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18.06.2017, 08:56
AW: Wie oft sollte man sich denn nun melden?
Unverletzbarkeit ist das Privileg der verkommenen Seele.
Nicolás Gómez Dávila
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18.06.2017, 11:12
AW: Wie oft sollte man sich denn nun melden?
Na wenn's dem jeweiligen Mann auch gefällt ist ja alles gut.
So kommt man einander wenigstens nicht in die Quere.
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18.06.2017, 14:23
AW: Wie oft sollte man sich denn nun melden?
Das interessiert mich nun doch... was genau meist du damit? Du schriebst ja, du warst oft zu schnell zu freundlich - was genau hat deinen Mann denn zunächst abgeschreckt - und dann wieder herbeigeführt?
Tatsächlich ein nach Verhaltensratgeber modifiziertes Meldeverhalten? Sich an Regeln halten hat zum Beziehungserfolg geführt?
Denkst du tatsächlich, wenn du dich verhalten hättest "wie immer", dann wäre dein Mann auf und davon?
Was genau war denn das an deinem Verhalten, dass zum Reiß aus des Mannes geführt hat/hätte? Zu oft gemeldet? Zu früh zu verbindlich gezeigt? Zu "lieb"? zu langweilig? Kein Eroberungspotenzial? Von allem etwas?ECSTACY
Find ectasy within yourself.
It is not out there.
It is in your innermost flowering.
The one you are looking for is you!
"Heute: Das ist Dein Leben."Kurt Tucholsky
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18.06.2017, 18:52
AW: Wie oft sollte man sich denn nun melden?
Das mit dem freundlich sein interessiert mich auch. Ich bin gerne freundlich und ich freue mich, wenn auch ein anderer zu mir freundlich ist. Darf man das jetzt, laut Waldhexi's Schlussfolgerung nicht mehr sein, wenn man einen Mann kennenlernen möchte? Wenn dem so ist, weiß ich momentan nicht, ob ich das so für mich möchte.
Worin ich allerdings zustimmen möchte, und ich denke, darauf, läuft Waldhexi's Argumentation heraus, dass ein Mann erobern möchte. Finde ich persönlich ja irgendwie belustigend und unmodern aber lass sie mal machen, denke ich mir dabei.Geändert von Verwunderte (18.06.2017 um 19:02 Uhr)
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18.06.2017, 20:04Inaktiver User
AW: Wie oft sollte man sich denn nun melden?
Ich befolge eine einfache Melderegel: Meldet er sich, antworte ich.
Meldet er sich nicht (oder nicht mehr), gehe ich davon aus, dass er kein Interesse an mir hat.
Will ich die Geschwindigkeit des Kennenlernens drosseln, lasse ich mir einen Tag Zeit mit meiner Antwort.
Ist mir nach Chatten, antworte ich sofort.
Meine Methode verhindert, dass ich mir Illusionen mache: Nein, er liegt nicht auf der Intensivstation, wenn er sich nicht meldet. Er interessiert sich schlicht nicht für mich. Ich folge meiner Regel und melde mich nicht, wenn er sich nicht meldet.
Sollte er wider Erwarten doch einen Flugzeugabsturz überlebt haben und weiter an mir interessiert sein, meldet er sich sowieso bei mir, sobald sie ihm die Gipsverbände von den Händen entfernen. Woraufhin ich ihm antworte.
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18.06.2017, 20:49Inaktiver User
AW: Wie oft sollte man sich denn nun melden?
Hat Waldhexi das denn geschrieben? Ich hatte es eher so verstanden, dass es um ein zu sehr um den anderen kreisen gegangen ist. Oder?
Freundlichkeit an sich finde ich an sich erstmal was Positives.
Das wissen sogar Männer.
Gibt es nicht da diesen Machospruch.... Wer f....will muss freundlich sein. etc?
Hinter Freundlichkeit kann sich aber auch was ganz anderes verbergen, sagt erst mal nicht so aus
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18.06.2017, 21:30Inaktiver User
AW: Wie oft sollte man sich denn nun melden?
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18.06.2017, 22:20Inaktiver User
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19.06.2017, 00:43
AW: Wie oft sollte man sich denn nun melden?
Hui, mit soviel Resonanz hätte ich niemals gerechnet als ich vor ein paar Tagen mit halbem Hirn und in lustiger Stimmung die Frage der TE beantwortete - apropos- wo ist sie eigentlich geblieben?
Da Syriana mir nun die Gelegenheit zum Seelenstriptease gibt will ich Euch mal genauer ins Bild setzen:
Ich habe mir überlegt, meinen Weg zum letztlichen Liebeserfolg in 3 Phasen einzuteilen:
Phase 1: ich war zu früh zu nett (nicht zu verwechseln mit freundlich)
Wenn ich so darüber nachdenke, glaube ich dass es damals auch viel mit Einfinden in die weibliche Geschlechtsrolle zu tun hatte. Insgesamt habe ich mich verhalten als wolle ich den Mann erobern statt mich erobern zu lassen.
Ich habe zu viel Initiative gezeigt und Zeit und Geld investiert obwohl der Mann noch gar nicht bewiesen hatte dass sich das überhaupt für ihn lohnt. Wenn mir ein Typ gefallen hat habe ich ihn das sofort merken lassen.
Ich habe mich oft von selbst gemeldet, solange bis von der anderen Seite gar nichts mehr kam. Wenn etwas kam habe ich sofort, euphorisch und mit unverkennbarer Sympathie geantwortet. SMS geschrieben wie: denke an Dich. Oder: "Ich wünsche Dir einen schönen Tag"
Habe ständig auf das Telefon gestarrt und meine Gedanken um das OdB kreisen lassen.
Habe in meine Wohnung eingeladen, gekocht, längere Anreisen in Kauf genommen.
Klar geworden was ich mit zu nett meine? Syriana, Du denkst jetzt bestimmt: also doch klammerig und elend: meinetwegen
Durch stärker werdenden Leidensdruck stolperte ich zufällig über einen Ratgeber der mir klarmachte, dass ich bis dato eigentlich alles falsch gemacht hatte.
Es begann Phase 2: die Wandlungsphase
Am Anfang befolgte ich sklavisch die Ratgeberregeln, was auch einen gewissen Erfolg zeitigte. Sobald ich jedoch verknallt war fiel ich in das alte Muster was bei den Männern große Verwunderung auslöste. Sie bemerkten wohl meine Ambivalenz und schwupps waren sie weg. Mit der Zeit (wir reden über einen Zeitabschnitt von etwa 3 Jahren wo ich weitere -Literatur isses ja nicht also Ratgeber ;-)- las und verarbeitete.
Mit der Zeit begann ich, mich tatsächlich zu verändern. Dadurch dass ich zeitverzögert antwortete zB hörte ich auf ständig auf das Handy zu gucken. Ich beschäftigte mich damit was für einen Mann ich eigentlich suche. Ich füllte meine Freizeit mit sinnvollen Aktivitäten um nicht nur länger so zu tun als hätte ich etwas vor.
Nach diesen 3 Jahren und einer Beziehung lernte ich meinen jetzigen Schatz kennen.
Phase 3: sagen wir mal Erfolgsphase
Ich befand mich am Ende einer Beziehung die ziemlich kopflastig war da lernte ich meinen jetzigen Mann kennen.
Er besaß alle Attribute die ich bei einem Mann toll finde. Ich war damals an einem Punkt wo ich glaubte dass ich für Zweisamkeit irgendwie nicht gemacht bin (hatte damals 10 wirklich miese Jahre hinter mir). Aber ich hatte mir meine Zukunft eingerichtet und geplant und freute mich auf mein unabhängiges Leben.
Als ich ihn traf scannte ich nicht wie stets vorher ab ob er etwas für eine feste Beziehung sein könnte.
Ich nahm mir einfach was ich wollte und hatte richtigen Spaß bei unseren Treffen. Ich tat und sagte was mir in den Sinn kam, auch Kritik. Ich meldete mich von mir aus nicht und nahm mir extra viele schöne Dinge vor um nicht ins Warten und Grübeln zu verfallen. Ich lud ihn nicht in meine Wohnung ein, ließ mich stattdessen ins Hotel einladen :-), zum Essen ausführen etc pp. Als er sagte er mag mich dachte ich gar nicht weiter darüber nach, was er meinen könnte und sagte stets wahrheitsgemäß: wir genießen das heute und gut ist. Ich kostete jedes Treffen so aus dass ich zufrieden war, auch wenn er sich danach nie wieder gemeldet hätte.
Das Ergebnis (und glaubt mir es war kein Taktieren ich war nur endlich mal ich selbst) war absolut verblüffend.
Nach 2 Wochen gestand er tiefe Gefühle und wollte eine Beziehung. Ich willigte ein, stellte aber die Bedingung es langsam angehen zu lassen. Nun, es wurde eine sehr feste, herzliche und intensive Bindung daraus. Inzwischen sind wir zu dritt
So, nun seid ihr im Bilde wie das bei mir war. Ich bin mir sicher, viele Frauen brauchen keine Ratgeber weil sie intuitiv genau das richtig machen wofür ich Jahre gebraucht habe um es zu lernen. Statt den Ratgebern hätte es auch ein Coach oder eine clevere Freundin sein können die mir in den Steigbügel hilft (oder vllt die Bricom).
Bin gespannt auf Reaktionen, aberlieb sein bitte, ich bin sensibel
Unverletzbarkeit ist das Privileg der verkommenen Seele.
Nicolás Gómez Dávila
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19.06.2017, 09:23Inaktiver User
AW: Wie oft sollte man sich denn nun melden?
Du lieber Himmel. Machst du da Strichlisten oder was?
Ich finde dieses "Abarbeiten" von "man sollte dies, man sollte das" in einer Beziehung ziemlich ätzend und wundere mich eigentlich nicht, dass so viele Leute, gerade auch junge, die auf so was hören, Schwierigkeiten mit der Beziehungsanbahnung haben.



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