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  1. User Info Menu

    AW: sich wortlos aus dem Staub machen

    Menschen, die vom Zigarettenholen nicht zurückkamen, gab es schon immer. Den Anstieg dieses Abtauchens würde ich eher mit den Singelbörsen in Verbindung bringen. Da wird schnell Kontakt aufgenommen und genauso schnell wieder abgebrochen. Das Medium macht es möglich. Diese Datingdichte, die Häufigkeit an neuen Kontakten war doch früher unmöglich. Als man Menschen noch ganz normal auf freier Wildbahn kennen lernte, war eine ganz andere Basis da und Kontakte hatten auch einen anderen Wert. Jetzt wird getippselt und gelöscht. Die Einen sind schon nach dem Tippseln vollkommen verknallt und abgehoben und die Anderen Löschen. Beides ist extrem, beides erscheint mir sonderbar.

  2. Inaktiver User

    AW: sich wortlos aus dem Staub machen

    Zitat Zitat von FunkenMariechen Beitrag anzeigen
    Wir können es nennen wie wir wollen, es ist und bleibt ein mutwilliger, respektloser Umgang! Sowas passiert nicht einfach. Nicht einmal, wenn er irgendwie "aufgeflogen" sein sollte.

    Welchen Namen so ein Verhalten trägt oder ob es einen Namen hat ist doch grad schnurz, Fakt ist, es wird immer beliebter sich so zu verhalten und sich einfach aus dem Staub zu machen ... DAS ist schäbig, insbesondere in einer Herzensangelegenheit.

    Mir ist viel wichtiger, was hat es mit mir gemacht? Ich fühl mich auch nicht als Opfer. Ich hinterfrage mich, ob ich mir und meinem Bauchgefühl noch trauen kann, ob und wie ehrlich und offen ich in Zukunft einem anderen Mann begegnen kann und möchte.
    Doch, es ist ein Unterschied! Es ist ein Unterschied, ob ich sage, mir ist etwas passiert, das hat wehgetan. Oder: Mir wurde etwas angetan, ich bin auch Opfer von Ghosting geworden.

    Es gibt im emotionalen und sexuellen Miteinander Straftaten, Täter und Opfer. Vergewaltigung, Mißbrauch etc., das ist die eine Sparte. Heiratsschwindler, Love scam etc., das ist die andere.

    Ghosting? Wird so inflationär gebraucht wie Mobbing. LoveBombing? Gaslighting?

    Und wer mich nicht mag und sich mir gegenüber mies verhält, ist garantiert ein Narzißt. Oder Borderliner.

    Das ist Unfug. Nein, Opfer ist kein Schimpfwort oder sollte zumindest keines sein - aber es ist doch auch keine Auszeichnung oder auch kein Gruppenzugehörigkeitsmerkmal. So wie Levis-Jeans zu tragen. Okay, ich bin nicht up to date, was Mode angeht... Warum will man bzw. eher frau freiwillig Opfer sein. DAS geht mir nicht in den Schädel!

    Das Schimpfen auf die Männer reicht nicht mehr, also müssen sie pathologisiert werden. Was schafft das? Gefühl von Opfertum zum einen - und das ist NICHT gut für die eigene Persönlichkeit. Permanentes Mißtrauen zum anderen. Und das ist beschissen für die Beziehung zu den Mitmenschen.

    Und deswegen MACHT es einen Unterschied.

  3. User Info Menu

    AW: sich wortlos aus dem Staub machen

    Sin, warum echauffierst du dich so, nichts anderes habe ich in dem von dir zitierten Teil geschrieben?!

    Mir ist was passiert, es hat mir wehgetan, was er mir antat und ich fühle mich trotzdem nicht als Opfer und pienz rum. ISSO

  4. Inaktiver User

    AW: sich wortlos aus dem Staub machen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Doch, es ist ein Unterschied! Es ist ein Unterschied, ob ich sage, mir ist etwas passiert, das hat wehgetan. Oder: Mir wurde etwas angetan, ich bin auch Opfer von Ghosting geworden.

    Es gibt im emotionalen und sexuellen Miteinander Straftaten, Täter und Opfer. Vergewaltigung, Mißbrauch etc., das ist die eine Sparte. Heiratsschwindler, Love scam etc., das ist die andere.

    Ghosting? Wird so inflationär gebraucht wie Mobbing. LoveBombing? Gaslighting?

    Und wer mich nicht mag und sich mir gegenüber mies verhält, ist garantiert ein Narzißt. Oder Borderliner.

    Das ist Unfug. Nein, Opfer ist kein Schimpfwort oder sollte zumindest keines sein - aber es ist doch auch keine Auszeichnung oder auch kein Gruppenzugehörigkeitsmerkmal. So wie Levis-Jeans zu tragen. Okay, ich bin nicht up to date, was Mode angeht... Warum will man bzw. eher frau freiwillig Opfer sein. DAS geht mir nicht in den Schädel!

    Das Schimpfen auf die Männer reicht nicht mehr, also müssen sie pathologisiert werden. Was schafft das? Gefühl von Opfertum zum einen - und das ist NICHT gut für die eigene Persönlichkeit. Permanentes Mißtrauen zum anderen. Und das ist beschissen für die Beziehung zu den Mitmenschen.

    Und deswegen MACHT es einen Unterschied.
    Weisst Du was Du da gerade tust OriginalSin? Du schreibst der Betroffenen vor, wie sie das was ihr geschehen ist, wahrzunehmen hat
    und zu bewerten hat.
    Das kann aber nur sie selber. Es steht nur ihr zu.

    Wenn hier ein Mann schreiben würde eine Frau habe ihm drei Dates Hoffnung gemacht und sie dann ohne Erklärung blockiert..ich würde ihm bestimmt nicht zumuten, jetzt doch gefälligst gnädig und verständnisvoll zu sein. Es ist unangebracht und übergriffig.

    Und ich muss auch nicht alles verstehen und verzeihen. Gerade diese falsche Toleranz führt ja dazu, dass Respekt bei uns..im vgl zu meiner Kindheit.. massiv weniger wird.

    Und nochmal: keinen stört eine Absage mit Begründung. Mir ist auch egal ob jmd mich mag..mich müssen nicht alle mögen. Aber es ist nicht egal, wie jmd mit mir umgeht!! Es geht hier um Würde, Integrität und Vertrauen(sverlust). Und das zu Bagatellisierung halte ich gefährlich.

    Oft redet man sich dieses "keiner ist perfekt", " andere machen das ja auch", "cosi fan tutte" selber ein um sich und andere Menschen vor der Erkenntnis zu schützen dass gewisses Verhalten Vertrauen, sich fallen lassen, Wunsch nach Nähe nachhaltig zerstört.

    Und meiner Ansicht nach reicht es in einer zwischenmenschlichen Beziehung wenn eine,r sich gründlich daneben benimmt. Klar kann der,die andere die Konsequenz ziehen. Aber Vertrauen ist trotzdem zerstört worden.

    Und das zu bagatellisieren heisst für mich die Betroffenen in ihren Gefühlen und ihrer Wahrnehmung nicht zu respektieren (bei Frauen die immer für Männer in die Bresche springen wenns um unkorr. Verhalten geht frag ich mich immer ob die nicht selber auf ner Bombe in ihrer Vergangenheit sitzen die sie nicht ankucken wollen. Bestes Beispiel bei der WeinsteinAffaere die Frauen die meinten, die Frauen waeren selber schuld!! TaeterOpferVerdrehung nennt sich das. U d verstärkt die Schädigung bei den Betroffenen. Ihnen widerfährt nicht nur schlimmes..nein..sie sind selber schuld und es wird ihnen das Recht abgesprochen schlimmes als schlimm zu benennen. Das ist übel. Egal ob es um Männer oder Frauen geht.

  5. Inaktiver User

    AW: sich wortlos aus dem Staub machen

    Zitat Zitat von FunkenMariechen Beitrag anzeigen
    Sin, warum echauffierst du dich so, nichts anderes habe ich in dem von dir zitierten Teil geschrieben?!

    Mir ist was passiert, es hat mir wehgetan, was er mir antat und ich fühle mich trotzdem nicht als Opfer und pienz rum. ISSO
    Nicht Deinetwegen, FunkenMariechen. Und ich habe es gelesen, hätte ich mehr Zeit gehabt, hätte ich sauberer formuliert, bitte verzeih!

    Ich echauffiere mich, weil ich das für WICHTIG halte. Wirklich wichtig. Weil mich diese Tendenz hier (nicht nur) im Forum massiv stört. Weil es massiv gegen mein Frauenbild geht. Und: weil es gegen die Menschlichkeit geht. Mir ist bewußt, daß ich hier falsch verstanden werde. Deswegen versuche ich, es noch deutlicher zu erklären. Aber nun lasse ich es sein. Was ich zu sagen hatte, habe ich gesagt. Ich bin damit hier schon mal gescheitert...

  6. Inaktiver User

    AW: sich wortlos aus dem Staub machen

    @ Hoolahoop:

    Der eine Versuch noch: Ich spreche NICHT den Schmerz ab. Nicht die Verletzung. Nicht die Verunsicherung.

    Ich sage nicht, weil es menschlich ist, ist es schon verziehen. Ich sage nicht, es ist eine Bagatelle. Ich sage nicht, weil alle es machen, ist es nicht schlimm.

    Lies, was ich schrieb. Da steht alles drin, was ich zu sagen habe.

  7. Inaktiver User

    AW: sich wortlos aus dem Staub machen

    Zitat Zitat von Anna_May Beitrag anzeigen
    Das ging mir tatsächlich auch noch durch den Kopf...
    Tja....und die Wahrscheinlichkeiten sind gleichmäßig verteilt dabei.

    Noch Einen?
    Handy geklaut und ein Deletant versucht, Anrufe zu unterdrücken mit Vollsperre.

  8. Inaktiver User

    AW: sich wortlos aus dem Staub machen

    Chaos, verstehst Du mich wenigstens? Irgendwie würde ich gerade gerne mal verstanden werden...

  9. Inaktiver User

    AW: sich wortlos aus dem Staub machen

    Ich zitiere mich für alle anderen einfach noch mal selbst:

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Auch das meine ich mit: Wir sind alle Menschen, die wir unser Päckchen zu tragen haben. Und klar (re)agieren wir manchmal nicht nett, nicht empathisch, nicht sozial, nicht den sozialen Normen entsprechend. Und natürlich ist es unter aller Sau, einfach so abzutauchen. Und: viele von uns haben es trotzdem schon getan. Aus Unsicherheit. Aus Dummheit. Aus Unreife. Aus Überforderung. Aus Angst. Aus Feigheit. Aus ganz vielen verschiedenen Gründen, die im Wesentlichen in uns selbst begründet liegen. Es bringt nur überhaupt nichts, jetzt mit Begriffen wie "Narzißt" oder "Ghosting" um sich zu werfen und Menschen in bestimmte Störungs- und Arschloch-Schubladen einzusortieren.

    Ich glaube bei sehr wenigen Menschen an bewußte Böswilligkeit. Ebenso halte ich die wenigsten für wirklich klinisch gestört. Ein bißchen seltsam und vom Leben beschädigt: das sind wir alle. Und Du auch, liebe Hilfskonstruktion. Das ist voll in Ordnung!

    Daß andere Menschen nicht bewußt böswillig handeln, heißt trotzdem nicht, daß sie uns nicht verletzen. Es heißt auch nicht, daß ich das Verhalten gutheiße und entschuldige. Und es heißt schon gar nicht, daß ich kein Mitgefühl mit den Betroffenen und Verletzten habe. Ich sehe das alles nur schlicht menschlicher. Und:

    Ich halte es schlicht für gesünder für mich und uns alle selbst, gnädiger mit anderen ins Gericht zu gehen - dann darin steckt, gnädiger mit uns selbst ins Gericht zu gehen.

    LG Sin

  10. Inaktiver User

    AW: sich wortlos aus dem Staub machen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @ Hoolahoop:

    Der eine Versuch noch: Ich spreche NICHT den Schmerz ab. Nicht die Verletzung. Nicht die Verunsicherung.

    Ich sage nicht, weil es menschlich ist, ist es schon verziehen. Ich sage nicht, es ist eine Bagatelle. Ich sage nicht, weil alle es machen, ist es nicht schlimm.

    Lies, was ich schrieb. Da steht alles drin, was ich zu sagen habe.
    Dann reden wir aneinander vorbei.

    Ich sehe es so: verzeihen kann ich sowas durchaus. Und es dann loslassen.
    Aber mir dennoch das Recht nehmen, mich davon abzugrenzen indem ich solch Verhalten eben als un!menschlich und respektlos zu benennen und damit eigene Standards zu formulieren.

    Ob eine Pathologie dahinter steckt und wie sich die nennt ist..da hast Du recht..tatsächlich zweitrangig.
    Manchmal hilft es aber den Betroffenen, zu sortieren, wenn ihnen das Gleiche immer wieder passiert weil sie rote Flaggen nicht als solche wahrnehmen (bindungsaengstliches Verhalten, love bombing o.ae.).
    Es hilft einfach, nicht den selben Fehler nochmal zu machen.

    Mir persönlich hat es sehr geholfen, als ich irgendwann feststellte dass ich einen "Drall" zu Narzissten habe. Und erkannte dass meine Beziehungsversuche immer einem aehnlichen Muster folgten. Um mein "Beuteschema" zu prüfen.
    Daher der Hinweis an die TE dass gerade bei rasanten Starts, "zu gut um wahr zu sein" und perfekter Performance ein zweiter Blick sich lohnt bevor man vertraut.

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