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  1. Inaktiver User

    AW: Was zur Hölle soll ich mit dieser Erfahrung anfangen

    Zitat Zitat von Chamade Beitrag anzeigen
    Matratze, DANKE!!!!

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    AW: Was zur Hölle soll ich mit dieser Erfahrung anfangen

    Zitat Zitat von Matratze Beitrag anzeigen
    Das ist ein Mensch.
    Und da spricht das angeknackste Ego.

    Warum den Mann abwerten?
    Das brauchst Du dann für Dich.

    [...]

    Dann ist das ein wichtiger Punkt.
    Du bist nackt und bloß, weil Du so geboren wurdest.
    Manchmal wird das sichtbar.
    Das ist menschlich.
    Und selbst wenn ein Mann dann ginge, sagt das mehr über ihn als über Dich.

    Du beziehst es auf Dich, weil Du da verletzlich bist.
    Spür mal dem 'perfekte Frau' nach.
    Dein Papa war nicht nicht-anwesend, weil Du nicht das perfekte Kind warst.
    Und wenn, dann gehört er in die Tonne geklönkert.

    Niemand ist perfekt - was auch langweilig wäre.
    Es ist keine Auszeichnung, geliebt zu werden.
    Noch auf die Aussage mit "Trottel" bezogen: Es wundert mich gerade, wieso das wieder ein gutes Streitthema werden hätte können, aber ich habs einfach aufgefasst, dass ich es "humorvoll" für mich lösen soll, in dem ich bei all dem Gegrübel auch mal (wütend) sag: Ach, das war einfach ein Trottel! Ende!"
    Ich weiß, er ist natürlich nicht einfach in eine Schublade zu stecken. Aber kriegt euch doch bitte nicht deswegen in die Haare :-/ Und vor allem scheint mir wirklich nicht, dass Matratze hier auf Provokation aus wäre. Es ist eben ihre Sicht. Und mir gefällt diese auch, selbst wenn da wieder mal bittere Pillen für mich dabei sind. Aber auch die brauchts. Heißt es nicht, dass Bitterstoffe das Immunsystem anregen und stärken?

    Ein ganz besonders großes Danke für diesen letzten Satz, Matratze!
    DAS ist wohl die Wurzel allen Übels bei mir. Der ständige Leistungsdruck, das ständige nicht genügen, die ständige Unzufriedenheit, die ständigen Zweifel... Ich habe mich nie lange gernhaben können, ohne nicht etwas ändern zu wollen. Denn wenn ich nur ein bisschen hübscher, ein bisschen klüger, ein bisschen..., dann hätte ich doch mehr Glück in der Liebe? - Ich weiß, dass das alles ein Spuk ist, der in meinem Kopf existiert. Erst seit kurzer Zeit trete ich wirklich mehr und mehr für mich ein. Erst zum 2. Mal habe ich einem Mann gesagt, dass ich mich nicht unter meinem Wert verkaufe, dass ich nicht um einen Platz kämpfen möchte, da Mann ihn mir von sich aus geben muss. Dass ich jemanden will, der mir 100% gibt und nicht weniger. Und natürlich das auch umgekehrt der Fall sein soll. Das war bis vor knapp einem Jahr fast nicht vorstellbar, vor allem nicht, dass ich das den Männern sage, die ich doch so gerne mochte. Dass ich mich nicht mehr auf diese dummen Spielchen einlasse, die sich über Wochen und Monate ziehen und mir nur das Herz ständig schwer machen.
    Dein Satz macht es mir nochmal viel leichter. Ich denke, ich muss ihn mir sogar aufschreiben. Allein schon das Lesen bestärkt mich, den sehnsüchtigen Gedanken an solche, die mich nicht wollen, Einheit zu gebieten.


    Zitat Zitat von Matratze Beitrag anzeigen
    [...]

    Wenn auf Dich stehen 'Liebe - jetzt gleich' bedeutet, dann ist das eine sehr hohe Erwartung.
    Er muss ja auch die Möglichkeit haben, er sein zu dürfen.

    Und Du? - Du doch selbst auch.
    Du kannstest ihn doch überhaupt nicht.

    Überleg doch mal, was war denn da tatsächlich von Deiner Seite aus?
    Außer, dass Dich ein Fremder aus der Ferne als Mann interessiert hat?

    [...]

    Möchtest Du Anerkennung, Aufmerksamkeit?
    Und die bekommst Du nicht - schwingt das mit?

    Vielleicht wollte er einfach mal gucken.
    Und mehr hätte es bei Dir auch nicht sein müssen.

    [...]

    Zu Deiner Familie:
    Erkenne sie an, denn Du hast sie in Dir - nabel Dich ab, denn Du bist Dein eigener Mensch.

    Wen interessiert denn Dein ursprüngliches 'Milieu'?

    Ich sag's mal so.
    Beschäftige Dich mit Deinen eigenen Ängsten.
    Nicht mit dem Mann - nicht mit Deinem Vater.
    Dann verfällst Du auch nicht in Sarkasmus.


    Komplett egal wirst Du ihm nicht unbedingt sein.
    Solche Ansätze bringen Dich nicht weiter, sondern weiter weg von Dir.

    [...]

    Bestätigung.
    Deiner Sehnsucht?
    Deiner Zweifel und Ängste?
    Nein, Liebe bzw. jemanden lieben, das geht nicht binnen ein paar Minuten, Wochen oder Monaten. Vielleicht noch eher Monaten. Ich meinte eher, ob er romantische Gefühle gehabt haben könnte. Eine Schwärmerei, wenn man so möchte. Aber letztlich ist es auch egal. Weil - ja, es bringt mich nur weiter weg von mir, nicht näher zu ihm oder eben zu meinen Problemen.

    Es dürfte wohl wirklich auf das alles mit der Sehnsucht und dem Bestätigt werden wollen zu tun haben. Er ist ja gerade mal zu einem Bekannten geworden. Viel weiß ich noch immer nicht, auch wenn ich sicherlich mehr als genug bereits von ihm mitbekommen habe...
    Zur Zeit lieg ich mit einer Sommergrippe flach. Hier und da holen mich dann doch wieder diese quälenden Gedanken ein wie: "Was war denn bloß falsch an mir?", "Wieso hat er mich emotional so benutzen und wegwerfen können?", "Hätte er sich doch nur ein einziges Mal noch gemeldet..." - Dann wäre mein Ego nicht so schlimm angeknackst. Ich kanns noch immer nicht ganz verwinden, auch wenns mir die meiste Zeit schon egal ist. Ich schätze, das Krank sein trägt auch nochmal ein wenig dazu bei, dass meine Gedanken in eine eher negative Spiral abwärts gehen.

    Zitat Zitat von annakathrin Beitrag anzeigen
    Mir hat mal eine Frau gesagt: sobald es bei einer neuen Beziehung "Kruscht" gibt (schwaebisch fuer unnoetigen Kram), dann koennte man es eh vergessen.

    Dass es in laengeren Beziehungen viel Kruscht gibt, das ist ja laengst bekannt, leider. Da muss man durch. Aber, am Anfang sollten nicht gleich riesige Dramen, Missverstaendnisse, "keine Beziehung wollen" etc. da sein.

    Ich habe gerade Kruscht der mich nervt. Das verflixte 7. Jahr
    Das finde ich auch! Beziehungen sind, wenn sie gut laufen, eh schon schwierig genug und brauchen genauso viel Aufmerksamkeit undundund. Aber wenn dann noch ein oder gleich zwei Parts dazukommen, die vor lauter Angst ein Drama nach dem anderen spinnen - das ist einfach unnötig und führt zu nix. Ich will mal was ganz dramaloses. Da ist die Spannung ja nicht weg - ganz im Gegenteil! Man freut sich, man ist positiv aufgeregt, und vor allem rechnet man nicht ständig (oder überhaupt) mit dem Schlimmsten.

    Aber der Kruscht ist bei dir immerhin jetzt während der Beziehung, oder? Nicht nach 7 Jahren On-Off oder ähnlichem, oder?


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    mir würde es in sofern helfen als das ich verstehen würde das es nciht an mir lag, ich nichts falsch gemacht hab und das resultat damit nicht auf fehlern beruht und ich daher weder etwas bereuen noch bedauern muss.
    mit dieser person hatte es von anfang an kein potential. das konntest du nciht wissen, aber jetzt hast du es herausgefunden und musst ncihtmehr über hätte hätte fahrradkette grübeln. mir würde diese erkenntnis schneller zum abschluss und damit emotionalen neustart verhelfen.

    Ich bedaure leider trotzdem, dass dieser Mann aufgrund seines kaputten Egos meine Zeit vergeudete, obwohl er laut ihm selbst wusste, dass es nichts werden würde. Ich bedaure sehr, dass ich davon nicht verschont blieb und mich nach all dem noch auf ein 2. Treffen einließ. Ein anderer wird dieses "Glück" nicht mehr bekommen. Dafür hat er zumindest gut gesorgt.
    Aber du hast auf jeden Fall recht. Ich will es eh so betrachten, dass es einfach keinen Sinn mit ihm gehabt hätte, so oder so nicht. Eigentlich habe ich auch genug anderes, was mit zur Zeit beschäftigt. Da brauche ich so einen Zusatzballast gar nicht. :-/


    Zitat Zitat von matrix3000 Beitrag anzeigen
    Wenn es nur so einfach wäre! Ich glaube das die Gedanken da doch in viele Richtungen gehen, mal denkt man, was war so blöd an mir, dass er mich nicht wollte, und mal denkt man, der war doch blöd, was wollte ich eigentlich von dem... aber schlussendlich das ganze endgültig abhaken fällt halt nicht immer so leicht.
    Da kann man noch so viele "vermeintliche " Erkenntnisse haben.

    Vor ein paar jahren hatte ich mal schlimmen Liebeskummer, da habe ich auch mehrere Monate in einem entsprechenden Forum geschrieben, da konnte ich mich um mich selbst kreisen und alle wirren Gedanken mal loswerden, letztendlich habe ich mich dann aber entschlossen einen cut zu machen und nichts mehr darüber zu schreiben oder zu diskutieren, weil ich irgendwann das gefühl hatte es damit nur unnötig in die länge zu ziehen.
    Anfangs hilft das alles mal loszuwerden, aber es hilft nicht einen richtigen abschluss zu finden.

    Den tipp gebe ich dir auch "GE" . Einfach raus hier und "leben". Dann vergisst du es am schnellsten.

    M.
    Unterschreibe ich auch so. Ja, ich schaue eh bereits seltener hier rein, obwohl es ehrlich gesagt eine sehr gute Stelle für Trost und guten Zuspruch für mich ist. Auf das will und kann ich noch nicht so ganz verzichten. Aber ich merke, wie gesagt, dass ich mich immer öfter von diesen Gedanken distanziere und ihn auch nicht mehr für allzu wichtig nehme. Nur in manchen Momenten, da trifft es mich noch plötzlich.

    Auf jeden Fall lege ich mich jetzt wieder hin und schaue irgendwas. Sommergrippe ist einfach unnötig...
    Ich hoffe, bald ist er aus meinen Gedanken verschwunden, sodass ich mich eines Tages fragen kann, wann er eigentlich gegangen ist. Er nimmt seit gestern nämlich wieder ein wenig zu viel Platz ein.

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    AW: Was zur Hölle soll ich mit dieser Erfahrung anfangen

    Hallo gedankenexperiment,
    ich bin gestern auf Deine Geschichte gestoßen und hatte das Gefühl, dass Du meine erzählst. Ich habe vor kurzem eine ähnliche Erfahrung gemacht, mit einigen kleinen Abweichungen, aber vom Prinzip her fast gleich. In meinem Fall hat er mich angesprochen, da ich ihm wohl schon öfters in unserer Nachbarschaft aufgefallen bin, das ganze ging knapp zwei Monate, aber auch er hat mir nach einem tollen ersten Treffen (ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann mich ein Mann zum letzten Mal sechs Stunden am Stück zum Strahlen gebracht hat und mein Eindruck von ihm war ähnlich) beim zweiten Treffen gesagt, dass er nicht der Typ für Beziehungen ist. Nach einigen Wochen habe ich mich dann auch dazu durchgerungen, den Kontakt zu ihm abzubrechen, weil es mir alles andere als gut getan hat.
    Ich kann Dich sehr gut verstehen. Ich finde es nicht verdächtig, wenn man sich nach kurzer Zeit bereits persönliche Dinge erzählt, das hatte ich auch bei vielen platonischen Freunden und Freundinnen schon, das zeigt mir einfach, dass man auf einer Wellenlänge liegt. Auch dass ihr Sex hattet kann ich nachvollziehen, wenn Du es gemacht hast weil Du es wolltest und nicht, um ihn irgendwie zu binden.
    Der Kontaktabbruch ist bei mir jetzt knapp 4 Wochen her. Seitdem rätsele ich auch herum, welche Bedeutung diese Episode für mich gehabt haben könnte (wahrscheinlich, damit der ganze Schmerz nicht so komplett sinnlos erscheint und da es mir immer noch als etwas Besonderes erscheint). Bisher bin ich auf folgendes gekommen:
    1. Ich bin in der Lage, mich wie ein Teenager zu verlieben und diese Gefühle der anderen Person auch zu zeigen und mitzuteilen. Ich bin bereits Ende 30 und hatte dieses Gefühl schon lange nicht mehr und bereits angefangen, mich damit abzufinden, dass, wenn ich eine Beziehung will, dies mit jemandem tun muss, der irgendwie passt, also eine Art Kompromisslösung. Was ich nicht will. Bei ihm denke ich, dass er ein ziemliches Problem mit Nähe hat, wofür ich Mitleid habe und froh bin, dass ich da anders bin, weil es meine Chancen erhöht, irgendwann eine schöne Beziehung zu haben. Ob er sie je haben wird, bezweifle ich.
    2. Ich bin, was meine eigene Beziehungsfähgkeit angeht, auf einem guten Weg. Im Vergleich zu meiner letzten habe ich den Absprung recht schnell geschafft und gesagt: Ich will eine Beziehung und nicht das hier, also gehe ich. Anscheinend muss ich aber noch weiter arbeiten (Stichwort: Selbstwert), da ich mich ja immerhin für kurze Zeit überhaupt auf diese Geschichte eingelassen habe. Es ist aber natürlich schwer, mit einer rosaroten Brille klar zu sehen (und die hatte ich auch bereits nach dem ersten Treffen auf).

    Vielleicht kannst Du ja mit meinen Schlussfolgerungen etwas anfangen. Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles Gute!

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    AW: Was zur Hölle soll ich mit dieser Erfahrung anfangen

    Hallo Gedankenexperiment, ich meint mit meinem Kommentar nur, dass das Kennelernen eigentlich eine glueckliche Zeit sein soll. Vielleicht auch ein paar Unsicherheiten und Missverstaendnisse aber eigentlich ein "offene Tueren einrennen".

    Spaeter kommen Probleme von ganz alleine dazu. Nein, meine 7 jaehrige Beziehung war nie eine "On/Off" Beziehung aber so mindestens alle zwei Jahre stehen wir uns gegenueber uns wissen nicht, wie das weiter gehen soll. Dann rappelt man sich wieder zusammen. Ich glaube, das ist normal (hier bitte widersprechen, wenn das nicht normal ist!).

    Aber, ich hatte es auch schon einmal, wo ein Mann mir nach der ersten Nacht auch etwas von "nicht zu eng und nicht ganz bindungsfaehig" erzaehlte und dann war er der anhaenglichste aller Maenner eine Woche danach. Also, manche sagen das auch, was weiss ich......das man nicht gleich in die Welt rausrennt und allen verkuendigt, man haette den Mann fuer's Leben gefunden? Ich habe damals seinen Satz nicht richtig verstanden, weil ich so jung und naiv war. Er hat es so formuliert, dass ich es einfach nicht geblickt habe, was er meint. Tja, manchmal beschuetzt einen die Naivitaet

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    AW: Was zur Hölle soll ich mit dieser Erfahrung anfangen

    Liebe Gedankenexperiment,

    wow, erstmal ein großes Kompliment für Deinen Eingangspost...

    Mitreissend und einfühlsam beschrieben, die Bilder entstehen dazu im Kopf wie nix, wunderbar!
    Könnte so verfilmt werden.

    Und dabei studierst Du Naturwissenschaften und nicht Literatur/Filmwissenschaft!


    Ich habe nicht den ganzen Thread gelesen, aber mir in meinem biblischen Alter fiel zu IHM ein... was, wenn er, der ja ein cleverer Bursche zu sein scheint, doch zu einem großen Teil... ein Manipulator ist, der seine eigene, ungewöhnliche Methode entwickelt hat..., die ich für gar nicht so wenig vielversprechend halten würde.

    Ich jedenfalls hätte exakt so reagiert und agiert, wie Du es getan hast.

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