Naja, wie lange soll sie denn noch warten... Der Mann ist doch nicht plötzlich ein Anderer in 2 Monaten.
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Thema: Einsam- ist das normal?
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22.02.2020, 13:06
AW: Einsam- ist das normal?
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22.02.2020, 13:52
AW: Einsam- ist das normal?
Bei meinen beiden langjährigen Beziehungen war es so, dass von Anfang an klar war, dass es was wird, sonst hätte ich mich gar nicht einlassen können. Wie soll auch Vertrautheit entstehen, wenn der andere mir nicht eindeutig signalisiert, dass er es ernst meint.
Bei meiner letzten Beziehung hatte ich immer wieder Zweifel ob des uneindeutigen Verhaltens, da hab ich mich auch oft allein gefühlt und es ist bis zum Schluss ein Murks geblieben.
Ein ernsthaft interessierter Mann verhält sich entsprechend. Drunter würde ich es nicht mehr geben, dann lieber eine Zeitlang alleine zurechtkommen statt sich mit einem Partner einsam zu fühlen, das raubt nur Energie.
Wenn der richtige kommt, merkt man es schon. Es ist wie bei Vollmond. Wenn ich mir nicht sicher bin, ob er voll ist, ist er es nicht.
Und dann passiert es manchmal unvermutet, dass ich in den klaren Nachthimmel blicke und mir nur denke "wow, heute ist Vollmond, schön".
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22.02.2020, 14:08
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22.02.2020, 14:17
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22.02.2020, 14:25
AW: Einsam- ist das normal?
ECSTACY
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22.02.2020, 15:18Inaktiver User
AW: Einsam- ist das normal?
Nein, deshalb schrieb ich auch extra von Liebhaben, das ist für mich eine Form des Verliebtseins und ja, da ist vieles noch unsicher.
Obwohl ich für mich festgestellt habe, daß sich mein Verliebtsein (als erwachsene Frau) immer in eine Form von tieferer Liebe gewandelt hat.
Vielleicht hatte ich einfach das Glück, an dazu passende Männer zu geraten, wir wollte beide Ähnliches in ähnlichem Tempo.Ich finde es in der Tat eher ungewöhnlich, dass frau bereits quasi vor dem richtigen Kennenlernen davon ausgeht und weiß, dass es per se in eine "verläßliche", dauerhafte Beziehung mündet.
Oder es lag an meinen Auswahlkriterien, daß entsprechende Männer im Raster hängenblieben.
Hervorhebung durch mich.Für mich gibt es in luluns Geschichte noch gar keine Basis dafür, davon auszugehen, dass dies in eine dauerhafte Beziehung mündet. Sie haben Beziehung doch noch gar nicht gelebt. Sicher wird früher oder später der Zeitpunkt kommen, dass beide sich klarer äußern dazu, ob die Vorstellungen einer Zukunft dieser Bekanntschaft übereinstimmen.
Du nennst es Bekanntschaft, obwohl sie intim miteinander sind, lulun ihn schon sehr in ihr Leben gelassen hat (einschließlich daß er ihr Kind öfter getroffen hat), was für mich alles Zeichen einer sich vertiefenden Beziehung wären.
Er dagegen scheint ebenfalls eher eine ergebnisoffene - intimere- Bekanntschaft darin zu sehen.
Wir sind uns ja hier alle einig, beides ist als Haltung und Verhalten eigentlich ok, es sollte nur für beide passen und das ist hier das Problem.
Wie hätte ich besser formulieren können oder sollen, daß Du keine leichte Wertung darin gelesen hättest?Ich habe in deinem langen Beitrag durchaus an einigen Stellen eine leichte Wertung wahrgenommen.... das mag aber mir geschuldet sein. Auch das du so betonst, das es keine sei...
Gerne und danke.
Ich halte das auch eher für ein großes Glück als für etwas, was man aktiv "schafft".Demnach habe ich jedoch leider nie eine echte Beziehung erlebt, in dem Sinne sich voll und ganz ohne wenn und aber auf jemanden einzulassen
Übrigens weiß ich heute, daß ich es insofern aktiv und gezielt "gesucht" habe- und mit Glück zum Großteil gefunden habe, weil ich familiär sehr anders geprägt bin.
Meine Prägungen haben dazu geführt, ganz genau zu wissen, was ich bei einem Mann brauche und will und was mich überfordert. U.a. eben einen Mann, der sich gerne bindet und vor allem Gefühle auch gerne und in meiner "Sprache" ausdrückt.
Demnach habe ich jedoch leider nie eine echte Beziehung erlebt, in dem Sinne sich voll und ganz ohne wenn und aber auf jemanden einzulassen

Wenn das so ist, dann überlege Dir mal für Dich (muß natürlich nicht hier sein), ob es in Deiner Familienhistorie Fakten gibt, die Dich - unbewußt und wahrscheinlich mit gutem Grund- einen hohen emotionalen Selbstschutz erlernen ließen.
Ich würde etwas in der Richtung vermuten und kenne es auch selbst.
Sollte das der Fall sein, dann gerne in (D)einem anderen Strang oder per PN.
Oder meinst Du es rein in Bezug auf Deine Partner, daß sie sich nicht einließen?
Ich schrieb ja, mein Selbstschutz war, instinktiv Männer zu wählen, die mich sehr lieb(t)en und früher- und zu indifferente Männer (wie es der Freund der TE für mich wäre) zu meiden bzw. früh innerlich abzuhaken.
Ein anderer Mechanismus wäre, sich selbst nicht tief einzulassen, weil dann Verletzungen auch weniger tief sind.
Übrigens ist auch klar, daß es heute anders wäre, wenn ich nochmal in die Situation käme, einen neuen Partner zu wollen.
Da sind nun so viele weitere Prägungen und auf beiden Seiten gelebtes Leben hinzugekommen, daß ich glaube, daß so ein tiefes Einlassen und Vertrauen mir - zukünftig - auch schwer fallen würde, das Leben lehrt einen ja einiges.
Das hast Du früher schon öfter erwähnt und das tut mir wirklich leid.
Es muß schmerzhaft sein, das zu erleben.
Weil ich um diesen Schmerz gut weiß, war eine meiner - natürlich unbewußten - Vermeidungsstrategien, daß Männer für mich durch ihr Mich-Wollen erst so richtig interessant wurden.
Und das habe ich (auch wieder unbewußt) ausgiebig ausgelotet, bevor ich mich emotional dann wirklich einließ und vertraute.
Das scheinen wir sehr ähnlich zu empfinden.denn ich weiss, wenn ich mich erst mal einlasse, geht Trennen so schnell nicht mehr. Drin ist drin. und dann bin ich auch sehr leidenswillig und -fähig.
Siehe oben, wahrscheinlich trägt einfach unser aller Erfahrung und gelebtes Leben dazu bei, daß man heute nicht mehr so positiv unbedarft ist wie in jüngeren Jahren.ich finde Beziehungsabbrüche weder normal noch häufig - aber ich hab auch noch nie erlebt, dass es einfach flutscht und passt, und dann auch weiterhin passt und nicht nur die ersten drei Wochen lang.
Ich glaube, ich würde mich mitteilen und schauen, ob man diese Unterschiedlichkeiten im positiven Sinne gemeinsam ausräumen kann- und auch möchte.in luluns Fall meine ich aber, ich würde da noch etwas weiter beobachten und gucken.
Dieses "Wollen" wäre für mich ein sehr wichtiges und schönes Indiz.
Es ist ja z.B. auch eigentlich nicht schlimm, wenn sich ein Partner eher dem Partner zuliebe etwas öfter meldet als er es von allein täte, wenn das Meldeverhalten dem Partner komplett egal wäre.
Und man gleichzeitig selbst möglichst das Gute annimmt und nicht das Schlechte unterstellt.
Absolut, daher würde ich nicht nur schauen und beobachten, sondern auch reden wollen und solche Eindrücke eben unbedingt abgleichen und nicht nur beurteilen oder gar verurteilen.ein anderer Mensch ist wie ein fremdes Universum - man kann nicht von Anfang an davon ausgehen, dass man weiss, wie dieser Mensch tickt, aus welchen Gründen er tut, was er tut.
Mein Partner war z.B. früher im normalen Alltag eher etwas wortkarg, liegt an unseren unterschiedlichen Herkunftsorten.
Wir sind beides Prototypen unserer Herkunft.
Oft dachte er auch, er hätte mir etwas erzählt, einen Gedanken, einen Fakt, was Interessantes, aber er ist der Typ Nerd und hatte "unsere" Gespräche oft für sich im Kopf schon geführt- für ihn hatten wir also gesprochen.
Und ich wunderte mich über sein weniges Reden.
Ich wußte und spürte, er liebt mich, im Ausdrücken seiner Gefühle hatte er auch nie ein Problem,
Aber irgendwann nach einiger Zeit, wo wir für meine Bedürfnisse einfach zu wenig redeten, uns austauschten, sagte ich ihm ganz deutlich, daß ich weit mehr Ansprache brauche, weil ich sonst verkümmere.
Ich rede und erzähle nunmal gerne und ich höre auch gerne zu.
Für mich wäre es langfristig ein ko-Kriterium gewesen, nicht genug verbalen Austausch zu haben und das verstand er.
Das hat er sich sehr zu Herzen genommen, weil es ihm gar nicht bewußt war, in seinem Kopf quasselte er ja ausführlich mit mir.
Weil ich aber mein Bedürfnis ganz offen ausgesprochen habe, konnte er es auch wahrnehmen und etwas verändern.
Heute muß ich ihn manchmal bremsen, weil er mir zu viel quasselt und wir lachen beide darüber.
Übrigens weiß ich heute (und darum von mir immer wieder die Anregung, sich viel mit den eigenen Prägungen zu beschäftigen), warum mir das unbewußt soooo wichtig war.
Mein Vater strafte durch Schweigen ab, durch Ignorieren- eigentlich ganz logisch, daß so eine Prägung im Partnerschaftlichen dann unbewußt immer als "etwas Wichtiges stimmt nicht" wahrgenommen wird und negativ belegt ist.
Für mich regelrecht unerträglich.
Ich kann stundenlang mit jemandem schweigen, von dem ich weiß, wir mögen uns, aber wenn ich das nicht weiß, dann versuche ich über Kommunikation die Stimmung auszuloten und manchmal auch zu lenken.
Das war übrigens gestern eine echt neue Erkenntnis, die ich hier im Strang hatte, als ich schrieb, "ich kann nicht gut kurz".
Letzlich logisch, wenn die kleine Sterni doch gelernt hat, daß über Reden oder Schweigen alles gelenkt wird.
Ausführlich drückt für mich also Positives aus, Wohlwollen, den Versuch eines Kontaktes und Austausches.
Während "kurz und bündig" bei mir tatsächlich oft negativ ankommt, als würde sich jemand bewußt distanzieren.
Liebe lulun,
jetzt habe ich viel von mir beschrieben, aber ich glaube, diese Ausschnitte können Dir Anregungen geben, ob es bei Dir eben wirklich etwas mit diesem Mann zu tun hat oder mit Dir selbst.
Ich habe jedenfalls gelernt, daß es extrem spannend ist, sich selbst auf die Spur zu kommen und sehr lehrreich.
Ich weiß mittlerweile, welche Trigger meine sind und wo ich berechtigterweise sofort aussteige.
Ich habe diese Erkenntnisse auch erst ab ungefähr 40 gewonnen, ganz langsam und mühsam,
aber ich mag es, mich mittlerweile weit besser zu kennen und zu verstehen.
Dafür muß man allerdings auch bereit sein.
Das ist man oft erst, wenn der Schmerz im Jetzt größer wird als die Angst, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen.
Alles Liebe.
Was für ein schöner Vergleich, den merke ich mir.
Geändert von Inaktiver User (22.02.2020 um 15:26 Uhr)
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22.02.2020, 15:44
AW: Einsam- ist das normal?
Nö... du schriebst - also nach 3 Monaten....
Die hatte ich auch... die "Auswahlkiterien" - ich wußte bei allen anderen - selbst wenn ich anfangs verliebt war - dass das nix längerfristiges wird. Nicht jede Beziehung hat dazu das Potential, kann aber dennoch sehr bereichernd sein. Ich denke heute noch gerne an etliche kürzere "Lieben" zurück. Es waren halt keine "Lebenspartner" - den ich allerdings damals auch nicht suchte.
Eine Bekanntschaft ist ja nicht deshalb eine Beziehung, weil einer von beiden das gerne möchte. Sexuell intim zu sein ist nicht gleichbedeutend damit, in einer "richtigen" oder wie du es nennst "verläßlichen" Beziehung zu sein.
Der Mann verhält sich für mich (noch) wie jemand, der eine bereichende Freundschaft plus Geschichte sucht und genießt.
Das führt mir hier zu weit.. ich hatte einen Eindruck wiedergegeben. Sagte ich ja bereits.Geändert von Syriana (22.02.2020 um 15:53 Uhr)
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22.02.2020, 16:04Inaktiver User
AW: Einsam- ist das normal?
Da gebe ich dir Recht, da ist immer sehr viel Glück im Spiel, schon allein, diesem einen besonderen Menschen zu begegnen. Auch beim weiteren Kennenlernen spielt Glück noch immer eine große Rolle. Doch spätestens wenn man dann in Beziehung ist bzw. in der Zeit, der sich der Status von "Verliebtsein" in "echte Beziehung" verändert, muss man auch einiges "schaffen". Und für ein gutes Gelingen auch weiterhin.
Nichts läuft von alleine gut, auch oder gerade eine Beziehung nicht. Man muss einander zugewandt bleiben, im Sinne von sich Zeit für den anderen nehmen, ihm zuhören, ihn ernst nehmen, für ihn da sein, aber ihn auch in Ruhe lassen können und sein eigenes Ding machen und eigenen Ideen und Zielen nachhängen lassen. Ihn nicht verändern wollen, offen sein für Veränderungen, die Bereitschaft haben, immer wieder auf den anderen zuzugehen, auch wenn man das eigentlich gerade nicht möchte und zwar den Verstand einschalten, aber vor allem das Herz sprechen lassen.
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22.02.2020, 16:15
AW: Einsam- ist das normal?
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22.02.2020, 18:30Inaktiver User
AW: Einsam- ist das normal?
Dann ist er es eben .. keiner hat behauptet dass Beziehungen einfach sind .. hat er dich angerufen oder angeschrieben .. ?!? möchte er etwas klären ? und du ? möchtest du ihn sehen und etwas klären ? wie geht es jetzt weiter ... ?!?
Ich wünsche Dir viel Glück und ( endlich) Klarheit !


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