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  1. User Info Menu

    AW: Meine Vergangenheit und neuer Freund!

    Zitat Zitat von Chaosjutta Beitrag anzeigen
    Wisst ihr, ich bin nicht besonders stolz auf mein Vorleben.
    Hast Du deshalb so auf ihn reagiert, hat er da vielleicht einen wunden versteckten Punkt bei Dir getroffen?

    Vor Verletzungen (in der Partnerschaft) können wir uns nicht schützen, die können passieren. Es kommt nur darauf an ob sie absichtlich oder unabsichtlich geschehen. Es kommt darauf an wie wir damit umgehen und ihr seid dabei einen guten Weg zu gehen, nämlich aufeinander zu, im Gespräch bleiben, dem anderen Rückmeldung geben. Und hoffentlich auch einen gemeinsamen Weg findend mit Unterschieden umzugehen, so das ihr euch beide wohlfühlt.

    Du hast Dich geöffnet, er ebenso, auch wenn das hart war für Dich, er ist ehrlich zu Dir, das gilt es anzuerkennen. Dem Partner, der Partnerin auch die eigenen negativen Gedanken und Gefühle anzuvertrauen, nicht nur die positiven, sich dem anderen anvertrauen können, selbst vertrauenswürdig zu sein. Es ist auch hart für ihn, Du könntest ihn deshalb ablehnen. Sich dem anderen gegenüber zu öffnen birgt die Gefahr selbst verletzt zu werden, abgelehnt zu werden.
    Vielleicht auch ein Grund dass das eher vom anderen verlangt wird, der andere muss sich erst öffnen bevor man sich selbst offenbart. Auf Nummer sicher gehen? Liebe will riskiert werden, ist nix für Feiglinge.

    Sei stolz auf Dich, Du hast Erfahrungen gemacht in Deinem Leben, positive wie negative. Und all die machen Dich zu dem Menschen der Du heute bist. Bereue sie nicht, geh weiter mutig Deinen Weg.

  2. Inaktiver User

    AW: Meine Vergangenheit und neuer Freund!

    Zitat Zitat von MidnightStar Beitrag anzeigen
    Auch finde ich sagt ein Poster hier im Faden was Wahres mit der Aussage, dass diese Personen es drauf haben, ganz subtil zu manipulieren. Und auch ich finde, dass sich das in Deinem Posting nr 203 schon leicht niederzuschlagen beginnt, wo Du plötzlich Deine Beziehungsfähigkeit anzweifelst (was Du vor dem Streit wahrscheinlich nicht so direkt getan hast) und eine Beziehung von 10 Jahren klein zu reden. Mach das nicht. Es ist ganz wichtig, sich jetzt klar abzugrenzen und entweder er kann wirklich damit leben oder nicht. Sobald Du Dich dabei erwischt, dass Du Dich in Frage stellst, was war in Frage stellst, zuviel grübelst und zweifelst und selbstkritisierst und WICHTIG: Dich dabei erwischt, Dein Verhalten anzupassen, weil Du eventuell "Stirnrunzeln" von ihm antizipierst und vermeiden willst, wäre Vorsicht angebracht.
    Das möchte ich ganz dick unterstreichen!!!

    Du, liebe TE, hast DAMALS erkannt, dass Dein Verhalten für DICH SELBST nicht gut war, hast das therapeutisch bearbeitet und danach eine lange gute Beziehung geführt. Dein Freund jetzt macht aber Folgendes: er überspringt die lange Beziehung und die Therapie und triggert Dein altes Thema, mit dem DU SELBST damals schon nicht klarkamst. Genau DAS macht Dir das Bauchgefühl. Er ignoriert Deine Entwicklung und puhlt in Deinem alten Trauma herum. Das geht für mich gar nicht, da kann er sich hundertmal entschuldigen, das wäre FÜR MICH nicht erträglich in einer Beziehung.

    Und genau aus DIESEM Grund erzähle ich nicht jedem und auch nicht jedem potenziellen Partner (wir sind hier im Kennenlern-Forum!) irgendwelche traumatischen Dinge aus meiner Vergangenheit, egal worum es da geht. Denn es gibt einfach Menschen, die mögen das - bewusst oder auch unbewusst! - mit den Schwächen anderer ihre eigenen Schwächen zu überdecken. Die hat auch eine Macke, dann fühle ich mich selbst nicht mehr so minderwertig. Ganz übel.

    Angenommen, Du brichst das jetzt mit ihm ab - dann triggert das Dein altes Trauma doch total, weil er sich so geriert: Du bist ja nicht beziehungsfähig, es liegt nicht an mir. Das ist ganz gefährlich da bei Euch gerade. Und dagegen würde ich mich massiv wehren. Pass bitte auf Dich auf!

    Vor allem, weil es völlig gesund und in Ordnung ist, eine Beziehungsanbahnung abzubrechen, wenn man merkt, der andere tut einem nicht gut. Was immer und immer wieder ein Thema ist hier in den Datingthreads, und mittlerweile mir echt übel aufstößt. Es geht um QUALITÄT. Und wenn man merkt, das Gegenüber taugt nicht, dann bricht man das ab, fertig. Ob man das jetzt einmal hat oder zehnmal, was sagt das über einen selbst aus? Und sagt es etwas SCHLECHTERES aus als über jemanden, der jahrzehntelang in einer Beziehung verharrt, die ihm nicht gut tut? Kapiere ich nicht.

    Und ja, ich unterstütze auch die These, dass solche Wertungen von Leuten kommen, die eher "verklemmt" sind was Sexualität angeht. Wer sich dann auslebt, "lässt nichts anbrennen". Ja und? Was ist denn bitte schlimm daran?

  3. Inaktiver User

    AW: Meine Vergangenheit und neuer Freund!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und ja, ich unterstütze auch die These, dass solche Wertungen von Leuten kommen, die eher "verklemmt" sind was Sexualität angeht.
    Das ist ungefähr so differenziert als würden "diese Leute" sagen "Wer sich sexuell mit vielen verschiedenen Partnern auslebt ist wahllos oder nymphoman. "

  4. Inaktiver User

    AW: Meine Vergangenheit und neuer Freund!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist ungefähr so differenziert als würden "diese Leute" sagen "Wer sich sexuell mit vielen verschiedenen Partnern auslebt ist wahllos oder nymphoman. "
    Das tun sie oftmals. Wie sie halt auch - das hast Du ja bemerkenswerterweise weggelassen - sagen "lässt nichts anbrennen". Wie geschrieben: was ist schlimm daran?

    Du siehst es als ablehnenwert, wenn eine Frau ein bewegtes Vorleben mit vielen Männern hatte. So wie ich keinen Kettenraucher als Partner möchte. Mir ist allerdings schleierhaft, warum da in Deinem Fall - und auch sonst hier im Thread - das Ganze abwertend beschrieben wird. Ich halte "wahllos" und "lässt nichts anbrennen" für eine negative Wertung.

    Aber ich halte es auch für müßig, das zu diskutieren. Mein Sexualleben en detail seit meinem "ersten Mal" binde ich jedenfalls niemandem auf die Nase. Das ist mein Privates, das hat - wie skirbifax schrieb - etwas mit Loyalität den anderen Partnern gegenüber zu tun. Und ob ich 5 oder 35 verschiedene Sexualpartner hatte (beides trifft auf mich nicht zu), hat nichts damit zu tun, ob ich beziehungsfähig bin oder nicht. Nicht mal, ob ich - wie in meinem Fall tatsächlich zutreffend - drei langjährige Beziehungen hatte. Denn, ich wiederhole mich, das hat nichts mit Quanität, sondern mit Qualität zu tun. Und da kann so mancher bewusst eingegangener One Night Stand viel mehr aussagen als "ich hatte eine 24-jährige feste Beziehung und war immer treu".

    Gerade WENN jemand so penibel auf das Vorleben des Partners achtet, wäre ich da übrigens misstrauisch, wenn jemand seine eigene Treue so überbetont. ;-)

  5. Inaktiver User

    AW: Meine Vergangenheit und neuer Freund!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Chaosjutta, in deinem Beitrag #203 schwingt sehr viel Rechtfertigungshaltung mit.

    Dazu hast du keinen Grund. Dein Leben war, wie es war. Ist diese Rechtfertigung jetzt bereits die Folge der Auseinandersetzungen mit deinem Partner?

    Fände ich schade und schlimm, denn es gibt nichts, wofür du dich verteidigen müsstest.

    Dass dir seine Vorhaltungen und seine Minderwertigkeitskomplexe und v.a. der Vertrauensbruch, weil er deine Offenheit gegen dich verwendet, einen Knacks bezüglich der Beziehung versetzen, ist logisch.

    Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit mit Misstrauen zu vergelten, erschüttert das Vertrauen. Da muss er wirklich gewaltig an sich und für eure Beziehung arbeiten, um diese Erschütterung zu heilen.

  6. User Info Menu

    AW: Meine Vergangenheit und neuer Freund!

    Danke für eure geistigen Anregungen.

    Ich fand seine Äußerungen -wie viele von euch- auch grenzwertig und habe in den letzten Tagen sehr viel nachgedacht.
    Ich liebe meinen Freund sehr. Er hat so viele Vorzüge und ist ein so toller Mensch. Ich bin dankbar, dass es ihn gibt und dass er in meinem Leben ist.
    Allerdings hat mich seine Selbstgefälligkeit echt geschockt.
    Ich werde mich aber nicht aufgrund dieser Tatsache jetzt gleich von ihm trennen. Aher natürlich werde ich das weiter beobachten. Denn mit Selbstgefälligkeit kann ich definitiv nicht leben. Das weiß er auch. Ich will jedoch auch nicht, dass er sich verbiegt. Sollte er tatsächlich selbstgefällig sein, dann möge er bitte so bleiben. Aber halt dann ohne mich.

    Mich ärgert, dass ich -wie ja auch hier im Forum- in die Rechtfertigung gegangen bin. Aber das ist mein (!) Thema. Da muss ich nun wiederum bei mir schauen, warum ich das getan habe und was ich hätte anders machen können.

  7. Inaktiver User

    AW: Meine Vergangenheit und neuer Freund!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das tun sie oftmals. Wie sie halt auch - das hast Du ja bemerkenswerterweise weggelassen - sagen "lässt nichts anbrennen". Wie geschrieben: was ist schlimm daran?
    Was "sie" allgemein so sagen ist nicht mein Problem.
    Ich werte es jedenfalls nicht und habe auch nirgends behauptet das ich dadurch die Beziehungsfähigkeit in frage stelle.
    Oder kannst du mir die Stelle zeigen wo ich das schrieb?
    Pauschal Verklemmtheit zu unterstellen macht auch keinen Sinn. Es geht ja nicht darum Sex an sich abzulehnen.

  8. Inaktiver User

    AW: Meine Vergangenheit und neuer Freund!

    Zitat Zitat von Chaosjutta Beitrag anzeigen
    Allerdings hat mich seine Selbstgefälligkeit echt geschockt.
    Ich werde mich aber nicht aufgrund dieser Tatsache jetzt gleich von ihm trennen. Aher natürlich werde ich das weiter beobachten. Denn mit Selbstgefälligkeit kann ich definitiv nicht leben. Das weiß er auch. Ich will jedoch auch nicht, dass er sich verbiegt. Sollte er tatsächlich selbstgefällig sein, dann möge er bitte so bleiben. Aber halt dann ohne mich.

    Mich ärgert, dass ich -wie ja auch hier im Forum- in die Rechtfertigung gegangen bin. Aber das ist mein (!) Thema. Da muss ich nun wiederum bei mir schauen, warum ich das getan habe und was ich hätte anders machen können.
    Chaosjutta,

    mit diesem Vorgehen gibst du euch beiden, eurer Liebe eine echte Chance.
    Ich hoffe und wünsche dir, er möge das be- und ergreifen.

    Ja, diese Selbstgefälligkeit, dieses moralisierende Erheben über dich, das tut weh. Ein liebender Mensch wertet nicht die Biographie seines Partners ab.
    Sollte er wirklich so sein, dann liebt er nicht wirklich. Steckt im Morast der eignen Unzulänglichkeiten und macht dich deswegen klein, damit du dich genauso klein fühlst, wie er innerlich.

    Sollte er tatsächlich so sein, dann lass ihn - genau wie du es auch vorhast.

    Solche Menschen können sich beweihräuchern, wenige Partner gehabt zu haben. Tolle Leistung, denn lieben können sie trotzdem nicht.

    Die Zeit wird dir zeigen, mit wem du es wirklich zu tun hast. Hoffentlich ist er deiner Liebe wert.
    Falls nicht, darf er seine Komplexe behalten. Ganz für sich allein.


    @brighid

  9. Inaktiver User

    AW: Meine Vergangenheit und neuer Freund!

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Genau das ist der Trugschluss. Da geht's nicht um einen Konkurrenzgedanken

    Die Zahl der in den letzten Jahren gescheiterten Beziehungen sagt etwas darüber aus, wie erfolgreich die Person darin war, funktionierende Beziehungen einzugehen. Die Art, wie sie über die Exen spricht, sagt etwas darüber aus, was sie aus den Trennungen für sich mitgenommen hat.

    Und die Weigerung sagt aus, dass kein bzw. unzureichendes Vertrauen besteht.
    Die TE hatte aber eine eine (lange) Heirat davor? Und nu?

    Das einzige nachvollziehbare NO-GO-Kriterium wären Untreue, Affären ....
    Geändert von Inaktiver User (09.10.2019 um 22:13 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: Meine Vergangenheit und neuer Freund!

    Danke Rokeby übrigens für die Erkenntnis -

    wenn jemand seine eigenen Probleme hat, hat er noch lange nicht das Recht dazu, andere schlecht zu behandeln.

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