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    smirk Gebe ich zu schnell auf oder habe ich den Richtigen einfach noch nicht gefunden?

    Hallo ihr Lieben,

    ich dachte, ich höre mir einfach noch einmal andere Meinungen zu meinem Dating-Chaos an :-D

    Kurz zu meinem bisherigen Beziehungs- und Datingleben: Es war leider immer recht chaotisch und bislang habe ich tatsächlich keine erfüllende längere Beziehung gehabt. Man kann die Männer bei mir in zwei Kategorien einteilen: diejenigen, die mir total verfallen und dann alles dransetzen, um mit mir zusammenzukommen. Nur leider sind das immer diejenigen, auf die ich gar nicht stehe, auch wenn ich es immer mal wieder eine Zeit lang mit ihnen probiere (so war ich mal ein halbes Jahr mit einem zusammen; aber ich fühlte mich nicht genügend zu ihm hingezogen). Ich würde auch sagen, dass das immer Männer waren, die nicht wirklich zu mir gepasst haben. Hatte oft den Eindruck, dass sie sich von meiner ihnen gegenüber abweisenden Art magisch angezogen fühlten und mich irgendwie "knacken" wollten. Meist sind das auch Männer, die eher nicht so gut bei anderen Frauen (und auch bei mir) ankommen und sich sehr ins Zeug legen müssen, um Frauen von sich zu überzeugen.

    Und dann gibt es die anderen - die, die mir recht gut gefallen und mit denen es immer mal wieder eine (leider kurze) Episode in meinem Leben gibt. Zu Beginn geben sie mir schon das Gefühl sehr interessiert zu sein und wir verbringen einige schöne Wochen zusammen. Aber dann merke ich wie derjenige sich ambivalent verhält und bevor er noch irgendetwas Verletzendes anstellen kann, serviere ich ihn ab. Zumindest war das weit überwiegend der Fall- zT gab es danach ein anstrengendes Hin-und Her, wobei ich dann immer fand, dass er sich letztlich nicht genug Mühe gegeben hatte.

    Die letzten zwei Episoden waren tatsächlich mit jüngeren Männern (beide 23; ich bin gerade 29 geworden). Den ersten lernte ich in den USA auf einer Party kennen. Wir verbrachten wirklich sehr schöne Wochen zusammen und waren eigentlich jede freie Minute zusammen. Leider machte er keine konkreten Zukunftspläne bevor ich abreiste (er war noch weitere 4 Monate in Amerika). Er meldete sich zwar nach meiner Abreise regelmäßig und wir telefonierten (aufgrund der Zeitverschiebung war es aber recht anstrengend und es wurde mit der Zeit weniger). Ich war enttäuscht und sagte, dass wir unsere Zeit im Ausland einfach in schöner Erinnerung behalten sollten. Er war überrascht und auch traurig, akzeptierte meinen Kontaktabbruch aber zunächst. Einige Wochen später flog ich zurück in die USA (um Verwandte zu besuchen) und postete eine Instagram-Story. Er sah, dass ich in derselben Stadt war, schrieb mir sofort und wollte mich treffen. Ich brachte es nicht übers Herz ihm abzusagen. Also verbrachten wir wieder einen sehr schönen Abend, der damit endete, dass wir zusammen auf seinem Bett kuschelten. Als ich gehen wollte, fragte er mich, ob wir uns wiedersehen. Ich glaube, dass ich nichts gesagt habe, ihn geküsst habe und gegangen bin. Ich hatte einfach Sorge, dass er dann wieder wankelmütig werden würde und sich nicht genug Mühe geben würde.

    Einige Wochen später nahm ich aber noch einmal Kontakt auf (irgendwie konnte ich ihn doch nicht vergessen), weil ich noch einmal zurück in die USA reiste. Aber wir verpassten uns leider, weil er zurück nach Deutschland flog. Während der Coronakrise kontaktierte er mich wieder und wir schickten einander lange Sprachnachrichten. Auch wollte er sich mit mir treffen; machte aber keine konkreten Pläne. Zuletzt schrieb er mir wieder aus dem Nichts und konfrontierte ihn damit, dass er wohl nicht wisse, was er wolle. Die Sprachnachricht, die ich dann erhielt, war sehr kryptisch (dafür bräuchte man ein Wörterbuch 23-jähriger Junge- deutsch/ deutsch- 23-jähriger Junge :-D). Er sagte, dass es inzwischen komisch zwischen uns sei und er nicht wisse, wo wir jetzt eigentlich verblieben sind (glaube ich zumindest :-D wie gesagt, ich verstehe von der Nachricht kaum etwas). Irgendwie hat er recht - es ist komisch. Aber ich weiß nicht, ob es an mir liegt und ob ich hätte geduldiger sein müssen oder ob es an ihm liegt und er nicht in die Gänge kommt.

    Irgendwie kann es schon auch an mir liegen - meine Geschichten laufen ja ständig so ab. Aber, wenn jemand anfängt sich ambivalent zu verhalten, verunsichert mich das total und ich möchte die Geschichte so schnell wie möglich beenden. Andererseits stehe ich halt überhaupt nicht auf die Typen, die mir das Haus einrennen und nicht locker lassen (aber nicht, weil sie mir hinterher rennen, sondern, weil ich sie weder optisch noch charakterlich anziehend fand). Langsam bin ich echt ratlos. Bin ja leider auch schon 29 und so langsam spricht Vieles dafür, dass es an mir liegt... Oder ich habe einfach noch nicht den Richtigen getroffen und warte so lange, bis es endlich stimmig ist und es eine "perfekte" Kennenlernphase gibt. Gibt es so etwas überhaupt? Oder kann auch aus eher holprigen Kennenlernphasen etwas werden? Sind Unsicherheiten und ambivalentes Verhalten beim Kennenlernen normal und muss man einfach etwas Geduld aufbringen? Oder muss zumindest anfangs alles rosarot sein? Ich persönlich muss nicht verliebt sein (und auch keine großen Gefühle haben), um mir eine Beziehung vorstellen zu können. Aber ich muss den Mann sehr attraktiv finden und mich deutlich zu ihm hingezogen fühlen. Bei den Feuer-und-Flamme-Männern war das leider überhaupt nicht der Fall. Mein Körper hat sich regelrecht gewehrt gegen diese Männer, so dass ich das in Zukunft auch nie mehr ausprobieren werde.

    Ist ein bisschen lang geworden; ich erspare euch die zweite Geschichte mit dem anderen 23- Jährigen erst mal ; es sei denn, es besteht Interesse an weiteren Stories :-D

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    AW: Gebe ich zu schnell auf oder habe ich den Richtigen einfach noch nicht gefunden?

    Ich würde sagen, gewisse Unsicherheiten sind beim Kennenlernen normal... man kennt sich ja noch nicht richtig.

    Wie kann man sich bei einem quasi Fremden sofort sicher sein? Das wäre doch vermessen!

    Deshalb kann man auch noch nicht sofort sagen, man ist jetzt "zusammen", das ergibt sich doch erst. Es heißt doch nicht umsonst "Kennenlernphase" und "Beziehungsversuch".

    Allerdings finde ich, ist ein Beziehungsversuch zum Scheitern verurteilt, wenn einer der Beiden nicht verliebt ist. Die Kennenlernphase ist ohne anfängliche Verliebtheit hingegen nicht zum Scheitern verurteilt. Ich zum Beispiel habe mich in meinen jetzigen Mann nach ca 3 Monaten regelmäßigen Datens verliebt. Vorher fand ich ihn nur umwerfend nett, und ich habe mich davon überzeugt, dass er tatsächlich ein guter Mensch ist. Dann war ich plötzlich verliebt. Und erst dann hatten wir Sex.

    Mir scheint, Du erwartest zu viel. Außerdem verhältst Du Dich auch ambivalent und sprunghaft.
    Und servierst immer die Männer sofort ab, die "sich nicht genug Mühe geben".

    Was Du genau darunter verstehst, müsstest Du konkreter erklären, aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass Du auch hier unrealistische Vorstellungen hast...

    Eine realistische Erwartungshaltung in der Kennenlernphase wäre meiner Meinung nach:

    - Äußerung beim Date, sich bald wieder sehen zu wollen, idealerweise sogar mit Terminvorschlag oder Vereinbarung, wer sich wann meldet
    - Zuverlässiges Einhalten dieser Vereinbarung ("ich ruf Dich am Mittwoch an, dann besprechen wir, was wir am Samstag machen wollen")
    - Idealerweise eine E-Mail, WhatsApp oder ein Anruf am Tag nach dem Date und evtl. ab und zu ein Lebenszeichen.
    - Beim Treffen will er dass es mir gut geht, richtet sich auch nach meinen Wünschen ("hier ist es mir zu laut/ heiß/ kalt, gehen wir woanders hin" zum Beispiel.

    etc. pp. Dasselbe gilt natürlich auch umgekehrt. Man lädt sich gegenseitig abwechselnd ein. Ich interessiere mich natürlich auch dafür wie es ihm geht, nehme Rücksicht und will, dass es ihm auch gut geht.

    Irgendwie liest Du Dich, als würdest Du Prinzessinenallüren haben und ständig umworben und verwöhnt werden wollen...
    Falls mein Eindruck zutreffend ist, würde das bedeuten, dass Du selbst ein großer Teil des Problems bist.

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    AW: Gebe ich zu schnell auf oder habe ich den Richtigen einfach noch nicht gefunden?

    Meine letzte Kennenlernphase war eher holprig - ich bin glücklich verheiratet!


    Bei dem USA-Mann erwartest Du meiner Ansicht nach viel zu viel - was Du schreibst, liest sich so, als hätte er wirklich alles richtig gemacht und Du hast rumgeeiert.
    Er legt sich nach Wochen (!) nicht fest, wie es weitergeht (Du doch auch nicht?), meldet sich aber telefonisch.
    Du beendest das, worauf er traurig und überrascht ist - klingt doch eher nicht nach Desinteresse?

    Du bist wieder in seiner Stadt - er (!) kontaktiert Dich und ist dieses Mal deutlicher - Du küsst ihn und gehst.


    Was hätte er denn noch machen sollen?

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    AW: Gebe ich zu schnell auf oder habe ich den Richtigen einfach noch nicht gefunden?

    Du wolltest wahrscheinlich schneller Verbindlichkeit aufgrund der Entfernung. Bist du denn oft in den USA? Momentan geht ja eh nix mit Einreise. Wie hast du dir denn eine mögliche Beziehung mit ihm in der Praxis vorgestellt?
    Ich finde Du hast sehr früh Druck reingebracht. Verstehe ich einerseits aufgrund der Entfernung aber sowas macht oft dann das zarte Pflänzchen kaputt.

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    AW: Gebe ich zu schnell auf oder habe ich den Richtigen einfach noch nicht gefunden?

    Hast Du schon mal etwas zum Thema Bindungsangst/Beziehungsangst gelesen?

    Nur so eine Idee...

    Nach wenig Geduld klingt das für mich bei Dir nicht, nach Ängsten aber schon.

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    AW: Gebe ich zu schnell auf oder habe ich den Richtigen einfach noch nicht gefunden?

    Zitat Zitat von Scarlett21 Beitrag anzeigen
    Die letzten zwei Episoden waren tatsächlich mit jüngeren Männern (beide 23; ich bin gerade 29 geworden).
    Altersunterschiede sind zwar nicht per se problematisch, aber gerade in der
    Spanne zwischen 20 und 30 können sechs Jahre eine große Rolle spielen, gerade die
    emotionale Reife betreffend.

    Ich persönlich muss nicht verliebt sein (und auch keine großen Gefühle haben), um mir eine Beziehung vorstellen zu können.
    Warum nicht??
    Äußerliche Anziehung ist ohne Frage eines der Hauptkriterien, aber eine Beziehung,
    die den Namen verdient, nur darauf zu reduzieren wird langfristig nicht funktionieren.

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    AW: Gebe ich zu schnell auf oder habe ich den Richtigen einfach noch nicht gefunden?

    Vielleicht sogar unbewußt nachgeahmtes Verhalten, bekannt von jemandem aus der Familie?

    Gib Zucker, gib Peitsche, gib gar nichts, komm her, aber fix und dann das Ganze von vorne?
    Mein Himmel bleibt magisch, wie meine Träume, meine Bilder, mein Leben....
    Ich bin die, die ich bin.

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    AW: Gebe ich zu schnell auf oder habe ich den Richtigen einfach noch nicht gefunden?

    Zitat Zitat von Lizzy1234 Beitrag anzeigen
    Hast Du schon mal etwas zum Thema Bindungsangst/Beziehungsangst gelesen?

    Nur so eine Idee...

    Nach wenig Geduld klingt das für mich bei Dir nicht, nach Ängsten aber schon.
    Den gleichen Gedanken hatte ich bei der Lektüre ebenfalls.

    Aus der Bindungsangst resultiert natürlich auch, dass das Objekt der Begierde ab einem bestimmten Punkt wieder "abgelegt" werden muss.

    Das ist exakt der Punkt der Entscheidung: Wird aus Verliebtheit und körperlicher Anzeigung jetzt "Liebe", also die Fähigkeit, den anderen trotz und wegen seiner Eigenheiten zu ertragen/zu schätzen, ohne immer auf das Rauschmittel "Libido" zurückgreifen zu können?

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    AW: Gebe ich zu schnell auf oder habe ich den Richtigen einfach noch nicht gefunden?

    Ich verstehe auch nicht wieso Du immer direkt Schluss machst, wenn der Andere sich Deiner Meinung nach ambivalent verhält. Sprich es lieber an und schau erstmal wie es sich weiter entwickelt.
    Manchmal steckt vielleicht nur ein Missverständnis dahinter.

    Und aus Vernunft würde ich mit niemandem eine Beziehung eingehen. Ich muss den Mann schon spannend, interessant und anziehend finden, sonst wird das nichts. Hab mal gelesen "Beim Daten ist es wie mit einer Serie. Wenn Du nach 3 Folgen nicht süchtig bist, wird das auch nichts." Das fand ich ziemlich treffend :)

    By the way: ich war über 5 Jahre Single bevor ich mit ü30 meinen jetzigen Partner getroffen habe. Lass Dir Zeit und genieß einfach Deine wertvolle Ich-Zeit.

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    AW: Gebe ich zu schnell auf oder habe ich den Richtigen einfach noch nicht gefunden?

    Hallo Scarlett,

    ich habe gelernt, dass man bei Männern echt klar kommunizieren muss.
    Der Amerika-Typ wusste doch gar nicht was los ist und kann Dein Verhalten nicht einordnen....
    Du hättest ihm am besten gesagt, dass Du Dir etwas verbindliches vorstellen kannst mit ihm...und wie es denn nach Deiner Abreise weitergehen soll....
    Dann hätte er eine Antwort geben können.

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