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  1. Registriert seit
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    AW: Der Schwarm an der Uni

    Stell dir bitte ein freundliches Gesicht zu folgenden Worten vor. :)

    Deine Mail finde ich schräg, wenn ich auch deine Beweggründe verstehe.
    Ich hätte sie gelöscht.
    Würde ich den Schreiber erahnen, würde meine Haltung ihm gegenüber dadurch beeinflusst werden. Auf Augenhöhe könnte ich ihn dann nicht mehr sehen, und das wäre ungut.
    Er müsste sich also sehr bemühen, diesen Eindruck auszugleichen, damit dieses Licht der Mail nicht mehr auf ihn fällt.
    Sprich auf entspanntere, ungehemmtere Weise mit mir umgehen, agieren und reagieren.
    Gelänge es ihm, fiele das unter „jeder macht mal etwas Dummes“ und wäre abgehakt.

    Dahinter setzen - dazu wurde schon gesagt, was ich ebenfalls davon halte.

    Wenn du ein Kleid möchtest, stehst du dann vor dem Schaufenster und schaust es an, immer wieder?
    Während im Laden die Kunden und Verkäufer wuseln, lachen? Du guckst von außerhalb zu?
    Und bist dann traurig, wenn ein Kunde im Laden dieses Kleid aus dem Schaufenster nehmen lässt und kauft? Vielleicht fällt dabei ein kurzer, erstaunter Blick der Verkäuferin nach draußen - oh, da steht ja jemand?
    Es wäre ja schön gewesen, wenn dir jemand das Kleid gebracht hätte? Oder dich hineingebeten und nach deinen Wünschen gefragt hätte? Utopischer Gedanke, oder?
    Oder gehst du doch in den Laden und holst dir das Kleid?

    Du sitzt hinter der Scheibe und wartest darauf, dass er die Arbeit übernimmt. Er soll dich bemerken, dich einladen, deine Wünsche erahnen und erfüllen.
    Wie gesagt, utopisch.

    Gehe dein Thema mal logisch an:

    Du bist DU, du bist nicht die Schüchternheit.
    Du lässt zu, dass die Schüchternheit dir im Weg steht, lässt dir von ihr dein Verhalten diktieren.
    Nicht du entscheidest, wie du Menschen gegenübertrittst, sondern diese Schüchternheit übernimmt das.
    Dahinter versteckst du dich, die Menschen dürfen nicht dich, sondern dieses durch unnötige Hemmungen verdrehte GalwayGirl kennenlernen. Schon praktisch, klar, es liegt dann ja nicht an dir, wenn etwas nicht klappt, denn da ist ja diese doofe Schüchternheit...

    Ich verstehe:
    Wie ER dich bewertet, ist dir wichtig.
    Wie die große Gruppe dich bewertet, ist dir wichtig.

    Aber:
    Überschätzt du deine eigene Wichtigkeit nicht, wenn du daran glaubst, dass alle damit beschäftigt sind dich zu beobachten, deine Gesprächsinhalte mitzubekommen und sie dich danach bewerten würden?

    Und:
    Würden es einige mitbekommen, dass du mit ihm sprichst, beginnst ein Thema mit ihm zu diskutieren und fragst, ob ihr das in der Cafeteria fortsetzen könnt, was daran sollten sie negativ einordnen?
    Falls er ablehnt, was daran sollten sie negativ einordnen?

    Und wenn - an den Haaren herbeigezogen - 3, 4 Leute das täten, wäre das so interessant, normal und wichtig, dass sie das allen anderen Studenten mitteilen würden und diese würden tatsächlich ebenso verdreht denken?

    Du bist ja nun keine 18 mehr. Wäre es da nicht langsam sinnvoll, diese Schüchternheit etwas in den Griff zu bekommen?
    Das geht nur, wenn du aktiv daran arbeitest. Von alleine wird nichts anders.
    Du möchtest damit bis an dein Lebensende leben? Gut, dann ist ja alles in Ordnung so wie es ist.

    Sagt dir eine, die schüchtern war.

    Ich habe mich bewusst immer wieder in für mich schwierige Situationen gebracht, sobald etwas klappte, folgte die Steigerung.
    Rückfälle gehörten auch dazu. Ganz normal bei jeder Entwicklung, also nichts besonderes. Habe ich eben da nochmal angesetzt.
    Und das Verstecken hinter Schüchternheit hatte sich dann zügig erledigt.

    Ich hatte keine Lust darauf, das Leben, Chancen, Möglichkeiten an mir vorbeiziehen zu lassen, sie von der hämisch grinsenden Schüchternheit verschlingen zu lassen und als gehemmtes Häufchen dazustehen und dumm zu gucken.

    Dein Leben. Oder das der Schüchternheit? Du entscheidest wie du lebst.

  2. Avatar von Original--Sin
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    AW: Der Schwarm an der Uni

    Ein ganz toller Beitrag, Lizzy!
    Nicht jammern - machen!


  3. Registriert seit
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    AW: Der Schwarm an der Uni

    Schließe mich an.

  4. Avatar von Strassenkatze
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    AW: Der Schwarm an der Uni

    Zitat Zitat von GalwayGirl31 Beitrag anzeigen
    Komisch ist die Mail meiner Meinung nach überhaupt nicht. Es ist eher vorsichtig aus dem Hinterhalt gefragt
    Hinterhalt ist immer suspekt. Eine anonyme Anfrage ob es in meinem Leben jemanden gibt der etwas dagegen hätte, wenn ich mit jemandem von dem ich nicht weiß wer er ist, einen Kaffee trinken gehe???

    Wikipedia:

    Als Hinterhalt wird eine militärische Taktik bezeichnet, bei der eine Partei aus dem Verborgenen einer Deckung heraus einem Gegner auflauert und diesen bekämpft. Hierbei spielt die Überraschung durch Tarnung eine wesentliche Rolle. Diese Gefechtshandlung wird häufig beim Jagdkampf auf sich bewegenden Feind wie eine Transportkolonne angewandt.


    Beim Flirten führt eine offene, geradlinige Art sowie natürliche Freundlichkeit, dazu eine Brise Diplomatie, eher zum Ziel!

    Ich würde mich an Deiner Stelle ganz woanders hin setzen.
    Bevor er es tut!


  5. Registriert seit
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    AW: Der Schwarm an der Uni

    Das mit den anonymen Mails finde ich auch ungeschickt, aber ich kann verstehen dass du den "Verlockungen" elektronischer Kommunikation erliegst, die es scheinbar - aber eben nur scheinbar - einfacher machen miteinander in Kontakt zu kommen.

    Doch, man kann per Mail mit Kommilitonen Kontakt aufnehmen, nur sollte man sich dann zu erkennen geben wer man ist. Man kann prima über Fachfragen ins Gespräch kommen, wenn man allerdings den Adressaten näher kennen lernen will sollte man Gesprächsführung so beherrschen sodass man die Unterhaltung gemäß dem eigenem Ziel - eben nicht die Fachinfo, sondern eine Verabredung - lenken kann. Erfahrungsgemäß können das Schüchterne eher weniger, da man um ein Gespräch aktiv zu lenken sich zeigen muss.

    Im direkten, persönlichen Kontakt ist das viel einfacher, zumal du so auch über deine Ausstrahlung punkten kannst.

    Ich würde mich in der VL neben ihn setzen und smalltalken: Mistwetter heute/die Öffis spinnen mal wieder/ etc.
    Zwei Vorteile: Du kannst ihn dir über den Zeitraum des Semesters lang anschauen ob er wirklich so top ist wie du denkst. Und du musst nicht von jetzt auf gleich eine Verabredung anleiern.
    "Das höchste Glück ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit." Erasmus von Rotterdam...


  6. Registriert seit
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    AW: Der Schwarm an der Uni

    Wieso kannst du nach <Beendigung der Vorlesung nicht einfach sagen:
    Tschüss bis nächste Woche...oder hast du noch Lust einen Kaffe zu trinken?
    Das kann doch nicht so schwer sein.
    Reagiert er mit Ablehnung, dann wars wohl nix..
    Gehe erst einmal auf die Menschen zu


  7. Registriert seit
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    AW: Der Schwarm an der Uni

    Hallo Galway Girl (schöner Nick, übrigens),

    im Grunde wurde alles schon gesagt; z.B. @Annekatrin und @Lizzy haben es gut formuliert, so ähnlich wollte ich dir sinngemäß auch antworten.

    Du schreibst im Eingangsbeitrag, dass du seit anderthalb Jahren ein Auge auf ihn hast. Das ist ja eine relativ lange Zeit. Meinst du, er hat dich bisher wahrgenommen in der Masse an Studenten (ich weiß ja nicht, wo du studierst, ob es ein großer Fachbereich ist, eine riesige Uni oder eher klein und persönlich).

    Gibt's denn keine Berührungspunkte, durch die du ihm näher kommen kannst? Ich meine, wenn man doch schon das gleiche studiert ... kannst du nicht mal schauen, ob es da Möglichkeiten gibt?

    Schau mal, dass er dich sieht - halt mal vor ihm sitzen und dich umdrehen und ihm nur kurz nett zulächeln. Ja, oder ihn mal was fragen. Oder mal etwas anderes anziehen, wenn die Vorlesung ansteht. Etwas, worin du dich richtig gut fühlst. Quasi an deiner Ausstrahlung arbeiten.

    Ich war auch mal ganz arg in einen Kommilitonen verknallt. Auch eher schüchtern.
    Es ergab sich, dass wir - mit anderen zusammen - einen interessanten Job machen konnten. Dadurch bin ich ihn näher gekommen, habe viel mit ihm zu tun gehabt und viel geredet.
    Leider war er bereits fest liiert - nix zu machen! - aber es war eine schöne Zeit, und ich bin danach weniger schüchtern gewesen - lockerer halt, es war dann für eine Zeit fast so etwas wie eine Freundschaft. Ich mochte ihn immer noch sehr, war dann auch traurig, aber die Welt ist nicht untergegangen.

    Mit der E-Mail, dazu ist ja alles gesagt - so was macht mal halt mal. So eine Mail ist schnell abgeschickt ... das war nicht die beste Idee ... aber don't cry over spilled milk ...

    Alles Gute für dich!

    Die Dunkelblonde


  8. Registriert seit
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    AW: Der Schwarm an der Uni

    Ich würde auf so eine anonyme email auch nicht antworten und eine von einem normalen Account seltsam finden.

    Die allermeisten Männer werden einem nicht den Kopf abreißen, wenn man sie freundlich auf einen Kaffee einlädt oder mit ihnen spricht.


  9. Registriert seit
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    AW: Der Schwarm an der Uni

    Zitat Zitat von GalwayGirl31 Beitrag anzeigen
    Exakt einen Tag nach der Mail fragte er mich vor der Vorlesung, ob ich wisse, wie es in dem Ort zum Bahnhof ginge, was ich ihm dann erklärte. Da es sich allerdings um den nächsten Tag handelte an dem er zum Bhf wollte und ich an diesem Tag keine Vorlesung hatte, konnte ich ihm nicht anbieten, ihm das ganze persönlich zu zeigen.
    Vermutlich hat er Dich als Verfasserin der anonymen Mail im "Verdacht" und wollte durch die Frage checken, ob er richtig liegt.
    In Zeiten von Googlemaps etc. braucht niemand mehr fragen, wie man am nächsten Tag irgendwo hin kommt.

    Ich würde also entweder nichts machen (er ahnt, dass Du es bist, hat Dich aber nicht eingeladen etc.) oder mit ihm über irgendwas reden, nur nicht über einen gemeinsamen Kaffee. Lass Dir was anderes einfallen sonst kann er ruckzuck 1 und 1 zusammenzählen.
    Und wenn es dann was mit Euch wird....erwähne NIE, dass Du die Verfasserin der spooky Mail bist

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