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  1. Inaktiver User

    AW: Was ist denn mit diesen Tinder-Typen los?

    Zitat Zitat von KittySnicket Beitrag anzeigen
    Mir sagt das mehr zu als wenn wir getrennte Wohnungen haetten und gleichzeitig mehr Nettozeit miteinander verbringen wuerden - falls das Sinn ergibt?
    Ja klar.

    Ich denk nur, wenn man es grundsätzlich schön findet mit jemand einzuschlafen und auch aufzuwachen, wieso sollte man das bei wem anders nicht schön finden?

    Es gibt ja Leute, die den anderen wirklich dauernd um sich haben wollen, weil ihnen das guttut (oder auch weil sie finden dass sich das so gehört, egal). Ich kenn einige, die z.B. mehrfach am Tag mit dem Partner kommunizieren, ist ja hier auch immer wieder Thema, manche brauchen das, andere nicht. Ob die mit mehr Distanz bei einem anderen Partner glücklich wären? Kann ich mir echt nicht denken, weil das für mich weniger mit dem Gegenüber zu tun hat als damit wie gern man (auch mal) alleine ist.
    Geändert von Inaktiver User (14.08.2020 um 15:12 Uhr)

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    AW: Was ist denn mit diesen Tinder-Typen los?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich meine, wenn jemand schon reinkommt und fragt, ob ich meine Bücher alle gelesen habe... nö, die stehen da damit der Staub weiß wohin.
    Weisst, mit einem entsprechenden Smiley, auch IRL, faend ich die Antwort lustig.
    Aber so ... find ich das problematisch und koennte, im Gesamtkontext (bzw. Verbindung mit anderen Faktoren) beim Daten nicht grade helfen.

    Ich hab auch eine Buecherwand, das gehoert fuer mich dazu, sonst ist es kein Zuhause, sondern Zwischenmiete. (Auch okay, ich wusste immer, ich bin wieder bereit, sesshaft zu werden, wenn ich die Dinger aufbauen konnte.)

    Nein, ich hab die nicht alle gelesen, nicht mal annaehernd.

    Mehrere Gruende: ich hebe nicht wirklich auf, was ich gelesen habe, sonst waere mir schon vor einiger Zeit der Platz ausgegangen. Wenn mir ein Buch nicht so gefallen hat, brauch ich's ja auch nicht behalten - und wenn schon, dann will ich es in die Welt hinausschicken. Ich mag den Gedanken, dass die Viecher im Umlauf sind - und ich kaum wissen kann, wo sie jemals landen.

    Umgekehrt habe ich viele 'geerbt', oder kaufe gebraucht, da frage ich mich oft, wo die vorher waren. Ich kaufe auch mehr, als ich lesen kann (Verhaeltnis bestenfalls 2:1 und versichere dann oft unglaubwuerdig, dass ich 'jederzeit aufhoeren kann'). Oder fange an und werde unterbrochen und muss erst wieder den richtigen Zeitpunkt erwischen - den braucht ein Buch fuer mich; ich hab schon in der Bibliothek des oefteren lange Zaehne bekommen und war dann froh, als es soweit war.

    Achja, ich leihe eben auch viel aus - ab und zu will ich ja umweltfreundlich sein und langfristig muessen wir unsere Resourcen eh teilen
    (Fand's auch lustig, wenn ich in Bibliotheksbuechern auf Anmerkungen gestossen bin - hatte was Archaeologisches - in Wien damals bei irgendeiner Jelinek stand am Seitenrand "Diese Elfriede!" oder sowas in der Art, sehr lustig und die vierte Wand quasi gebrochen; normalerweise bin ich kein Fan von Verzierungen, bzw. wenn schon wer unterstreichen muss, soll er sich das Ding kaufen - andererseits manchmal auch spannend zu sehen, worauf Leser/in oder auch Lehrer/Lektor/Professor so anscheinend Wert/Augenmerkt legte...? usw)

    Irgendwo hab ich mal gelesen, das Verhaeltnis von ungelesen zu gelesen ist bei den meisten 70:30 oder so, das kann ich sicher unterbieten. Und der Grossteil an gelesenen Buechern bleibt bei mir eher aus Sentimentalitaetsgruenden - so oft schau ich in den Ovid aus der 6. Klasse Gymnasium nimmer rein, mein Kinder-Bastelbuch dient eher der Erinnerung bzw. ist ruehrend archaisch und unter Hipstern womoeglich mal viel wert; ein oder zwei Buecher les ich tatsaechlich immer wieder mal gerne.

    Und mit dem Wissen im Hintergrund .... ueberleg ich mir grad: Ich waer zu Herrn S gekommen - haette dort eine aehnliche Sammlung gefunden, mit ihm geplaudert bzw. ihm die Frage aus deinem Posting gestellt. Und so eine Antwort bekommen (mit dem, was das emoji transportiert ...)
    Joa, ich glaub, der Abend haette keine Fortsetzung gefunden ... Buecherfreak oder nicht.

    Bewunderung haette keiner von uns beiden erwartet, denke ich.
    Nebstbei: auch nicht, dass die im Regal vertretenen Interessen sich weiss Gott wie ueberlappen. Okay, wenn dort haufenweise Ayn Rand, David Irving und sonstige offenbar einschlaegige Literatur vertreten waere, und zwar nicht aus akademischen/Recherchegruenden, sondern aus Spass an der Freud, haett ich mich vermutlich absentiert. Herr S und somit seine Bibliothek ist sehr geekig orientiert - davon sind mir 80% sowieso spanische Doerfer; aber gerade das find ich spannend. Ich habe also im reifen Alter von 41 Jahren endlich damit begonnen, Terry Pratchett zu lesen, und bin sehr erfreut, dass mir so eine neue Welt erschlossen wurde.
    (NB ich haett keine Probleme, ueber Rand/Irving zu diskutieren, ich faend's halt eher schwierig, wenn jemand solchen Ideologien anhaengt ... da wuerd sich kaum eine Beziehung draus ergeben.

    Und generell find ich das Wie nicht grad weniger wichtig als das Was.)

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    AW: Was ist denn mit diesen Tinder-Typen los?

    Ich wuerd das gemeinsame Einschlafen nicht weniger schoen finden, nein. Aber wenn es das mit Mann1 gab, aber mit Mann2 nicht, heisst das nicht, dass es mit Mann2 nicht klappen kann (bzw. Mann1 besser war) - ist halt jedesmal eine Frage der Gesamtbilanz, ganz trocken ausgedrueckt.

    Fuer manche ist es der Dealbreaker, wenn sie nicht 5 SMS am Tag vom Partner bekommen - fuer andere ist das ein netter Zusatz (und man kann sich vielleicht dran gewoehnen und es eventuell irgendwann vermissen beim naechsten).
    Ich meinte halt, dass es vermutlich dynamischer sein kann, als man denkt (oder ich zumindest), wie mir auffiel, nachdem vindpinad danach fragte.
    Und es hat auch mit dem hier bereits aufgekommenen Thema zu tun, was ist Liebe, was liebt man am Partner? Das ist ja auch (imo) immer mehr als die Summe der einzelnen Teile - und die kann man sowieso nicht austauschen und modifizieren, wie man gerne haette - das fuehrt sich letztendlich selbst ad absurdum

  4. Inaktiver User

    AW: Was ist denn mit diesen Tinder-Typen los?

    Ein unerschöpfliches Thema - aber im Wohnzimmer hab ich gar nicht so viele Bücher, also zumindest ein Bruchteil dessen was ich in meinem Leben gelesen hab. Ich wunder mich halt, wie es wen wundern kann, dass man 200 oder 300 Bücher gelesen hat?

    Ich denke da gern an eine Szene beim IKEA, ich geh so durch die Gänge, dann sagt hinter mir jemand zu seinem Freund: boah Alter, schau dir das an, so viel Bücher hat doch kein Mensch (weil in so einer Wohnzimmerkoje halt eine Billywand aufgebaut war).

    So wer lebt halt einfach in einer anderen Welt.

  5. Inaktiver User

    AW: Was ist denn mit diesen Tinder-Typen los?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber vielleicht kann ja die gleiche Person auch mit einer Person so fühlen, dass man sich sehr viel sehen will - und es fühlt sich gut an- und mit einer anderen anders, also dass man sich seltener sieht, es sich aber auch gut anfühlt?

    Oder glaubt ihr, dass das "fix" ist?
    Spannendes Thema, ich glaube das hängt auch davon ab wer "der schwächere" in der Beziehung ist, wer es mehr will.
    In meiner letzten Beziehung war ich unsicher/verlustängstlich, sie vermeidend, bindungsängstlich, ich hätte gerne (noch) mehr Zeit mit ihr verbracht, in vergangenen Beziehungen war es eher umgekehrt, ich fühlte mich ihrer sicher, hatte keine Verlustangst und wollte sie gar nicht so häufig sehen.

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    AW: Was ist denn mit diesen Tinder-Typen los?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Äh ja, durchaus. Es geht um Interessen. Nicht um Body...

    Bei Partnerwahl kommt es aber so gut wie bei allen zuerst der Body (das Äußere) - das muss passen, ernst dann wird der Rest angeschaut (Interessen).

  7. gesperrt

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    AW: Was ist denn mit diesen Tinder-Typen los?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    gekürzt von mir

    Zum Glück gibt es ja zwischen einer mit Büchern, Fahrrädern und Tonträger vollgestopften Wohnung und einer nichtssagenden Katalogwohnung noch ganz ganz viel .
    Ja, allerdings bekomme ich so etwas selten zu Gesicht.

    Ich könnte nicht mit jemanden zusammenleben der hortet. aber das muss ich ja zum Glück nicht. Ich verschenke regelmäßig Bücher, die ich gelesen habe oder andere Dinge, die ich nicht mehr brauche. Mich beruhigt das. Eine zugestellte Wohnung macht mich nervös.
    Ich sehe halt schon einen Unterschied darin, ob ich einen ausgelesenen Taschenbuch-Krimi aus dem Goldmann-Verlag in der 20. Auflage weggebe, weil ich nichts "horten" möchte, oder ob ich nicht doch an limitierten Vinyls zB von Kraftwerk hänge, die halt auch neben dem ideellen einen materiellen Wert haben.

    Zitat Zitat von Azilal Beitrag anzeigen
    In meinem Universum ist das ganz eine normale Reaktion. Mein heutiger Partner hat eine riesige Büchersammlung, ich besitze kaum Bücher. Dafür besitze ich eine Sammlung von schönen alten Holzmadonnen, er kann damit überhaupt nichts anfangen. Keiner war deswegen beleidigt oder fühlte sich nicht genügend gewürdigt.
    Jössas, wo du das erzählst, da fällt mir ein, dass ich kitschige Heiligendarstellungen sammle, die bei mir auch auf dem WC hängen dürfen, neben dem Bett und natürlich auf den Kommoden.
    Ich bin auch keine Kandidatin für Liebhaber des Purismus.

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    AW: Was ist denn mit diesen Tinder-Typen los?

    Zitat Zitat von sonic99 Beitrag anzeigen
    Bei Partnerwahl kommt es aber so gut wie bei allen zuerst der Body (das Äußere) - das muss passen, ernst dann wird der Rest angeschaut (Interessen).
    stimmt.
    Aber ich glaube, du willst einfach bissl stänkern

    @Sammlungen

    ich finde ja, es kommt nicht so sehr drauf an, was gesammelt wird (okay, Trophäen wie tote Viecher oder Poster von Victoria's Secret Models an allen Wänden fände ich abturnend).

    Sondern wie die Sammlung in Schuss ist und wie sie präsentiert wird.

    Ich kenne einige mit Vinyl Sammlungen. Nicht so meins, ich hab nur ein Vintage Vinyl T-Shirt aus London
    auch Bücher-Meter beeindrucken mich nicht so. Ich kann lesen, lese viel und gerne, daher volle ich nicht in Begeisterungsohnmacht, wenn andere das auch tun und können. Das ist für mich: normal.

    Hummelfiguren, Meerschweindeln (alive oder Plüsch), Espressotassen, alte Kaffeekannen, Kakteen, .....
    mir irgendwie egal. Wenn!!!! die Sachen gut ge- oder erhalten sind und nicht verstaubt, verdreckt, erbarmenswert.

    Und ja, Vinyl würde mich mehr beeindrucken als CD.
    Bei CD hab ich eher das Gefühl, jemand ist blöderweise technisch in den 90ern hängen geblieben. Bei Vinyl: hat schon wieder was....

    (fällt mir gerade ein, weil in einem anderen Strang ein CD-Ständer als "gut und nicht! als Sperrmüll" wahrgenommen wurde.
    Nun.........

    Ach und es sollte erkennbar sein, dass das Sammeln ein netter Spleen ist und nicht Anzeichen für was Ernsteres (der Wille Dinge zu besitzen oder gar zu horten kann eine Angststörung sein und ehrlich, gestört bin ich selber genug, da brauch ich nicht Verstärkung )

    ich sammle zur Zeit nichts, glaub ich, aber ich hatte mal einen schlimmen Hang zu alten Kaffeekannen, Sonnenbrillen, Leinentüchern.

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    AW: Was ist denn mit diesen Tinder-Typen los?

    Und so alte Goldrahmen (von den Heiligen über Omas Bett @Hawaii), da hab ich lauter Spiegel reingemacht.

    Außerdem besitze ich mehr getrocknete 4blättrige Kleeblätter als Kaiserin Sissi in Schloss Bad Ischl (Teetisch)


    Wenn die mal Ersatz zur Restauration brauchen: bei mir melden.

  10. Inaktiver User

    AW: Was ist denn mit diesen Tinder-Typen los?

    Zitat Zitat von hawaiianstarline Beitrag anzeigen
    Ich sehe halt schon einen Unterschied darin, ob ich einen ausgelesenen Taschenbuch-Krimi aus dem Goldmann-Verlag in der 20. Auflage weggebe, weil ich nichts "horten" möchte, oder ob ich nicht doch an limitierten Vinyls zB von Kraftwerk hänge, die halt auch neben dem ideellen einen materiellen Wert haben.
    gekürzt von mir

    Und für mich macht es ein einen Unterschied ob jemand in seinem Wohnzimmer 100 seiner lieblingsvinyls stehen hat mit optisch ansprechenden Spieler (was ich zB super schön und auch als persönlichen Ausdruck empfinde) oder ob man vor Vinyls nicht mehr weiß wo man sich setzen soll. Oder seine Lieblingswerke in schönen Bücherregalen stehen hat und diese sich nicht in jeder Ecke der Wohnung stapeln. Oder eine schöne Vitrine mit Froschfiguren hat und diese nicht jede freie Fläche einnehmen.

    Aber gut. Ich konnte mit Sammelleidenschaften auch noch nie was anfangen. Ich empfinde das als schräg. Andere finden mich schräg, weil ich möglichst jeden Monat verreise. Kann man auch als "Flucht vor irgendwas" diagnostizieren. Deshalb muss eben jeder sein eigenes Deckelchen finden. Sonst wäre es auch langweilig.

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