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    AW: Doktorandin und die Männer

    Zitat Zitat von Fender
    Nun, ich war noch mit keinem Nicht-Akademiker zusammen , aber ich begegnete ihnen bspw. im Sportverein. Kalle, der Automechaniker, führte auch leicht auf den Lippen "Faules Studentenpack!", weil ja nur Automechaniker hart und körperlich für ihren Lebensunterhalt arbeiten (na gut, Straßenbauer vielleicht auch noch, aber das war's dann auch schon). Aus einer generalisierten Haltung gegenüber Akademikern an sich machen Frauen dann aber gerne die personaliserte gegenüber ihnen als Einzelperson mit akademischem Abschluss.
    Auch jeder männliche Akademiker wird daher von Sticheleien beruflich niedriger qualifizierter Männer berichten können, aber sie nehmen's nicht persönlich.
    Das stimmt! Mein Ex war da ganz geschlechtsneutral. Und ich sagte ja: bei mir ist bestimmt das Aussehen schuld.
    Zitat Zitat von Fender
    Dies liegt daran, dass viele Frauen nicht gerne mit ihrem Beruf und ihren beruflichen Erfolgen "angeben". Männer hingegen schon... Das ist dieses archaische "Ich Männchen, ich Alpha-Tier"-mit-Fäusten-auf-die-Brust-Getrommel des Primaten in uns.
    Übrigens: Ich war auch dazu übergegangen, beim Kennenlernen neuer Leute meinen Beruf mit "Konditormeister" anzugeben. Dummerweise wurde ich von Frauen dann gerne nach Rezepten und Backtipps gefragt, das musste ich daher wieder einstellen. Momentan suche ich nach einem unverfänglichen Beruf, den ich nennen kann...
    Leichenbestatter? Da vergeht den meisten die Lust auf weitere Diskussionen. Das nötigste Fachwissen kann man sich schnell in einschlägigen Fernsehprogrammen aneignen.
    Zitat Zitat von Fender
    "Gleiche Augenhöhe" hat auch für mich eigentlich nichts mit einem Titel zu tun. Mir ist nur aufgefallen, dass die Frauen, die sich für mich auf gleicher Augenhöhe (das hat für mich viel mit gleichen/ähnlichen Interessen zu tun) befinden, eben meist auch einen akademischen Grad haben.
    Eben. Das gilt für mich für Männer. Auch wenn ich mir manchmal etwas "Geerdeteres" an meiner Seite wünschen würde. Ich habe einen Hang zu verquasten Fachfanatikern. Aber das ist ein Problem meines persönlichen Geschmacks und kein gesellschaftliches Phänomen.

  2. Inaktiver User

    AW: Doktorandin und die Männer

    Ich hatte mal eine Freundin, bei der zwar nicht wirklich viel Licht brannte, die aber ne Schweinekohle verdient hat. "Offiziell" war sie Model...darüber, was sie wirklich gemacht hat, wird heute noch wild spekuliert

    Auch sie hatte immer Probleme, einen "normalen" Mann zu finden...eben, weil ihr verdiensttechnisch niemand auch nur annähernd das Wasser reichen konnte. Und ich glaube, damit können tatsächlich nur ganz wenige Männer umgehen.

    Genauso verhält es sich meiner Meinung nach, wenn eine Frau extrem intelligent ist bzw einen entsprechenden Job ausübt...das schreckt einfach ab.

    "Normale" Männer (zumindest die meisten) wollen "normale" Frauen...aber keinesfalls eine, die wesentlich mehr Einkommen hat oder ihnen gar im Bereich Intelligenz überlegen ist.

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    AW: Doktorandin und die Männer

    Es gibt Männer, die haben Probleme mit besser ausgebildeten/verdienenden Frauen, und es gibt Frauen, die haben Probleme mit schlechter ausgebildeten/verdienenden Männern. Mittlerweile glaube ich, dass das eher die Mehrheit ist.

    Das muss jeder selber wissen, aber zwei Dinge in dem Zusammenhang bringen mich sofort auf die Palme:
    Palme a) Wenn jemand diese bigotte Einstellung hat und sich dann beschwert, es gebe keine/nicht genügend passende Partner und er kriege niemanden ab... (Zu) genaue Partner-Kriterien sind das eine, anschließend rumnölen verbietet sich dann aber.
    Palme b) Gleichsetzen von Bildungszertifikaten mit "Augenhöhe". Das entspricht einfach nicht meiner Erfahrung und ich halte das für ein riesiges Vorurteil. Ich habe es zu einem beeindruckenden Fachidiotentum in meinem Metier gebracht, kriege aber keinen Nagel gerade in die Wand. Eben so faszinieren mich Menschen, die mit kleinen Kindern arbeiten, eine Kindergartengruppe oder eine erste Schulklasse würde mich innerhalb von 8 Tagen in die Klapse befördern. Mir fallen 1000 Berufe ein, bei denen ich nicht mithalten kann. In den wenigsten Fällen, weil ich es nicht will, sondern weil ich es nicht kann. Auf welcher Höhe sind da jeweils wessen Augen?!

    Womit jemand seinen Lebensunterhalt bestreitet, macht seine Persönlichkeit und den Abstand seiner Augen vom Meeresspiegel zu einem wesentlich geringeren Teil aus, als was er mit dem Rest seines Lebens anstellt. Und ob ich damit was anfangen kann, ist von Schul- oder sonstigen Abschlüssen völlig unabhängig. Ehrlich.

    Trotz alledem äußert sich natürlich auch in mir der Neandertaler: Ich will auf gar keinen Fall eine Partnerin aus dem gleichen Fach/Branche. Bei dem, was ich mache, will ich der Beste sein. Da gibt es da draußen schon genug Konkurrenz, das brauche ich nicht auch noch zu Hause. Das macht mir das Leben nicht leichter, da sich die meisten Paare bekanntlich am Arbeitsplatz kennen lernen, aber ich beschwere mich ja auch nicht ;o)

    Wenn ich jemanden loswerden will, erzähle ich von meinem Job bei Gutfried: In der Schlachterei, an der Hähnchenköpfmaschine. Da stehe ich am Band und helfe bei den Tieren nach, die noch halblebendig am Band hängen. 8 Stunden, Schichtbetrieb. Klappt immer und finde ich besser als die Bestatterstory - die fasziniert am Ende noch irgendwen...

    LG, BM
    Never trust the smiling cat

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    AW: Doktorandin und die Männer

    Zitat Zitat von BoeseMiezekatze
    Wenn ich jemanden loswerden will, erzähle ich von meinem Job bei Gutfried: In der Schlachterei, an der Hähnchenköpfmaschine. Da stehe ich am Band und helfe bei den Tieren nach, die noch halblebendig am Band hängen. 8 Stunden, Schichtbetrieb. Klappt immer und finde ich besser als die Bestatterstory - die fasziniert am Ende noch irgendwen...
    Hier muß ich Überlegenheit des Erfindungsgeistes neidlos anerkennen...

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    AW: Doktorandin und die Männer

    Zitat Zitat von Polarstern
    Hier muß ich Überlegenheit des Erfindungsgeistes neidlos anerkennen...
    Auch ich ziehe meinen Hut. Chapeau!
    Ich hatte Lust, in das rohe Fleisch eines Fisches zu beißen, mit meinen Ohren in die Symphonie der Welt einzutauchen, zu schauen, um wirklich zu sehen, mich vom Licht blenden zu lassen, meine Hände in die warme Erde zu tauchen und die feuchte Schnauze der Wölfe zu berühren.
    Hélène Grimaud

  6. Inaktiver User

    AW: Doktorandin und die Männer

    Zitat Zitat von BoeseMiezekatze
    Wenn ich jemanden loswerden will, erzähle ich von meinem Job bei Gutfried: In der Schlachterei, an der Hähnchenköpfmaschine. Da stehe ich am Band und helfe bei den Tieren nach, die noch halblebendig am Band hängen. 8 Stunden, Schichtbetrieb. Klappt immer und finde ich besser als die Bestatterstory - die fasziniert am Ende noch irgendwen...


    Wie abschreckend sind denn nun Doktortitel und Bildung einer Frau?

    Das ließe sich nachprüfen mit 2 identischen Profilen in einer Singlebörse. Alter, Familienstand etc alles gleich, in einem Fall eine promovierte Akademikerin, im anderen eine - sagen wir - Physiotherapeutin.

    Und damit keiner sagen kann, bei Männern sei das genauso, Doktores hätten es nun mal schwer:
    Das gleiche mit 2 Männerprofilen. Einmal der Herr Dr., das andere der Physiotherapeut.

    Dann schauen, wer mehr Zuschriften bekommt.

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    AW: Doktorandin und die Männer

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Das ließe sich nachprüfen mit 2 identischen Profilen in einer Singlebörse. Alter, Familienstand etc alles gleich, in einem Fall eine promovierte Akademikerin, im anderen eine - sagen wir - Physiotherapeutin.
    ...
    Dann schauen, wer mehr Zuschriften bekommt.
    Ja. Aber bitte auch beide mit einem gescheiten Foto, hübsch geschminkt, nettes Lächeln, schöner Ausschnitt und ein Figurfoto mit schön viel Bein und knackigem Hintern.
    Ich hatte Lust, in das rohe Fleisch eines Fisches zu beißen, mit meinen Ohren in die Symphonie der Welt einzutauchen, zu schauen, um wirklich zu sehen, mich vom Licht blenden zu lassen, meine Hände in die warme Erde zu tauchen und die feuchte Schnauze der Wölfe zu berühren.
    Hélène Grimaud

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    AW: Doktorandin und die Männer

    Zitat Zitat von BoeseMiezekatze
    Palme b) Gleichsetzen von Bildungszertifikaten mit "Augenhöhe". Das entspricht einfach nicht meiner Erfahrung und ich halte das für ein riesiges Vorurteil. Ich habe es zu einem beeindruckenden Fachidiotentum in meinem Metier gebracht, kriege aber keinen Nagel gerade in die Wand. Eben so faszinieren mich Menschen, die mit kleinen Kindern arbeiten, eine Kindergartengruppe oder eine erste Schulklasse würde mich innerhalb von 8 Tagen in die Klapse befördern. Mir fallen 1000 Berufe ein, bei denen ich nicht mithalten kann. In den wenigsten Fällen, weil ich es nicht will, sondern weil ich es nicht kann. Auf welcher Höhe sind da jeweils wessen Augen?!
    Huhu,
    ich weiß jetzt nicht, ob Du Dich auf ein Posting hier im Thread beziehst, denn meiner Meinung nach haben bisher alle, die sich über Augenhöhe geäußert haben (und ich habe ja immerhin damit angefangen, glaube ich ), ja gerade dazu gesagt, dass sich das nicht zwangsweise auf Berufsausbildung resp. Akademische Grade bezieht.
    Nehmen wir mal Dein Beispiel der Kindergartentante... (Meine Mutter war Kindergärtnerin und hat zuletzt eine Kita geleitet)... Nee, blödes Beispiel. Nehmen wir mal mein praktisches Beispiel, denn ich war mal kurz mit einer Friseurin zusammen. Ein ehrenwerter Beruf, durchaus, und anstrengend, aber ich konnte bereits relativ schnell nicht mehr.
    Ich lehne die Klatschpresse ab, weil ich meine, dass auch Prominente ein Recht auf Privatleben haben. Deswegen war es durchaus für mich uninteressant, Abends beim Abendbrot den Inhalt der an dem Tag neu gelieferten Mappen vom Lesekreis berichtet zu bekommen. Goldenes Blatt und Frau im Spiegel waren, sind und werden niemals meins. Die anschließenden Berichte aus den Leben der heute zum Schneiden/Legen/Färben dagewesenen Stammkundinnen interessierten mich ebenso wenig. Und mehr war da leider nicht.
    Der Friseur, zu dem ich seit einigen Jahren gehe, hat hingegen Interessen, die sich z.T. mit meinen überschneiden, und daher hat sich eine Freundschaft entwickelt, und wir unternehmen jetzt etliches privat zusammen. Er ist auf meiner Augenhöhe, sie nicht. Und beide haben den gleichen Beruf.
    Deswegen möchte ich noch lange keine Beziehung mit ihm.

    Ist das trotzdem jetzt etwas klarer?

    Zitat Zitat von BoeseMiezekatze
    Womit jemand seinen Lebensunterhalt bestreitet, macht seine Persönlichkeit und den Abstand seiner Augen vom Meeresspiegel zu einem wesentlich geringeren Teil aus, als was er mit dem Rest seines Lebens anstellt. Und ob ich damit was anfangen kann, ist von Schul- oder sonstigen Abschlüssen völlig unabhängig. Ehrlich.
    Drum.

    P.S. Das mit den Hühnern werde ich in Erwägung ziehen.
    Bestatter funktioniert nicht. Irgendjemandes Oma ist garantiert gerade gestorben, und so ein kleiner Preisnachlass bei der Beerdigung wäre ja auch nicht zu verachten...
    Geändert von Fender (08.03.2007 um 12:31 Uhr)
    Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
    Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
    Und andere Dinge, die man erraten muss.

  9. Inaktiver User

    AW: Doktorandin und die Männer

    Zitat Zitat von Rasko
    Ja. Aber bitte auch beide mit einem gescheiten Foto, hübsch geschminkt, nettes Lächeln, schöner Ausschnitt und ein Figurfoto mit schön viel Bein und knackigem Hintern.
    und was schlägst Du für die Fotos der Herren vor?

  10. User Info Menu

    AW: Doktorandin und die Männer

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    und was schlägst Du für die Fotos der Herren vor?
    Das ist Dein Job. Ich steh nicht auf Männer ;-)
    Ich hatte Lust, in das rohe Fleisch eines Fisches zu beißen, mit meinen Ohren in die Symphonie der Welt einzutauchen, zu schauen, um wirklich zu sehen, mich vom Licht blenden zu lassen, meine Hände in die warme Erde zu tauchen und die feuchte Schnauze der Wölfe zu berühren.
    Hélène Grimaud

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