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  1. Inaktiver User

    AW: Interessantes Phänomen - Schier jeder Mann will eine Beziehung mit Bekannter

    also ich finde Angelina Jolie bildschön, aber denke schon, dass sie auch viele Tiefen im Leben erlebt hat und ihr ihre Anziehung oft schnuppe ist. Man rennt doch nicht die ganze Zeit durch die Gegend und schaut, wie man sich die Menschen vom Leibe halten kann.

    Was ich allerdings auch entdeckt habe, je weniger ich von anderen "will" und sie so annehmen kann, wie sie sind, desto entspannter ist mein Leben. Mein Ex-Beziehungen und Männer, die in mich mal verliebt waren, halten übrigens auch Kontakt zu mir. Das sie mir verfallen sein könnten, habe ich bislang noch nicht in Betracht gezogen.

    Ist schon interessant, durch welche Brille man sich betrachten kann und andere. Und wenn ein Typ mich anmacht, obwohl ich nicht angemacht werden will, dann ist mir das unangenehm. Erst letzte Woche waren wir tanzen und da hat ein Mann (war mit Freund da) mir zum Abschied nicht nur die Hand gegeben, sondern wollte auch gleich einen Kuss (auf die Wange). Ich mag sowas nicht.

    Irgendeine Komikerin hat mal gesagt, das Frauen dann alt sind, wenn sie nicht mehr "f...bar" sind. Glaube, das war die aus Köln, Name fällt mir gerade nicht ein.

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    AW: Interessantes Phänomen - Schier jeder Mann will eine Beziehung mit Bekannter

    Zitat Zitat von Kastenbrot Beitrag anzeigen
    Nehmt zum Beispiel Angelina Jolie - prä-OP hättest du die Männer, die die tatsächlich von der Bettkante stoßen würden, an einer Hand abzählen können, und damit meine ich aus der Gesamtheit der westlichen Hemisphäre...
    "Nicht von der Bettkante stoßen" und "Heiraten und Familie gründen" sind aber noch mal zwei ganz verschiedene Paar Schuhe.

    Und Angelina Jolie ist ja inzwischen auch wieder Single, wenn ich richtig informiert bin. (Ich bin auch ganz sicher, dass die Brust OP nicht der Grund dafür ist.)

    Die Tatsache, dass in der Realität die merkwürdigsten Paare zusammenkommen, liegt nicht unbedingt daran dass diese Partner genau diesen "Deckel" mit genau diesen "Dellen" gesucht haben.
    Man nimmt halt das, was man kriegen kann und was einem gefällt, obwohl es nicht der Idealvorstellung enstpricht.

    Charismatische Mitmenschen gibt es aber so oder so. Ein ehemaliger Kollege von mir (Professor) hatte immer einen ganzen Fanclub an Leuten, weiblich wie männlich um sich herum schwirren. Der hatte es einfach und musste sich nicht mal anstrengen. Es gab aber auch Leute, die drüber gelästert haben. Meistens die, die es nicht hatten. Ich fand ihn übrigens auch toll.

  3. Inaktiver User

    AW: Interessantes Phänomen - Schier jeder Mann will eine Beziehung mit Bekannter

    Kastenbrot schreibt da viele schlaue Dinge. Ich glaube auch, dass die Differenziertheit bei der Partnerwahl eher gering ist. Kastenbrot macht es zwar am Aussehen fest, aber meine Erfahrung ist sogar, dass das Aussehen offensichtlich ziemlich zweitrangig ist, wenn das Gesamtpaket ansprechend ist. Wie gesagt, bin ich weder groß noch blond und leider auch nicht rothaarig, lange Haare finde ich überbewertet und viel zu pflegeintensiv – dennoch ziehe ich auch Männer an, die ihre Traumfrau als groß, schlank und blond bzw. rothaarig beschreiben. Sie versinken trotzdem in meinen Augen und sind von meinem Blick gebannt.

    Denn was viel maßgeblicher zu sein scheint, als die reine Optik, sind die verbale und die non-verbale Kommunikation. Ich schaue andere Menschen immer offen an, lächele meistens, signalisiere mit Mimik und Gestik Anteilnahme und Interesse (in der Regel nicht gespielt, sondern authentisch). Ich bin einfach wirklich neugierig auf den Anderen und seine Sicht der Welt. Dabei bin ich aus tiefstem Herzen optimistisch und betone im Gespräch meist das Verbindende, die Gemeinsamkeiten. Da fühlen sich andere Menschen einfach von Grund auf angenommen und verstanden. Das ganze kann ich dann noch mit kritischen Nachfragen, Spitzfindigkeiten, Humor und gegenteiligen Positionen spicken, die gewissermaßen das Salz in der Suppe sind und sehr schnell und spielerisch den Wechsel von oberflächlichem Smalltalk in tief schürfende Gespräche herbeiführen.

    Sicher spielen die Themen, um die es geht, eine weitere Rolle. Ich habe eine gute Allgemeinbildung, bin in vielen Dingen sehr bewandert, zum Teil auch in vermeintlichen Männerthemen wie Technik und Naturwissenschaften. Es gibt kaum einen naturwissenschaftlich affinen Mann, der nicht dahin schmilzt, wenn frau die psychologischen Implikationen von Schrödingers Katze mit ihm diskutiert. Ich verstehe mich aber auch in mir unbekannte Themen schnell einzufinden und sie mit Neugier anzugehen. Entsprechend kann ich gut zu meinen Bildungslücken stehen. Das wiederum macht mich "menschlich" und mildert wohl so im realen Leben meine Hybris.

    Zitat Zitat von Kastenbrot Beitrag anzeigen
    Es gibt Menschen die die Bedürfnisse und Wünsche anderer Menschen verstehen und für sich nutzen, und dann gibts eben Menschen die sie entweder nicht verstehen wollen oder können, oder sie nicht nutzen wollen.
    Es gibt wohl jede Menge Menschen, die – gerade bei der Partnersuche – in anderen Menschen nur Bedürfniserfüllungsmaschinen sehen und sie auf die Funktion reduzieren. Dass das keinen Spaß macht, kann ich nachvollziehen.

    Zitat Zitat von Kastenbrot Beitrag anzeigen
    Das wichtigste Konzept ist in diesem Sinne das des Liebigschen Fasses: Diese Anforderungen müssen gleichmäßig gefördert werden um diesen supramagnetischen Effekt zu produzieren.
    Sehe ich genau so. Es bringt nichts, noch toller auszusehen oder noch besser zu kommunizieren, wenn darüber das andere vernachlässigt wird. Aber, wie ja schon die Kommentare auf deinen Post zeigen, wird es von Frauen dann gern als "Arbeit" und Selbstoptimierung definiert. Mir fehlt da das Spielerische, die Neugier, die Risikobereitschaft, einfach mal auszuprobieren, wie es wäre, sich anders zu verhalten, als man es gemeinhin tut. Oder sich auch einfach mal anders anzuziehen. Und offen in die Welt zu gehen und mal zu schauen, ob und wie die Welt anders auf einen reagiert.

  4. Inaktiver User

    AW: Interessantes Phänomen - Schier jeder Mann will eine Beziehung mit Bekannter

    Zitat Zitat von Letho Beitrag anzeigen
    Man nimmt halt das, was man kriegen kann und was einem gefällt, obwohl es nicht der Idealvorstellung enstpricht.
    Ist das so? Vielleicht solltest Du das "man" durch "ich" ersetzen, denn nicht jede(r) verhält sich so.
    Ich gehöre zu den Menschen die lieber alleine sind als mit jemandem zusammen sein, den ich "kriegen kann", der mir aber nicht gefällt. Ne, ich will mich schon richtig verlieben.

    Wobei ich jetzt auch keine Idealvorstellung habe, aber so richtig verlieben tue ich mich eher selten.

    Zitat Zitat von Letho Beitrag anzeigen
    Charismatische Mitmenschen gibt es aber so oder so. Ein ehemaliger Kollege von mir (Professor) hatte immer einen ganzen Fanclub an Leuten, weiblich wie männlich um sich herum schwirren. Der hatte es einfach und musste sich nicht mal anstrengen. Es gab aber auch Leute, die drüber gelästert haben. Meistens die, die es nicht hatten. Ich fand ihn übrigens auch toll.
    Das kann nur Neid sein.
    Haben sie denn über ihn gelästert oder über seinen Fanclub? Ich habe einen sehr großen Stolz und würde mich niemals in einen Fanclub einreihen, das stimmt wohl. Und bei Beziehungen finde ich Augenhöhe wichtig, schon das schließt das Einreihen in einen Fanclub aus, und auch, selbst einen Fanclub zu pflegen.

    Bei Deinem Professoren-Bild muss ich an einen (charismatischen) Freund von mir denken, der auch ein sehr lebendiges Kontaktfeld hat, sehr kommunikativ, offen, sympathisch ist. Bei ihm klingelt auch oft das Handy, er hat immer Zeit für den anderen, viel Besuch, viele Freundinnen, auch Freunde, seine Freundin ist da zum Glück offen für, er wird viel eingeladen etc.
    Ich würde das allerdings nicht als "Fanclub"bezeichnen. Er ist einfach ein offener Mensch, der sehr gerne Kontakt hat, das ist sympathisch, aber es ist eben Augenhöhe, nix mit ihm verfallen sein, ich glaube, das wäre auch so gar nicht seins....

  5. Inaktiver User

    AW: Interessantes Phänomen - Schier jeder Mann will eine Beziehung mit Bekannter

    Zitat Zitat von Kastenbrot Beitrag anzeigen
    Hybris bei Frauen ist so ungemein erfrischend dass man dafür sogar über die eine oder andere charakterliche Schwäche hinwegsehen kann...


    Ich muß schon wieder lachen.

    (Ich glaube, Du, LuL und ich haben da gerade ähnliche Szenen vor Augen.)

    Denn es kann auch ein absolut nicht ernst gemeintes, spielerisches-lebenslustig-ironisches Stilmittel sein- gerade dann erlebe ich besonders positive Resonanzen.


    So viele Menschen zweifeln so sehr an sich selbst und hadern mit sich.

    Man selbst hat ganz sicher auch seine Baustellen- aber wenn man anderen gleichzeitig mit einer echten "Insgesamt mag ich mich sehr"- Haltung und vor allem spürbarer Lebenslust begegnet, dann zieht das Menschen fast magisch an.

    Hat sicher ganz viel auch mit (sehr individuellen) Projektionen des Gegenübers zu tun, was es dann genau ist, aber wenn man sich gesehen, wertgeschätzt und wohl fühlt als Mensch, dann geht man in positive Resonanz.

    Bei mir spürt man zum Beispiel genau, wie sehr ich Menschen mag,
    wie neugierig ich bin auf Lebensgeschichten, auf Menschen hinter Masken etc.
    Wie gerne ich lerne und (mit-)teile.

    Ob es wirkliches Zuhören ist, sprudelnde Lebensfreude, tiefgründige Gespräche, Wortwitz-Pingpong, häufiger Augenkontakt und (wenn passend) oft ein Lächeln auf dem Gesicht, all das "berührt" Menschen, je nachdem, was sie "brauchen" und "suchen".

    In meiner jungen Erwachsenenzeit wurde ich für eine bestimmte Art des Modelns angesprochen,
    war also objektiv wohl ziemlich attraktiv, daran hat sich aufgrund einer Futterschutzschicht was verändert,
    aber ich erlebe es bis heute regelmäßig, daß selbst größere Menschengruppen sich nach kurzer Zeit "nach mir ausrichten", nicht arrogant gemeint, sondern einfach eine Beschreibung der Situationen.

    Ich werde also fast immer eine Art Zentrum von Gesprächsrunden, von lustigem Geplänkel genauso wie von tiefgründigen Themen- und dabei dreht sich nicht egozentrisch alles um mich, so ist das nicht gemeint, sondern die Menschen suchen aktiv meine Nähe, das Gespräch, meine Aufmerksamkeit.

    Kennen mich die Leute, dann wünschen sie sich mich als Sitznachbar, Termine für 20 Leute werden z.B. insgeheim hinter den Kulissen danach ausgerichtet, ob ich auch dran teilnehmen kann, sonst wird ein anderer Termin angeboten.

    Betrete ich einen gefüllten Raum, dann bin ich in Sekundenschnelle irgendwie ganz natürlich im Gespräch.

    Menschen (die ich sympathisch finde) fühlen sich einfach wohl mit mir.


    Es gibt Menschen die die Bedürfnisse und Wünsche anderer Menschen verstehen und für sich nutzen, und dann gibts eben Menschen die sie entweder nicht verstehen wollen oder können, oder sie nicht nutzen wollen.
    Hier würde ich gerne umformulieren.
    Es geht absolut nicht um ein "für sich nutzen", denn das wäre ein bewußtes Manipulieren und ich glaube, viele Menschen haben sehr feine Antennen dafür und werden berechtigterweise dann vorsichtig und ablehnend.

    Es geht meiner Meinung nach um ein "Angebot von Attributen", das etwas in Denjenigen zum Schwingen bringt.
    Sehr Verschiedenes natürlich.

    Wie ich oben schrieb, für die einen ist es die fröhliche Lebensfreude, die z.B. gerade von eigenem Belastendem ablenken kann.
    Für andere ist es das aufrichtige Zuhören, das Sichaustauschen, das Sichzeigen, intelligente Gespräche über viele Themen- und vieles mehr und vieles andere.

    Es ist also kein "für sich nutzen", sondern eher umgekehrt:

    Ein Suchender nimmt Kontakt auf- und findet etwas, was er glaubt, so noch nicht gefunden zu haben.

    Für diesen Moment oder auf Dauer.

    Solche Menschen sind also eher eine Art Gabentisch -
    auf dem viele etwas entdecken, was sie faszinierend finden- und von dem sich jeder das für ihn Passende nehmen kann.

    Irgendwie ein schönes Bild, finde ich ,
    ich hoffe, es erklärt, was ich sagen möchte.
    Geändert von Inaktiver User (31.03.2017 um 10:39 Uhr)

  6. User Info Menu

    AW: Interessantes Phänomen - Schier jeder Mann will eine Beziehung mit Bekannter

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich gehöre zu den Menschen die lieber alleine sind als mit jemandem zusammen sein, den ich "kriegen kann", der mir aber nicht gefällt. Ne, ich will mich schon richtig verlieben.
    Geht mir genauso. Darum schrieb ich ja auch "was einem gefällt" oder meinetwegen "was mir gefällt". Wenn mir jemand nicht gefällt, dann will ich ihn nicht. Ist ja logisch.

    Haben sie denn über ihn gelästert oder über seinen Fanclub?
    Da kamen halt mal so Sprüche wie "Ach, da ist ja wieder der XYZ mit seinem Clan.". Der Mann war halt beliebt bei seinen Studenten und viele wollten ihn als Doktor-Vater. Die Kollgen mochten ihn auch, außer denen, die neidisch waren. Kann ich sogar ein wenig verstehen. Aber es ist nun mal nicht jeder groß, gutaussehend, charmant und rundum sympathisch.

    Man muss das ja auch nicht immer gleich in die erotische Ecke drücken. Menschen können ganz unabhängig von Beziehungsfragen anziehend sein. Die mag dann fast jeder gern um sich haben.

  7. Inaktiver User

    AW: Interessantes Phänomen - Schier jeder Mann will eine Beziehung mit Bekannter

    Wow, Sternenfliegerin, sind wir Zwillinge, bei der Geburt getrennt?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Denn es kann auch ein absolut nicht ernst gemeintes, spielerisches-lebenslustig-ironisches Stilmittel sein -
    gerade dann erlebe ich besonders positive Resonanzen.
    Ja!


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Man selbst hat ganz sicher auch seine Baustellen- aber wenn man anderen gleichzeitig mit einer echten "Insgesamt mag ich mich sehr"- Haltung und vor allem spürbarer Lebenslust begegnet, dann zieht das Menschen fast magisch an.
    Oh, ja!


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hat sicher ganz viel auch mit (sehr individuellen) Projektionen des Gegenübers zu tun, was es dann genau ist, aber wenn man sich gesehen und wohl fühlt als Mensch, dann geht man in positive Resonanz.

    Ob es wirkliches Zuhören ist, sprudelnde Lebensfreude, tiefgründige Gespräche, Wortwitz-Pingpong, häufiger Augenkontakt und (wenn passend) oft ein Lächeln auf dem Gesicht, all das "berührt" Menschen, je nachdem, was sie "brauchen" und "suchen".
    Und nochmals: Ja!!


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich werde also fast immer eine Art Zentrum von Gesprächsrunden, von lustigem Geplänkel genauso wie von tiefgründigen Themen- und dabei dreht sich nicht egozentrisch alles um mich, so ist das nicht gemeint, sondern die Menschen suchen aktiv meine Nähe, das Gespräch, meine Aufmerksamkeit.

    Kennen mich die Leute, dann wünschen sie sich mich als Sitznachbar, Termine für 20 Leute werden z.B. insgeheim hinter den Kulissen danach ausgerichtet, ob ich auch dran teilnehmen kann, sonst wird ein anderer Termin angeboten.

    Betrete ich einen gefüllten Raum, dann bin ich in Sekundenschnelle irgendwie ganz natürlich im Gespräch.
    Mich überfordert das manchmal allerdings auch. Darf ich fragen, wie du damit umgehst, wenn Menschen deine Nähe suchen, deren Nähe du nicht magst? Ich habe da in meinem beruflichen Umfeld so ein paar Menschen, die mich wirklich runter ziehen mit ihrer extremen Negativität, die aber dennoch penetrant meine Nähe suchen, um mir – so fühlt es sich für mich an – meine Positivität "abzusaugen". Ich bin nach solchen Veranstaltungen, auf denen ich nicht schnell genug weg war, regelrecht ausgelaugt. Normalerweise bin ich ganz gut darin, mich abzugrenzen und Menschen auch auf Abstand zu halten, die mir nicht gut tun, aber in diesen speziellen Fällen fehlt denen offensichtlich das Gespür dafür, dass ich ihre Nähe ablehne.


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Hier würde ich gerne umformulieren.
    Es geht absolut nicht um ein "für sich nutzen", denn das wäre ein bewußtes Manipulieren und ich glaube, viele Menschen haben sehr feine Antennen dafür und werden berechtigterweise dann vorsichtig und ablehnend.
    Hier mal ein nein!
    Ich lese das "für sich nutzen" nicht manipulativ, sondern in dem Sinne, dass es dem "Nutzenden" auch etwas bringt, die Bedürfnisse und Wünsche des anderen wahrzunehmen. Win-win, sozusagen. Ich finde das Seelenleben anderer Menschen unglaublich bereichernd für mein eigenes – "nutze" es also, ohne dass ich sie unbedingt manipulieren würde. (Wobei ich einschränken muss, dass ich meine Fähigkeiten gerade im beruflichen Umfeld durchaus mal manipulativ einsetze, um z.B. meine Honorarforderungen durchzusetzen. )


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ein Suchender nimmt Kontakt auf- und findet etwas, was er glaubt, so noch nicht gefunden zu haben.

    Für diesen Moment oder auf Dauer.

    Solche Menschen sind also eher eine Art Gabentisch -
    auf dem viele etwas entdecken, was sie faszinierend finden- und von dem sich jeder das für ihn Passende nehmen kann.
    Da bin ich wieder ganz bei dir! Ein Gabentisch ist wirklich ein schönes Bild. Dennoch ist es manchmal auch eine Gratwanderung – vom Gaben- zum Grabbeltisch ist der Schritt manchmal klein.
    Geändert von Inaktiver User (31.03.2017 um 11:03 Uhr) Grund: Zitat repariert

  8. Inaktiver User

    AW: Interessantes Phänomen - Schier jeder Mann will eine Beziehung mit Bekannter

    Liebe LustundLiebe,

    ich finde es ganz toll, wenn ein Mensch sich so gut kennt, sich so treffend beschreiben kann und sich auch nicht scheut, positiv von sich zu berichten.

    Man merkt, daß Du insgesamt gesehen mit Dir im Reinen bist, auch das macht ungeheuer attraktiv.

    Als ich hier in die BRI kam fand ich den Strang, "das mag ich an mir", da sollten die Frauen mal ihr Augenmerk auf Positives lenken, aber gleichzeitig zeigte es irgendwie auf (für mich) erschütternde Weise, wie sehr viele sich bemühen mußten, Tolles an sich zu finden- und vor allem dann einfach dazu stehen zu können.

    Auch hier die Erst-Formulierung mit der Hybris, warum kann man das von LuL Beschriebene denn nicht einfach wertneutral als gegeben hinnehmen, ohne es gleich wieder abwerten zu müssen.

    Sicher springt ihr nicht JEDER Mann im übertragenen Sinne gleich auf den Schoß, aber eben doch weit überdurchschnittliche viele Männer.
    Und das war ja die Ausgangsfrage, was das sein und bewirken könnte.

    Für mich ist nur logisch, das dann - in diesem Thread- auch mal rational-
    und ohne die sonst typischen, oft notwendigen "andere Frauen beschwichtigende, gesellschaftskonformere Bescheidenheit und Zurückhaltung" zu tun.

    Wenn man sich mit dem Phänomen auseinandersetzen möchte, dann muß man die Parameter auch benennen dürfen, ohne daß einem gleich eine gewisse Hybris unterstellt wird.

    Ist wohl auch eher mal wieder ein "Empfänger-Ding" und nicht ein Sender-Problem.

    LuL schrieb:
    Ich rede wohlweislich nicht mit jedem Mann lange genug, um diesen Effekt zu erzeugen.
    Worauf das mit der Hybris kam.

    Ich habe den Satz und die Situation mit meiner Erlebniswelt z.B. ganz anders interpretiert:

    Wenn Menschen einen nämlich sehr sympathisch finden, dann gibt es ja auch manchmal welche, die man selbst nicht interessant, nett, sympathisch oder sonstwas findet und bei denen man einfach null Bock auf mehr als 3 Sätze hat- aber das Gegeninteresse natürlich erst recht spürt.

    Entsprechend blockt man solche Menschen frühzeitig ab.

    ICH hatte das "wohlweislich" also überhaupt nicht als arrogant gemeint wahrgenommen, sondern als ein die oben erwähnte Situation beschreibendes, sie extrem kurz zusammenfassendes Wort.

    Das ist z.B. ein gar nicht so schlechtes Beispiel, wie unterschiedlich Wahrnehmungen und eine gewisse Lebenseinstellung sein können.
    Ich habe LuL was Normales "unterstellt", andere interpretieren ihre Wahrnehmung rein und es scheint überheblich.

    Denn was viel maßgeblicher zu sein scheint, als die reine Optik, sind die verbale und die non-verbale Kommunikation. Ich schaue andere Menschen immer offen an, lächele meistens, signalisiere mit Mimik und Gestik Anteilnahme und Interesse (in der Regel nicht gespielt, sondern authentisch). Ich bin einfach wirklich neugierig auf den Anderen und seine Sicht der Welt. Dabei bin ich aus tiefstem Herzen optimistisch und betone im Gespräch meist das Verbindende, die Gemeinsamkeiten. Da fühlen sich andere Menschen einfach von Grund auf angenommen und verstanden. Das ganze kann ich dann noch mit kritischen Nachfragen, Spitzfindigkeiten, Humor und gegenteiligen Positionen spicken, die gewissermaßen das Salz in der Suppe sind und sehr schnell und spielerisch den Wechsel von oberflächlichem Smalltalk in tief schürfende Gespräche herbeiführen.
    Ich hätte Lust, mal mit Dir auf die Piste zu gehen, das wäre bestimmt sehr lustig.

    Sicher spielen die Themen, um die es geht, eine weitere Rolle. Ich habe eine gute Allgemeinbildung, bin in vielen Dingen sehr bewandert, zum Teil auch in vermeintlichen Männerthemen wie Technik und Naturwissenschaften. Es gibt kaum einen naturwissenschaftlich affinen Mann, der nicht dahin schmilzt, wenn frau die psychologischen Implikationen von Schrödingers Katze mit ihm diskutiert. Ich verstehe mich aber auch in mir unbekannte Themen schnell einzufinden und sie mit Neugier anzugehen. Entsprechend kann ich gut zu meinen Bildungslücken stehen. Das wiederum macht mich "menschlich" und mildert wohl so im realen Leben meine Hybris.
    Ich wiederhole mich.
    Alles was Du schreibst, kommt bei mir als Beschreibung Deiner selbst an,
    nicht als Selbstbeweihräucherung.

    Und wo, wenn nicht in so einem Thread, sollte genau das mal thematisiert und analysiert werden können.
    Geändert von Inaktiver User (02.04.2017 um 09:25 Uhr)

  9. User Info Menu

    AW: Interessantes Phänomen - Schier jeder Mann will eine Beziehung mit Bekannter

    Dieses auf-andere-anziehend-wirken kann aber auch Probleme erzeugen...ich habe da auch in den letzten Jahren immer wieder Absagen geben müssen und Männer richtiggehend unglücklich gemacht.
    Wenn man offen ist und das auch nicht spielt, dann entfacht man auch Erwartungen. Ich persönlich bin dann diejenige, die Absagen erteilen muss, und das ist auch nicht immer schön.
    Klar bin ich sehr froh, so beliebt zu sein, und ich liebe meine Freunde auch innigst. Aber manchmal gibt es Unstimmigkeiten, und man muss den anderen enttäuschen und die Freundschaft dann aufgeben bzw. eine begonnene Romanze abbrechen.
    Ich finde es auch nicht einfach mit dem Thema Eifersucht umzugehen.
    Ich mag z.B. auch keine Frauen, die immer ihre Bonuspunkte bei vergebenen Männern abholen.
    Da z.B. finde ich Zurückhaltung angesagt.
    Aber die so "beliebten" Frauen genießen dann ihr Charisma, wohlwissentlich, dass der Typ sich gerade Hals über Kopf in sie verknallt.
    Ich finde das ganz schön egoistisch. Das ist dann so eine Art Bestätigungssucht.
    Man kann Männer, die vergeben sind, auch in Ruhe lassen bzw. gewisse Signale auch nicht senden.
    Ich hadere gerade mit mir selbst, dass ich mit Männern , da ich SIngle bin, zu weit gehe (mache das nicht bewusst) die sich dann total verlieben. Ich möchte in Zukunft vermeiden, Herzen zu brechen.
    Denke man hat auch Verantwortung, wenn man merkt, dass man gut ankommt.

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    AW: Interessantes Phänomen - Schier jeder Mann will eine Beziehung mit Bekannter

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich schätze deine Beiträge sehr, Kastenbrot, ehrlich

    Aber das hier:



    klingt jetzt doch ein bisschen arg nach: "Wenn du Hänschen Müller gefallen willst, dann frage halt Hänschen Müller nach seiner Meinung."
    Und schon sind deine Probleme gelöst...
    Ehrlich? Ganz, ganz ehrlich? So funktioniert das Leben!

    Ich meinte zwar nicht genau, Hänschen Müller zu fragen um Hänschen Müller zu fragen, sondern meinte: Frag Hans, Udo, Jürgen, Klaus und Max was ihnen gefällt um bei Christian eine Chance zu haben (klappt nur wenn Hans, Udo, Jürgen, Klaus und Max insgesamt einen ähnlichen Stil und ähnliche Wünsche haben wie Christian), aber im wesentlichen trifft es die Aussage doch auf den Punkt.

    Die erste Regel der Zweisamkeit: Es sind die Bedürfnisse des jeweils anderen, die ihn oder sie zu dir hinziehen, nicht deine. Wenn das beide Seiten berücksichtigen, klappts. So einfach ist das, tatsächlich.

    Willst du ein REAL-LIFE-Beispiel?
    Der Grund warum ich hier bin. Bei mir hats früher überhaupt nicht geklappt mit Frauen - ich hatte aber auch immer Interessen die damals zu 99,5% in Männerhand waren, hatte fast ausschließlich männliche Freunde, habe an Literatur und Fernsehen fast nur Zeugs von Männern für Männer konsumiert - dementsprechend war mein Empfinden und meine Gedankenwelt gepolt. Dazu kam der toxische Satz "Sei wie du bist", und die jahrelange Einsamkeit war vorprogrammiert.
    Irgendwann habe ich aus purer Einsamkeit und Langeweile dann angefangen mich hier (und woanders) rumzutreiben wo Frauen die Mehrheit darstellen - und dabei alles aufgesogen was es gab, mir ein "first hand" Bild davon gemacht wie das andere Geschlecht so denkt, wie es tickt, und vor allem was es will wenn es die Wahl hat und sich unbeobachtet und unter sich fühlt. Ein weiterer wichtiger Punkt war die Analyse von weiblichem Verhalten in Online-Singlebörsen (-> Es gibt einen riesigen Unterschied zwischen dem was Frauen im Gespräch sagen was sie wollen und was sie tun wenn sie "frei" und unbeobachtet am eigenen PC machen).

    Und nur unter Kenntnis dessen, was die Frauen so denken und wollen, konnte ich mich selber attraktiver gestalten und habe mit der Zeit eine Frau gefunden mit der ich jetzt fast 10 Jahre zusammen bin.

    Und das HAT Opfer und Arbeit gekostet. Das Leben ist ein Kompromiss. Die Kunst ist zu wissen was einem wichtig ist, und was man getrost anpassen kann ohne sich selbst zu verlieren. Pro Tipp: Man kann mehr an sich verändern als man allgemeinhin denkt, und ist trotzdem man selbst ;-)



    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Mal abgesehen davon, glaube ich zwar auch, dass es tatsächlich charismatische Menschen gibt, deren Wirkung umwerfend ist, glaube aber gleichzeitig, dass das Charisma dieser Personen ziemlich schnell verblassen würde, wenn sie aus rationalen Überlegungen heraus solch eine supra magnetische Ausstrahlung anstreben wollten, oder schlimmer noch: sie sogar noch "wollen sollten".
    (Klingt ja fast nach verbissener Arbeit oder so und tötet doch jede natürlich charismatische Ausstrahlung?)

    Klappt aber meiner Ansicht nach sowieso nicht...

    Denn dass 'Charisma' erarbeitet werden kann oder durch die Aussagen von "jemanden des anderen Geschlechts" tatsächlich produzierbar sein könnte, das halte ich - hm, nun ja, einfach nur für einen frommen Wunsch oder für die totale Selbstüberschätzung all dieser Jemands.

    Es sei denn, du beziehst dich in deiner Aussage eben doch nur auf Schminke und Tand?
    Du täuchst dich. Zum Beispiel gehen viele dieser Schauspieler auf Schauspiel-Schulen. Was glaubst du, was die da lernen?

    Und verbissen ist es nur solange bis das Basis-Training sitzt. Danach macht es irre Spaß. Ist wie bei jeder Sportart auch. Üben ist Krampf, Gewinnen ist geil. Die romantische Vorstellung "das kommt alles aus einem selbst, und manche habens und manche nicht" hilft nur denen vorne zu bleiben die schon vorne sind. Frei nach dem Motto "Die Seligkeit der Armut ist eine Erfindung der Reichen".

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