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07.01.2018, 08:49Inaktiver User
AW: Verlieben beim anderen verhindern - möglich?
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07.01.2018, 08:53
AW: Verlieben beim anderen verhindern - möglich?
Das ist keine kranke Vorstellung, das ist bloss das, was mir jedes Mal passiert, wenn ich mich verliebe. und ich glaube, auch andern geht das so.
Den Alltag krieg ich trotzdem hin, wenn auch nur mit Ablenkung.
"hin und wieder an jemanden zu denken, wenn ich Luft habe" ist vielleicht Liebe, aber bestimmt nicht Verliebtheit, in meinen Augen.
Verliebtheit ist in meiner Welt eine Art emotionale Lawine oder Sturzflut. Schon immer gewesen. Eine wichtige und ernsthafte Sache.Verliebtheit ist ein fröhliches duftiges und schönes Gefühl für Zwischendurch, in meiner Welt.
Aber eben: das heisst nicht, dass das irgend jemand mitkriegen muss, wie ich fühle. Diese Selbstdisziplin sollte man als erwachsener Mensch haben.
gruss, barbara
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07.01.2018, 08:56
AW: Verlieben beim anderen verhindern - möglich?
Ich meinte es auch nicht unbedingt pathologisch. Einen an der Klatsche haben wir alle mal- aber so ein Verhalten hat kranke Züge für mich-weil es eben keinem gut tut.
Ich meinte auch nicht das Verliebtsein im Verliebtheitsstadium, sondern die Unfähigkeit, loszulassen wenn signalisiert wurde, dass es nicht auf Gegenseitigkeit beruht.
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07.01.2018, 09:18Inaktiver User
AW: Verlieben beim anderen verhindern - möglich?
Seltsam. Wenn DAS „Verliebtsein“ bedeutet, würd ich das auf Teufel komm raus vermeiden. Klingt ja furchtbar. Den Alltag grad noch so hinbekommen, Lawinen, Sturzflut... Herrjemine. Alles lebensbedrohlich. Nee, würd ich nicht wollen.
Für mich ist „Verliebtheit“ dieses Gefühl für einen Menschen zu haben:
Wie ein Schmetterling, der im Sonnenschein über eine Wiese flattert... Vögel zwitschern, es riecht nach Frühling.
Wenn der Mensch mir dann sagte: „Nee du, is nicht“ (falls ich jemals überhaupt fragte), wurde ganz schnell Winter, der Schmetterling starb und irgendwann kam ein neuer Frühling mit neuen Schmetterlingen.
„Liebe“ ist ne ganz andere Hausnummer. Das ist was tiefes, altes, mit Wurzeln... Eine Eiche, mit bisschen Moos drauf und zwei Eichhörnchen und nem nervigen Specht, vielleicht auch ein zwei Holzwürmer, wer weiß das schon, aber da braucht es schon rohe Gewalt, dass die weggeht. Und die entsteht auch nur gemeinsam und langsam aus einer kleinen Eichel auf ner Frühlingswiese inmitten von Schmetterlingen 😊
Bei mir.
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07.01.2018, 09:30Inaktiver User
AW: Verlieben beim anderen verhindern - möglich?
Es ist schon interessant, wie die Begriffe bei euch unterschiedlich besetzt werden...
Wenn man nach Definition von Verliebtheit googelt, bekommt man eigentlich ganz eindeutige Beschreibung - dass, was Bae meint. Die Hormonüberschwemmung, die einen pausenlos an das OdB denken lässt, schlaflose Nächte, Schmetterlinge rund um die Uhr. Ein absoluter Ausnahmezustand. Deswegen hält dieser krasser Zustand auch nur wenige Monate an - es ist verdammt anstrengend.
Wenn aber manche Menschen mit Verliebtheit deutlich mildere Zustände meinen, wo sie mal an den anderen denken, wenn sie Zeit haben - jetzt verstehe ich überhaupt den Thread und die Häufung der Menschen, die in einen "verliebt" sind.
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07.01.2018, 15:48
AW: Verlieben beim anderen verhindern - möglich?
Ja, Verliebtheit ist echt anstrengend - aber auch wunderschön.
Und auch für mich sowas Besonderes, dass es nur alle paar Jahre überhaupt mal vorkommt. Ich bin da ganz bei Bae.
Aber: Wenn mich Jemand nicht will, akzeptiere ich das, ohne Diskussion. Und das erwarte ich auch von meinem Gegenüber.
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07.01.2018, 20:26Inaktiver User
AW: Verlieben beim anderen verhindern - möglich?
Ich meine mit Verliebtheit diesen hormonellen Ausnahezustand, eben Verknalltheit. Der wird aber sicher nicht immer und von jedem obzessiv ausgelebt nach Außen hin.
Nicht jeder, der einem mitteilt, verliebt zu sein, ist auch wirklich in diesem hormonellen Sinne verknallt. Wenn ich da durchzähle bei mir bleiben 2, vielleicht auch 3, die definitiv verknallt gewesen sind in diesem hormonellen Sinne. (Zwei andere wollten zwar eine Partnerschaft mit mir bzw. haben angegeben, verliebt zu sein in mich, aber ob die auch diesen Hormonrausch hatten, weiß ich nicht. Das war aber auch sehr unangenehm für mich, wie das gelaufen ist.)
Bzgl. der, die definitiv diesen Hormonrausch hatten:
Bei dem 3. weiß ich es aber nicht, aber ich fange mal chronologisch an. Das war ein Nachbarssohn (ca. 18 - 20), der mit mir als Kind (ca. 11 - 13 Jahre) mal eine Weile Federball mitgespielt hat, weil ich viel Draußen gespielt hatte im Sommer. Irgendwann nach einem solchen Federballspiel im Hof kam er an und meinte, dass er sich in mich verliebt hätte usw.. Dem habe ich da einen Korb gegeben, den er zumindest so erstmal akzeptiert hat mit Dackelblick und beteuern, wie schade das wäre, was auch eh deutlich spürbar war bei ihm, weshalb mir die Situation Leid tat, aber eine Beziehung mit ihm oder so, wollte ich definitiv nicht und war auch etwas geschockt, weil es mir nicht normal vorkam, dass ein so viel Älterer an mir als Kind so ein Interesse hat und weil das für mich so völlig aus dem Nichts kam sein "Verliebtheitsgeständnis". Ich dachte vorher, dass er einfach auch gerne Federball spielt, was nur die halbe Wahrheit gewesen ist. Für mich war das ein bisschen ein Vertrauensmissbrauch von ihm, denn wenn ich von seiner Verliebtheit und seinen Absichten gewusst hätte, hätte ich nie mit ihm freundlich geplaudert und Federball gespielt mit ihm. Da war ich als Kind sicher etwas überempfindlich bzw. kann er ja nichts dazu => als Verliebter muss er sich ja irgendwie annähern (s. u.).
Er hatte dann noch eine Weile unter Vorwänden Kontakt zu mir gesucht. Ich bin ihm aber aus dem Weg gegangen und habe den restlichen Sommer nicht mehr Draußen gespielt und es vermieden, ihm zu begegnen. Der war sehr fixiert auf mich und nicht pädophil oder hatte sexuelle Interessen, sondern ich glaube einfach so eine Mischung aus unreif, einsam + "endlich eine Freundin/Partnerin haben wollen" und da war cih eben greifbar und durch meine Freundlichkeit und Offenheit attraktiv für ihn. Heutzutage ist der ganz normal drauf auch wenn ich ihm über den Weg laufe, hat eine Frau und Kinder und das ist eben Jahre her. Ob der wirklich verknallt war mit Hormonrausch usw., weiß ich nicht genau. Vielleicht war der auch nur sehr bedürftig emotional.
Und an sich hat er es ja so gemacht, wie das Verliebten empfohlen wird, auch hier im Forum:
Kontakt zum SdB suchen, notfalls unter einem Vorwand, um sich anzunähern ohne dass der andere da schon abgeschreckt ist und locker erstmal einen Kontakt aufbauen und dann dem SdB ein Liebesgeständnis machen, um Klarheit zu bekommen für sich bzgl. des anderen (ob da was geht und wenn ja, was).
Bei den beiden anderen war das einmal ein Mitschüler, der in mich verknallt war wie später rauskam und damit so umgegangen ist, dass er mich bisweilen zum Gespött der Klasse zu machen versucht hat. Da wäre ich nie draufgekommen, dass er insgeheim verknallt gewesen ist und das gemacht hat, weil er mich nicht haben konnte und sich unterlegen gefühlt hat. Das soll in der Pubertät angeblich auch nicht untypisch sein, dass man sich dem SdB dann genau gegenteilig gegenüber verhält. Auf sowas kann ich getrost verzichten; mich hat das sehr verletzt in dieser Phase, in der er das gemacht hat.
Der letzte war jemand, den ich in den 20ern über einen entfernten ebenfalls neuen Bekannten kennengelernt hatte. Der war sehr obzessiv mit der passenden Geisteshaltung eines Stalkers (auch wenn es dazu letztlich nicht gekommen und bei leeren kindischen Drohungen geblieben ist Monate nach dem Kontaktende durch mich) und wenn der persönlichkeitsgestört wäre, würde es mich nicht überraschen. Danach hatte ich erstmal für sehr lange Zeit keine Lust mehr auf neue oder auch generell nähere Kontakte und habe nur meine Freundschaft mit einem Mitstudenten weitergepflegt, die ich bis heute habe. Das ist insgesamt in meinem Leben meine beste Freundschaft. Daneben habe ich heutzutage auch (wieder) Bekanntschaften und ein nettes Umfeld, aber auf nahe Kontakte habe ich gleichwohl keine richtige Lust und halte mir auch die an sich netten Leute auf Abstand. Ich bin aber auch von meiner Persönlichkeit her generell sowas wie ein sporadisch geselliger Einzelgänger. Mir reicht an engen Kontakten diese eine Freundschaft mit Treffen/Kontakt im Schnitt alle paar Monate sowie die Leute, die ich beim Sport treffe.
Von diesen Verliebten ab, kenne ich das aber auch aus anderen Kontexten, dass diese Durchlässigkeit des eigenen Ichs durch das Einfühlungsvermögen/Mitfühlen und "meine Art" auf Mitmenschen anziehend gewirkt hat mit Kontaktversuchen von ihnen, die für mich unangenehm waren. Aber ich habe gelernt, da besser Grenzen zu setzen und den Anfängen zu wehren. Siehe auch diese Sache mit der "Selbstzensur", die Himiko hier beschrieben hat:
Außerdem denke ich auch, dass das Risiko dafür mit dem Älterwerden tatsächlich abnimmt, weil man dann weniger in ein optisches Schönheitsideal passt für manche dieser penetranten Mitmenschen, die das rundumsorglos Paket suchen, eben quasi die kostenlose Kurtisane wie Himiko sie beschrieben hat:
Aber die Selbstzensur hält mir die z. B. auch gut vom Hals durch entsprechend ernstes Dreinschauen und nicht zugewandtes Auftreten bzw. nicht in dieses innere Mitgefühl umschalten. Quasi gezielt Distanz & Verschlossenheit ausstrahlen statt Freundlichkeit und Offenheit.
Deshalb geht mir das diesbzgl. anders als dir, KaoriNight:
Mir ist das auch ein großes gefühlsmäßiges Bedürfnis, mir solche o. g. Menschen - aber auch Mitmenschen generell - vom Hals oder zumindest auf Abstand zu halten und nur punktuell Ausnahmen zu machen. Deshalb finde ich das nicht traurig, sondern angenehm, weil es mir meine Ruhe, viel mehr Energie für mich und Sicherheit bringt. Und da die Verliebten in meinem Leben außerhalb meiner Familie mir gegenüber die penetrantesten, grenzüberschreitensten Mitmenschen gewesen sind, bin ich froh, wenn mir das die vom Hals hält. Ich weiß auch, dass nicht jeder so agiert, der sich verliebt, aber das weiß ich ja vorher nicht, wie mein konkretes Gegenüber seine Verliebtheit ausagiert oder nicht und mit einer Abweisung umgehen kann.
Schade finde ich das nur sehr selten, wenn ich gerade sehr fröhlich drauf bin, das aber unterwegs in der Öffentlichkeit (z. B. beim Einkaufen, im Bus etc.) unterdrücke, weil das auf Mitmenschen anziehend wirkt meiner Erfahrung nach. Man fällt mehr auf und wird eher angesprochen, wenn man fröhlich wirkt und lächelt. Manche denken, das würde ihnen ganz persönlich gelten - so im Sinne von dass man sie anflirten würde. Deshalb lasse ich das und freue mich lieber nur innerlich für mich alleine.
Nein, leider wüßte ich da keinen Tipp, wie man das bei nicht vertrauten Kontakten vermeiden könnte.
Vielleicht hilft es dir ja dabei etwas, wenn du nach deiner Intuition gehst und nur solche engeren Kontakte aufbaust/weiterverfolgst, in denen du durchgängig ein gutes Gefühl hast während und nach dem Kontakt (Stichwort Energiefresser) und dich nur am Anfang etwas vorsichtiger/zurückhaltender verhälst, um die Situation und das Gegenüber einzuschätzen? Wenn du da einen guten Eindruck hast, könntest du ja nach und nach zu deiner dir eigenen Offenheit kommen.
Wenn du in einem Kontakt generell das Gefühl hast, wiederholt Grenzen setzen zu müssen, zu regulieren usw. würde ich dazu raten, den Kontakt zu überdenken.Geändert von Inaktiver User (07.01.2018 um 20:38 Uhr)
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07.01.2018, 20:35
AW: Verlieben beim anderen verhindern - möglich?
Obsidian, du bist recht empfindlich, was ich hier an deinen Reaktionen ausmache.
Wie oft kommen denn diese grenzüberschreitenden
Dinge vor, denn darum geht’s dir doch, oder? Scheint ja öfter so zu sein?
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07.01.2018, 20:42Inaktiver User
AW: Verlieben beim anderen verhindern - möglich?
Nein, das ist nicht öfter so. Ganz im gegenteil - das letzte Mal ist Jahre her. Mir reicht das aber.
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07.01.2018, 20:50



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zu sein, um mich zu schützen. 
