe" zu haben, hast du irgendwie ins Schwarze getroffen.
    kein wunder. mach ich ja selbst seriell....
    und grad in letzter zeit bin ich so weit gekommen, zu erkennen, dass ich selbst zur zeit gar keine fixe beziehung will .dabei steht gar kein unerreichbarer am stockerl. erstaunliche neue wendungen....

    ein paar Tipps, wie man es hinbekommt, ganz ohne Romantik so richtig zufrieden zu sein?
    da fragst du die blinde nach der farbe...


    ich merke aber in letzter zeit einfach, dass ich zufriedener werde. das leben einfach schön finde, im hier und jetzt, ohne große sehnsucht nach "noch was". (sehr geholfen dabei hat mir die erkenntnis, dass mein leben nicht "irgendwann" spannend, großartig oder sonst was wird, sondern dass das, was jetzt ist, wunderbar und vergänglich ist. hat aber viel damit zu tun, dass ich kinder habe, mit denen es sehr schön ist)

    @schleifchen: in erster linie trifft die diagnose wohl auf mich selber zu ...
    Geändert von Inaktiver User (25.03.2007 um 19:24 Uhr) Grund: muste -zzz, her mit dem ss!

  9. User Info Menu

    AW: der eine - die zweite

    liebes schleifchen,
    ich habe jetzt von dir noch nichts weiter gelesen - gibt es einen Strang? Geht es dir ähnlich mit einer Ex-Beziehung und wie gehst du damit um? Habt ihr auch noch sehr viel Kontakt oder Kontaktabbruch? Und was ist mit anderen Männern - ähnlich wie bei mir?

    liebe pfingstrose
    das mag wirklich stimmen mit dem "es geht sich nicht aus"...
    Will auch gar nicht so viel versuchen daran zu denken, wir versuchen es beide so zu sehen, dass uns halt das Leben miteinander nicht vergönnt war, dass wir aber doch auf irgendeine Weise einander vergönnt sind. Wir haben uns halt jetzt so lieb, dass wir uns das beste wünschen und uns unterstützen, auch wenn es sich eben nicht "ausgeht". Und gerade deshalb würde mir ein totaler Kontaktabbruch sehr schwer fallen.

    Ich bin mir nicht sicher, ob ich gerade keine feste Beziehung will. Ich glaube, dass ich nicht durch die Welt gehen und schon entschieden haben will, was ich gerade will oder nicht, weil es doch ohnehin nicht planbar ist.
    Ich möchte aber gern grundsätzlich offen sein, für Menschen, und auch für Männer. Gern an mir arbeiten, dass ich mich nicht versperre für etwas vielleicht Schönes und Wertvolles. Andererseits verliere ich fast schon den Glauben...

    Vor allem weil ich immer öfter höre und lese, dass Menschen sich eben eine "Liebe" suchen, wenn es denn gerade ins Leben passt, und ich es eben vielleicht selbst auch tue. Naja, vielleicht treibt mir das Leben gerade die romantischen Träumereien von "dem Einen" aus, hoffen wir dass die Realität die danach kommt nicht ganz so erschreckend ist, wie sie gerade scheint.

    Naja, und vielleicht kommt ja zumindest noch der eine oder andere, zu einem Zeitpunkt wo ich hoffentlich nicht mehr ausstrahle, dass ich keinen anderen will und bis dahin treibe ich mich einfach weiter in diesem Forum herum und lese bei den Geschichten anderer mit

  10. User Info Menu

    AW: der eine - die zweite

    Ich liebe es, zu analysieren und in Worte zu fassen. Je mehr ich mich den Dingen geistig annähere, desto mehr habe ich es begriffen.

    Das scheinst Du, ladysybil, zu tun, Aber es funktioniert nicht. Auch bei mir nicht. Das Herz klopft und der Verstand hat 1000 Gründe. Dein Gefühl ist: Und Dein Verstand ist: Schau Dir einfach diese Smilies an, das geht nicht zusammen.

    Du willst Deine Gefühlswelt in ein erklärbares Schema pressen.* Ich kann nicht zu ihm ziehen. Neuseeland ist am weitesten weg von uns, denn sonst ein Land. Das geht nicht.*

    Ach ja?
    Körperlich Distanz
    Sozial zusammen


    You'd have to be here
    I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
    It's northerly facing and close to an open fjord
    The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
    Calling so slowly from summer's before

    Kari Bremnes

Antworten
Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •