Früher gab es den bissigen Ausdruck "auf dem Standesamt promovieren". Der wurde meines Wissens NUR auf Frauen angewandt. Die Ehefrau des Arztes wurde mit "Frau Dr." tituliert, selbst wenn sie nicht lesen und schreiben konnte.
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Thema: Doktorandin und die Männer
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07.03.2007, 23:43Inaktiver User
AW: Doktorandin und die Männer
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07.03.2007, 23:54
AW: Doktorandin und die Männer
hihi... wir haben immer gesagt
"Wer mit 30 seinen Doktor nicht hat,
muss ihn selber machen"
Kottan: "I rauch ned, i trink ned und i hob nix mit andere Frauen"
Elvira: "Gar koan Fehler?"
Kottan: "Doch, i liag manchmal"
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Profilbild © Analuisa
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08.03.2007, 01:30
AW: Doktorandin und die Männer
Passt vielleicht nur bedingt zu dem Thema und ich will damit auch niemanden auf die Füsse treten.
Aber, wer kann, schaue sich doch bitte den Film "Du bist ein schöner Mann" an, und um wieder on-topic zu werden, im speziellen die drei etwas älteren Französinnen, die eifersüchtig auf die junge Rumänin sind.
Ist sicher nicht ganz vergleichbar, doch ich muss sagen, diese eine Stelle im Film charakterisiert herrlich, was mein Eindruck ist über Frauen die glauben, dass sie deswegen schlecht ankommen bei Männern weil sie zu klug/intelligent/selbstbewußt/wissen was sie wollen/zuviel Persölichkeit/ etc etc. sind/haben
(Wobei ich noch anmerken möchte, dass es beruflich erfolgreiche Frauen sicher schwerer haben bei Männern die beruflich gescheitert sind. Diese Lücke mag ich zugestehen).Geändert von Rasko (08.03.2007 um 01:30 Uhr)
Ich hatte Lust, in das rohe Fleisch eines Fisches zu beißen, mit meinen Ohren in die Symphonie der Welt einzutauchen, zu schauen, um wirklich zu sehen, mich vom Licht blenden zu lassen, meine Hände in die warme Erde zu tauchen und die feuchte Schnauze der Wölfe zu berühren.
Hélène Grimaud
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08.03.2007, 01:35Inaktiver User
AW: Doktorandin und die Männer
Hallo Julchen,
ich muss Deine Befürchtungen leider bestätigen. Es ist auch heute noch so, dass die Männer so auf einen Titel reagieren. Und das leider nicht nur Männer, die keinen akademischen Grad haben, sondern durchaus auch "gleichgestellte".
Ich habe ebenfalls promoviert, schon vor 20 Jahren. Und das war halt in meinem Studiengang der üblich Abschluss. Für mich halt normal, habe ich mir nie was bei gedacht. Und an unserem Lehrstuhl ging es locker zu, kein Prof wurde mit irgendeinem Titel angeredet, meinen Doktorvater habe ich geduzt. Im Freundeskreis haben wir die Promotion gefeiert - und sind wieder zur Tagesordnung übergegangen. Außer, dass ich bei einigen den Kosenamen/Spitznamen "Frau Doktor" bekommen habe. Viele neuere Bekannte wissen gar nicht, dass ich einen Titel habe und sind überrascht, wenn sie es dann irgendwann mal z.B. auf einer dienstlichen Visitenkarte sehen. Ok, im Beruf ist so ein Titel natürlich machmal von Vorteil.
Ich arbeite in einem Beruf, der immer noch männlich dominiert ist, und auch bei meinen Terminen habe ich meistens mit Männern zu tun. Es war nicht einfach, sich da etwas aufzubauen. Ist mir aber gelungen, ich bin akzeptiert, bekomme viele Komplimente in punkto Arbeit, Auftreten, Aussehen, Charme etc. - und ansonsten machen die Männer lieber einen großen respektvollen Bogen um mich. Es hat mich oft erstaunt, wenn ich hinten herum gehört habe, warum: Da hieß es dann immer, "na weißt du, wer die ist, was die macht, und die hat auch noch promoviert". Das sind Aussagen, die ich nicht verstehe, aber leider ist es so. Mir ist z.B. ein sehr netter gutaussehender Mann aus unserer Firma mal privat über den Weg gelaufen, wir haben kurz geredet, und er wollte mir die Fortsetzung seiner Geschichte später erzählen. Ich gab ihm meine Durchwahl. Er rief an, erzählte und fragte, ob er mich mal zu einem Kaffee einladen dürfte. Ich stimmte zu, er wollte sich melden wegen des Termins - und nichts mehr kam. Immer wenn ich ihn zufällig in der Firma sah, schaute er rüber, und ich wurde schon von den Kollegen aufgezogen, denen das nicht entgangen war. Eines Tages habe ich ihn mal angesprochen - und da sagte er, er wäre ja so gerne mit mir einen Kaffee trinken gegangen, aber dann hätte er erfahren, wer ich sei und sich nicht mehr getraut. Ja, klar, er "kleiner" Techniker, ich Akademikerin. Solche Beispiele könnte ich ohne Ende erzählen.
Letzens habe ich mich mit einem Bekannten unterhalten. Der meinte doch allen Ernstes zu mir, wenn ich einen Mann kennenlerne, solle ich nicht zeigen, wie intelligent ich sei und nicht sagen, dass ich promoviert hätte, das würde die meisten Männer abschrecken. Ich fragte, aha, soll ich ein bisschen blond spielen, wo ich es nun mal äußerlich schon bin. Und was ist, wenn der Mann irgendwann merkt, dass ich doch nicht so blond bin, da meinte der Bekannte allen Ernstes, dann hätte ich ihn vielleicht schon so sehr an der Angel, dass es ihm egal wäre. Wenn es nicht irgendwo auch traurig wäre, wäre es zum totlachen.
Aber leider steckt in seiner Aussage sehr viel Wahrheit. Viele Männer wollen lieber Frauen, bei denen sie das Gefühl haben, dass sie überlegen sind. Das ist antiquiert und altmodisch, trotzdem ist es leider immer noch so. Sie bewundern Frauen, die mit ihnen auf Augenhöhe diskutieren und ihnen im Beruf Paroli bieten - aber für zu Hause möchten sie dann trotzdem lieber ein Weibchen, dass zu ihnen aufschaut. Man sollte meinen, dass es im 21. Jahrhundert so etwas nicht mehr gibt, ist aber so. Und das selbst bei selbstbewussten und erfolgreichen Männern. So auch bei meinem Ex, der mir Monate nach der Trennung mal gestanden hat, dass er sich mir immer unterlegen gefühlt habe. Die Aussage habe ich nicht verstanden, bis er mir allen Ernstes erklärte, er käme ja aus einer "einfacheren" Familie, hätte ja zuerst eine Lehre gemacht und dann "nur" an der FH studiert. Aha! Dass er heute eine sehr gute Position in einer großen Firma hat, nur unwesentlich weniger als ich verdient - das wog das nicht auf. Verstehen kann ich seinen Gedankengang bis heute zwar nicht wirklich, denn ich hatte uns immer absolut auf Augenhöhe gesehen, aber.....
Trotzdem: Ich sehe nicht ein, dass ich mich verstellen soll, und ich kann und will das auch gar nicht. Was sollte das für eine Grundlage für eine Freundschaft und/oder Partnerschaft sein. Ich hänge es nicht an die große Glocke, dass ich promoviert habe, aber ich verschweige es auch nicht. Doch, Julchen, Du hast Recht, einfacher macht es das bei Männer nicht.
Gute Nacht Rowina
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08.03.2007, 01:49
AW: Doktorandin und die Männer
Diese Scheu hättest Du ihm z.B. nehmen können indem Du einfach den Termin ausgemacht hättest.
Zitat von Inaktiver User
Warum hast Du das nicht getan?
Wolltest Du erobert werden? Dann wären vielleicht mehr Signale notwendig gewesen ausser einer prinzipiellen Zustimmung zu einer Kaffeinladung?
(Im übrigen gibt es bei Kaffeeinladungen innerhalb eines Unternehmens meist klare unausgesprochene Regeln (zumindest in meinem). Sich locker verabreden darf man immer, aber den konkreten Termin macht immer die jeweils höhergestellte Person aus)Ich hatte Lust, in das rohe Fleisch eines Fisches zu beißen, mit meinen Ohren in die Symphonie der Welt einzutauchen, zu schauen, um wirklich zu sehen, mich vom Licht blenden zu lassen, meine Hände in die warme Erde zu tauchen und die feuchte Schnauze der Wölfe zu berühren.
Hélène Grimaud
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08.03.2007, 09:06
AW: Doktorandin und die Männer
Aha, wir dreschen mal wieder Klischees.
Zitat von Inaktiver User
Beim Thema Mannfraubeziehung ist "vor 20 Jahren" nicht "heute".Ich habe ebenfalls promoviert, schon vor 20 Jahren.
Verständlich. Gerade im Umfeld von Hochqualifizierten hat man da ruckzuck den Vorwurf von sexueller Belästigung am Hals.Ist mir aber gelungen, ich bin akzeptiert, bekomme viele Komplimente in punkto Arbeit, Auftreten, Aussehen, Charme etc. - und ansonsten machen die Männer lieber einen großen respektvollen Bogen um mich.
Klingt doch erst einmal sehr interessiert.Es hat mich oft erstaunt, wenn ich hinten herum gehört habe, warum: Da hieß es dann immer, "na weißt du, wer die ist, was die macht, und die hat auch noch promoviert".
Das kann ich auch irgendwie verstehen. Du bist eben keine Frau, die zu ihm aufschaut, sondern eine Frau, zu der er aufschaut, zumindest zum großen Teil. Vielleicht ist es ja auch gerade das, was ihm an dir so gefallen hat. Und so eine Frau lädt man nicht einfach so zum Kaffee ein und fragt, was sie heute Abend macht. Ich sehe das wie Rasko. Als so erfolgreiche Frau, ist es an dir, diesen Schritt zu tun.Mir ist z.B. ein sehr netter gutaussehender Mann aus unserer Firma mal privat über den Weg gelaufen, wir haben kurz geredet, und er wollte mir die Fortsetzung seiner Geschichte später erzählen. Ich gab ihm meine Durchwahl. Er rief an, erzählte und fragte, ob er mich mal zu einem Kaffee einladen dürfte. Ich stimmte zu, er wollte sich melden wegen des Termins - und nichts mehr kam. Immer wenn ich ihn zufällig in der Firma sah, schaute er rüber, und ich wurde schon von den Kollegen aufgezogen, denen das nicht entgangen war. Eines Tages habe ich ihn mal angesprochen - und da sagte er, er wäre ja so gerne mit mir einen Kaffee trinken gegangen, aber dann hätte er erfahren, wer ich sei und sich nicht mehr getraut. Ja, klar, er "kleiner" Techniker, ich Akademikerin.
Da hat dir dieser Mann Blödsinn erzählt. Und du glaubst das jetzt, weil du es glauben willst. Weil es dich aus der Verantwortung entlässt und die Schuld alleine bei den Männern lässt.Letzens habe ich mich mit einem Bekannten unterhalten. Der meinte doch allen Ernstes zu mir, wenn ich einen Mann kennenlerne, solle ich nicht zeigen, wie intelligent ich sei und nicht sagen, dass ich promoviert hätte, das würde die meisten Männer abschrecken.
Viele Männer, ja. Und viele Männer, wollen lieber Frauen, bei denen sie das Gefühl haben, das die Frau ihnen intellektuell die Stirn bieten kann. Das ist modern und solche Männer gibt es sehr viele. Warum suchst du dir nicht einfach so einen?Aber leider steckt in seiner Aussage sehr viel Wahrheit. Viele Männer wollen lieber Frauen, bei denen sie das Gefühl haben, dass sie überlegen sind. Das ist antiquiert und altmodisch, trotzdem ist es leider immer noch so.
Und es gibt viele Frauen, die es toll finden, im Beruf im Beruf allen Männern Paroli zu bieten, viel Verantwortung haben und zu Hause möchten sie trotzdem lieber einen Mann zu dem sie aufschauen können.Sie bewundern Frauen, die mit ihnen auf Augenhöhe diskutieren und ihnen im Beruf Paroli bieten - aber für zu Hause möchten sie dann trotzdem lieber ein Weibchen, dass zu ihnen aufschaut.
Da wären jetzt die genauen Hintergründe der Trennung interessant.Und das selbst bei selbstbewussten und erfolgreichen Männern. So auch bei meinem Ex, der mir Monate nach der Trennung mal gestanden hat, dass er sich mir immer unterlegen gefühlt habe. Die Aussage habe ich nicht verstanden, bis er mir allen Ernstes erklärte, er käme ja aus einer "einfacheren" Familie, hätte ja zuerst eine Lehre gemacht und dann "nur" an der FH studiert.
Das ist ja auch genau richtig so. Aber deine Haltung, dass du ja so toll bist, dass die meisten Männer ein Problem damit hätten, macht dich nicht sympathisch. Vielleicht liegt's ja daran.Trotzdem: Ich sehe nicht ein, dass ich mich verstellen soll, und ich kann und will das auch gar nicht. Was sollte das für eine Grundlage für eine Freundschaft und/oder Partnerschaft sein. Ich hänge es nicht an die große Glocke, dass ich promoviert habe, aber ich verschweige es auch nicht.
Aber klar, ich weiß. Alles Erfahrungen. Klischees dreschen andere, Vorurteile haben andere, bei dir sind es fundierte Erfahrungen.
Einfacher macht es es im Mittel nicht. Wäre ja auch zu trivial. Bei manchen Männern hat man es als intelligente Frau schwerer. Mit denen würde man ohnehin auf Dauer wohl nicht glücklich. Bei anderen Männern hat man es als intelligente Frau einfacher. An die solltest du dich halten.Doch, Julchen, Du hast Recht, einfacher macht es das bei Männer nicht.
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08.03.2007, 09:14
AW: Doktorandin und die Männer
Mein letztes Herzchen hat mir mal gesagt, dass ich einen Job für Dumme mache. Das es Zeitverschwendung ist, hier weiterhin zu arbeiten. Ich wäre intelligent und es wäre schade für mich.
Er hat mir nichts neues gesagt, ich denke schon lange darüber nach. Studiere auch nebenbei.
Also...wie immer gibt es alles auch andersrum.
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08.03.2007, 09:41
AW: Doktorandin und die Männer
Hallo Julchen, dazu habe ich gerade an anderer Stelle hier in der BriCom etwas geschrieben, und zwar hier (klick).
Zitat von Julchen78
Das ist übrigens nicht nur bei Akademikerinnen so, sondern bei der Mehrzahl der Frauen (jedenfalls in der Bundesrepublik Deutschland - warum aber sollte es in Österreich und der Schweiz anders sein? Von dort kenne ich aber keine Statistiken).
Zitat von Hofnarr
Frauen neigen demnach generell dazu, "nach oben" zu heiraten (oder Männer "nach unten"). Dies führt allerdings heutzutage zu Problemen. Weil immer mehr Frauen bessere Abschlüsse machen, sind bald nicht mehr genug "höhere" Männer zu diesem Zweck vorhanden.
Und dies kommt noch dazu:
Dieses "Gründe suchen" und "in der akademischen Laufbahn finden" halte ich persönlich ebenfalls für kontraproduktiv.
Zitat von Vyras
Ich selbst hätte niemals "nach unten" heiraten wollen, ich habe meine Partnerin gerne "auf Augenhöhe".
Ich habe - wie ich oben hinter dem Link geschrieben habe - auch kein Problem mit meiner Frau, die die "bessere" Akademikerin sein wird. Ganz im Gegenteil, ich bin sehr stolz auf sie.
"Meine Frau ist Prof. Dr.!" Na, einen besseren Bonbon kann ich mir doch gar nicht ans Revers heften!
Wenn Frauen sich mal von diesem stereotypen "Männer haben Angst vor beruflich höher qualifizierten Frauen" lösen könnten, wäre schon einiges gewonnen, denke ich. Denn Frauen haben ja wohl auch keine Angst vor beruflich höher qualifizierten Männern, oder doch?!
Geändert von Fender (08.03.2007 um 09:42 Uhr)
Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
Und andere Dinge, die man erraten muss.
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08.03.2007, 10:06
AW: Doktorandin und die Männer
Hallo Fender,
Zitat von Fender
eigentlich stimme ich Dir in allem zu, nur der letzte Absatz stimmt meines Erachtens so nicht. Fast jede Akademikerin wird von Sticheleien beruflich niedriger qualifizierter Männer berichten können. Es ist nun mal sozial akzeptabel, daß eine Frau "nach oben" heiratet, für einen Mann gilt das noch lange nicht.
Ich habe 5 Jahre Beziehung mit einem Mann geführt, der kein Akademiker war, aber ständig Sätze wie "Ja, die Studenten wieder..." rausgeschoben hat. Die Studenten hatten immer irgendetwas falsch gemacht, sich blöd benommen, oder, oder.... Nichts, was "die Klemptner" nicht auch getan hätten, aber bei denen war es eben so.
Und ich stelle auch heute fest, daß ich meinen Job erst mal für mich behalte, wenn ich neue Leute kennenlerne. Mein Beruf ist ein bißchen exotisch, etwas, was man aus dem Fernsehen kennt, mit dem man aber sonst keinen Kontakt hat. Manchmal kann ich förmlich sehen, wie Männer zurückschrecken, wenn sie dann hören, was ich mache.
Und dabei vermute ich nie, daß mein Job mich unattraktiv machen könnte. ich suche die Ursache eigentlich immer in meinem Aussehen.
Aber wie Vyras so treffend geschrieben hat:
Für mich muß ein Partner kein Akademiker sein, um auf gleicher Augenhöhe zu sein. Aber es macht vieles einfacher. Und da ich auf Dauer glücklich sein möchte, kommt eben nur ein Mann in Frage, der keine Probleme mit einer gutausgebildeten Frau hat.
Zitat von Vyras
Lg
Polarstern
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08.03.2007, 10:46
AW: Doktorandin und die Männer
Das mag sein, und ich stimme Dir grundsätzlich dazu. Aber: Was sozial akzeptabel ist und was nicht, ist nicht unumstößlich und es liegt an uns, wie wir damit umgehen.
Zitat von Polarstern
Wie ich oben schon schrieb, wird es bald (sehr bald!) nicht mehr genug geeignete Männer zum "nach oben heiraten" geben. Um mal am anderen Ende der Skala zu beginnen: Aktuell schaffen in Deutschland 12% der Jungen keinen Schulabschluss, aber nur 6% der Mädchen!
Insofern wird das bald "sozial akzeptabel" sein müssen.
Das ist das eine, und dann kommen wir zur Rezeption, und den falschen Schlüssen, die Frauen daraus ziehen:
Nun, ich war noch mit keinem Nicht-Akademiker zusammen
Zitat von Polarstern
, aber ich begegnete ihnen bspw. im Sportverein. Kalle, der Automechaniker, führte auch leicht auf den Lippen "Faules Studentenpack!", weil ja nur Automechaniker hart und körperlich für ihren Lebensunterhalt arbeiten (na gut, Straßenbauer vielleicht auch noch, aber das war's dann auch schon). Aus einer generalisierten Haltung gegenüber Akademikern an sich machen Frauen dann aber gerne die personaliserte gegenüber ihnen als Einzelperson mit akademischem Abschluss.
Auch jeder männliche Akademiker wird daher von Sticheleien beruflich niedriger qualifizierter Männer berichten können, aber sie nehmen's nicht persönlich.
Dies liegt daran, dass viele Frauen nicht gerne mit ihrem Beruf und ihren beruflichen Erfolgen "angeben". Männer hingegen schon... Das ist dieses archaische "Ich Männchen, ich Alpha-Tier"-mit-Fäusten-auf-die-Brust-Getrommel des Primaten in uns.
Zitat von Polarstern
Übrigens: Ich war auch dazu übergegangen, beim Kennenlernen neuer Leute meinen Beruf mit "Konditormeister" anzugeben. Dummerweise wurde ich von Frauen dann gerne nach Rezepten und Backtipps gefragt, das musste ich daher wieder einstellen. Momentan suche ich nach einem unverfänglichen Beruf, den ich nennen kann...
Ich nenne meinen Beruf nur noch in Kreisen, in denen ich sicher sein kann, in der Mehrzahl auf "Gleichgesinnte" zu treffen. Auf die Reaktion "Arbeitsscheues Gesindel" des Gegenübers in Wort oder Mimik habe ich nämlich auch keine Lust mehr!
"Gleiche Augenhöhe" hat auch für mich eigentlich nichts mit einem Titel zu tun. Mir ist nur aufgefallen, dass die Frauen, die sich für mich auf gleicher Augenhöhe (das hat für mich viel mit gleichen/ähnlichen Interessen zu tun) befinden, eben meist auch einen akademischen Grad haben.
Zitat von Polarstern
Geändert von Fender (08.03.2007 um 10:54 Uhr)
Frauen sind nicht kompliziert. Sie wollen einfach nur geliebt werden.
Und tolle Überraschungen. Und Schuhe. Und Schmuck.
Und andere Dinge, die man erraten muss.


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