Ich kenn das: die Frau schwaermt mir stundenlang von ihrer Hochzeit vor und der Kerl sitzt grinsend daneben. Und fragt mich dann, ob ich mal Zeit haette, mich mit ihm zu treffen als sie kurz weg ist.
Hat die Geschichte vielleicht ein paar Mal zu oft gehoert. Aber trotzdem. Ein Mann fragte mich staendig VOR seiner Frau. Wir arbeiteten in der Naehe von einander und er wollte sich zum Mittagessen oder nach der Arbeit treffen. Vor seiner Frau und seinen drei kleinen Kindern!
Er hat dann auch wieder eine andere Frau gefunden und schon eine zweite Familie. Ob er die wohl auch vor seiner Frau gefragt hat?
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Thema: Gebundene Männer
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22.04.2017, 05:16
AW: Gebundene Männer
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22.04.2017, 08:18Inaktiver User
AW: Gebundene Männer
Ich habe da diesen Freund, wir sind seit 20 Jahre bekannt. Er ist verheiratet und hat ein Kind. Wir telefonieren seit Jahren. Nach meiner letzten Trennung hatte ich echt Trost nötig und habe ihn auch von ihm bekommen in langen Telefonaten mit ihm. Im Nachhinein gab mir seine Reaktion darauf zu denken, als ich von meiner Trennung erzählte. Das erste, was er sagte: er sei seiner Frau einmal fremd gegangen und hätte ein schlechtes Gewissen gehabt. Inzwischen wundere ich mich über die männliche Logik. Ich war von meiner Trennung komplett zerstört und sein erster Schritt war, die Verfügbarkeit zu klären. Ich hab nicht gesagt: mein Ex ist weg und ich brauch gleich einen Neuen und zwar Dich. Nachdem ich seit 20 Jahren nicht mehr von ihm will.
Apropos mein Ex: der wurde oft in meiner Gegenwart von Frauen angesprochen. Er sagte, da könne er nix für, er falle eben auf und sei immer oft angesprochen worden. Das ist zwar plausibel, er ist sehr groß, aber gelogen. Kapiert habe ich es erst, als ich ihn mit der Next gesehen habe. Die ist so klein wie ich und er hat mich, sie im Arm, über ihren Kopf hinweg angestarrt, bis ich ihn erkannt habe. Sonst wären die beiden mir in einer Menschenmenge absolut nicht aufgefallen. Da war mir klar, der hat Jahre lang über meinen Kopf hinweg geflirtet.
Nach dieser Erfahrung hat mich mal interssiert, wie Männer so reagieren. Beim Spazierengehen habe ich öfter mal Männer mit Partnerin oder Familie angesehen. Die meisten haben sich aber ihrer Partnerin zugewendet. Jetzt bin ich beruhigt, die Fremdgucker waren die Ausnahme. Ich bin froh, den Stoffel los zu sein!!!
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22.04.2017, 09:06
AW: Gebundene Männer
Ich vermute, dass Fremdgehen eine neue sportliche Disziplin und bald Olympia reif ist.
Wenn ich das sehe, frage ich mich, ob frau als Single nicht besser dran ist. Ich habe einen Kollegen, der mich massiv angebaggert hat. Bis er dann sogar anfing, mich am Rücken zu begrabbeln. Nachdem ich ihn mir beiseite genommen und gefragt habe, wie ich das einordnen soll, hat er mir dann "gestanden", dass er schon seit Jahren in einer festen Beziehung ist.
Was ist das? Ist das Gras auf der anderen Seite immer grüner? Werden Beziehungen nur noch eingegangen, weil die Gesellschaft das erwartet, aus Bequemlichkeit oder weil man nicht allein sein will? Wird dann "irgendein" Partner genommen und die Unzufriedenheit mit der Beziehung versucht man anschließend außerhalb zu kompensieren?
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22.04.2017, 09:40
AW: Gebundene Männer
Zu allen Punkten ein Ja.
Aber ich glaube nicht, dass das früher anders war. Wie sehr das dann auch ausgelebt wird, hängt zum Großteil an den Rahmenbedingungen einer Gesellschaft. Und da haben wir neben den neuen Medien, die das Konsumverhalten in Sachen "Lebendfleisch" stark vereinfachen generell die Tendenz zu abnehmenden sozialen Verhalten und mangelnder Persönlichkeitsentwicklung, sofern es nicht unbedingt benötigt wird.
Ich empfinde das oft schon fast als schizophren; einerseits werden im Berufsleben immer mehr "softskills" benötigt, da ein hoher Dienstleistungsanteil und Teamfähigkeit heute eine viel größere Rolle spielen als früher, andererseits wirkt das bei sehr vielen, und vor allem bei denen, die weiter kommen (wollen) mehr andressiert als wirklich erlernt und verinnerlicht. Und folglich fehlts dann außerhalb der Situationen, in denen sie diese Fähigkeiten zwangsläufig brauchen, um so massiver.
Dann kann man noch spekulieren, inwiefern eine partriachatstypische Doppelmoral wieder verstärkt zurück kommt und wie dieses ganze Verhalten in Wechselwirkung steht mit gut gemeinten, aber völlig vermurksten Gesetzen wie der Prostitionsliberalisierung, wodurch ja auch ein gewisses Frauenbild in Zusammenhang mit Konsum (und nebenher noch die Kriminalität -aber anderes Thema) gestärkt wurde, und inwieweit eine Doppelmoral auch wieder durch die Zuwanderungsprobleme bzw. gescheiterte Integrationspolitik importiert wurden und damit die bei uns noch vorhandenen "Reste" wieder frischen Aufwind bekommen haben.
Aber die äußeren Randbedingungen sind nicht alles. Es ist schon auch eine Frage der inneren Haltung, und wo man gerade steht und das entsprechend ausstrahlt. Es gibt Menschen, die geraten ständig in irgendwelche nicht lebbaren Beziehungskisten, weil sie selbst eigentlich ambivalent zu dem Thema stehen. Nur fällt das nicht so auf, wenn man mit dem Anderen und dem Unlebbaren ständig beschäftigt ist.
Ich selbst bin für gebundene Männer seltsamerweise noch nie interessant gewesen, obwohl ich immer eigenständig war und mich auch nicht gleich auf irgend einen Beziehungsstatus festlegen wollte. Ich kann nur spekulieren, warum das so ist: entweder ich habs nie bemerkt, falls Gebundene um mich rumgeschlichen sind (so wie ich generell oft nicht bemerke, wenn jemand um mich rumschleicht), oder es ist generell meine Eigenständigkeit gewesen, weil die das Männervolk sowieso spaltet - und Gebundene halt dann doch vielleicht gern mehr Aufmerksamkeit von einer potentiellen Geliebten hätten bzw. als Geliebte muss ich mich ja schon sehr nach deren Zeitplan richten. Etwas, das mir gar nie in den Sinn gekommen wäre.
Ich glaube aber, dass mein bester Schutz vor so was schon immer war, dass ich generell zu den Menschen gleich bin, unabhängig von deren Beziehungsstatus. d.h. ich reagiere auf den Menschen, nicht darauf, ob der vielleicht gebunden oder nicht gebunden sein könnte. Solche Verhalten, wie hier beschrieben, dass ich lockerer gegenüber gebundenen Männern bin als gegenüber Singles kenne ich daher nicht. Mich hat ein Ehering noch nie beeindruckt. Denn man weiss nie, was in der Verpackung steckt.Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
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22.04.2017, 09:43
AW: Gebundene Männer
Mir sagen gebundene Männer fast immer, dass sie es nicht verstehen können, warum eine so tolle Frau wie ich Single ist. Eigentlich müsste jeder ungebundene Mann mich mit Kusshand nehmen und nie wieder gehen lassen.
Was soll ich darauf antworten?
Eigentlich nichts. Mein Singledasein ist Beweis genug.
Verschiedener Umgang mit Männern- nur in Hinblick auf die Schnittmenge der Interessen. Ansonsten bin ich immer gleich (zumindest meine ich das).
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22.04.2017, 09:48
AW: Gebundene Männer
Grüße
A.
Wenn man bedenkt,wie oft ich in diesem Leben schon falsch abgebogen bin, ist es ein Wunder, dass ich mich überhaupt noch auf diesem Planeten befinde.
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22.04.2017, 10:41
AW: Gebundene Männer
Gar nichts. Ich verstehe nicht, warum Männer denken, dass Frauen "genommen werden". Als hätte die Frau keine Entscheidungsgewalt bei der Sache und wir wären noch im Zeitalter des Neandertalers, wo Frauen an den Haaren in die Höhle gezerrt wurden.
Wenn ich Single bin, dann nicht, weil mich keiner "nimmt", sondern weil die verfügbaren Singlemänner z.T, noch nicht einmal Mindestansprüchen an Charakter, Männlichkeit, sozialem Verhalten und Körperbewußtsein genügen. Ich zumindest gehe keine Zweckgemeinschaft ein, um dann anderen auf den Teller zu gucken.
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22.04.2017, 10:59
AW: Gebundene Männer
Das sowieso, das ist ein psychologischer Effekt. Woher der kommt, weiß ich nicht.
Manche Männer (Frauen sicher auch) scheinen die eigene Beziehung als eine Art "Ehehafen" anzusehen, in den man immer wieder einlaufen kann, wenn man vorher auf hoher See war und das eine oder andere Abenteuer erlebt hat.Werden Beziehungen nur noch eingegangen, weil die Gesellschaft das erwartet, aus Bequemlichkeit oder weil man nicht allein sein will? Wird dann "irgendein" Partner genommen und die Unzufriedenheit mit der Beziehung versucht man anschließend außerhalb zu kompensieren?
Andere denken vielleicht, dass die Beziehung immer in dem Zustand bleibt, den sie in der Anfangsphase hat. Aber das Familienleben mit Kindern und gemeinsamem Haushalt ist dann eben doch ganz anders und da bleibt einiges auf der Strecke. Das wird dann außer Haus gesucht.
Wieder andere können ihren Jagdtrieb nicht im Zaum halten oder denken, dass sie irgendwas verpassen, wenn sie nicht jede Gelegenheit mitnehmen, die sich ihnen bietet.
Vielleicht sollte ein Mann einfach mal etwas länger nachdenken, ob er wirklich heiraten will oder vielleicht doch lieber sein Single-Leben ewig weiter führt. Nur ist das leider meistens auch nicht so, wie in der Vorstellung, weil die Anzahl an Frauen, die Lust auf was unverbindliches hat, sehr überschaubar ist. Männer beklagen sich jedenfalls häufig, dass die Frauen "immer gleich was festes wollen". Tja. Ein Dilemma.
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22.04.2017, 14:38
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22.04.2017, 18:24
AW: Gebundene Männer
Hallo Bavaria,
habe ich beobachtet - genau so, seit ich mein erstes Kind habe. Habe dann auch zwei allein groß gekriegt.
Bei mir habe ich beobachtet, dass ich mich auch Single Männern gegenüber etwas zurückhaltender verhalten habe und auch beruflich eher mit Männern ins Geschäft kam, die verheiratet waren - als ob ich denen mehr trauen kann.
Gab also auch sicher einige Merkmale bei mir. Vielleicht ein Rest an "Bedürftigkeit" nach mehr Sicherheit oder der Wunsch nach Partnerschaft. Kann sein, dass da aus Versehen auch bei dir einige Signale rausgehen - die dann missdeutet werden.lg Lakotia
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Never be afraid to act ridiculous


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