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  1. Registriert seit
    09.04.2020
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    AW: Kleines Problem ? Großes Problem ? Eine Frage der Toleranz ?

    Zitat Zitat von Kleinfeld Beitrag anzeigen
    Wobei ich nicht glaube, das ein sehr starker Rauch wie du sagst, 3 Tage gar nicht raucht.
    Komm ich mal aufs Rauchen zurück, was ich mittlerweile als das kleinere Problem empfinde. Nicht, weil sich da meine Schmerzgrenze verändert hätte, sondern, weil ich den Eindruck habe, dass es ihm selber wirklich am Herzen liegt, damit aufzuhören. Bevor wir uns kannten hat er um die 15…17 Selbstgedrehte täglich geraucht. (Ist für mich ‘nen starker Raucher…)
    Dann habe ich ihn aber selber tagelang erlebt, als er nichts geraucht hat.

    Vielleicht muss ich tatsächlich noch etwas mehr erzählen.
    Am Anfang haben wir uns 2x die Woche ein paar Stunden gesehen. Nach einem Monat etwa hat er 3-4 Tage die Woche (am Stück) bei mir verbracht. Und jetzt ist er bei mir im „Confinement“. Das ist die französische Version der Ausgangssperre, strenger als in Deutschland. Das war eine Spontanentscheidung von uns beiden. Heisst, wir sind rund um die Uhr seit über 3 Wochen zusammen. Davon hat er 2 Wochen ebenfalls überhaupt nicht geraucht. Da Rauchen für ihn vor allem der psychologische Effekt ist, sich diese „Zeremonie“ in bestimmten Situationen zu gönnen z.B. nach getaner Arbeit in der Sonne auf der Terrasse, ist für ihn die elektronische Zigarette keine Alternative, sondern er baut auf die Kräuterzigaretten, deren Lieferung er seit Wochen erwartet, die aber wegen der Corona-Virussituation auf sich warten lässt.
    Ansich wollte ich in meinem Zuhause nicht Gewohnheiten aufkommen lassen, die er mit dem Rauchen verknüpft, allerdings war auch mir klar, dass momentan, wo die Welt aus den Fugen gerät, er Momente der Entspannung braucht. Sein Vorschlag waren 2 Zigaretten pro Tag im Freien) und die hält er auch ein…und das, obwohl er, was ich Euch später erklären werde, rauchen könnte, soviel er will.

    Zitat Zitat von Loop1976 Beitrag anzeigen
    willkommen in der bri
    nun, du musst es wissen.
    erst schließt du einen raucher aus, dann doch nicht. er reduziert bzw. will es sich abgewöhnen.

    dann möchtest du ihm das trinken abgewöhnen

    ich als partner würde mich fragen: was kommt danach?
    ja, der alkoholkonsum ist schon auffällig, aber er ist erwachsen.....

    wie gesagt, musst du wissen. die entscheidung kann dir hier keiner abnehmen.
    Zitat Zitat von Mambi Beitrag anzeigen
    Dieser Mann passt ohne Veränderung seiner selbst nicht zu Dir.
    Das sagt doch eigentlich alles?
    Man muss nicht unbedingt versuchen, etwas passend zu machen, mitunter ist es für beide Seiten besser es dann einfach zu lassen.
    Doch, ich schliesse einen starken Raucher immer noch aus und einen Alkoholiker auch. Und ich bin auch nicht hier, damit Ihr mir sagt, was ich machen soll. Ich bin für mich ziemlich klar. Auch ihm gegenüber. Ich möchte mich mit Euch nur austauschen, weil ich mich doch frage, ob ich die Dinge vielleicht zu eng oder strikt sehe.

    Ich habe von Anfang an gesagt, dass ich mir nicht vorstellen kann, wie das funktionieren soll. Weil ich ihn nicht ändern kann und es auch keinen Sinn macht, wenn er es nur wegen mir will. Aber er wollte diese Herausforderung. Und in dieser habe ich meine Grenzen gesetzt. Welche (ursprünglich) waren: keine Zigaretten bei mir und Alkohol nur in den medizinisch angeratenen Maximalmengen (3 Gläser pro Tag). Und dann lernt man sich kennen und schaut mal.

    Zitat Zitat von morcheeba_ Beitrag anzeigen
    … du musst auf deinen Bauch und dein Herz hören und dir überlegen, ob es wirklich um den Rotwein und die Zigaretten geht oder ob sie nicht dafür stehen, dass es zwischen euch aus einem anderen Grund nicht passt.
    Für mich sehe ich ausser den beiden Gründen wirklich nichts anderes. Mehr als mein eigenes Unwohlsein mit dem Geruch und dem Kratzen im Hals… stört mich bei beiden Süchten vor allem, dass der Partner seine eigene Gesundheit hochgradig gefährdet und ich nicht von Vornherein schon akzeptieren möchte, dass ein Partner, den ich liebe, mit dem ich mich verbunden fühle, mit grosser Wahrscheinlichkeit etliche Jahre verfrüht an den Folgen von Lungenkrebs ersticken oder an Leberzirrhose sterben würde. Selbst, wenn das Ganze übertrieben dargestellt ist, stört mich die Gleichgültigkeit oder Fahrlässigkeit, mit denen er dieses Los akzeptiert und den Partner, in dem Falle mich, im Regen stehen lassen würde.

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Hmmm, am Anfang war er nicht ganz ehrlich, was Zigaretten und Alkohol anbelangt.
    Kann man nicht so sagen. Im Profil stands nicht drin. Aber, es war auch nicht gefragt. Und versteckt hat er es nicht. Hat nur ‘nen Moment gedauert, bis ich die Mengen begriffen habe.
    Für ihn ist ja alles ganz natürlich. Er versteht meine ganze Aufregung darüber überhaupt nicht.

    Zitat Zitat von farfalle61 Beitrag anzeigen
    Ich vermute mal wenn der Sex nicht so gigantisch wär....wär er schon Geschichte.
    Mhm, ja, der Sex ist toll, aber nicht DAS Ausschlaggebende. Es stimmt bisher einfach alles, bis auf die zwei genannten Themen, die für mich halt keine Kleinigkeiten sind. Bringt ja nix, wenn ich hier über alles andere schwärme, aber mit Euch gerne diese Themen diskutieren würde.

    Zitat Zitat von Klecksfisch Beitrag anzeigen


    Es gibt Zeiten, da ist man noch körperlich fit, aber es kommen Zeiten, da ist man das nicht mehr. Du kennst ihn nicht, wenn er nicht raucht und nicht trinkt, du hast keine Vergleichsmöglichkeiten, wie er ohne den ganzen Stoff ist. Man steht unter ständiger Anspannung, weil man ständig - unbewußt - auf die nächste Gelegenheit aus ist, zu rauchen oder zu trinken. Es findet in einem selber keine Entspannung statt. Angeblich soll Alkohol und rauchen entspannen, tut es nicht, das Gegenteil ist der Fall.

    Du weißt aber schon, daß rauchen und Alkohol gesundheitsgefährdend sind und es etliche Krankheiten gibt, z. B. Krebs. Mit den Stoffen gesund durch Leben zu kommen kann passieren, kann aber auch nicht passieren. Und es trifft auch Menschen die 2m groß sind, durchtrainiert und keinen Bauch haben.
    Vielen Dank Klecksfisch für Deinen Beitrag, der das Thema als Betroffener zeigt.
    Das Verrückte ist ja für mich, dass ich, wenn ich nicht irgendwie wegen der Anzahl der Gläser stutzig geworden wäre, nix an seinem Verhalten auszusetzen hätte.
    Sein Verhalten ist das Gleiche, ob mit oder ohne Alkohol. Wenn die Mediziner sagen würden: bis 2 Flaschen Wein täglich besteht kein Gesundheitsrisiko, alles im normalen Bereich, wäre es mir völlig egal, wieviel er trinkt, solange es ihm schmeckt.
    Für mich ist es also wirklich eine gesundheitliche Frage und auch der Gedanke: wird das vielleicht noch mehr? Und kommen dann Verhaltensänderungen hinzu?
    ……………………………………………………….

    Kurz und gut. Ich sag Euch jetzt mal wie es weiterging nach unserer Entscheidung, gemeinsam die Ausgangssperre bei mir zu verbringen… mit dem Limit von 2 Zigaretten und 3 Gläsern Wein pro Tag.
    Unsere Tage sind toll. Harmonisch, interessant. Alles geht Hand in Hand. Einfach angenehm durch und durch.

    Die Zigaretten waren kein Thema. Was den Wein betraf stellte ich allerdings nach 2 Wochen fest, dass die für einen Monat vorgesehenen 10 l bereits leer waren. Hatte er halt beim Einschenken der Gläser, die ich zu sehen bekam, nebenbei kräftig zugelangt. Ich fühlte mich belogen und nicht bereit, weitere Zugeständnisse zu machen. Er fand mich zu strikt.
    Ich will keinen Alkoholiker als Partner. Er will Zigaretten und Alkohol und die Frau.
    Schnittmenge der Interessen als Kompromiss zu klein.

    Was tun? War die Frage.

    Er zurück in seine Wohnung? Dann würden wir beide die Ausgangssperre die weiteren Wochen bis zum Ende alleine verbringen. Wollen wir beide eigentlich nicht, weil wir uns einfach supergut
    verstehen und es allein doch ziemlich deprimierend sein kann.

    Alkohol und Zigaretten in meinem Zuhause komplett weg? Für ihn undenkbar.

    Nun haben wir uns darauf geeinigt, dass das mit dem Paar-Sein wohl nicht klappt und werden die Zeit des „Confinement“ auf freundschaftlicher Basis weiterführen. (Und er hat seine Rauch-und Trinkfreiheit wieder wie vorher.)
    Keine Ahnung, ob das klappt. Bis jetzt läuft das so seit Tagen, angenehm, aufmerksam wie vorher auch. Keine Ahnung, ob das so bleibt.
    Enttäuschung und Traurigkeit ist trotzdem da auf beiden Seiten.


  2. Registriert seit
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    AW: Kleines Problem ? Großes Problem ? Eine Frage der Toleranz ?

    Thema medizinisch gerade noch halbwegs ungefährliche Menge Alkohol- laut BzgA sind das für Männer 2 Standardgläser am Tag Plus an 2 Tagen gar kein Konsum Plus kein Besäufnis.
    Eine Faustformel zur Orientierung.
    Dazu kommt die sog. Punkt- Nüchternheit: 0,0 Promille beim Autofahren, bei der Arbeit, bei Arztbesuchen, wenn man bestimmte Medikamente nimmt, schwanger ist oder stillt.
    Für Frauen gilt 1 Standardglas und ansonsten dasselbe.

  3. Avatar von Admaro
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    AW: Kleines Problem ? Großes Problem ? Eine Frage der Toleranz ?

    Zitat Zitat von Tuliperouge Beitrag anzeigen
    Komm ich mal aufs Rauchen zurück, was ich mittlerweile als das kleinere Problem empfinde. Nicht, weil sich da meine Schmerzgrenze verändert hätte, sondern, weil ich den Eindruck habe, dass es ihm selber wirklich am Herzen liegt, damit aufzuhören. Bevor wir uns kannten hat er um die 15…17 Selbstgedrehte täglich geraucht. (Ist für mich ‘nen starker Raucher…)
    Dann habe ich ihn aber selber tagelang erlebt, als er nichts geraucht hat.
    Du gefällst ihm sehr. Er hat dir zuliebe von einer Gewohnheit oder gar lieb gewonnem Genuss gelassen. Sicherlich ist ihm auch klar, dass der Verzicht nicht zu seinem Schaden ist

    Zitat Zitat von Tuliperouge Beitrag anzeigen
    Doch, ich schliesse einen starken Raucher immer noch aus und einen Alkoholiker auch. Und ich bin auch nicht hier, damit Ihr mir sagt, was ich machen soll. Ich bin für mich ziemlich klar. Auch ihm gegenüber. Ich möchte mich mit Euch nur austauschen, weil ich mich doch frage, ob ich die Dinge vielleicht zu eng oder strikt sehe.
    Du bist Mitte 50, er auch. Ihr steht mitten im Leben. Jemanden zu finden, der in dieser Phase in vielen Dingen mit einem selbst harmoniert, ist fast ein Lottogewinn. Vor allem wo du Kriterien aufgezählt hast, die nicht immer grundsätzlich zusammen liegen. Die guten, intelligenten Gespräche, der tolle Sex, die offensichtlich gute Chemie zwischen euch. Und ja, eigene "Sünden" schließen dies nicht aus. Wer ohne diese ist, werfe den ersten Stein. Welche sind deine? Fährst du gern schnell? Hast du gerne alles unter Kontrolle? Putzt du übermäßig oft? Von der gefühlten Intensität für das Gegenüber steht das dem Rauchen oder öfters trinken nicht's nach. Wie fändest du, wenn er von dir verlangt, Dinge, die du stark übertreibst, die dir aber lieb sind, ändern sollst. Vielleicht weißt du, dass das Dinge sind, die nicht optimal sind, aber es ist ein Teil von dir und es verletzt dich, wenn er dich auf das reduziert.

    Zitat Zitat von Tuliperouge Beitrag anzeigen
    Mehr als mein eigenes Unwohlsein mit dem Geruch und dem Kratzen im Hals… stört mich bei beiden Süchten vor allem, dass der Partner seine eigene Gesundheit hochgradig gefährdet und ich nicht von Vornherein schon akzeptieren möchte, dass ein Partner, den ich liebe, mit dem ich mich verbunden fühle, mit grosser Wahrscheinlichkeit etliche Jahre verfrüht an den Folgen von Lungenkrebs ersticken oder an Leberzirrhose sterben würde. Selbst, wenn das Ganze übertrieben dargestellt ist, stört mich die Gleichgültigkeit oder Fahrlässigkeit, mit denen er dieses Los akzeptiert und den Partner, in dem Falle mich, im Regen stehen lassen würde.
    Dies finde ich belehrend und respektlos ihm gegenüber. Du deklarierst ihn zum Kind. Wenn du jetzt daran denkst, ob er dann früher stirbt, dann entziehst du eurem Kennenlernen den Zauber und die Leichtigkeit. Du stellst ihn als verantwortungslos hin. Welcher Partner möchte gerade in der Verliebtheitsphase so genannt werden?

    Zitat Zitat von Tuliperouge Beitrag anzeigen
    Mhm, ja, der Sex ist toll, aber nicht DAS Ausschlaggebende. Es stimmt bisher einfach alles, bis auf die zwei genannten Themen, die für mich halt keine Kleinigkeiten sind. Bringt ja nix, wenn ich hier über alles andere schwärme, aber mit Euch gerne diese Themen diskutieren würde.
    Das kannst du hier gerne tun. Es ändert doch nicht's an der Tatsache, dass du ihn als Partner nicht ernst nimmst. Den erhobenen Zeigefinger zeigst du schon jetzt.

    Zitat Zitat von Tuliperouge Beitrag anzeigen
    Nun haben wir uns darauf geeinigt, dass das mit dem Paar-Sein wohl nicht klappt und werden die Zeit des „Confinement“ auf freundschaftlicher Basis weiterführen. (Und er hat seine Rauch-und Trinkfreiheit wieder wie vorher.)
    Keine Ahnung, ob das klappt. Bis jetzt läuft das so seit Tagen, angenehm, aufmerksam wie vorher auch. Keine Ahnung, ob das so bleibt.
    Enttäuschung und Traurigkeit ist trotzdem da auf beiden Seiten.
    Das finde ich mehr als merkwürdig. Ich möchte mir nicht vorstellen, was in euch vorgeht. Warum lebt dann nicht jeder wieder in seiner Wohnung?
    Entscheide lieber ungefähr richtig, als genau falsch. - Goethe -


  4. Registriert seit
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    554

    AW: Kleines Problem ? Großes Problem ? Eine Frage der Toleranz ?

    Lass ihn ziehen! Es passt null.
    Eventuell passt es mit einer Freundschaft. Werdet ihr dann sehen. Aber hör auf, dich und ihn zu quälen!

  5. Avatar von schafwolle
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    AW: Kleines Problem ? Großes Problem ? Eine Frage der Toleranz ?

    Zitat Zitat von Tuliperouge Beitrag anzeigen
    Nun haben wir uns darauf geeinigt, dass das mit dem Paar-Sein wohl nicht klappt und werden die Zeit des „Confinement“ auf freundschaftlicher Basis weiterführen. (Und er hat seine Rauch-und Trinkfreiheit wieder wie vorher.)
    Keine Ahnung, ob das klappt. Bis jetzt läuft das so seit Tagen, angenehm, aufmerksam wie vorher auch.
    Dann habt Ihr die Beziehung von jetzt auf gleich auf eine Art der Situation geschuldeten
    Zweckgemeinschaft reduziert?

    Für mich klingt das ebenso seltsam wie Deine Besorgnis um seine Gesundheit.
    Und mich wundert, dass er sich auf dieses Arrangement einlässt.


  6. Registriert seit
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    AW: Kleines Problem ? Großes Problem ? Eine Frage der Toleranz ?

    Ich kann mich Admaro durchaus mit meinen Gedanken anschließen.

    Letztlich kann nur jeder selbst sagen, was er möchte- und wenn für dich Rauchen und Trinken kein Thema ist- dann musst du eben strikt nein sagen.

    Was du von dem Zigarettenkonsum beschreibst- auch, dass er es sogar reduziert für dich und das gut hinbringt- wäre für mich definitiv kein Problem.
    Was den Alkohol angeht - wäre ich lockerer. Er zeigt schonmal kein verändertes Verhalten mit Alkohol- was ich gut finde und ob das langfristig nicht in andere Bahnen zu lenken ist- ist doch noch ganz offen.

    Deine Regeln, die er nun nicht ganz einhalten konnte- sind ein immenser Einschnitt für jemanden, der seine "Dosis" hat- und das beziehe ich auf Zigaretten wie auch Alkohol.
    Bei dieser Menge von Alkohol erfüllt er nach Defintion auf jeden Fall "den Alkoholiker"- wer sich damit näher befasst, weiß, dass das eine Krankheit ist und keinesfalls mit "ich geb mir mal was Mühe" in andere Bahnen gelenkt werden kann!

    Dein Anspruch ist also für ihn eine massive Veränderung und speziell auf den Alkohol bezogen- vollkommen überzogen! Vielleicht wäre ein wenig Input zum Thema Alkoholismus hilfreich?
    Ich habe auch schon Menschen kennengelernt, die es tatsächlich aus eigenem Willen- ohne Hilfe von außen geschafft haben. Es ist also nicht ausgeschlossen (letztlich geht es ja sowieso um den eigenen Willen)- aber es ist nicht einfach und ein langer Weg. Und so lange kennt ihr euch noch gar nicht!

    Ich muss sagen, dass er schon die Zigaretten so eingeschränkt hat, finde ich wirklich toll.
    Den Alkohol werte ich anders - siehe oben.

    Ich habe jetzt auf ihn geschaut- dein Blick liegt ja auf dir und auf deinen Wünschen und Ängsten.
    Das du Angst vor Verlust hast, kann ich nachvollziehen- nur verzichtest du HEUTE- wenn das Leben stattfindet- auf Lebensqualität aus Angst davor, dass morgen vielleicht etwas passieren kann.

    Bei aller Sicht auf mögliche Erkrankungen- verzichtest du auf viele andere Qualitäten........

    Wie verlief denn dein Leben bisher? Was hast du in deinem Leben für Beziehungen gelebt- gehabt und wie sind die verlaufen?

    Du bist Mitte 50- du weißt sicherlich wie selten es ist, einen Menschen zu finden, mit dem man richtig gut "kann"- wo es passt.
    Ohne Kompromisse wird es nie gehen, denn jeder Mensch ist ein Individuum.
    Man muss für sich halt abwägen, was man möchte.

    Wie man jetzt bei diesem Corona- Durcheinander- solche strikten Regeln - Neuheiten- einfordern will, ist mir jetzt nicht klar.
    Eine ganze Welt läuft latent mit Angst herum und kaum ein Mensch hat dazu keine Emotionen...........und dann wird genau da gekürzt, wo es um ein Verhalten geht, bei dem Emotionen einen große Rolle spielen!??

    Ich- würde ihm - euch- die Chance geben, einen Weg zu finden.
    Zeit geben.
    Lass ihm doch auch einmal die Zeit für Entwicklung- andere Sichtweisen anzuhören, aufzunehmen und sie vielleicht anzunehmen.
    Und zwar FREI und nicht als Druckmittel weil DU es willst - es muss eine eigene Einstellung werden.

    Ich will das Thema Alkoholismus nicht verharmlosen- aber es geht ja hier viel mehr um dich und den Befürchtungen für eine eventuelle Zukunft.

    Alles Gute für dich- und für euch

  7. Avatar von Uni-Corn
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    AW: Kleines Problem ? Großes Problem ? Eine Frage der Toleranz ?

    Ich frage mich, was machst Du für die Beziehung, er verringert Dir zuliebe das Rauchen, er soll Alkoholkonsum verringern, ok. Bist Du in allen Belangen perfekt?
    Und zum Thema Gesundheit, mein Mann, kein Übergewicht, kein Diabetes und auch sonst moderater Umgang mit Alkohol wir trinken wochenlang null Alkohol, dann Abends mal zu zweit ein Bier, oder auch ne Flasche Wein zu zweit, keiner von uns raucht. Er hatte Anfang Februar einen schweren Herzinfarkt mit knapp 60... Will sagen, manche konsumieren bis ins hohe Alter und sind gesund.
    Für mich klingt der Mann wie ein Jackpot, mit 50+ findet sich kaum was Gescheites und Passendes...
    Ich wäre da lockerer...
    .
    Einfach machen...wird gut

    Ich hol mir mein Spiel zurück!!!!!

  8. Avatar von chaos99
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    AW: Kleines Problem ? Großes Problem ? Eine Frage der Toleranz ?

    Zitat Zitat von Tuliperouge Beitrag anzeigen
    Nun haben wir uns darauf geeinigt, dass das mit dem Paar-Sein wohl nicht klappt und werden die Zeit des „Confinement“ auf freundschaftlicher Basis weiterführen. (Und er hat seine Rauch-und Trinkfreiheit wieder wie vorher.)
    Keine Ahnung, ob das klappt. Bis jetzt läuft das so seit Tagen, angenehm, aufmerksam wie vorher auch. Keine Ahnung, ob das so bleibt.
    Enttäuschung und Traurigkeit ist trotzdem da auf beiden Seiten.
    Als "Freund" klappt es ohne Deine Vorgaben in Deinen Augen angenehm....merkwürdig.

    Du kannst im Grunde den für Dich Falschen nur nicht loslassen.

    Ich hätte an seiner Stelle auch längst die Reissleine gezogen.
    Egal, um was es geht, es muss nicht Alkohol sein, aber die immer wieder auftretende Verbiegerei des Anderen bei Vielen ist schlicht Gift in jeder Partnerschaft.
    Chaos
    .................................................. ....................
    Permanente Nettigkeit ist ein Symptom. (Dr. House)


  9. Registriert seit
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    AW: Kleines Problem ? Großes Problem ? Eine Frage der Toleranz ?

    Ich hätte vor allem mit dem Alkohol ein Problem, egal wie er sich verhält. Und wenn er nicht davon loskommen und es sich selbst schön redet, ist es schwierig. Und dann passt es nicht. Und die Gesundheitsaspekte können erheblich sein. Natürlich kann man vom Bus überfahren werden etc., aber hier setzt er die Gesundheit aufs Spiel, die ja die TE auszubaden hat.
    Das sollte man nicht unterschätzen.
    Und das hat auch nichts mit Verbiegen zu tun.


  10. Registriert seit
    26.10.2016
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    5.798

    AW: Kleines Problem ? Großes Problem ? Eine Frage der Toleranz ?

    Zitat Zitat von Admaro Beitrag anzeigen
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    Du bist Mitte 50, er auch. Ihr steht mitten im Leben. Jemanden zu finden, der in dieser Phase in vielen Dingen mit einem selbst harmoniert, ist fast ein Lottogewinn. Vor allem wo du Kriterien aufgezählt hast, die nicht immer grundsätzlich zusammen liegen. Die guten, intelligenten Gespräche, der tolle Sex, die offensichtlich gute Chemie zwischen euch.
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    Dies finde ich belehrend und respektlos ihm gegenüber. Du deklarierst ihn zum Kind. Wenn du jetzt daran denkst, ob er dann früher stirbt, dann entziehst du eurem Kennenlernen den Zauber und die Leichtigkeit. Du stellst ihn als verantwortungslos hin. Welcher Partner möchte gerade in der Verliebtheitsphase so genannt werden?



    Das kannst du hier gerne tun. Es ändert doch nicht's an der Tatsache, dass du ihn als Partner nicht ernst nimmst. Den erhobenen Zeigefinger zeigst du schon jetzt.



    Das finde ich mehr als merkwürdig. Ich möchte mir nicht vorstellen, was in euch vorgeht. Warum lebt dann nicht jeder wieder in seiner Wohnung?


    Alles unterschreibe.

    Ich finde dich bevormundend und intolerant.
    Allerdings ist das deine Beziehung und dann passt es eben für dich nicht und du musst den Mann gehen lassen.

    Spätestes mittelfristig nähme er dir deine Bevormundungen, Ängste und Kleinkindreglementierungen sehr übel und würde von sich aus gehen, denn kein Mensch lässt sich dermaßen in seiner eigenen Lebensgestaltung gängeln.
    Cave: Beiträge können ggf. marginale Rückstände von Ironie und Sarkasmus aufweisen.
    Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie das Posting oder fressen Sie die Verfasserin.

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