Ich ganz einer Meinung mit TT333's Beitrag.
Und ich finde es für dich ganz gut, dass du das für dich so erkennst. Ich verstehe nicht, warum du das negativ bewertest. Ich finde es sehr gesund, zu prüfen, was dich an jemanden bindet und ob er deiner Projektion standhält und es wert ist.
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Ergebnis 11 bis 20 von 169
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16.11.2018, 20:32Inaktiver User
AW: Verliebt/lieb haben oder Projektion?
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16.11.2018, 20:43Inaktiver User
AW: Verliebt/lieb haben oder Projektion?
Du meinst mit dem negativ bewerten den Umstand, dass ich das Projizieren als negativ empfinde und daher vermeiden möchte?
Ich glaube, das kommt daher, dass ich halt nicht einfach mit "irgendwem (falschem)" eine Partnerschaft führen möchte, NUR um des Führens einer Partnerschaft willen, nicht wegen der Person selbst. Und (vor TT33's Post) waren das gedanklich für mich sozusagen 2 Gegenpole: entweder verliebt in die Person selbst ODER einfach Gefühle "irgendwem" drüberhängen, nur der Beziehung halber. Das war für mich negativ im Sinne von nicht wirklich "gesund".
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17.11.2018, 06:46Inaktiver User
AW: Verliebt/lieb haben oder Projektion?
Verliebtsein bedeutet Ausnahmezustand im Gehirn - was die Hormone und Botenstoffe betrifft. Der da rumschwimmende Cocktail ist wohl ähnlich dem einer Psychose, nur dass der Zustand eben von allein wieder aufhört
Das zumindest sagt die Neuropsychologie dazu.
Also könnte man die rosa Wolken ja auch einfach genießen. Umgehen kann man sie eh nicht, wenn ein attraktives Objekt auftaucht. Und wenn sie nicht wieder verfliegen nach 3-24 Monaten (dann ist auch der hartnäckigste Verliebtheitscocktail wieder normaler Hirnaktivität gewichen), dann ist aus der Psychose Liebe geworden.
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17.11.2018, 07:54Inaktiver User
AW: Verliebt/lieb haben oder Projektion?
Ist dir denn eine Partnerschaft an sich so wichtig?
Wenn dem so wäre, könnte ich deine Sorge nachvollziehen.
So ganz grob gesagt ist meine persönliche Theorie:
wenn es "der Falsche" ist dann denkt man, man sei verliebt.
Beim "Richtigen" fühlt man es.
Ich mag diese Kategorien "Falscher"/"Richtiger" nicht und verwende diese nur um mich hier über den gleichen Gegenstand zu verständigen.
Denn: wäre einer "richtig" nur deswegen, weil du starke Gefühle für ihn hättest?
Das allein reicht ja leider auch nicht für eine glückliche, erfüllte Liebesbeziehung.
Insgesamt halte ich Projektionen für ganz natürlich, es ist mehr die Frage wie man damit umgeht.
Meine These: Liebe ist gelungene Projektion.
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17.11.2018, 08:23Inaktiver User
AW: Verliebt/lieb haben oder Projektion?
Es ist bei mir nur so, dass ich diese Form von Verliebtsein nicht wirklich bei mir kenne, also dieses "volle Breitseite erwischt".
Mir ist es mit meinem letzten Partner eher so gegangen, dass sich aus anfänglichem Interesse gleich was viel Tieferes, Umfassenderes und aber auch "Klareres" (im Sinn von wenig Psychoseähnlichkeit ;-) ) entwickelt hat, also eher "Liebe". Die Beziehung war dann auch wunderschön und wohl wirklich das Innigste, das ich je erleben durfte.
Dennoch - der Mann war an sich, bei aller Liebenswürdigkeit und Güte - wirklich nicht gut für mich, es war eine wunderschöne, aber keine glückliche Beziehung (paradox, ja...). Und speziell in diesem Fall könnte ich mir vorstellen, dass ich ihm "Gefühle übergehängt" habe, die vielleicht eher mit Projektion zu tun haben könnten.
Oder es war genau anders und eben wirklich tiefe, innige Liebe, ich weiß nicht.
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17.11.2018, 08:39Inaktiver User
AW: Verliebt/lieb haben oder Projektion?
Guten Morgen print,
danke auch dir, das liest sich jetzt auch grad sehr spannend...
Partnerschaft... nun, mir ist nicht wichtig, einfach nur überhaupt eine Partnerschaft zu führen, nur damit ich eine habe. Oder eine zu führen mit irgendeinem Mann, damit ich nicht allein bin.
Aber ich wünsche mir einfach zutiefst, dass ich (noch in diesem Leben...) das auch mal erleben darf - eine erfüllte längerfristige Beziehung mit einem Mann, den ich liebe und der mich liebt. Das schon, ja.
Ob ich das tatsächlich würde unterscheiden können, also das Verliebtsein zu fühlen oder zu denken, darüber würde ich jetzt keine Wette eingehen ;-)
Nein, da hast du schon recht, ein Mann ist nicht "nur" dann der "Richtige" (oder sagen wir anders: ein zu mir passender), weil ich starke Gefühle habe für ihn.
Allerdings hat sich gezeigt, dass ich erstens sehr sehr schwer und ganz selten tatsächlich Gefühle für einen Mann entwickle und zweitens, in den jüngsten Fällen sich gezeigt hat, dass es zwar nicht "die Richtigen" waren, so aber doch sehr nahe dran, wenn man das so sagen kann. Zumindest glaube ich das - oder ich täusche mich ohnehin damit, das kann natürlich auch sein und das verunsichert mich.
Dein letzter Satz ist dagegen wieder sehr beruhigend für mich :-)
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17.11.2018, 08:47Inaktiver User
AW: Verliebt/lieb haben oder Projektion?
Kopf-Herz-bauch
Ich finde die Erklärungen von TT und Print auch gut.
Nach Deiner Erzählung in #15 frage ich mich ob da auch ein Begehren dabei war, Funkenflug, Lust.
Es klingt so ein bisschen nach Freundschaftsebene.
Denn der Rausch-Cocktail ergibt sich genau daraus, das andere, tiefere Gefühl aus einem Kennenlernen des anderen als Mensch.... und wenn es passt, eben auch annehmen des anderen Menschen.
Das kann auch beides parallel ablaufen und sich im besten Fall zu einem schönen Ganzen entwickeln.
Schwierig wird es, wenn man so sehr die Beziehung will, dass man schlechtes ausblendet, sich blöd behandeln lässt etc.
Das Recht zum Irrtum ist bei Verliebtsein inbegriffen.....die Konsequenzen zu ziehen ggf. schmerzhaft.
Das heißt aber nicht, dass man vorher nicht VERliebt war.
Auch wenn in ganz üblen Fällen Mensch sich vielleicht nachher sagt "Wie konnte ich nur?".
Komplettschutz gibt es nicht, aber je nach Lebenssituation, Temperament, Veranlagung kann es ganz gut sein sich vorher (Also vor dem ersten Sex) etwas langsam kennenzulernen.
Sex pusht den Rauschfaktor bei vielen sehr an und vernebelt manchen die Fähigkeit den anderen noch klar zu sehen, kleine (auch schöne
) Zeichen wahrzunehmen und den Menschen hinter dem Beziehungswunsch zu erkennen.
Geändert von Inaktiver User (17.11.2018 um 09:05 Uhr)
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17.11.2018, 09:08Inaktiver User
AW: Verliebt/lieb haben oder Projektion?
Danke Saily :-)
Also meine letzte Beziehung war nebst aller freundschaftlichen Verbundenheit schon auch sehr von Begehren geprägt, meiner Meinung nach nämlich gerade deshalb, weil ich mich völlig angenommen gefühlt habe und vice versa. Ich konnte mich zuvor noch nie in dem Ausmaß "hingeben und wohlfühlen", über alle Bereiche, also seelisch und körperlich. Auch hatte ich von Beginn an das Gefühl, ihn durch und durch zu kennen, das war auch ein berechtigtes Gefühl, auch wenn ich natürlich seine "Vorgeschichts-Details" erst nach und nach erfuhr, so hatte ich immer ein richtiges Gespür für seine Gedanken und Beweggründe.
Und dennoch vielleicht in Summe ein "Irrtum", wir hatten beide immer wieder starke Zweifel, während der ganzen Zeit. Hm.
Ja.... langsam kennenlernen, das wär jetzt auch mein Ansatz. Blöderweise bin ich ein ziemlich ungeduldiger Mensch und mach mir da selber viel Stress. Und drum eben auch die Idee, dass ich vor lauter "Schäfchen ins Trockene bringen wollen" nicht gut genug hinschaue, ob es eventuell ein schwarzes statt ein weißes Schäfchen ist ;-)
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17.11.2018, 09:23Inaktiver User
AW: Verliebt/lieb haben oder Projektion?
Ach, das wünsche ich mir auch.
Und fühle mich da - wenn überhaupt - eher von diesem Wunsch bestimmt als von Bedürftigkeit (nicht allein sein können o.ä.).
Ich finde diesen Wunsch völlig in Ordnung.
Könnte es sein dass du die Liebe auch etwas zerdenkst?Ob ich das tatsächlich würde unterscheiden können, also das Verliebtsein zu fühlen oder zu denken, darüber würde ich jetzt keine Wette eingehen ;-)
Ich habe lange immer alles in meinem Leben mit dem Kopf behandelt, und zu lösen versucht, auch Gefühle, erst spät habe ich begonnen auch mehr auf meine Intuition zu vertrauen und auf sie zu hören.
Das hat dann auch meine Fähigkeit, Liebe zu spüren verbessert.
Ich kann für mich sagen dass da Entwicklungspotential da ist. Auch wenn man so ein Grundnaturell (Kopf-/Herzmensch) hat, ich bin auch eher kopflastig.
Ich glaube nicht, dass du das nicht auch kannst - vermute eher, du lässt es nicht zu.
Hast du denn wenigstens eine Vergleichsmöglichkeit, aus eigener Erfahrung?Allerdings hat sich gezeigt, dass ich erstens sehr sehr schwer und ganz selten tatsächlich Gefühle für einen Mann entwickle und zweitens, in den jüngsten Fällen sich gezeigt hat, dass es zwar nicht "die Richtigen" waren, so aber doch sehr nahe dran, wenn man das so sagen kann. Zumindest glaube ich das - oder ich täusche mich ohnehin damit, das kann natürlich auch sein und das verunsichert mich.
Ich meine: woran misst du denn überhaupt die Qualität/Quantität deiner Gefühle?
Freut mich.Dein letzter Satz ist dagegen wieder sehr beruhigend für mich :-)
Es ist mein persönlicher Ansatz, ich habe Projektionen einfach akzeptiert und das entspannt ungemein.
Mehr noch: ich kann auf erotisch-leidenschaftlicher Ebene sehr schnell "anspringen", verliebe mich aber langsam (Herz/Seele), vielleicht brauche ich solche Gedankenkonstruktionen sogar wie eine emotionale Gehhilfe?
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17.11.2018, 09:27Inaktiver User


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