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  1. Inaktiver User

    AW: Erwarte ich zuviel II

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, du erwartest zu viel. Wenn er ein Problem mit Alkohol hat, ist jede Erwartung zu viel. Er wird nicht viel geben können. Hinter Abhängigkeit stecken psychische Probleme, die dann durch den Konsum noch verstärkt werden. Ein emotional stabiler Mensch braucht keine bewusstseinsverändernden Mittel. Viele Alkoholiker sind ohnehin gefühlskalt, auf sich bezogen, wenig kritikfähig und konfliktscheu, was sie nur am Anfang einer Beziehung verbergen können.
    Viele Alkoholiker sind am Anfang auch einfach leicht zu führen, plappern nach, was man hören will, spielen fürsorglich und liebevoll den Supermann, um nachher vorwiegend selbst zu bekommen, wenn sie eine Frau an der Angel haben, die denkt, dass sie so doch eigentlich vom Grundtyp sein müssten.

    Was mich hier einfach erschüttert, ist bei allem furchtbaren Aufgehen und Stehenbleiben in Emotionen, die fehlenden Prüfbllicke aufs Gegenüber. Fast empathielos muss er nun der Traummann sein. Ein Bild, dem er doch in keiner Weise gerecht wird, vermutlich weil er krank ist, genügend eigene Probleme hat und wohl auch nur einen Strohalm in Form einer Frau sucht an dem er sich halten kann.

    @TE Ich kann dir nur raten nicht mehr um dich selbst zu kreisen. Schau, was für ein Grundproblem an dir so schwer nagt, dass du so lange an solch einem Menschen hängst und von ihm Dinge erwartest, die er nicht erfüllen kann und geh raus ins Leben, date, lerne Männer kennen, aber bitte äußerst langsam, reflektiert und nicht so unkritisch. Prüfe sie genau. Wenn du dich über Jahre mit seinem Betrug beschäftigt hast, kennst du dann nicht die Anzeichen für schlechte Partnerschaften, lügende Partner, Manipulatoren und deine eigenen Mechanismen die dich binden, wo längst eine Entscheidung fällig ist?

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    AW: Erwarte ich zuviel II

    .
    Geändert von CaroCaro75 (17.05.2021 um 07:26 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Erwarte ich zuviel II

    Zitat Zitat von CaroCaro75 Beitrag anzeigen
    .
    Ja, es mag sein, dass hier im Thread einiges steht, was schlimm ist, über Alkoholiker. Aber entschuldige mal, es werden mit der Alkoholkrankheit selten positive Sachen verbunden von Partnern, Kindern und Angehörigen. Klar hat solch ein Mensch eine Krankheit, die lebenslang bestehen bleibt und trotzdem ist oft keine Einsicht vorhanden in die Krankheit. Fehlt diese, holen sich viele auch keine Hilfe, gehen nicht lebenslang in eine Gruppe und das ist wichtig. Natürlich kann dahinter ein ganz wunderbarer Mensch stecken, keine Frage, aber das kann Jahre dauern bis dieses Potential ohne Alkohol gelebt wird. Das muss sich keine Frau in der Beziehungsanbahnung antun und selbstverständlich auch kein Mann.

    Zitat Zitat von Elisabetha11 Beitrag anzeigen

    Sein Trinkverhalten konnte ich life verfolgen. In den zehn Stunden, hat er etwa 8 große Flaschen Bier und anderthalb Flaschen Rotwein getrunken.
    Er sagte, er wisse, dass er ein Problem hat und in keiner guten Verfassung sei.
    So viel trinkt niemand ohne Training.

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    AW: Erwarte ich zuviel II

    Ich habe bis zur Mitte des Strangs gelesen und lese nicht weiter, weil das weh tut. Warum magst Du Dich selber nicht, dass Du - und das wiederholt und sehenden Auges - Dich erneut in ein so ungutes Abhängigkeitsverhältnis begibst? Höre auf Dir um IHN Gedanken zu machen. Eine Beziehung werdet ihr nicht haben. Willst Du ernsthaft mit einem der Kette raucht, trinkt und depressive Episoden hat Zusammensein??? Mache Dir mehr Gedanken um DICH. BITTE!

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    AW: Erwarte ich zuviel II

    Vielen Dank auch für die letzten Beiträge!

    Gestern war ich dann doch nochmal bei einer Freundin. Sie hat mich mit einem Blick von Unverständnis betrachtet.
    Sie hat mich auch gefragt, was ich eigentlich von ihm erwarte und was er mir geben könnte.
    Und ja, er hat sich verändert. Er tut gar nichts. Er ist weder in der Lage sich selbst etwas zu bieten, noch irgendwem anderes.
    Er rief mich abends an und fragte, ob wir uns sehen können. Wir gingen ein Stück und schon holte er die erste Flasche Bier raus.
    Ich bin kein Retter, habe auch kein Helfersyndrom. Aber es stimmt (jmd. hier hatte gefragt), es gibt Alkoholiker in der Familie.
    Davon habe ich mich nicht bestimmen lassen. Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Aber erschüttert hat mich diese Form der Selbstzerstörung dennoch. Und ich hatte immer Mitleid.

    Und Ihr habt ja alle recht. Ich merke ja seit Tagen, dass diese "Zerstörung" auch bei mir stattfindet. Nur eben anders. Es wird wohl ein Grundproblem geben.

    Ich sagte ihm gestern, dass es reicht. Dass ich mich schlecht fühle und keine Fortsetzung möchte.
    Er sagte, dass es ok ist. Das meint er auch so. Er beteuerte nochmals, wie leid ihm die Sache von damals täte, findet aber auch, dass wir doch eine schöne Zeit hatten. Er könne mir einfach nicht widerstehen.
    Er ist noch mehr als ich handlungsunfähig und hat mit dem Mann von früher nichts mehr gemeinsam, außer seiner eigenen Welt. Ich will nicht Teil davon sein.
    Damals hat er gelogen und betrogen und heute sieht er sich in der Rolle eines Opfers.
    Er sagte gestern, dass er niemals jmd. Schaden könnte. Dass er lieber zurück steckt, hauptsache den anderen ginge es gut. Und dass er noch immer Gefühle für seine Frau hat.
    Ich weiß, dass da keine gemeinsame Zukunft wartet. Er sieht sich auch irgendwie heldenhaft, weil er so viele Opfer bringt und Schmerzen aushält. ER fühlt sich schnell zurückgewiesen.

    Gestern ging es mir furchtbar. Ich habe mich auch gefragt, wo mein Selbstwert ist und fand mich einfach jämmerlich.

    Ich wünsche mir für mich Stabilität und natürlich möchte ich einen Partner, der auch mich liebt. Er ist kaputt.
    Bis hierhin fühle ich mich erleichtert, empfinde aber auch Scham darüber, wie verzweifelt ich gestern gewesen bin.
    Es wird viel Arbeit vor mir liegen, aber ich will jetzt endgültig abschließen. Es ging mir so gut das letzte Jahr.

    Ich danke nochmal ganz herzlich für die Anteilnahme, den Trost und die Kritik.
    Ich brauchte das - deshalb habe ich mich angemeldet.

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    AW: Erwarte ich zuviel II

    Zitat Zitat von Elisabetha11 Beitrag anzeigen
    Er rief mich abends an und fragte, ob wir uns sehen können. Wir gingen ein Stück und schon holte er die erste Flasche Bier raus.
    In diesem Zusammenhang frage ich Dich nochmal ganz ernsthaft:

    bei diesem ersten 10 (!)-stündigen Spaziergang hatte er tatsächlich 6 Flaschen Bier und 2 Flaschen Wein im Gepäck???

    Und Du fandest das wirklich nicht schon so abstoßend, dass das Thema für Dich erledigt war???

    Er könne mir einfach nicht widerstehen.
    Und dass er noch immer Gefühle für seine Frau hat.
    Wenigstens ist er ehrlich.
    (Sorry für die Ironie - aber was, um alles in der Welt, willst Du damit anfangen??)


    Ich sagte ihm gestern, dass es reicht. Dass ich mich schlecht fühle und keine Fortsetzung möchte.
    Ja, dann ist doch gut.

    Weswegen wird *viel Arbeit* vor Dir liegen, wenn Du beschlossen hast, jemanden aus Deinem Leben zu entfernen, der Dir nicht gut tut?

  7. Inaktiver User

    AW: Erwarte ich zuviel II

    Zitat Zitat von Elisabetha11 Beitrag anzeigen
    Davon habe ich mich nicht bestimmen lassen. Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Aber erschüttert hat mich diese Form der Selbstzerstörung dennoch. Und ich hatte immer Mitleid.

    Und Ihr habt ja alle recht. Ich merke ja seit Tagen, dass diese "Zerstörung" auch bei mir stattfindet. Nur eben anders. Es wird wohl ein Grundproblem geben.

    Ich sagte ihm gestern, dass es reicht. Dass ich mich schlecht fühle und keine Fortsetzung möchte.
    Er sagte, dass es ok ist. Das meint er auch so. Er beteuerte nochmals, wie leid ihm die Sache von damals täte, findet aber auch, dass wir doch eine schöne Zeit hatten. Er könne mir einfach nicht widerstehen.
    Er ist noch mehr als ich handlungsunfähig und hat mit dem Mann von früher nichts mehr gemeinsam, außer seiner eigenen Welt. Ich will nicht Teil davon sein.
    Damals hat er gelogen und betrogen und heute sieht er sich in der Rolle eines Opfers.
    Er sagte gestern, dass er niemals jmd. Schaden könnte. Dass er lieber zurück steckt, hauptsache den anderen ginge es gut. Und dass er noch immer Gefühle für seine Frau hat.
    Ich weiß, dass da keine gemeinsame Zukunft wartet. Er sieht sich auch irgendwie heldenhaft, weil er so viele Opfer bringt und Schmerzen aushält. ER fühlt sich schnell zurückgewiesen.

    Gestern ging es mir furchtbar. Ich habe mich auch gefragt, wo mein Selbstwert ist und fand mich einfach jämmerlich.
    Meine Güte, weshalb hast du dieses innerliche Drama? Weshalb muss es dich gleich mit runterziehen? Wie willst du denn zukünftig paar mehr Dates durchstehen, die vielleicht notwendig sind, um einen wirklich passenden, guten Partner kennenzulernen? Wie willst du zukünftig widerlichen Typen Grenzen setzen?

    Von 10 Stunden-Dates rate ich im Übrigen ab. Triff dich zu Anfang kurz, höchstens 1,5 Stunden. Lass dich doch nicht so vereinnahmen von jemanden, der sich z.B. neben dir zudröhnt, dich volllabert. Wo ist denn dein Bauchgefühl? Wenn dir jemand nicht gefällt, dann halte es kurz und geh binnen 15 Minuten. Das spart beiden Seiten Zeit. Ich kann es nicht verstehen, wenn ein 50jähriger sein Leben nicht aufgeräumt hat oder nicht mal weiß, dass er dies tun müsste, selbst wenn er auch Opfer ist. Ja, das kann im Leben passieren, aber trotzdem muss man auch mit Ungerechtigkeiten, der Vergangenheit umgehen können, um sich überhaupt eine lebenswerte Zukunft zu gestalten. Saufen ist kein Beitrag eine Lebenszufriedenheit dauerhaft zu erreichen.

    Klar kann ich verstehen, dass du auch Sehnsüchte hast und dass die unter Corona noch zusätzlich heraufkommen.

    Und wie könntest du denn für dich ein Stop reinbringen, wenn du dich zu sehr in solchen Geschichten verfängst?
    Geändert von Inaktiver User (17.05.2021 um 10:00 Uhr)

  8. User Info Menu

    AW: Erwarte ich zuviel II

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    In diesem Zusammenhang frage ich Dich nochmal ganz ernsthaft:

    bei diesem ersten 10 (!)-stündigen Spaziergang hatte er tatsächlich 6 Flaschen Bier und 2 Flaschen Wein im Gepäck???

    Und Du fandest das wirklich nicht schon so abstoßend, dass das Thema für Dich erledigt war???



    Wenigstens ist er ehrlich.
    (Sorry für die Ironie - aber was, um alles in der Welt, willst Du damit anfangen??)




    Ja, dann ist doch gut.

    Weswegen wird *viel Arbeit* vor Dir liegen, wenn Du beschlossen hast, jemanden aus Deinem Leben zu entfernen, der Dir nicht gut tut?
    Naja, gestern habe ich mich selbst gefragt, ob ich noch alle beisammen habe.
    Wenn ich mich nach allem, was damals passiert ist, nach zwei Treffen in einer Abwärtsspirale befinde, auch vor dem Hintergrund, dass er säuft, dann habe ich ein Problem.

    Das gab es vor und nach ihm nicht. Ich war immer der Meinung, mich gut abgrenzen zu können. Aber irgendetwas triggert mich bei ihm dermaßen, dass ich nicht mehr wusste, was eigentlich mit mir los ist.
    Damals fühlte ich mich benutzt und beschmutzt und dieser Vertrauensmissbrauch auf meine Kosten, haben mir lange das Gefühl gegeben wertlos zu sein. Daher finde hier die Hinweise gar nicht verkehrt, dass es mein Ego ist, welches mir im Weg steht. Und dass ich mir erhofft hatte, er würde mir nun seine Liebe gestehen.
    Ich habe lange daran geknabbert und mache mir nichts vor. Ich möchte sowas nie wieder erleben.

  9. Inaktiver User

    AW: Erwarte ich zuviel II

    Zitat Zitat von Elisabetha11 Beitrag anzeigen


    Sie hat mich mit einem Blick von Unverständnis betrachtet.
    Ich denke mal, dass das Allen so geht, die deinen Strang hier lesen.

    Hoffentlich findest Du den Weg, um endlich mehr auf dich selbst zu achten und dich zu schützen.

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    AW: Erwarte ich zuviel II

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Meine Güte, weshalb hast du dieses innerliche Drama? Weshalb muss es dich gleich mit runterziehen? Wie willst du denn zukünftig paar mehr Dates durchstehen, die vielleicht notwendig sind, um einen wirklich passenden, guten Partner kennenzulernen? Wie willst du zukünftig widerlichen Typen Grenzen setzen?

    Von 10 Stunden-Dates rate ich im Übrigen ab. Triff dich zu Anfang kurz, höchstens 1,5 Stunden. Lass dich doch nicht so vereinnahmen von jemanden, der sich z.B. neben dir zudröhnt, dich volllabert. Wo ist denn dein Bauchgefühl? Wenn dir jemand nicht gefällt, dann halte es kurz und geh binnen 15 Minuten. Das spart beiden Seiten Zeit. Ich kann es nicht verstehen, wenn ein 50jähriger sein Leben nicht aufgeräumt hat oder nicht mal weiß, dass er dies tun müsste, selbst wenn er auch Opfer ist. Ja, das kann im Leben passieren, aber trotzdem muss man auch mit Ungerechtigkeiten, der Vergangenheit umgehen können, um sich überhaupt eine lebenswerte Zukunft zu gestalten. Saufen ist kein Beitrag eine Lebenszufriedenheit dauerhaft zu erreichen.

    Klar kann ich verstehen, dass du auch Sehnsüchte hast und dass die unter Corona noch zusätzlich heraufkommen.

    Und wie könntest du denn für dich ein Stop reinbringen, wenn du dich zu sehr in solchen Geschichten verfängst?
    Es war ja kein Date im eigentlichen Sinn. Ich würde es als ein Wiedrsehen bezeichnen.
    Wir haben viel geredet über damals, was immerhin gut und richtig war in Bezug darauf, wie es "wirklich" war und jetzt ist.
    Ich habe ja offensichtlich nie richtig losgelassen - die schöne Zeit, unser Kennenlernen und das abrupte, sehr hässliche Ende.

    Für mich war das dramatisch. Und in den letzten Tagen waren da viele unterschiedliche Gefühle. Von Freude über entsetzt sein, bis hin zu Traurigkeit.
    Was seine Sauferei betrifft, habe ich das zur Kenntnis genommen, aber sehe mich nicht für ihn verantwortlich.
    Trotzdem haben wir uns gut und, ich denke, auch ehrlich ausgetauscht.
    Meine Erwartungen waren aber andere.

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