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  1. Inaktiver User

    AW: Verlieben beim anderen verhindern - möglich?

    Noch ein Nachsatz: Wer flirten kann und nicht nur Flirtratgebern folgen oder blöde Anmachsprüche raushauen, bei dem kann all das funktionieren. Wer kommunizieren kann, der kann das mit dem richtigen Augenzwinkern auch über das Wetter tun. Aber solche Menschen und Männer sind selten.

  2. Inaktiver User

    AW: Verlieben beim anderen verhindern - möglich?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wer kommunizieren kann, der kann das mit dem richtigen Augenzwinkern auch über das Wetter tun.
    Das unterschreibe ich. Daraus können sich auch nette Gespräche ergeben. Das kenne ich selbst und mag insofern auch ungekünstelten small talk aus der Situation heraus, sei es im Supermarkt, bei der Arbeit, an der Bushaltestelle, beim Sport, der nicht auf Bedürftigkeit beruht.

    Das erfordert aber auch die Fähigkeit und Bereitschaft, sich etwas auf den anderen einzustellen und den als eigenständige Person wahrzunehmen und zu respektieren sowie ein gesundes, stabiles Selbstwertgefühl.

    Das Gegenteil davon findet man als Extrembeispiel bei den PUAs, die sich eine narzisstische Scheinwelt erschaffen, gestützt auf pseudowissenschaftliches Gerede, in der sie die Größten sind und die Rolle der Mitmenschen die Erfüllung ihrer Bedürfnisse ist (u. a. Selbstwerterhöhung und -stabilisierung).

    Wie gut Kommunikation klappt, kann man u. a. auch schriftlich in Threads sehen. Persönlich habe ich da keine Lust zu, mich auf den anderen einzustellen und den zu verstehen usw., obwohl der seinerseits mir gegenüber das in keinster Weise macht.

  3. Inaktiver User

    AW: Verlieben beim anderen verhindern - möglich?

    Jep.

    Ich glaube, was wirklich schwer zu transportieren ist, ist ein Gefühl, wenn auf der anderen Seite die passenden Erfahrungswerte dazu fehlen. Und da jeder immer aufgrund eigener Erfahrungswerte beurteilt, funktioniert manchmal die Kommunikation eben nicht, weil die Nachvollziehbarkeit fehlt oder anders verstanden als gemeint/gefühlt wird.

  4. gesperrt

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    AW: Verlieben beim anderen verhindern - möglich?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich versuche es noch mal konkreter. Thema "Wegbeschreibung": Irgendein Typ quatscht mich auf der Straße an: "Hey Du..." und ich denke schon - ach nee, bitte nicht! Gerne gestylt-gegelter Prolltyp, der sich für attraktiv hält. (Oder irgendein eher unsicherer Typ, von dem ich auch gleich denke - ach nee, nicht mein Fall - und der will doch hunterpro eigentlich mich ansprechen und nicht den Weg wissen.) Dann fragt er mich aber nach dem Weg, okay, klar, bin nett, helfe gerne! Und dann kommt doch noch ein blöder Anmachspruch und ein: "Hihi, eigentlich kenne ich mich hier ja selbst aus, ich wollte Dich nur ansprechen, Du siehst so süß aus."
    Ach, der wär dann aber selbst schuld, das so zu sagen. Aber wirklich.

    interessant ist auch, wie vor deinem geistigen Auge offenbar sofort lauter extrem unsympathische Typen erscheinen...

    Ich kenn einen, der nutzt gelegentlich die Masche, dass er im Supermarkt Frauen danach fragt, welches Waschmittel wohl besser ist, oder ähnlich. Offenbar mit Erfolg. Da ist schon gelegentlich ein Kaffee rausgesprungen und gelegentlich auch mehr.



    Oder jemand kommt in einen Verein, wird offen von allen aufgenommen, man macht sich die Mühe, ihm fachlich-sachlich weiterzuhelfen, ihn sozial zu integrieren - und irgendwann kommt raus: er hat überhaupt kein Interesse an der Sache, aber in einem Flirtratgeber gelesen, daß gerade in dem Bereich viele (Single-)Frauen unterwegs seien.
    Dann wird diese Person sich ja wohl recht bald langweilen und auch bald nicht mehr mitmachen. Sowas löst sich ja meist von selbst in Wohlgefallen auf.


    Davon ab: Ich mag ehrliche Menschen mit Eiern in der Hose. Wenn ich einem Typen gefalle, kann er mir genau das sagen.
    nein, das wäre mir womöglich zu direkt. Ich mag's auch ganz gerne, die Manöver zu beobachten, die einer anstellt, um sich mir zu nähern. und wie er die umsetzt. Ob mit Charme und Witz, klassisch und ernsthaft, oder wie sonst.

    gruss, barbara

  5. gesperrt

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    AW: Verlieben beim anderen verhindern - möglich?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das erfordert aber auch die Fähigkeit und Bereitschaft, sich etwas auf den anderen einzustellen und den als eigenständige Person wahrzunehmen und zu respektieren sowie ein gesundes, stabiles Selbstwertgefühl.
    Es ist ja nicht so, dass man einen andern Menschen als Objekt oder Spielzeug wahrnimmt, nur weil man auch ein sexuelles und/oder erotisches Interesse an diesem Menschen hat...




    Das Gegenteil davon findet man als Extrembeispiel bei den PUAs, die sich eine narzisstische Scheinwelt erschaffen, gestützt auf pseudowissenschaftliches Gerede, in der sie die Größten sind und die Rolle der Mitmenschen die Erfüllung ihrer Bedürfnisse ist (u. a. Selbstwerterhöhung und -stabilisierung).
    Das sind wohl arme Würstchen, die's nötig haben. *lol*

    Persönlich habe ich da keine Lust zu, mich auf den anderen einzustellen und den zu verstehen usw.,
    ja dann wird es logischerweise nichts mit Beziehungen irgendwelcher Art, wenn da so wenig Neugier vorhanden ist, jemanden kennen zu lernen.

    gruss, barbara

  6. Inaktiver User

    AW: Verlieben beim anderen verhindern - möglich?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    interessant ist auch, wie vor deinem geistigen Auge offenbar sofort lauter extrem unsympathische Typen erscheinen...
    Von anderen wird man hier nicht angesprochen.

    Nein, das stimmt nicht. Aber der größte Teil sind eben selbstüberzeugte Schleimer. Wobei - vermutlich bin ich denen mittlerweile zu alt!
    Ich mag's auch ganz gerne, die Manöver zu beobachten, die einer anstellt, um sich mir zu nähern. und wie er die umsetzt. Ob mit Charme und Witz, klassisch und ernsthaft, oder wie sonst.
    Tja, und da gilt für mich: Man merkt die Absicht und ist verstimmt...
    Es sei denn, mich würde wirklich mal einer wegpusten mit Charme, Witz und noch passablem Aussehen. Einer, von dem ich mich persönlich gemeint fühlte. Keiner, für den ich Nr. 73 mit der Waschmittel-Masche bin. Ehrlich, nichts finde ich schlimmer als so eine Masche. (Ach doch, schlimmer geht immer.)

    Ich spreche auch die Supermarktkassiererin auf ihre schönen Fingernägel an - um ihr und mir eine Freude zu machen. Oder frage den Kassierer, wie das Tattoo an seinem Arm weitergeht - weil ich die ganze Zeit beim Abkassieren der Leute vor mir schon auf den sichtbaren Teil geschaut habe und mich gefragt habe, was da wohl in Gänze steht.
    Aber eben: es ist persönlich und authentisch. Ich verteile nicht regelmäßig an der Kasse mein Kleingeld auf dem Fußboden oder verschütte Backpulver, um mich interessant zu machen und die Leute zu zwingen, ihre Zeit mit mir zu verbringen.

  7. gesperrt

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    AW: Verlieben beim anderen verhindern - möglich?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Tja, und da gilt für mich: Man merkt die Absicht und ist verstimmt...
    Warum sollte ich verstimmt sein... schlimmstenfalls amüsiert. Angenommen, ich will gar nichts von dem. Höflich ablehnen kann ich ja immer noch.

    Es sei denn, mich würde wirklich mal einer wegpusten mit Charme, Witz und noch passablem Aussehen. Einer, von dem ich mich persönlich gemeint fühlte. Keiner, für den ich Nr. 73 mit der Waschmittel-Masche bin.
    Das weisst du ja nicht; und wenn einer das erste Mal eine Masche bringt, und die Masche gut gemacht ist, merkst du gar nicht, dass es eine Masche ist.

    Bei Unbekannten, die einem ins Auge fallen, kann man ja nicht die wundervolle Persönlichkeit meinen, weil man die in dem Moment ja noch gar nicht kennt. Man kann nur irgendwie aufmerksam werden, und neugierig darauf, mehr kennen zu lernen.

    gruss, barbara

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    AW: Verlieben beim anderen verhindern - möglich?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Oh Sehnsucht passt auch gut - ich habe das immer unter dem Sammelbegriff "Bedürftigkeit" des anderen geführt. .
    Nein, Du missverstehst mich da ein bisschen, und es ist mir wichtig, das klar zu stellen: Bedürftig sind solche Leute wie Dionys (um den mal weiter zu verwenden) natürlich immer – das nehme ich wahr, auch wenn sie selbst das nicht tun. Aber ich weiß sehr gut, dass ich da nichts tun kann, selbst wenn ich wollte.

    Für den Fall, dass Du Harry Potter gelesen haben solltest: im letzten Band, wenn sich Harry in King´s Cross mit Dumbledore unterhält, liegt da ein wimmerndes hilfloses Wesen, das Harrys Mitgefühl weckt. Doch Dumbledore muss ihm erklären, dass dieses Wesen jenseits ihrer Hilfsmöglichkeiten ist. Es ist ein Teil von Voldemort, ich weiß gar nicht, ob darüber noch viel gesagt wird. Aber für mich illustriert es sehr gut die Bedürftigkeit von Menschen, die sich nur mit ihrer starken Seite identifizieren und ihre schwachen, bedürftigen Anteile abgespalten haben – wenn sie selbst keine Verantwortung dafür übernehmen, ist ihnen eben irgendwann nicht mehr zu helfen.

    Ich weiß das, und ich respektiere das, selbst wenn ich durchaus Momente des tiefen Mitgefühls habe (einfach weil ich nicht anders kann, nicht weil ich meinen würde, dass das was nützt). Ich habe gelernt, teilweise sehr hart gelernt, dass es respektlos und übergriffig von mir ist, Hilfe aufzudrängen, wenn der andere nicht um Hilfe bittet, sondern dass ich die Entscheidungen, die jemand für sein Leben trifft, respektieren muss. Und jemand, der mich um Liebe anheult wie ein Wolf den Mond, hat sich dafür entschieden, sich nicht selbst um seine Bedürftigkeit zu kümmern, sondern das „auszulagern“. Egal, was ich tue, ich werde ihn vor der Erfahrung, dass das nicht funktioniert, nicht bewahren können. Ich kann das versuchen und sehr viel Energie investieren oder ich kann es gleich lassen – das Ergebnis wird immer das selbe sein: früher oder später bin ich die Böse, und er fühlt sich verlassen.

    Das weiß ich jetzt, und deswegen zieht mich eine solche Dynamik nicht mehr an. Gar nicht mehr.

    Es gibt aber Momente und Zeiten, wo Menschen (die ihre Bedürftigkeit ja nicht ohne guten Grund abspalten) – aus unterschiedlichen Anlässen, aber oft deshalb, weil die Begegnung mit einem ganz speziellen Menschen ihr Herz berührt – mit diesem abgespaltenen Anteil plötzlich wieder in Kontakt kommen und nach anderen Wegen suchen, damit umzugehen und ihn wieder als Teil von sich wahrzunehmen. Dann spüren sie Hoffnung auf und starke, ziehende Sehnsucht nach Ganzheit und Heilung.

    In diesen Zeiten sind Heilung und Wandel wirklich möglich, jedoch nur dann, wenn der Mensch bereit ist, sich mit dem ursprünglichen Schmerz zu konfrontieren, der die Spaltung verursacht hat. Das will aber natürlich niemand – daher besteht immer die Gefahr, dass die Chance verpasst wird und der Mensch wieder in der Abspaltung landet. Eine ganz beliebte (natürlich unbewusste) Strategie eines Menschen, der zwar nicht zurück in die Abspaltung, aber auch den Schmerz nicht spüren will, besteht darin, die Verantwortung dafür einer anderen Person zuzuschieben – gerne derjenigen, die den ganzen Prozess angestoßen hat, indem sie sein Herz berührte. Die (leider vergebliche) Hoffnung ist, wenn sie sich jetzt so verhält, wie es der Mensch möchte (und nicht so, wie es die Person tat, die – meist in der Kindheit – die Abspaltung ursprünglich verursacht hat), dann wird er heil werden, ohne durch den Schmerz hindurch zu müssen (was aber eben leider nicht möglich ist).

    Es ist diese Sehnsucht nach Heil- und Ganzwerden, die mich immer wieder anzieht – und zwar dann, wenn es meiner Wahrnehmung nach eine gewisse Chance darauf gibt, dass sie sich erfüllt. Weil nämlich das Miterleben einer solchen Heilung eine der wunderbarsten Erfahrungen ist, die ein Mensch nur machen kann. Das Problem ist allerdings, dass es nicht selten schief geht - weil der Schmerz eben so unerträglich ist und wir kulturell auch wenig Bilder dafür haben, um Suchenden zu vermitteln, dass es sich lohnen kann, da hindurchzugehen und dass es keine Schande ist, sich schwach, verletzt, beschämt und verwundbar zu fühlen. (Eher vermitteln wir sehr konsequent das Gegenteil. Leider.)

    Eine solche Entwicklung zu begleiten ist immer ein Risiko mit ungewissem Ausgang. Hinzu kommt, dass es sehr schwierig ist, jemanden, der da (vielleicht...) hindurchgeht, zu unterstützen, ohne sich von ihm die Verantwortung für sein Heilwerden aufdrücken zu lassen – was aus seiner Sicht aber die Ideallösung wäre, weshalb er das Aufdrücken immer wieder versuchen wird... (Und das gilt selbst für jemanden, der rational all diese Zusammenhänge versteht – was nun auch eher die Ausnahme ist.)
    Die Versuchung, dem nachzugeben, ist sehr groß, gerade wenn man sehr empathisch ist, denn man spürt ja den unglaublichen Schmerz des anderen und will lindern. Es ist (emotional) sehr schwer zu akzeptieren, dass man das eben nicht kann, dass man nur die Illusionen des anderen nährt, wenn man das versucht, dass man ihm – nicht nur aus Selbstschutz, sondern auch im Sinne seiner eigenen Entwicklung – den Schmerz zumuten muss.

    Es ist eine Gratwanderung, zu unterstützen, ohne dem anderen die Verantwortung abzunehmen, Verständnis für den Ausnahmezustand zu haben und dennoch keine Respektlosigkeit zu dulden, Geduld mit dem Hin- und Hergerissensein des anderen zu haben, ohne den Zeitpunkt zu verpassen, da die Chance für eine wirkliche Änderung endgültig vertan wurde, sich alles nur noch leer im Kreise dreht und man nichts mehr anderes tun kann, als zu gehen. Es ist schwierig, so schwierig, dass es unmöglich ist, dabei keine Fehler zu machen.

    Und trotzdem würde ich es immer wieder versuchen, wenn ich die erwachende Sehnsucht eines Mitmenschen nach Ganzheit spüre, wenn ich fühle, dass es da wirklich eine Möglichkeit zur Wandlung gibt und ich unterstützen kann. Ich weiß heute mehr darüber als früher, z. B. wäre für mich eine Grundbedingung, dass ich erste Schritte in die neue Richtung sehe, dass jemand nicht nur fühlt und sich sehnt, sondern auch handelt. In gewisser Weise bin ich auch unbarmherziger als früher, weil ich weiß, dass es keine Hilfe ist, dem anderen nach dem Mund zu reden.
    Doch wenn ich glaube, dass es eine Chance gibt, dann würde ich das Risiko immer wieder eingehen. Auch deshalb, weil die Heilung eines anderen Wesens immer auch meine eigene Heilung ist.

    Mögen alle Wesen glücklich sein.
    Mögen alle Wesen frei sein von Leiden.
    Mögen alle Wesen wahre Freude kultivieren.
    Mögen alle Wesen Gleichmut üben
    und in tiefem Frieden verweilen.


    Je bedürftiger jemand ist, desto eher wird er übergriffig gegenüber anderen.
    Ich verstehe zwar, was Du meinst, würde das aber ungerne so formulieren, weil das das starke kulturelle Vorurteil, das wir gegen Bedürftigkeit haben, nur weiter verstärkt.
    Wir als Kultur verdrängen Bedürftigkeit, wir verdrängen den Tod, Krankheit, Gebrechlichkeit, Behinderung, Armut, Unwissenheit etc.. Die Berührung damit ist uns unangenehm, weckt Scham und ein Gefühl von Schande. Wir wissen, dass wir dem nicht ewig aus dem Weg gehen können, rational – und gefühlsmäßig verdrängen wir es doch.

    Mein beruflich sehr erfolgreicher Onkel war sehr entrüstet, als das große Unternehmen, in dem er eine hohe Position innehatte, ihn mit über 60 in Altersteilzeit schicken wollte. Mein Onkel ist ein hochintelligenter Mann, der sein Leben in einer Gesellschaft verbracht hat, die vielerlei Menschen aufgrund unterschiedlichster Eigenschaften diskriminiert – wegen ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Nationalität, ihrer Hautfarbe, ihrer sozialen Herkunft, ihres in irgendeiner Weise von der allgemeinen Norm abweichenden Körpers und natürlich auch wegen ihres Alters. Doch hatte das ihn persönlich, seit er seine Kindheit hinter sich gelassen hatte, nie betroffen. Und offenbar meinte er nun, er hätte einen Anspruch darauf, dass das so weiter gehen würde. Dass eine diskriminierende Gesellschaft keine Unterschiede macht, sondern früher oder später jeden diskriminiert, damit hatte er nicht gerechnet.
    Es ist immer wieder bemerkenswert, wie ignorant intelligente Leute sein können...

    Deshalb würde ich nicht sagen, dass es vom Maß der Bedürftigkeit abhängt, wie übergriffig jemand wird, sondern davon, ob er sich seiner eigenen Bedürftigkeit und Begrenztheit als Mensch bewusst ist und wie gut sein Umgang damit ist. Kann er sich einerseits damit abfinden, dass er nicht alles hat und kann, was er will, dass er kulturellen Normen nicht entspricht, körperliche und seelische Schmerzen empfindet etc. und kann er sich andererseits – damit und trotzdem – als wertvolles menschliches Wesen sehen, das anderen etwas zu geben hat und auch etwas geben will? (Und die Kandidaten, die an dieser Stelle sagen: „ich würde ja was geben, aber es will immer keiner haben“ sind hier ausdrücklich nicht mit gemeint.)

    Alle Menschen sind bedürftig, das ist Teil der conditio humana. Es kann also m. E. nicht darum gehen, nicht bedürftig zu sein, sondern darum, Frieden mit der eigenen Bedürftigkeit zu schließen – immer wieder von neuem, da sie sich ja auch immer wieder in anderer Form zeigt und äußert.


    Da weiß ich nicht, ob das in der Form auch auf mich zutrifft.
    Na, wenn Du es nicht weißt...




    Ich weiß, ich bin der Diskussion hinterher und obwohl ich zu Deiner späteren Antwort auch noch was sagen will, schaffe ich das heute nicht.
    (Ich weiß schon, dass ich mich auch einfach kurz fassen könnte, aber dazu habe ich keine Lust. )
    Geändert von Himiko (22.01.2018 um 16:59 Uhr)
    We are born to be happy, not perfect.

  9. Inaktiver User

    AW: Verlieben beim anderen verhindern - möglich?

    Update: hat sich leider erledigt.
    Den Vorschlag von Obsidian, ihn zu einem Freizeittreff einzuladen, hätte ich gut gefunden, aber es kam nicht mehr dazu.
    Innerhalb von drei Tagen schlug er mir spontan zwei Unternehmungen vor, die ich einmal wegen nicht-kindfrei und einmal wegen bereits-verabredet nicht wahrnehmen konnte.
    Daraufhin kam dann gestern Nachfrage, warum ich nie (?) Zeit habe, also etwas quengelig.
    Und was ich von ihm wolle, wer er für mich sei, er könne sich mehr vorstellen etc.
    Hab dann ehrlich geantwortet, dass ich vornehmlich an neuen Bekanntschaften interessiert sei und an ihm als Mensch auch sehr, ich ihn gerne wiedertreffen würde.
    Er nur knapp, er suche keine neuen Bekannten und dann passt es eben nicht.
    Upps.
    Das passt tatsächlich nicht.
    Was ich an sowas echt erstaunlich finde, mal wieder,...
    Vor einer Stunde war man noch interessant, super und man will unbedingt wiedergesehen werden, aber nur weil keine Beziehung infrage kommt, ist man auf einmal desinteressiert und der andere doof.
    Sorry - also ich hab da sicher nicht zu Unrecht das Gefühl, dass es da in erster Linie nur um Sex gehen soll, den anderen als Menschen kennenlernen - wozu? Bloß weil man einmal einen netten Abend hatte, wird man gleich zum möglichen Beziehungspartner erkoren? Der kennt mich doch gar nicht. Und hat auch überhaupt kein Interesse daran, mich kennenzulernen.
    Also entweder finde ich jemand interessant und mag mit dem Freizeit verbringen oder eben nicht.
    Kann mir doch keiner erzählen, dass der mich sooo toll fand nach dem einen mal sehen, dass er sich nun mit Liebeskummer plagt und mich deshalb nicht mehr sehen kann...

  10. gesperrt

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    AW: Verlieben beim anderen verhindern - möglich?

    Das war doch zu erwarten. War klar, dass der keine neue Kumpeline sucht, sondern eine Partnerin. Sicherlich hat der nun keinen Liebeskummer - aber verwendet seine Zeit halt nun lieber darauf, sich mit anderen möglichen (Beziehungs-)Kandidatinnen zu treffen.
    Die meisten Menschen suchen gezielt. Nach was auch immer. Und wenn das Gegenüber diese Vorgaben nicht erfüllt, wird halt weiter gesucht. Was in gewisser Weise auch gesund ist.

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