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    AW: Kleines Problem ? Großes Problem ? Eine Frage der Toleranz ?

    Zitat Zitat von Tuliperouge Beitrag anzeigen
    Und die einzige Erfahrung, die ich mit ihm habe, ist die auffallend hohe Zahl an Gläsern, ansonsten : nichts. Keine Verhaltensänderungen, keine physischen Zeichen...
    Und der einzige Massstab aus meiner Sicht sind aufgrund mangelnder Erfahrungen die medizinischen Daten.
    Der einzige Maßstab sollten Deine Ansichten/Gefühle/Überzeugungen sein.

    Umgekehrt: Würde der Konsum ärztlicherseits im erlaubten Bereich liegen, würde es Dich trotzdem stören, vom Rauchen mal ganz abgesehen?

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    AW: Kleines Problem ? Großes Problem ? Eine Frage der Toleranz ?

    Auch auf mich wirkt das ganze Setting hier sehr eigenartig. Da wird der Mann aufgrund seines Alkohol- und Zigarettenkonsums als Partner abgelehnt (kann ich durchaus verstehen), daber dann wird sich zusammen in der Butze eingeigelt und einen auf "Freundschaft" gemacht? Äh naja, selten sowas Inkonsequentes gelesen. Aber es gibt halt sooooo viele Menschen, die nicht alleine sein können, da wird dann halt alles Mögliche schön geredet und verbogen, was schlicht null passt.

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    AW: Kleines Problem ? Großes Problem ? Eine Frage der Toleranz ?

    Zitat Zitat von Nykara Beitrag anzeigen
    Aber es gibt halt sooooo viele Menschen, die nicht alleine sein können, da wird dann halt alles Mögliche schön geredet und verbogen, was schlicht null passt.
    Du hast den Garten vergessen .

    Nee, aber mal ernsthaft: Ich hätte noch nicht einmal was dagegen, wenn aus Dates wirklich Freundschaften entstehen. Dann reichts eben für eine Beziehung nicht, aber man entdeckt doch Schnittmengen, die es möglich machen, Freundschaft zu leben. Besser dafür wäre allerdings (meine Meinung), wenn die Reihenfolge nicht über: Erst Sex, dann Freundschaft geht, sondern Kennenlernen, feststellen ... nee Beziehung nicht, aber ansonsten ist man sich sympatisch.

    Schwierig stelle ich mir Freundschaft vor, wenn ich mit jemandem schon in der Kiste war. Diese Erinnerungen wirste doch nie los.

  4. Inaktiver User

    AW: Kleines Problem ? Großes Problem ? Eine Frage der Toleranz ?

    Zitat Zitat von Chambord Beitrag anzeigen
    Es schon ein schweres Wort, das "Recht".
    Aber ich denke, ich verstehe Dich schon richtig: Mainstreammäßig gehört zum menschlichen Leben für viele untrennbar die Beziehung zwischen Mann und Frau (meinetwegen auch Frau/Frau, Mann/Mann) und erst dann ist der Mensch komplett, zufrieden, glücklich, befriedigt .... usw. usf. Und daraus wird eben das emotionale Recht abgeleitet, weil die Wichtigkeit damit unterstrichen wird. Ist für viele unvorstellbar, dass es auch glückliche, zufriedene (und befriedigte) Einzelexemplare gibt .

    Und viele wollen sich eben diese Beziehung passend machen, koste es, was es wolle.
    Nö, das ist das absolute Gegenteil von dem was ich gesagt und gemeint habe. Ich denke, ich werde meinen Eingangspost ergänzen, um die Missverständnisse zu klären. Denn es geht mir nicht um ein einklagbares Recht auf Ramafamilie, perfekten Job und schönes Einfamilienhaus. Vielen Menschen fällt es schwer, sich selbst zu erlauben (sich selbst das "Recht" zu geben) eigene persönliche Ansprüche an diese Kernthemen zu stellen. Und dann kommen eben die Fragen: Bin ich zu anspruchsvoll, zu intolerant, sollte ich das akzeptieren?

  5. gesperrt

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    AW: Kleines Problem ? Großes Problem ? Eine Frage der Toleranz ?

    Zitat Zitat von Tuliperouge Beitrag anzeigen
    Was ist denn daran "bemannt"? Muss ich jetzt jeden Kontakt abbrechen, oder das Confinement allein verbringen,
    um wieder als Single zu gelten?
    Was daran "bemannt" ist? Möglicherweise das: mit einem Mann zusammenzuleben und den Alltag gemeinsam zu verbringen. Und zwar mit einem Mann, mit dem man Sex hat(te) - das (te) ist jetzt wie lange schon vorbei? Ein paar Tage?

    Ja, viele Singles die ich kenne, mich eingeschlossen, verbringen die Ausgangsbeschränkung alleine - was ist daran so unzumutbar oder ungewöhnlich?

    Weißt du: für manche ist es Duplo, die andere nenne es "längste Praline der Welt" - die Sache ist die gleiche.

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    AW: Kleines Problem ? Großes Problem ? Eine Frage der Toleranz ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Denn es geht mir nicht um ein einklagbares Recht auf Ramafamilie, perfekten Job und schönes Einfamilienhaus.
    Nee, ginge auch gar nicht.
    Ich vermutete eben, dass es ein emotionales Recht ist ohne Selbstauflagen!

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    AW: Kleines Problem ? Großes Problem ? Eine Frage der Toleranz ?

    Das ihr Schluß macht finde ich richtig, sowohl aus seiner als auch aus deiner Sicht.

    Ich würde keinen Gedanken an eine Beziehung mit einem Mann verschwenden der meinen Lebensstil mitzählt, mich beobachtet und mir dann Vorgaben macht was ich wann wie und in welcher Menge tun und zu mir nehmen darf. Das ist ja zum Kotzen.

    Ich würde weder mit einem Menschen mit Alkoholproblem zusammen sein wollen, aber genauso nicht mit einem Menschen der sich bei jedem Glas das ich oder er trinken einen Strich aufzeichnet und Listen führt an wievielen Tage im Monat was getrunken wurde. Das halte ich tatsächlich auch für ein Problem mit Alkohol, mit Sucht und mit Maßhalten generell zu haben von der anderen Seite her, von der großen Sorge vor. Wer so sehr darüber nachdenkt, der hat damit ein Thema.

    Zwischen euch paßt es nicht, darüber braucht man nicht weiter diskutieren. Auseinander und gut ist´s.

    Und hier stimme ich den Stimmen zu die sagen: "Warum dann noch zusammen hocken?"

    Nur weil er ein guter Hackler für den Garten ist und damit es in der Bude nicht langweilig wird? Das verstehe ich nicht unter "ich kann gut alleine zurecht kommen".

    Nach der beschlossenen Trennung wäre es das einzige das er zu sich heim fährt, was denn sonst bitte. Singles die das gut können, können natürlich auch jetzt gut ihr Leben leben.

    Sollte es Interesse an einer Freundschaft geben, würde sich das in den nächsten Monaten zeigen. Aber von Sex zu Brüderchen und Schwesterchen die schön arbeiten, kochen, essen und TV gucken nebeneinander als wären sie seit 70 Jahren aufeinander eingeschworen ... das ist ja wohl nichts als Klamauk.
    Durchsage:

    "Achtung, es wurde eine herrenlose Damenhandtasche gefunden ..."

  8. Inaktiver User

    AW: Kleines Problem ? Großes Problem ? Eine Frage der Toleranz ?

    Liebe Tuliperouge
    ich habe zwar meine Erfahrungen mit zuviel Alkohol trinkenden Menschen gemacht aber hätte ich dies nicht so wüsste ich auch ohne dass ich andere befragen musste dass ein regelmäßiger Konsum von über einem Liter Wein zuviel ist und auf Dauer die Gesundheit schädigen kann .
    Das sagt mir einfach mein gesunder Menschenverstand .
    Nachdem ich nun aber Deinen Beitrag über die Partner die Du schon hattest gelesen habe kann ich Deine Angst wieder in eine Suchtbeziehung mit dem neuen Mann zu rutschen besser verstehen .

    Da hast Du zum Glück rechtzeitig die Reissleine gezogen was ich wirklich sehr gut finde denn Du hast auf Dich und Deine Bedürfnisse geachtet.

    Was ich dagegen nicht verstehe ( will ) ist Euer Zusammenbleiben nachdem Ihr BEIDE festgestellt habt dass es zwischen Euch nicht passt .
    Das finde ich ein Stückweit inkonsequent .
    Aber das ist halt MEINE SICHT die brauchst DU ja nicht zu haben .
    Es kommt irgendwie so an ( zumindest bei mir ) als Liebespaar seid Ihr gescheitert aber warum sollte man die Isolation nun alleine durchstehen wenn man es doch auch gut zusammen durchstehen kann . Warum nicht alles mitnehmen was sich bietet ?

    Natürlich ist das Eure Sache und wenn Ihr keine Probleme damit habt gewisser Weise sowas wie der " Lückenbüßer "für den anderen zu sein dann passt ja alles.

    Es ist Euer Leben und Euer Agreement und ob das die Anderen verstehen oder nicht sollte Euch nicht tangieren .
    Tut es sicher ja auch nicht .
    Es kann nur jeder für SICH SELBST entscheiden wie er leben und vorgehen möchte .

    Und in der heutigen Zeit gibt es ja so viele verschiedene Lebens Liebes und Freizeitmodelle da findet sich mit Sicherheit etwas was kompatibel zu sen scheint und was nicht passt wird passend gemacht - auf biegen brechen und verändern - ohne wenn und aber

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    AW: Kleines Problem ? Großes Problem ? Eine Frage der Toleranz ?

    Zitat Zitat von Chambord Beitrag anzeigen
    Der einzige Maßstab sollten Deine Ansichten/Gefühle/Überzeugungen sein.

    Umgekehrt: Würde der Konsum ärztlicherseits im erlaubten Bereich liegen, würde es Dich trotzdem stören, vom Rauchen mal ganz abgesehen?
    Nein, würde es nicht. Würden die Mediziner sagen, dass Wein- wie Wassertrinken ist und oder ein eventuelles Abhängigkeitsproblem nicht vor 2 Litern täglich beginnen würde, würde es mich nicht stören. Warum denn auch, wenn er kein auffälliges Verhalten oder Alkoholgeruch oder körperliche Beschwerden zeigt?
    Mich stören die Konsequenzen, die es auf mein eigenes Leben haben kann... Und die wären momentan eher theoretisch, aber mit einer hohen Wahrscheinlichkeit.

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    AW: Kleines Problem ? Großes Problem ? Eine Frage der Toleranz ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich finde das ein bisschen anstrengend, weil ich den Eindruck habe, ich werde absichtlich falsch verstanden. Ihr könnt gerne den Begriff "Recht" durch einen für euch passenderen ersetzen, wenn das hilft. Du hast vorhin selbst gesagt, dass du das "Recht" hast, ernst genommen zu werden. Auch dieses "Recht" lässt sich nicht einklagen. Ich habe sehr explizit gesagt, dass niemand ein "Recht" darauf, mit einer bestimmten Person genau die Form von Beziehung zu führen, die sie möchte.

    Nirgendwo habe ich den Spruch geschrieben, dass jeder Mensch schon irgendwann die perfekte Beziehung findet und das ein einklagbares Recht wäre. Mein Punkt ist folgender:
    Jeder Mensch sollte sich selbst die Erlaubnis geben, ein zufriedenes Leben anzustreben. Was die einzelne Person braucht, um glücklich und gesund zu sein, unterscheidet sich. Das gilt sowohl für Beziehungen, als auch den Freundeskreis, das Arbeitsleben oder die Wohnsituation. Aber es tut eben gut, wenn man sich selbst, seine Grenzen und Bedürfnisse so weit kennt und akzeptiert, dass man für sie offen und ehrlich einstehen kann. Dieses "Recht" ist also ein Recht, das ich mir selbst gebe. Ich gebe mir selbst das Recht, Grenzen und Bedürfnisse zu haben. Nicht immer easy und perfekt zu sein um mich externen Wünschen komplett anzupassen.
    Wenn ich ein Mensch bin, der gerne weniger arbeitet und dafür auch eine geringere Bezahlung in Kauf nimmt, dann bringt ein Strang mit dem Titel "Überstunden am Wochenende - Eine Frage der Toleranz?" eben nichts. Dann muss ich mich entscheiden, wie essentiell für mich eine Work-Life-Balance ist und dann eben vielleicht gehen. Das gleiche gilt für jede aufblühende Beziehung: Werden für mich essentielle Grenzen verletzt? Kann ich für mich persönlich wichtige Bedürfnisse erfüllen? Wenn das nicht der Fall ist, dann hilft es, sich selbst das Recht zu geben, zu gehen.
    Danke Frau Winter,
    ich glaube, ich hatte sehr gut verstanden, was Du mit "Recht" meinst.
    Tatsächlich hab ich hier manchmal den Eindruck, dass sich Manche etwas falsch verstehen, um dann darauf schiessen zu können. Insofern finde ich es auch manchmal anstrengend.
    Da wird zu schnell mit Themen wie "erhobener Zeigefinger","Helfersyndrom" oder "nicht allein sein Können" herumgeworfen.Insgesamt haben mir die Beiträge aber durchaus in meinen Überlegungen geholfen.
    Geändert von Tuliperouge (11.04.2020 um 17:13 Uhr)

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