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    Kleines Problem ? Großes Problem ? Eine Frage der Toleranz ?

    Hallo liebe Community,
    ich habe aktuell ein Thema, was ich gerne zur Diskussion stellen möchte.
    Ich habe bereits eine Meinung dazu und bin auch diesbezüglich mit mir im Reinen, aber auch offen, mir andere Sichtweisen anzuhören. Tatsächlich ist die Situation ja manchmal doch vertrackter, als man es ursprünglich denkt. Vor allem, wenn das Herz mitspielt.

    Ich habe Ende letzten Jahres über eine SB einen Mann kennengelernt. Beide sind wir Mitte 50, er ist Franzose, ich Deutsche… beide leben wir in Frankreich, 12 km entfernt voneinander.

    Und jetzt gibt es gaaaaanz viele Dinge, die super sind und am Ende kommt das ABER.
    Die körperliche Anziehung ist da, auf der emotionalen und intellektuellen Ebene verstehen wir uns sehr gut. Jeder von uns hat sein Leben insofern in festen Bahnen, als dass er für sich selber sorgen kann und keine dramatischen Probleme anliegen.
    Beide sind wir daran interessiert, in eine Paarbeziehung zu investieren und Partnerschaft im wahrsten Sinne des Wortes zu leben. Und selbst der Sex, man mag es kaum glauben, ist toll. Ehrlich gesagt, besser als alles, was ich die letzten 30 Jahre erlebt habe.

    So, und jetzt das ABER.
    Eigentlich sind es zwei ABER, denen jedoch das gleiche Problem zugrunde liegt.

    Ich bin absolute Nichtraucherin und auch extrem empfindlich, was Zigarettenrauch betrifft. (sofortiges schmerzendes Kratzen im Hals). An sich habe ich die Meinung, dass jeder Mensch selber für sich wissen muss, ob er raucht und ich da nix mit erhobenem Zeigefinger zu suchen habe.
    Aber ich selber habe für mich bisher einen Raucher als Partner ausgeschlossen. (Gegen eine Zigarette alle paar Tage mal würd‘ ich allerdings nichts sagen)
    Nun ist (nennen wir ihn mal) Ben aber starker Raucher, was sich erst bei unserem zweiten Treffen zeigte.
    Bei mir gingen da alle Alarmglocken los. Er dagegen bedauerte diese „Inkompatibilität“ sehr und sah die Situation schlagartig als Herausforderung an, vielleicht ein für alle Mal mit dem Rauchen aufzuhören.
    Ich blieb skeptisch, doch ich sah seine ernsthaften Bemühungen Richtung seines Zieles.
    Kompromiss war dann, dass bei mir nicht geraucht wird. Das lief auch ganz gut, selbst wenn er bei mir manchmal 3 Tage blieb. Und bei ihm daheim reduzierte er.

    Nach einer gewissen Weile tauchte aber für mich ein weiteres Problem auf. Ich merkte nämlich, dass sein Alkoholkonsum die für mich tolerierbaren Grenzen übertrifft.
    Am Anfang fand ich es noch eine nette romantische Idee, zum Picknick am Stausee für jeden ein Glas Wein einzuschenken… und eine gute Idee, zu unserem gemeinsamen Abendessen bei mir eine Flasche Wein mitzubringen. Bald merkte ich doch (als wir nämlich mehrere Tage zusammen verbrachten), dass vom Beginn des Kochens am Mittag bis zum Dessert am Abend der Tag von einem endlosen Gläschen Wein begleitet wurde.
    Eine Tatsache, die er für völlig normal hält, ich aber der Menge wegen als gefährlichen Alkoholismus ansehe. Immerhin handelt es sich um eine bis anderthalb Flaschen Wein pro Tag!
    Nun muss man dazu sagen, dass er körperlich topfit ist und keine offensichtlichen Ansichten von Alkoholmissbrauch zeigt. Großer, muskulöser „Naturbursche“ ohne jeglichen Bierbauch oder Trinkernase. Medizinisch durchgecheckt ohne irgendwelchen Krankheitsanzeichen. Auch Verhaltensänderungen aufgrund des Trinkens konnte ich noch nicht feststellen...oder psychische Probleme...

    Er sieht seinen Weinkonsum als Teil seiner Kultur (wobei ich genug Franzosen hier kenne, die diese „Kultur“ nicht haben!) und als Teil seiner Gewohnheiten und Zeremonien, das Leben zu genießen und zu erleichtern.
    Weil: der beste Schutz, um gesund zu bleiben, ist eine positive Weltsicht!
    Bei allem guten Willen meinerseits, das glauben zu wollen, mache ich mir doch Sorgen um ernsthafte gesundheitliche Schäden.

    Würde ich es bei einem guten Freund dabei belassen, meine Meinung zum Rauchen und zum Alkohol klar kundzutun und das Suchtverhalten nicht noch zu unterstützen, fühle ich mich in einer Partnerschaft noch mehr involviert und noch weniger bereit, es zu akzeptieren.

    Bevor ich jetzt noch mehr ins Detail gehe und noch mehr Text schreibe, stelle ich das Thema doch schon mal ins Forum, weil mich Eure Meinungen interessieren.

    Freu mich auf Eure Anregungen!
    die Tulpe

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    AW: Kleines Problem ? Großes Problem ? Eine Frage der Toleranz ?

    Wären für mich zwei ganz klare Ausschlusskriterien.

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    AW: Kleines Problem ? Großes Problem ? Eine Frage der Toleranz ?

    Der Alkoholkonsum wäre definitiv das K.O.

    Wobei ich nicht glaube, das ein sehr starker Rauch wie du sagst, 3 Tage gar nicht raucht.
    Ich mache heute was für Bauch, Beine, Po.
    Pfannkuchen mit Nutella.

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    AW: Kleines Problem ? Großes Problem ? Eine Frage der Toleranz ?

    Zitat Zitat von Tuliperouge Beitrag anzeigen
    Hallo liebe Community,
    willkommen in der bri

    Bevor ich jetzt noch mehr ins Detail gehe und noch mehr Text schreibe, stelle ich das Thema doch schon mal ins Forum, weil mich Eure Meinungen interessieren.
    nun, du musst es wissen.
    erst schließt du einen raucher aus, dann doch nicht. er reduziert bzw. will es sich abgewöhnen.

    dann möchtest du ihm das trinken abgewöhnen

    ich als partner würde mich fragen: was kommt danach?
    ja, der alkoholkonsum ist schon auffällig, aber er ist erwachsen.....

    wie gesagt, musst du wissen. die entscheidung kann dir hier keiner abnehmen.
    Nein, mein Nickname hat nichts mit meinem Geburtsjahr zu tun

    Es gibt immer 4 Versionen beim Zusammentreffen von Mann und Frau:
    Seine, ihre, die Wahrheit, und das, was wirklich passiert ist.


    Schokolade stellt keine blöden Fragen - Schokolade versteht

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    AW: Kleines Problem ? Großes Problem ? Eine Frage der Toleranz ?

    Zitat Zitat von Kleinfeld Beitrag anzeigen
    Wobei ich nicht glaube, das ein sehr starker Rauch wie du sagst, 3 Tage gar nicht raucht.
    kann ich mir auch gaaaaanz schlecht vorstellen.
    Nein, mein Nickname hat nichts mit meinem Geburtsjahr zu tun

    Es gibt immer 4 Versionen beim Zusammentreffen von Mann und Frau:
    Seine, ihre, die Wahrheit, und das, was wirklich passiert ist.


    Schokolade stellt keine blöden Fragen - Schokolade versteht

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    AW: Kleines Problem ? Großes Problem ? Eine Frage der Toleranz ?

    Ihr kennt Euch seit drei Monaten und Dich stören bereits jetzt mehrere Sachen an ihm.
    Dieser Mann passt ohne Veränderung seiner selbst nicht zu Dir.
    Das sagt doch eigentlich alles?
    Man muss nicht unbedingt versuchen, etwas passend zu machen, mitunter ist es für beide Seiten besser es dann einfach zu lassen.
    .

    "Mein PC schreibt nur noch Großbuchstaben..." "Haben Sie die Feststelltaste gedrückt?""Nein, das hab ich ganz allein gemerkt.... !"

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    AW: Kleines Problem ? Großes Problem ? Eine Frage der Toleranz ?

    Es hilft dir nicht weiter, wenn ich dir schreibe, dass der Wein kein Ausschluss-Kriterium für mich wäre, denn drei oder vier Frauen haben vor mir genau das Gegenteil geschrieben.

    Es hilft dir generell nicht weiter, wie wir das bewerten, du musst auf deinen Bauch und dein Herz hören und dir überlegen, ob es wirklich um den Rotwein und die Zigaretten geht oder ob sie nicht dafür stehen, dass es zwischen euch aus einem anderen Grund nicht passt.

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    AW: Kleines Problem ? Großes Problem ? Eine Frage der Toleranz ?

    Selbst wenn ihr euch mit dem Rauchen arrangiert, irgendwann wird er in sein altes Verhalten zurückfallen.
    Oder er packt es wirklich und lässt es ganz.
    Aus eigener Erfahrung weiß ich aber auch, dass es nicht einfach ist...
    Und, ich weiß auch aus eigener Erfahrung, dass mit steigendem Alkoholkonsum die Zigaretten noch besser schmecken.

    Insofern wird das wohl nix.

    Er sollt sich also lieber eine weintrinkende Raucherin suchen.
    Für immer ab jetzt!
    "Weißt du, was ich manchmal denke? Es müsste immer Musik da sein.
    Bei allem was du machst. Und wenns so richtig Scheiße ist dann ist
    wenigstens noch die Musik da. Und an der Stelle, wo es am Allerschönsten ist,
    da müsste die Platte springen und du hörst immer nur diesen einen Moment." ♫



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    AW: Kleines Problem ? Großes Problem ? Eine Frage der Toleranz ?

    Hmmm, am Anfang war er nicht ganz ehrlich, was Zigaretten und Alkohol anbelangt.

    Und jetzt soll er sich für dich verändern.

    Ich habe meine Bedenken, ob das auf Dauer gutgeht.

    Inwieweit das für dich ein Ausschlusskriterium ist, musst du natürlich für dich selbst entscheiden.

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    AW: Kleines Problem ? Großes Problem ? Eine Frage der Toleranz ?

    Ich vermute mal wenn der Sex nicht so gigantisch wär....wär er schon Geschichte.
    Kettenraucher ginge für mich auch gar nicht ! Ab und an ein Gläschen Wein wär für mich ok, bis ich merke das es ungesunde Ausmasse annimmt.
    3- 4 Monate ist die erste Kennenlernphase, in der sich entscheidet ob man zusammenbleibt.
    Die Entscheidung triffst du.
    Lizzy 27.11.2019

    Den Wind können wir nicht ändern, aber wir können ihm eine andere Richtung geben (Aristoteles)
    Weisst du warum dein Kopf rund ist ? Damit deine Gedanken eine andere Richtung nehmen können

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