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    AW: Wann sollte man es aufgeben?

    Genau das ist häufig das Problem: Psychische Krankheiten werden oft völlig unterschätzt. Ist ja nur der Kopf. Ein schlecht heilender Bruch wird da nicht so stiefmütterlich behandelt als ein schlecht heilendes "Gemüt".

    Das sollte kein Vorwurf sein. Es ging mir nur darum dir aufzuzeigen, was dir vielleicht (wieder) in die grobe Richtung zu so etwas wie Zufriedenheit verhelfen kann.

    Die Frage, die ich mir oft im Leben gestellt habe, war dann auch: Bin ich zufrieden mit dem, was von mir von der Gesellschaft erwartet wird? Der gute Job? Das Häuschen mit dem Lebenspartner zusammen? Eine gute Beziehung? Eine große Hochzeit? Kinder? Oder will ich etwas, womit ich vielleicht "die Gesellschaft" enttäusche, was man "nicht eben so macht, weil alle es machen". Und ich habe gemerkt: Nö! Ist nicht wirklich alles was für mich. Und natürlich werden bei so einer Entscheidung auch das Umfeld laut und zeigt wahnsinnig viel Unverständnis. Man denkt, man muss sich erklären. Aber muss man das wirklich? Denn wenn das schon der "Sinn des Lebens" ist, dann wird es eng.

    Du schreibst immer wieder von Angst. Sie scheint ein großes Thema in deinem Leben zu sein. Angst kann einem sämtlich Lebensenergie rauben. Und wenn man gegen sie nichts tut, nimmt sie erfahrungsgemäß immer mehr Raum ein. Bis die Luft zum atmen immer dünner wird. Die Angst muss man versuchen zu überlisten. Du tust schon mit Sport. Ein guter Anfang. Aber eben gewohntes Terrain, was immerhin so etwas wie Entspannung bietet, die wichtig ist bei viel Angst.

    Ich kann verstehen, dass du reagierst wie du es tust. Denn auch die Angst schlägt oft wild um sich und lässt sämtliche Objektivität und Neutralität zu Boden gehen wie einen Boxer nach dem K.o. Es ist unangenehm, man möchte vor der Angst/Flucht flüchten. Nichts passt, nichts fühlt sich gut an. Sie zerbombt den Alltag. Wenn man für etwas Begeisterung empfindet kommt die Angst und sagt: "Jaaaaaa, aber das ist doch wahnsinnig gefährlich, was du da machen willst! Ist doch viel einfacher hier mit mir zu chillen. Dann tue ich dir auch nix!" Ein schlechter Deal, aber eben der, der unter dem ganzen Unbehagen des Lebens noch der ist, der am wenigsten anstrengend und am angenehmsten ist.

    Angstbekämpfung ist harte Arbeit und wirklich eine Qual. Das macht man nicht mal eben so zwischen Aufstehen und Frühstück. Und sie verlangt einem verdammt viel Energie ab. Verständlich, dass man dann lieber faul ist und nichts tut, denn nichts tun kann einem nicht gefährlich werden.

    Ich bin da auch erst am Anfang, aber ich bin davon überzeugt, dass sich dieser Kampf und auch der Zwang lohnt. Auch wenn man in den ganz schlimmen Momenten der festen Überzeugung ist, dass man das doch niemals schafft. Da draußen wartet was Großes und Schönes. Ganz sicher
    Geändert von Nika5350 (25.09.2021 um 17:35 Uhr)

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    AW: Wann sollte man es aufgeben?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ok, das hat keinen Zweck mehr. Was sollen diese Vorwürfe?
    Ich habe in diesem Forum noch nie Jemanden erlebt, der sachliche, wohlwollende Post derartig falsch versteht. Und das fortlaufend.

    Ich denke gar nicht mal, dass Du das absichtlich machst oder provozieren willst.
    Es usg einfach, als würden Du und wir unterschiedliche Sprachen sprechen und vollkommen anders empfinden, wie unterschiedliche Spezies.
    Und nein, ich meine das nicht vorwurfsvoll oder böse.

    Ich glaube, dass dieses Forum Dir nicht helfen kann.
    Mit einem "Fall" wie Dir sind wir Laien schlichtweg überfordert.

  3. Inaktiver User

    AW: Wann sollte man es aufgeben?

    Ich will jetzt mich mehr weiter schreiben. Es ist einfach eine besch***ene Sucht, mich da immer wieder hineinzusteigern und nicht zu sehen, wie gut es mir geht. Dieser verdammte Neid auf die anderen, auf die Schöneren, aber v.a. auf die Selbstbewussteren, der macht mich fertig. Erst heute morgen wurde ich mal wieder geweckt von der neuen Bekanntschaft meines top durchtrainierten Nachbarn über mir, wie sie das Aufwachen mit ihm "genossen" hat. Da steigert sich mein Selbsthass ins Maximum. Ich bekomm den Neid nicht raus, erst recht in so einer Krisenphase mit Arbeits- UND Lustlosigkeit. Komischerweise waren Neid und Unzufriedenheit immer meine wichtigsten Antriebsquellen. Sonst würde ich u.a. wahrscheinlich keinen Sport machen. Wäre ich weitgehend zufrieden, ich würde keine Komfortzone der Welt verlassen wollen. Wäre ich zufriedener Single, ich würde mir bei der Beziehungssuche keine große Mühe geben. Würde mich nicht ständig das schlechte Gewissen verfolgen - dank sehr protestantischer Erziehung - ich würde mich erst bei finanzieller Not um einen Job bemühen - selbstverständlich beides in Verbindung damit, dass mir die Meinung der anderen egal wäre. Und das ist sie leider nie, obwohl ich nie danach frage. Viele Nachfragen, z.B. nach der Jobsuche oder Beziehung, erfüllen mich mit Scham und somit vermeide ich dann zeitweilig den Kontakt auch zu nahestehenden Menschen. Oft bekomme ich das Gefühl, mich rechtfertigen zu müssen, auch wenn es nicht derart gemeint ist.
    Oft will ich aber auch nicht mehr. Vieles lässt sich nicht mehr nachholen, es gibt keine zweite Jugend- bzw. Studentenzeit. Wäre nicht der Neid so stark bzw. das Gefühl, was verpasst zu haben, wäre mir das wahrscheinlich egal. Aber ich komme davon nicht los. Ich kann mich nicht vom Bild der anderen bzw. von einer vermeintlichen Normalität losmachen. Vielleicht spielt da auch die Erziehung hinein, wo man lernte, nicht das zu machen, worauf man Bock hat, sondern was Vernünftiges, Brauchbares - und dass man natürlich den Spagat zwischen gutem Ansehen ohne Arschkriechen hinbekommt sowie sich das schöne Leben immer wieder auf's Neue verdienen muss.
    Ich brauche oft die Bestätigung von außen. Das treibt mich wahrscheinlich viel mehr an bei der Partnersuche. Ich brauche Bestätigung, weil ich ein armer Wicht bin. Immer habe ich mich von Autoritäten abhängig gemacht, was sicher mit meinem sehr dominanten, selbstbewussten, in manchen Dingen (v.a. Arbeit, Leistung, Disziplin) sehr konservativen Vater zu tun hat, bei dem leistungsabhängige Zuneigung, Auslösen von Schuldgefühlen, Abneigung gegenüber emotionalem Verhalten, moralische Belehrungen etc. normale Erziehungsmittel waren. Das soll keine Schuldzuweisung sein. Meine Schwester hatte eine ähnliche Erziehung "genossen" und ist das Gegenteil von mir - was die Schuldvorwürfe von mir gegen mich noch weiter verstärkt.

    Ich könnte jetzt noch viel mehr schreiben. Aber es ist eh schon zu viel. Auch weil ich Angst habe, erkannt zu werden.
    Auf jeden Fall werde ich jetzt nicht mehr einzeln antworten. Ich habe mich genug hineingesteigert. In einem Forum werde ich mich erst wieder anmelden, wenn diese Sucht vorüber ist und ich mich offen anderen Themen widmen kann.

    Ich werde mich gleich komplett abmelden. Die Mail ist schon im Posteingang. Ich danke allen - ja, wirklich allen - die sich hier mit ihren Antworten beteiligt haben. Ich entschuldige mich für alles Pampige und wollte niemanden verletzen. Dieser Thread war einfach sinnlos.

    Ich wünsche Euch alles Gute.

  4. User Info Menu

    AW: Wann sollte man es aufgeben?

    Ich find es sehr schade, nicht nur in diesem Thread und diesen TE das es oft bei neuen Usern nur sofortiges schnelles schwarz oder weiss gibt was schnelles Anmelden oder sofort endgültiges Abmelden angeht
    Etwas oder diesen Thread passiv für ne Zeit sacken lassen notfalls auch über Wochen oder Monate und dann wieder ggf. anknüpfen ,aktualiseren , neustes update oder auch nicht , ganz ohne Druck wird nie auch nur in Erwägung gezogen
    Nichts ist auf Sicht, immer ist alles meist unter getriebenen emotionalen Impuls , was letztendlich auch oft Teil des Problems ist
    Das macht und verändert natürlich auf Dauer auch etwas mit den Usern selbst , die die sich bemühen und hilfreich sein wollen wenn sie das öfters erleben und so zurückgelassen werden

    PS :
    Hier ist noch ein altes Lied von Westernhagen das ironisch ganz gut auf die Situation des TE passen könnte
    Vielleicht kann er ja über sich selbst schmunzeln oder sich darin wiedererkennen ?
    Westernhagen - Herr D - YouTube
    Geändert von Punpun (25.09.2021 um 19:18 Uhr)

  5. Moderation

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    AW: Wann sollte man es aufgeben?

    Da sich der TE gelöscht hat, schließe ich hier ab. Auch ich bedanke mich bei allen, die sich hier sehr sachlich, einfühlsam und konstruktiv eingebracht haben.
    Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
    Christian Morgenstern
    In einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
    - Ich habe meinen Sport gefunden.


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