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11.04.2020, 12:23Inaktiver User
AW: Kleines Problem ? Großes Problem ? Eine Frage der Toleranz ?
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11.04.2020, 12:27
AW: Kleines Problem ? Großes Problem ? Eine Frage der Toleranz ?
Liebe Tulipe,
Ich glaube, die Mehrheit der Bri wäre gar nicht soooo tolerant. Hättest Du das gleich beendet, dann wären Antworten gekommen wie Du hättest dran arbeiten sollen etc.
Ich hätte damit auch ein großes Problem, zumal Du es ja nicht gleich anfangs mitbekommen hast. Er selbst redet sich seine Alkoholkrankheit schön. Als Ausrede wird dann benutzt, dass Du ihn verändern willst etc.pp. Dir wird der schwarze Peter zugeschoben, weil Du für Dich diese Grenze nun mal hast.
Ganz sicher hättest Du es ja nicht vertieft, wenn Du das so gewusst hättest.
Da alles andere stimmt, ist es natürlich sehr schade.
Veränderungen sind ja immer unbequem
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11.04.2020, 12:33
AW: Kleines Problem ? Großes Problem ? Eine Frage der Toleranz ?
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11.04.2020, 12:42
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11.04.2020, 12:51
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11.04.2020, 13:26Inaktiver User
AW: Kleines Problem ? Großes Problem ? Eine Frage der Toleranz ?
Ich finde das ein bisschen anstrengend, weil ich den Eindruck habe, ich werde absichtlich falsch verstanden. Ihr könnt gerne den Begriff "Recht" durch einen für euch passenderen ersetzen, wenn das hilft. Du hast vorhin selbst gesagt, dass du das "Recht" hast, ernst genommen zu werden. Auch dieses "Recht" lässt sich nicht einklagen. Ich habe sehr explizit gesagt, dass niemand ein "Recht" darauf, mit einer bestimmten Person genau die Form von Beziehung zu führen, die sie möchte.
Nirgendwo habe ich den Spruch geschrieben, dass jeder Mensch schon irgendwann die perfekte Beziehung findet und das ein einklagbares Recht wäre. Mein Punkt ist folgender:
Jeder Mensch sollte sich selbst die Erlaubnis geben, ein zufriedenes Leben anzustreben. Was die einzelne Person braucht, um glücklich und gesund zu sein, unterscheidet sich. Das gilt sowohl für Beziehungen, als auch den Freundeskreis, das Arbeitsleben oder die Wohnsituation. Aber es tut eben gut, wenn man sich selbst, seine Grenzen und Bedürfnisse so weit kennt und akzeptiert, dass man für sie offen und ehrlich einstehen kann. Dieses "Recht" ist also ein Recht, das ich mir selbst gebe. Ich gebe mir selbst das Recht, Grenzen und Bedürfnisse zu haben. Nicht immer easy und perfekt zu sein um mich externen Wünschen komplett anzupassen.
Wenn ich ein Mensch bin, der gerne weniger arbeitet und dafür auch eine geringere Bezahlung in Kauf nimmt, dann bringt ein Strang mit dem Titel "Überstunden am Wochenende - Eine Frage der Toleranz?" eben nichts. Dann muss ich mich entscheiden, wie essentiell für mich eine Work-Life-Balance ist und dann eben vielleicht gehen. Das gleiche gilt für jede aufblühende Beziehung: Werden für mich essentielle Grenzen verletzt? Kann ich für mich persönlich wichtige Bedürfnisse erfüllen? Wenn das nicht der Fall ist, dann hilft es, sich selbst das Recht zu geben, zu gehen.
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11.04.2020, 13:30
AW: Kleines Problem ? Großes Problem ? Eine Frage der Toleranz ?
Da hast Du das, was ich gesagt habe, aber vom Sinn her völlig umgedreht.
Nochmal als mein eigenes Zitat: "Als (eine) Freundin habe ich damit weniger ein Problem. Da kann ich sagen, was ich davon halte, wenns der Andere denn wissen will. Ich würde nicht gerade Zigaretten und Alkohol für jemanden netterweise vom Einkaufen mitbringen, Andererseits wäre es sein Leben und seine Entscheidung.
Aber da wäre mein Leben viel weniger davon betroffen."
Heisst: wenn er's nicht wissen, will, komm ich auch nicht daher und erklär ihm das Leben oder was ich davon halte.
Hervorhebung von Tuliperouge
Siehste...Du hast Deine klare Haltung (auch) aufgrund eigener Erfahrungen. Die hab ich nicht.
Und die einzige Erfahrung, die ich mit ihm habe, ist die auffallend hohe Zahl an Gläsern, ansonsten : nichts. Keine Verhaltensänderungen, keine physischen Zeichen...
Und der einzige Massstab aus meiner Sicht sind aufgrund mangelnder Erfahrungen die medizinischen Daten.
Was soll da so verkehrt daran sein, sich mit anderen über das Thema auszutauschen.
Ich selber will auch keinen Menschen umerziehen. Wie gesagt, als Freund oder Bekannter würde das ja mein Leben nicht tangieren. Als Partner schon.
Aber für Änderungen muss jemand schon selber bereit sein oder zumindest die Notwendigkeit sehen. Wenn das garnicht der Fall ist, weil seine Weltsicht eine andere ist, dann bringt das Ganze ja nix.
Insofern bin ich doch mit Euch d'accord, dass das keinen Sinn macht.
Ihr findet mich allerdings inkonsequent, weil ich das Confinement mit ihm trotzdem weitermache, auf der Freundschaftsebene. Das habe ich verstanden.
Vorschreiben tu ich ihm da garnichts. Solange er draussen raucht und sein Verhalten mir gegenüber trotz Alkohol normal und korrekt ist...Geändert von skirbifax (11.04.2020 um 16:21 Uhr) Grund: Zitatveränderung gekennzeichnet
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11.04.2020, 13:32
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11.04.2020, 13:38
AW: Kleines Problem ? Großes Problem ? Eine Frage der Toleranz ?
Es gibt keine mitternächtlichen Krisengespräche. Wir haben unsere Standpunkte und haben festgestellt, dass die unvereinbar sind... und nun verbringen wir Zeit miteinander, mit einem gewissen Bedauern beiderseits.
alle Hervorhebungen von Tuliperouge
Naja, ich kann das nicht. Freundschaft plus Sex krieg ich nicht hin.Geändert von skirbifax (11.04.2020 um 16:23 Uhr) Grund: Zitatveränderung gekennzeichnet
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11.04.2020, 13:47
AW: Kleines Problem ? Großes Problem ? Eine Frage der Toleranz ?
Es schon ein schweres Wort, das "Recht".
Du hast aber schon geschrieben, dass die TE ein Recht auf eine (für sie) gedeihliche und glückliche Beziehung hat? Ich will hier auch jetzt ins Kleinklein abdriften, aber zu einer Beziehung gehören immer zwei. Wenn ich mir ein eigenes (gutes) Recht zulege, mache ich das mit mir aus und ja, werde ich nicht ernstgenommen (und das ist ein weiter Begriff), könnte ich im Ahndungsfall gerichtliche Hilfe in Anspruch nehmen, um zu meinem Recht zu kommen.
Aber ich denke, ich verstehe Dich schon richtig: Mainstreammäßig gehört zum menschlichen Leben für viele untrennbar die Beziehung zwischen Mann und Frau (meinetwegen auch Frau/Frau, Mann/Mann) und erst dann ist der Mensch komplett, zufrieden, glücklich, befriedigt .... usw. usf. Und daraus wird eben das emotionale Recht abgeleitet, weil die Wichtigkeit damit unterstrichen wird. Ist für viele unvorstellbar, dass es auch glückliche, zufriedene (und befriedigte) Einzelexemplare gibt
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Und viele wollen sich eben diese Beziehung passend machen, koste es, was es wolle.




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