Da würde ich doch gerne nochmal drauf eingehen.
Ich kann verstehen das diese Haltung bei den Betroffenen für Unmut sorgt. Ich schrieb ja bereits, man muss sie nicht teilen, akzeptieren reicht völlig.
Die Erklärung ist aber nicht korrekt.
Zunächst kann jede/r tun und lassen was er/sie möchte. Ich will und werde das weder bewerten, noch verurteilen. Das steht mir auch gar nicht zu.
Ich nehme aber für mich in Anspruch selbst die Kriterien für eine potenziele Partnerin festzulegen, wie jede/r andere auch.
Mir ist noch immer nicht klar, wer entscheidet welche Kriterien erlaubt sind und welche nicht?
Mit Glaubensmustern oder Gleichberechtigung hat es auch nichts zu tun. Ich räume Männer diesbezüglich auch nicht mehr Freiheiten ein und kenne auch Frauen, die keinen Kerl wollen, der nichts anbrennen lässt.
Im übrigen wird der unschöne Begriff "Schlampe" meiner Erfahrung nach häufiger von Frauen benutzt, wenn sie der Ansicht sind das eine Geschlechtsgenossin zu offensiv Kerle anmacht.
Letztlich ist es, wie schon erwähnt eine Frage der Passung.
Menschen mit ähnlichen Haltungen und Einstellungen passen eben besser zusammen.
Da sollte man dann aber auch so fair sein mit offenen Karten zu spielen. Jemandem absichtlich etwas zu verheimlichen, um des eigenen Vorteils willen, ist wenig vertrauenserweckend.
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Ergebnis 201 bis 210 von 228
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08.10.2019, 08:48Inaktiver User
AW: Meine Vergangenheit und neuer Freund!
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08.10.2019, 09:07Inaktiver User
AW: Meine Vergangenheit und neuer Freund!
Verstehe ich nicht, wer bestreitet das denn?
Das entscheidet jeder für sich selbst, da gilt das gleiche wie oben.
Das interessante in einem Forum ist allerdings, dass verschiedene Meinungen und verschiedene Kriterien zur Diskussion gestellt werden - nur wird's gleich ziemlich uninteressant, wenn jeder meint:
"Seine höchstpersönliche Meinung" dürfe aber nicht angetastet werden, sondern müsse wie "die heilige Schrift" ganz unkritisch übernommen werden.
(Ist halt der Tod für jedes Gespräch ... auch in Beziehungen.)
Aber egal. Da die TE für sich selbst einen guten Weg gefunden hat, ist für mich dieses Thema hier auch erledigt
Geändert von Inaktiver User (08.10.2019 um 10:03 Uhr) Grund: Ergänzung
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08.10.2019, 11:11
AW: Meine Vergangenheit und neuer Freund!
Vielen Dank für eure Inputs.
Wisst ihr, ich bin nicht besonders stolz auf mein Vorleben. Es ist für mich ok, dass es war, wie es war, aber wenn ich es hätte anders haben können, hätte ich es anders gemacht.
Ich war immer auf der Suche nach einer festen und stabilen Partnerschaft. Wollte schon immer eine Familie und Kinder.
Was in meinen 20ern rauskam, waren ständig wechselnde Partner, weil ich nie länger als 6-12 Monate mit jemandem zusammenbleiben konnte. Mal wurde ich verlassen, mal verließ ich.
Ich war auch damals mit meiner Situation nicht glücklich, weil ja mein Wunsch nach einer dauerhaften Beziehung nicht erfüllt wurde.
Irgendwann wurde mir klar, dass es so nicht weitergehen konnte und ich was ändern musste, wenn ich endlich glücklich werden wollte. So entschied ich mich dazu, eine Therapie zu machen. Dort wurde alles aufgedröselt und inzwischen weiß ich, was mein Problem war. Warum es mit den Männern nicht geklappt hatte.
Dann lernte ich meinen Ex kennen, mit dem ich 10 Jahre lang eine stabile Beziehung führte.
Aber natürlich stellt sich jetzt -durch die Kritik meines Freundes- für mich die Frage, ob ich vielleicht immer noch nicht beziehungsfähig bin? Was sind schon 10 Jahre? Ist ja eigentlich nicht viel.
Und auch wenn ich inzwischen weiß, warum mein Freund so reagiert hat und auch wenn er sich entschuldigt hat: irgendwie steht jetzt was zwischen uns. Ich bin echt traurig.
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08.10.2019, 11:29
AW: Meine Vergangenheit und neuer Freund!
Kann ich nachvollziehen.
Versuche doch mal, für dich herauszufinden, wo der Grund für sein Problem liegt.
Ist es so, dass er dich darüber moralisch bewertet? Oder ist es bei ihm eher die Unsicherheit, dass du schnell wieder weg sein könntest?
Wäre ich an deiner Stelle, würde das für mich einen großen Unterschied machen.
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08.10.2019, 11:32
AW: Meine Vergangenheit und neuer Freund!
Ich glaube, er war unsicher und hatte Angst, dass er nur eine „Nummer“ ist.
Ich verstehe das! Wirklich!
Und dennoch ist irgendwie grad für mich alles komisch.
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08.10.2019, 11:40Inaktiver User
AW: Meine Vergangenheit und neuer Freund!
Chaosjutta, in deinem Beitrag #203 schwingt sehr viel Rechtfertigungshaltung mit.
Dazu hast du keinen Grund. Dein Leben war, wie es war. Ist diese Rechtfertigung jetzt bereits die Folge der Auseinandersetzungen mit deinem Partner?
Fände ich schade und schlimm, denn es gibt nichts, wofür du dich verteidigen müsstest.
Dass dir seine Vorhaltungen und seine Minderwertigkeitskomplexe und v.a. der Vertrauensbruch, weil er deine Offenheit gegen dich verwendet, einen Knacks bezüglich der Beziehung versetzen, ist logisch.
Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit mit Misstrauen zu vergelten, erschüttert das Vertrauen. Da muss er wirklich gewaltig an sich und für eure Beziehung arbeiten, um diese Erschütterung zu heilen.
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08.10.2019, 13:30Inaktiver User
AW: Meine Vergangenheit und neuer Freund!
Nicht das du die Diskussion (zumindest in meinem Fall) falsch deutest ... es gibt nichts wofür du dich schämen oder verteidigen musst. Es gibt einfach verschiedene Sichtweisen. Keine ist besser als die andere.
Wenn es für dich ok war ist es doch in Ordnung.
Ich wünsche euch jedenfalls das ihr auch auf Dauer eine schöne Beziehung führt.
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08.10.2019, 17:47
AW: Meine Vergangenheit und neuer Freund!
Nein. Meine Erfahrung.
Ok, wer nur negativ über den Ex spricht,
lässt manches durchblicken. Da gebe ich dir recht. Was jedoch die Anzahl der Beziehungen angeht, könnte so sein. Könnte aber auch sein, dass sie sich bis sie dich kennenlernt nicht wirklich klar war, wer sie ist, was sie will. Dann lernt sie dich kennen und alles wird ganz einfach. Du säst jedoch immer wieder mit deinen Zweifeln und Vorurteilen Zwietracht. Letztendlich klappt auch diese Beziehung nicht. Und so summiert sich das Ganze, nur weil Frau sich ausprobiert.
Für mich bleibt übrig, dass Männer dieses Kalibers eher eine unterdurchschnittliche Ansicht gegenüber Sex haben.
Vertrauen ist nicht auf "sich nackt machen" aufgebaut. Und wie hier schon geschrieben wurde. Loyalität gilt nicht nur dir gegenüber, sondern auch den Ex-Partnern.
Überlege mal, ob es dir möglich ist, Kontrolle abzugeben.Der Humor ist die Maske der Weisheit. Maskenlos ist die Weisheit unerbittlich. - Dürrenmatt -
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08.10.2019, 18:12
AW: Meine Vergangenheit und neuer Freund!
Deine Erfahrung ist eben nicht allgemeingültig. Zumindest nicht in Bezug auf meine Entscheidung.
Vielleicht möchte ich gar nicht das Objekt sein, an dem sich jemand ausprobiert.
Der Punkt ist ganz einfach, ich möchte beim Kennenlernen in groben Zügen wissen, wie mein Gegenüber so tickt. Ich kann daran nichts Verwerfliches oder gar Illoyalität dem Ex gegenüber erkennen.
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08.10.2019, 19:31
AW: Meine Vergangenheit und neuer Freund!
Hallo Chaosjutta,
freut mich, dass ihr Euch ausgesprochen habt und dass sowohl Du als auch er überzeugt davon seid, dass das eine einmalige unnötige emotionale Überreaktion war und nicht mehr wieder vorkommen soll.
Ich hoffe es für Dich. Denn nicht nur in meiner Geschichte, die ich weiter oben angerissen habe, sondern auch in denen weiterer Frauen, die mir seitdem über den Weg liefen und das gleiche Problem hatten, war es der Anfang von einem wiederkehrenden Verhaltensmuster.
Auch finde ich sagt ein Poster hier im Faden was Wahres mit der Aussage, dass diese Personen es drauf haben, ganz subtil zu manipulieren. Und auch ich finde, dass sich das in Deinem Posting nr 203 schon leicht niederzuschlagen beginnt, wo Du plötzlich Deine Beziehungsfähigkeit anzweifelst (was Du vor dem Streit wahrscheinlich nicht so direkt getan hast) und eine Beziehung von 10 Jahren klein zu reden. Mach das nicht. Es ist ganz wichtig, sich jetzt klar abzugrenzen und entweder er kann wirklich damit leben oder nicht. Sobald Du Dich dabei erwischt, dass Du Dich in Frage stellst, was war in Frage stellst, zuviel grübelst und zweifelst und selbstkritisierst und WICHTIG: Dich dabei erwischt, Dein Verhalten anzupassen, weil Du eventuell "Stirnrunzeln" von ihm antizipierst und vermeiden willst, wäre Vorsicht angebracht.
Das sehe ich nämlich rückblickend als meinen größten Fehler. Leider hat er mich ein bisschen "zurechterzogen", ich erwische mich noch immer ab und an bei solchem "Vermeidungsverhalten". Genauso andere Personen, von denen ich weiß, dass sie das gleiche Beziehungsproblem haben.
Es hätte nämlich umgekehrt sein müssen. Dass ICH ihn klipp und klar dazu erziehe, dass er sich bestimmte Dinge nicht mehr erlauben darf oder ich bin weg und ich bin mir leider nicht wirklich sicher, ob mir das gelungen ist, bloss weil bei uns nun seit längerem Ruhe herrscht auf dieser Baustelle.
Es ist auf jeden Fall beobachten der Lage wichtig. Denn wenn es noch mal passieren sollte, muss das nicht unbedingt übermorgen sein. Da kann gut ein Weilchen vergehen, bis solche Seiten, bei Leuten die es chronisch haben, sich wieder blicken lassen. Wichtig ist OB es sich noch einmal blicken lässt.
Ich hoffe und wünsche Dir wirklich siehe oben, dass es nicht so ist. Es ist nämlich erstaunlich wie sehr ich mich in Deiner Beschreibung von Dir selbst mit Parallelen wieder erkenne aber auch meinen Freund in dem was Du über Deinen schreibst vor allem halt in Bezug auf die Unterschiede in der Beziehungshistorie und Aussagen dazu.
Naja, solltest Du es doch brauchen findest Du ja hier "Leidensgenossinnen" wie mich mit einem oder zwei offenen Ohren.
VG,
MidnightStar



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