nein. das heisst, dass ich mir - gerade, wenn es um eine so kurze geschichte, wie die hier diskutierte, geht - durchaus ueberlege, was und wie ich es sage.
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Thema: Time to say goodbye...
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21.02.2007, 14:09Inaktiver User
AW: Time to say goodbye...
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21.02.2007, 14:27
AW: Time to say goodbye...
Das befriedigt meine Neugier nicht wirklich
Ich meine, wenn ich Jemanden kennen lerne und dann feststelle, wir haben unterschiedliche Lebensentwürfe, warum findest Du es zu hart, zu sagen "unsere Lebensplanung" passt nicht? (... um mich mal auf Dein Beispiel zu beziehen, den "Klotz am Bein" kann man sich ja sparen
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21.02.2007, 14:35Inaktiver User
AW: Time to say goodbye...
"unsere lebensplanung passt nicht" wuerde ich zum beispiel sagen.
das ist exakt was ich meine. "unsere lebensplanung passt nicht" wuerde ich sagen anstelle von: "hoer zu, ich moechte gern noch die welt bereisen, in fiesen ecken stecken (was ich tue), aufregende dinge erleben und ich habe den eindruck gewonnen, dass du einfach eine schlaftablette bist, die den hintern nicht hochkriegt. in den zwei, fuenf, zehn monaten unserer bekanntschaft hast du nur gejammert, aber nie was getan."
auch wenn letzteres eventuell eher dem entspricht, was ich denke.
ich muss jemandem, von dem ich im ersten gefuehlsrausch gedacht habe, es koennte passen, doch nichts um die ohren hauen.
ehrlich, ja. letzteres wuerde ich wohl sagen, wenn ich knochenehrlich waere - aber ich sehe keinen sinn darin, jemanden zu verletzen nur um mir dann froehlich sagen zu koennen "wenigstens war ich ehrlich". mir zu ueberlegen, wie etwas was ich sage beim gegenueber ankommt, halte ich nicht fuer feige. sondern fuer einen hoechst angenehmen zug.
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21.02.2007, 14:53
AW: Time to say goodbye...
Ach so. Ich war auf dem Holzweg und dachte schon...
Jetzt versteh ich, wie Du das meinst.
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21.02.2007, 15:17Inaktiver User
AW: Time to say goodbye...
Bereschit, das geht aber charmanter!
Zitat von Inaktiver User
"Weißt du, ich möchte so gerne die Welt bereisen, mich auch an merkwürdigen Orten aufhalten. Dich zieht es da nicht hin, es ist dir kein Bedürfnis. Und ich fühle mich dadurch manchmal zurückgehalten. Du bist ein sehr charmanter, liebenswürdiger Mensch (wird er ja wohl sein, sonst wäre man ja nicht mit ihm zusammen, Mensch, man kann doch auch das Gute erwähnen) und hast mir viel Sicherheit und Verlässlichkeit gegeben, aber ich bin nicht bereit, jetzt mit dir an einem Ort festzukleben, ich komme mir dabei eingesperrt vor. Ich glaube, unsere Lebenspläne passen nicht zusammen."
Wäre das jetzt verletzend???
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21.02.2007, 16:56
AW: Time to say goodbye...
Du hast nicht verstanden, was ich damit sagen will. Eine nette, nichtssagende Aussage *es passt nicht* *der Funke ist nicht gesprungen* ist feige auch sich selbst gegenüber, denn damit blendet man die eigene Verantwortung für die Beziehung aus.
Zitat von Inaktiver User
Eine Beziehung wird immer von 2 Menschen angebahnt und man hat Gefühle gehabt, vielleicht auch verwirrter Natur, irgendetwas gut befunden, wenn auch Unübliches, man hat sich geirrt, evtl auch in sich selbst, und so weiter.
Das sollte man dem anderem zu verstehen geben und damit sich selber und dann kann man Hocherhobenen Hauptes rausgehen. *Feige sein* bezieht sich in aller erster Linie auf das eigene Verhalten. Die Formel, ich möchte ihm nicht weh tun, heisst oft, ich mach mir keine Gedanken, was ich dazu beigetagen habe, dass es nicht passt und schiebe ihm flugs alle "Schuld" zu.
Die bri ist voll mit Menschen, wo jemand mit banalen Worten eine Trennung durchführt und der "Entrennte" steht oft voller Unverständnis und Fragezeichen da. Muss das sein? Bei all diesen *Absagen* wird immer die Person ausgeblendet, die sich trennt. Das finde ich arrogant. Damit nimmt man den anderen Menschen nicht ernst, wenn man darüber bestimmt, was er fühlen darf und was nicht. Das Gefühl, was der Entrennte danach hat, ist seine Angelegenheit. Und wenn ein Vertrauen da ist, kann man auch darüber reden.
Wir kommen wohl nicht weiter, wenn wir mit solchen Begriffen unsere Beiträge kommentieren. ?und ich empfinde es als deutlich uebergriffiger, hier jemandem Zitat:
Ich sage, Deine Haltung ist arrogant ihm gegenüber. Sehr. Quälen. Das ist wirklich Herzzerbrechend. Zitatende
so etwas zu unterstellen, den man nicht kennt.
Ich empfinde das Wort quälen als sehr arrogant. Das klingt in meinen Ohren so:
Sherry hat die Macht und er ist der kleine Mann: es klingt so herablassend. Vielleicht hat das Sherry nicht bemerkt? Vielleicht meint sie es nicht so? Es schliesst an das eben Gesagte an: *ich will ihm nicht weh tun* heisst im Klartext, ich hätte die Macht dazu und ich bin grosszügig und tätschle ihm nur über den Kopf, nicht weinen, Kleiner.
Jeder Mensch hat das Recht, ernst genommen zu werden und das beinhaltet eben auch Verletzung.Körperlich Distanz
Sozial zusammen
You'd have to be here
I'm seeing a garden, a place I keep longing to show to you
It's northerly facing and close to an open fjord
The wind that was moving the rhubarb moved through my childhood, too
Calling so slowly from summer's before
Kari Bremnes
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21.02.2007, 19:22Inaktiver User
AW: Time to say goodbye...
Ich glaube, Du hast nicht verstanden. Ich schreibe nicht vor, was er fühlen darf- auch wenn ich letztlich lieber gemocht werden will, so darf er mit allem Fug und Recht auf mich sauer sein, sich verletzt fühlen, etc. Und ich weiß, dass er sauer und verletzt ist.
Immerhin habe ich ihm gesagt, dass er mir offenbar nicht genug bedeutet, um willig und mit Freuden eine Wochenendbeziehung aufzunehmen- obwohl ich das anfangs so empfand. Da ich über Jahre eine WE- Beziehung geführt habe und mich daran erinnere, dass nie ein Weg zu weit oder ein Zeitraum zu kurz war um sich zu sehen. Jetzt war das anders- und ein Trennungsgrund. Nicht wegen der Entfernung an sich, sondern weil sie plötzlich ein Thema wurde. Ein Thema- nicht das Thema. Aber damit kam er am einfachsten klar, also habe ich die anderen nicht angeschnitten- weil es unnötig gewesen ist.
Auf der anderen Seite hoffte er wohl auf eine gemeinsame Zukunft, nach Möglichkeit am selben Wohnort. Das habe ich erst während des Gesprächs vorgestern so von ihm erfahren.
Insoweit hat ihn schon alleine die Tatsache verletzt, dass ich keine gemeinsame Zukunft sehe- da muss ich nicht noch weiter ausholen und alles auf den Tisch legen was möglicherweise störte, dumm gelaufen war, mißverstanden wurde, etc. Ich glaube auch nicht an Schuldzuweisungen.
Und würde ich jetzt noch, zu dem was ich ihm über die nichtvorhandene gemeinsame Zukunft sagte, die ganzen "Du hast nie", "Immer tust Du", "mich störte besonders" auspacken- dann würde ich definitiv nicht fair oder respektvoll handeln. Sondern dann würde ich ihn absichtlich verletzen- nur weil ich gerade die Möglichkeit dazu hätte. Das wäre meiner Ansicht nach seelische Grausamkeit- was man wohl als quälen definieren könnte. Auf diese Möglichkeit zu verzichten bedeutet nicht, dass ich meine ihn schonen zu müssen.
Wir scheinen Respekt außerordentlich verschieden zu definieren. *kopfschüttelnd*, Sherry
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21.02.2007, 19:35
AW: Time to say goodbye...
Wenn ich einen Mann kennenlerne weiß ich gar nichts, dann taste ich mich erstmal vorsichtig an ihn heran und wenn ich mich auf ihn einlasse, dann mit dem Willen auch darum zu kämpfen dass es funktioniert und nicht mit dem Ziel: "mal schauen ob es einfach geht und wie lange mir danach ist" - ich bin da ziemlich verlässlich. Menschen die ich mag können auf mich bauen (und sicher sein, dass ich nicht einfach und grundlos weg bin, weil ich mal eben keinen Bock habe) und wenn ich jemanden nicht mag, dann sehe ich ihn gar nicht oft genug um von irgendetwas wie "mehr" zu reden.....
Zitat von Inaktiver User
Das tue ich auch - aber in einer Bekanntschaft, nicht in einer Beziehung. Wenn ich für jemanden nicht genüngend Gefühle habe und der führt eine Beziehung mit mir, werde ich krantig und ziehe mich zurück (soll heißen: Ohne Gefühle wird bei mir nicht geküßt - ich probiere doch nicht mal eben 14 Tage aus ob ich den Typen gerne küsse - das stelle ich schon beim ersten Kuss fest und nicht beim 23.500sten.bei mir ist das nicht so. ich guck mir was an und schaue, ob ich mich damit wohl fuehle. und manchmal stelle ich eben fest: ich fuehl mich damit nicht oder nicht mehr wohl.
Ist ähnlich wie wenn sich ein Gast in einem Restaurant, nach dem 15 Nachschlag darüber beschwert dass ihm das Essen nicht schmeckt und sich dann wundert warum er sein Geld nicht zurück bekommt ..... nö, nö .... ENTWEDER stehen lassen (nach dem ersten bissen) dann ist ein "Schmeckt nicht" glaubwürdig. Oder aufessen ....
Das Problem ist nur, dass kein Mensch dir sagen kann was einen anderen Menschen mehr verletzt - die Wahrheit oder belogen zu werden.liebe lukulla, ich finde es schon ziemlich erschreckend, wenn jemand schreibt "ich finde es feige, niemanden verletzen zu wollen". ich werde naemlich selbst nicht gern verletzt und finde es daher angenehm, mit menschen zu tun zu haben, die sich gedanken darueber machen, ob sie mich verletzen, wie sehr sie das tun und ob es eventuell eine moeglichkeit gibt, mich wenigstens nicht zu sehr zu verletzten.
Ich finde nichts schlimmer als durchschaubare Lügen und wenn mir jemand sagt: "Ich weiß nicht woran es liegt" etc. dann ist es durchschaubar dass es eine Lüge ist - dann zeigt mir dieser Mensch damit auch noch dass er nichtmal den Respekt hat mir die Wahrheit zu sagen (oder er ist wirklich so blöde - dann fange ich an an meiner Wahnehmung zu zweifeln und bekomme Angst, das nächste mal wieder so einen Idioten zu bekommen)
Wenn jemand nichtmal sagen kann WARUM er nicht will - ist das, in meinen Augen, 100 mal respektloser - es zeigt ja auch noch, dass es den anderen nichtmal interessiert WARUM er mich verletzt (das wirklich verletzende ist ja das Schluss machen) .... das wirkt dann so belanglos und unüberlegt wie die entscheidung zwischen Vanille und Schokoladeneis ..... wie wenn ich (oder meine Liebe) vollkommen wertlos und nichtmal einer Erklärung oder einer Nacht nachdenken wert wäre - DAS ist verletzend, nicht die Wahrheit.
Die Wahrheit hat noch niemanden getötet - es sind eher die Taten die wirklich weh tun. Eine ehrliche Begründung für das was ein anderer tut, tut doch nun wirklich nicht noch mehr weh....aber jeder wie er mag.
wenn es fuer dein ego besser ist, dir sagen zu koennen: "zumindest war ich ehrlich, egal ob ich leichen hinter mir zurueck lasse" - bitte.Vergiß die Nadel - Nimm den Heuhaufen
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21.02.2007, 19:39
AW: Time to say goodbye...
@ Sherry
Dass Du keine WE-Beziehung führen möchtest kann ich übrigens gut nachvollziehen. Das wäre für mich ein Grund sich erst gar nicht auf einen Mann einzulassen (außer er hat einen Privatjet der mich immer abholt und wieder zurück bringt - mit lauter feschen, halbnackten Stewards und gaaanz viel Champagner
)
Allerdings liegt es dann nicht an ihm, sondern einfach an der Entfernung und daran, dass dir eine Beziehung heute nicht mehr soviel Wert ist wie noch das letzte mal (bzw. daran, dass Du heute mehr anderes Leben hast und für einen Mann eben nicht mehr soviel aufgeben möchtest - war in früheren Jahren doch bei uns allen anders.....)Vergiß die Nadel - Nimm den Heuhaufen
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21.02.2007, 19:43Inaktiver User
AW: Time to say goodbye...
Ente, hattest Du Dich noch nie entliebt? Noch nie erlebt, wie eine
Zitat von Ente
Beziehung endet?
Klar küsse ich nur mit Gefühlen. Aber Gefühle verändern sich, und dann sind sie - entweder auf einmal, meist aber schleichend - nach dem 35 798. Mal nicht mehr da.
Und die Mahlzeit kann sich verändern. Es kommen neue Zutaten hinzu, der Koch fühlt sich nicht gut, meine Geschmacksnerven verändern sich - dann schmeckt es eben nicht mehr.


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