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Thema: Pragmatiker
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14.05.2020, 12:45Inaktiver User
AW: Pragmatiker
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14.05.2020, 12:47
AW: Pragmatiker
So habe ich das auch aufgefasst: der Ton macht die Musik.
Und "vermissen" hänge ich nicht so hoch, dass es schon fast eine Zumutung ist, wenn man dieses Wort nach wenigen Wochen benutzt. Mit der allseits verurteilten Bedürftigkeit hat dieses Wort für mich nichts zu tun. Allerdings vermisse ich nicht nur 'den Mann fürs Leben, die große Liebe' (nach wieviel Jahren darf man denn eigentlich vermissen, ohne bedürftig, klammernd, bedrängend, einengend... zu sein?), sondern auch Dinge und Erlebnisse.life is all about
finding people who
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CRAZY
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14.05.2020, 13:27
AW: Pragmatiker
Hmm... wie war denn der Ton? Die TE hat ihn umschrieben mit "oh Gott nein, ich freu mich auf dich", sie sagte so in der Art war es.
Und da fängt die nächste Wortklauberei an, für mich ist das eher ein Ausdruck von, ich bin erschrocken/überrascht/verwundert ob der großen Gefühle die mir da entgegen kommen. Andere hören da eine Abwertung für die Gefühle der TE heraus.
Die TE empfindet da eine Kühle. Und auch seine Aufklärung dazu reicht nicht um diese Kühle verschwinden zu lassen, ach hätte er doch...Dazu sind doch solche Gespräche da, um mich mit dem Partner auszutauschen und mich dann entscheide.
Ob jemand vermisst oder sich freut
für die beiden muss es sich stimmig anfühlen.
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14.05.2020, 13:36
AW: Pragmatiker
Hm, du willst, daß er sich dir gegenüber anders verhält. Das ist völlig gerechtfertigt.
Es ist kein tiefgriefender Einschnitt in jemands Persönlichkeitsrechte und psychische Autonomie, wenn er mal Blumen mitbringen soll, die Katze füttern, einem zum Geburtstag gratulieren, und nicht jeden Tag Kohlrabi kochen wenn man keine Kohlrabi mag. Er kann das nämlich jederzeit ablehnen, wenn die Beziehung ihm eine Verhaltensänderung nicht wert ist (genau wie du auch!) -- aber er kann nicht deine Gedanken lesen, wenn die Beziehung ihm eine Verhaltensänderung wert wäre, aber er keine Ahnung hat, was er falsch macht.
Also: Sagen, was du dir wünschst oder was du brauchst, klar, konkret, und zeitnah zum Anlaß. Gerade Leute, die eher sachlich und nüchtern drauf sind, kommen damit meistens sehr gut klar. Wenn er dann das große emotionale Drama auffährt (dich verspottet, mit Grundsatzdiskussionen um sich schlägt, beleidigt ist, deine emotionale Realität leugnet) , sagst du gleich, daß du wünschst und brauchst, daß er das nicht tut. (Auch eher nüchterne und sachliche Leute sind manchmal blind für ihre eigenen schlechten Angewohnheiten.) Wobei ich bei jemandem, der immer gleich großes emotionales Drama zelebriert, eine Selbsteinschätzung als sachlich und nüchtern bezweifeln würde -- nicht unbedingt aber eine Selbsteinschätzung als "Pragmatiker": Ein Pragmatiker verwendet jedes Werkzeug, daß er zur Hand hat.
Daran, wie er reagiert, kannst du abschätzen, wie es weitergehen könnte, und ob das damit eine Beziehung wird, in der es euch beiden gleichermaßen gut gehen kann.
Man kann sich durchaus einigen, daß der emotionalere sich zurücknimmt, damit der sachlichere sich nicht überfordert fühlt, und daß der sachlichere sich emotional wirkende Signale aneignet, um mitzuteilen, daß er den emotionaleren schätzt und respektiert. Man kann sich Maßnahmen überlegen, die den Teufelskreis beenden wenn beide sich vor dem anderen immer weiter ihn ihrenen eigenen Modus flüchten. Zu sagen, was man braucht, hilft auch da, aber dann sollte man sicher sein, daß der anderer gewillt und in der Lage ist, es einem zu geben.
Beziehungen sind immer ein "Zusammenraufen". Darauf zu verzichten und gleich zu gehen, nur weil man aus Sorge um die persönliche Autonomie und emotionale Realität des anderen nicht über sich sprechen mag, ist genau so destruktiv, wie zu bleiben, wenn der andere die eigene persönliche Autonomie und emotionale Realität nicht respektiert.Geändert von wildwusel (14.05.2020 um 13:43 Uhr)
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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14.05.2020, 13:45Inaktiver User
AW: Pragmatiker
Genau so!
Meine Güte noch mal...
Ich habe es schon erlebt, dass man sich nach dem ersten gemeinsamen Wochenende knutschend an der Wohnungstür von einander verabschiedet und gesagt hat: "Ich vermisse dich jetzt schon... " und der andere "... ich dich mehr..."
Die jeweilige Bekundung, dass man sich bis zum nächsten Treffen vermissen wird, hat bei mir nie zum Ende einer Beziehung oder einer Anbahnung zur Beziehung geführt.
Das hatte dann meistens ganz andere Gründe.
Aber sicher nicht, dass man zu früh gesagt hat, dass man den anderen vermisst.
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14.05.2020, 13:54
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14.05.2020, 14:06
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14.05.2020, 14:06Inaktiver User
AW: Pragmatiker
(von mir gefettet)
Das find ich ganz ganz dünnes Eis!
Wenn du mich lieben würdest, dann würdest du... nein, das ist absolut nicht meins.
(von mir gefettet)aber er kann nicht deine Gedanken lesen, wenn die Beziehung ihm eine Verhaltensänderung wert wäre, aber er keine Ahnung hat, was er falsch macht.
Und da ist man schon eingebrochen - wenn das was der Partner anders macht gleich mal eben als "falsch" deklariert wird.
Ich hab große Zweifel ob es funktionieren kann, wenn man erwartet, der andere solle doch mal romantischer sein, oder spontaner, oder gefühlvoller...Zu sagen, was man braucht, hilft auch da, aber dann sollte man sicher sein, daß der anderer gewillt und in der Lage ist, es einem zu geben.
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14.05.2020, 14:09
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14.05.2020, 14:16Inaktiver User
AW: Pragmatiker
Über seine Ex-Beziehungen weiß ich nur folgendes: Die Ehe ist nach langer Zeit in die Brüche gegangen (auseinandergelebt wie es so schön heißt) und eine weitere Beziehung von 2 Jahren ist an der Entfernung von 300km gescheitert. Dazwischen war nichts längeres - da war er auch für einige Zeit im Ausland für die Firma.
Gerne Rückmeldung. Ich kann nur heute nicht ausführlich antworten weil beruflich ein wenig unter Druck bin gerade



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