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    AW: Schlecht über den /die Ex sprechen

    Zitat Zitat von Easii Beitrag anzeigen
    So etwas macht man nicht, wenn man mit Leute spricht die beide kennen.
    Im Forum zum ausheulen geht das für mich ok.
    Damit gehe ich d'accord. Wenn man die Ex kennt, wäre das schon absolut unschön. Aber glücklichrweise geht bei mir gar nichts mit Männern, deren Frauen ich besser kennengelernt habe und damit darf ein Mann bei mir durchaus erzählen, was nicht gepasst hat und was ihn geprägt, verletzt etc. hat. So lernt man sich doch auch kennen, entsteht Tiefe, die über den Wetterbericht hinausgeht. Aber jeder hat da seine Meinung.

  2. gesperrt

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    AW: Schlecht über den /die Ex sprechen

    @Promethea
    "Jammern" ist tatsächlich unattraktiv, wenn man sich nur als Opfer sieht, ohne seine Anteile zu benennen
    Beim jammern bin ich voll bei Dir.
    Bei den eigenen Anteilen: Ich bin kein Fan davon, dass immer und überall beide zu gleichen Teilen Anteil haben.
    Es gibt auch einfach Situationen, wo sich der eine daneben benimmt und der andere nicht.
    Wenn einer schlägt. Wenn einer zehn Jahre ne heimliche Zweitfamilie auf nem anderen Kontinent hat. Wenn einer notorisch lügt.
    Da kann man sich höchstens fragen, wieso habe ich es nicht früher gemerkt. Je nachdem, wie gut der andere lügt und wie gutgläubig man vom Charakter her selber ist, gibt es da aber nicht besonders viel Eigenanteil zu suchen.
    Sprich: Ich finde es nicht per se als Faustregel abstossend, wenn jemand über seine Ex schlecht redet und dabei keine eigenen Anteile benennt. Ich finde, das kommt sehr auf den Einzelfall an, und deshalb kann ich für mich hier keineswegs eine Faustregel "ist ein no go, macht man nicht, ist beziehungs-ausschliessend" ableiten.

    Im Gegenteil würde es mich eher stören, wenn ein Mann partout immer seine Eigenanteile suchen würde, wenn die Ex zum Beispiel einfach destruktiv war oder ihn über lange Zeit belogen hat. Das würde für mich für ein sehr kleines Selbstwertgefühl sprechen, wenn einer sich bei sehr schlechtem Verhalten so verunsichern lässt, dass er es dann noch auf sich nimmt.

  3. Inaktiver User

    AW: Schlecht über den /die Ex sprechen

    Ja, ich finde auch, dass gerade dadurch viel Tiefe und Nähe entsteht.

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    AW: Schlecht über den /die Ex sprechen

    Zitat Zitat von Strolinka Beitrag anzeigen
    Im Gegenteil würde es mich eher stören, wenn ein Mann partout immer seine Eigenanteile suchen würde, wenn die Ex zum Beispiel einfach destruktiv war oder ihn über lange Zeit belogen hat. Das würde für mich für ein sehr kleines Selbstwertgefühl sprechen, wenn einer sich bei sehr schlechtem Verhalten so verunsichern lässt, dass er es dann noch auf sich nimmt.
    Das spricht eher dafür, dass die Beziehung schon eine gewisse Gewaltdynamik hatte und der Mensch sehr darunter gelitten hat. Ein mangelndes Selbstwertgefühl würde wohl eher darin ausgedrückt werden, dass der Mensch dieser Person noch hinterherlaufen würde, nicht abgeschlossen hätte, obwohl es katastrophal war oder noch in einer destruktiven Beziehung hängen würde.

  5. Inaktiver User

    AW: Schlecht über den /die Ex sprechen

    @Strolinka
    Ich denke, wir meinen das Gleiche. Von gleichen Anteilen war nie die Rede, aber das schwarz-weiße Denken, dass nur der eine für alles verantwortlich ist, hab ich noch nie geteilt.
    Vielleicht meinst mit eigenen Anteilen eher sowas wie, er hat mich betrogen, weil ich zu langweilig war, ich bin schuld. Das geht natürlich nicht.
    Aber warum hab ich es nicht gemerkt, warum habe ich diesen Charakterzug nicht erkannt usw - das schon.
    Oder generell zwar unschöne Sachen benennt, aber auch noch mit paar Worten erklärt, wie es dazu kommen konnte.

    Eben keine Opfermentalität.

  6. gesperrt

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    AW: Schlecht über den /die Ex sprechen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    @Strolinka
    Ich denke, wir meinen das Gleiche. Von gleichen Anteilen war nie die Rede, aber das schwarz-weiße Denken, dass nur der eine für alles verantwortlich ist, hab ich noch nie geteilt.
    Vielleicht meinst mit eigenen Anteilen eher sowas wie, er hat mich betrogen, weil ich zu langweilig war, ich bin schuld. Das geht natürlich nicht.
    Aber warum hab ich es nicht gemerkt, warum habe ich diesen Charakterzug nicht erkannt usw - das schon.
    Oder generell zwar unschöne Sachen benennt, aber auch noch mit paar Worten erklärt, wie es dazu kommen konnte.

    Eben keine Opfermentalität.
    Ja, ich denke auch, dass wir das gleiche meinen.

    Wobei eben, bei der Opfermentalität: Ein bisschen sträube ich mich doch noch. Es gibt Situationen, wo das was Gutes ist, zu benennen: Ich war Opfer, er/sie war Täter. Auch da finde ich, muss man auf den Einzelfall schauen.

    Je nachdem, wie gut zum Beispiel eine Ex/ein Ex lügt, finde ich es manchmal auch schon zu weitgehend, sich zu fragen, "wieso habe ich es nicht bemerkt". Wenn jemand ne Affäre wirklich gut organisiert, zum Beispiel immer auf Geschäftsreise, da jeden Abend trotzdem den Beziehungspartner anruft, in seinem Verhalten auch ansonsten liebevoll und zugewandt bleibt, kann das schon mal ein paar Monate/Jahre dauern, bis frau/mann das merkt. Ich finde, da kann es durchaus sein, dass null Eigenanteil im Sinn von "wieso habe ich es nicht bemerkt" vorkommt.

    Aber nur als Beispiel. Ich wollte nur sagen, das mit den Eigenanteilen, das kann an den falschen Stellen auch destruktiv sein, nicht immer sind solche vorhanden. Manchmal hat man einfach Pech oder wird halt einfach schlecht behandelt, ohne es zu merken.

    Letzthin hat eine Freundin von mir zufällig rausgefunden, dass ein Mann in ihrem Betrieb, der den exakt gleichen Job macht wie sie, einiges mehr verdient. Muss sie sich jetzt fragen, wieso sie das nicht früher gemerkt hat? Wo ihr Eigenanteil ist? Soll sie nicht schlecht über diese Situation reden?

    Damit will ich ja nur verdeutlichen: Manches ist schlecht und ich finde, man darf es benennen. Sei es am Arbeitsplatz, in Beziehungen oder sonstwo. Und nicht immer hat man einen Eigenanteil.

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    AW: Schlecht über den /die Ex sprechen

    Was hat der "alte Partner" in der neuen Beziehung verloren? So, wie ich nicht wissen will, was alles schön war mit der Person , möchte ich auch nicht wissen, was alles schlecht war.

    Dabei sind Informationen wie z.B "ist mir mehrfach fremd gegangen" für mich nicht gleich "schlecht reden"
    Wissen beginnt mit der Erkenntnis der Unzuverlässigkeit der Wahrnehmungen, mit der Zerstörung von Täuschungen, mit der "Ent-täuschung"

    Erich Fromm

  8. Inaktiver User

    AW: Schlecht über den /die Ex sprechen

    Gut, bei dem Brimbamborium, welches in Deutschland um Geheimnis der Gehälter gemacht wird, kann man da ja gar nichts dafür.

    Ich denke auch, am Ende kommt es auf den Einzelfall an, WIE jemand über die Vorfälle redet.

    Aber das Thema würde ich nie ausklammern, ich wusste immer über alle Exen ausgiebig Bescheid. Allerdings immer aktiv nachgefragt, bis ich mir ein Bild machen konnte. Denn genau das würde mir ja auch blühen, wenn ich nicht aufpasse.

  9. Inaktiver User

    AW: Schlecht über den /die Ex sprechen

    Zitat Zitat von Lilith10 Beitrag anzeigen
    Was hat der "alte Partner" in der neuen Beziehung verloren? So, wie ich nicht wissen will, was alles schön war mit der Person , möchte ich auch nicht wissen, was alles schlecht war.

    Dabei sind Informationen wie z.B "ist mir mehrfach fremd gegangen" für mich nicht gleich "schlecht reden"
    Wie gesagt, wie soll man den Menschen sonst kennenlernen? Die alten Beziehungen und Erfahrungen prägen für die Zukunft.

  10. gesperrt

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    AW: Schlecht über den /die Ex sprechen

    Zitat Zitat von Lilith10 Beitrag anzeigen
    Was hat der "alte Partner" in der neuen Beziehung verloren? So, wie ich nicht wissen will, was alles schön war mit der Person , möchte ich auch nicht wissen, was alles schlecht war.
    Er hat mich und mein Leben geprägt, ist Teil von meiner Geschichte.

    Wie oben andere geschrieben haben, man erfährt viel über des Anderen Lebensgeschichte auch über seine Ex-Beziehungen. Und das interessiert mich, wenn ich jemanden liebe. Auch schon beim Verlieben. Für mich darf gerne über die Ex-Beziehung gesprochen werden. Ungerne dauernd, viel und ständig und jammernd - ja, das würde ich auch als Zeichen nehmen, dass es nicht abgeschlossen ist. Aber auch mal, um sich kennenzulernen. Und dann so wahrheitsgemäss wie möglich, egal ob das nun gut oder schlecht ist. Das Schlechte muss für mich jedenfalls nicht aktiv verborgen werden.

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