Dann passt es doch, auch Du hast Deine Partnerinnen nie wirklich geliebt und sie nicht einmal attraktiv gefunden.
Das missverstehst Du hier permanent: es erhöht die Wahrscheinlichkeit, zum einen, weil insbesondere Du mal überhaupt unter Leute kommst - und es kann Deine Ausstrahlung verändern, und es kann Dir helfen eigene Zufriedenheit zu finden. Mehr nicht. Es kann. Es gibt keine Garantie.Für mich ist das - wie für viele - ein Grundbedürfnis und wenn du das lange nicht befriedigen kannst ist irgendwann mal der Tank leer und du bist wie ein verhungernder, verdurstender in der Wüste.
Als Ratschlag bekommst du dann dieses Grundbedürnis nicht zu füllen, deinen Hunger nicht zu stillen sondern mit dem leeren Tank noch ein Rennen zu fahren, mit leerem Magen einen Marathon zu laufen - d.h. in einem anderen Lebensbereich richtig Gas zu geben weil dich das dann angeblich so attraktiv mac ht daß die Partnerin dir von selbst zulaufen wird.
Du kannst auch alleine unglücklich sein. Es gibt keine Garantie und keinen Anspruch darauf glücklich zu sein. Du bekommst, genauso wie der TE hier, Vorschläge, wenn die alle nicht passen, schade. Aber Du kannst doch nicht letztendlich die User hier anklagen, weil sie keine für Dich passenden Vorschläge haben.Woher man die Energie dazu nehmen soll verrät dir keiner, den Tank mit etwas anderem zu füllen ist nicht so einfach - vor allem wenn man das schon über lange Zeit - bei mir eigentlich 5 Jahrzehnte - getan hat.
Dann bringt der Vorschlag doch mal alleine glücklich zu sein wenig. Der paßt vielleicht für solche Menschen die seit dem Teenageralter nie mehr als zwei Wochen ohne Beziehung waren.
Ja sorry, keine Lösung von mir.
Wenn das alles nicht für Dich passt, schade. Aber da können doch die Leute hier nichts dafür.
Sollen sie gar nichts sagen? Man kann doch nicht vorher wissen, was für Dich alles nicht passt ...
att07, Du willst doch gar keinen Platz in der Gesellschaft haben, Dir gehen doch so ziemlich alle Leute nur auf den Geist. Und wenn dann mal die Eine auftaucht, die willst Du ja dann auch nicht wirklich um Dich haben.War gerade zwei Stunden lang alleine Wandern, habe ich auch für diesen Sommer vor das häufig zu tun.
Ob mich das glücklich machen wird ? Ich versuche es schön langsam zu akzeptieren daß ich eine Insel bin und vermutlich bleibe, mein Borg Name ist one of one, only Member of his group.
Du scheinst ja immerhin sonst mit deinen Mitmenschen gut auszukommen und dir einen Platz in der Gesellschaft zu schaffen, das ist doch auch schon viel Wert.
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29.04.2017, 11:31
AW: Unfreiwilliger Single - Ursachen und Lösungsmöglichkeiten?
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29.04.2017, 12:29
AW: Unfreiwilliger Single - Ursachen und Lösungsmöglichkeiten?
@ Ozean:
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29.04.2017, 13:13
AW: Unfreiwilliger Single - Ursachen und Lösungsmöglichkeiten?
Es gibt ja nicht nur Urlaub. Mal dran gedacht, irgendwo für ne Weile in einem sozialen Projekt mitzuarbeiten? Sowas gibt es in vielen Ländern Afrikas, Asiens, aber auch bei uns in Europa, zum Beispiel in der Flüchtlingshilfe in Griechenland. Dabei kann man zwar kein Geld verdienen aber sicher Erfahrungen fürs Leben machen. Mir fielen noch eine Reihe weiterer Dinge ein aber ich befürchte jetzt schon, dass Du die auch weg diskutierst. Und zum Thema flüchtige Bekanntschaften auf Reisen: Darum geht es ja auch für Dich. Man kommt sehr schnell in Kontakt mit Leuten aus der ganzen Welt. Es macht nichts, wenn die sich wieder zerschagen. Da zählt nicht die Zukunft, sondern der Moment. Ich habe das oft erlebt. Man befindet sich wie in einer Blase, es existiert für den Moment nur noch diese eine Welt. Dein eigenes Leben und eben auch die Probleme darin sind ganz weit weg. Wenn man sich drauf einlässt...
Du wirkst in keinerlei Hinsicht zufrieden. Mag sein, dass das im realen Leben anders wirkt, aber hier nicht. Vielleicht euphorisch, angefixt vom nächsten Investitionsobjekt. Wie Du auch angefixt von der Idee Zweisamkeit bist. Nur eben erfolgreicher in diesen Belangen. Zufriedenheit liest sich anders. Für mich.
Es ist eben doch nicht aus deinem Kopf und war es sicher auch nie. Du trägst es wie eine düstere Wolke über Dir her.
Ich kann Deine Frustration durchaus nachvollziehen. Nur löst das ja nicht Dein Problem, wenn die Leute wissen was in Dir vorgeht. Du willst es ja ändern. Also musst Du Deine Einstellung dazu ändern.
Da liegt auch ein wenig des Pudels Kern. Ziel ist einzig das Finden einer Frau. Andere soziale Kontakte um der Menschen Willen scheinen nicht so wichtig.
Wie gesagt, Du kannst das ja machen wie Du möchtest aber damit sich was ändert, nimm den Fokus von den Frauen und richte ihn auf Dich. Du wirkst sehr weit entfernt von Dir selbst. Ich kann nur für mich reden aber ich mag Menschen, die bei sich sind.
Wieso warst Du denn dann mit denen zusammen? Nur, damit Du irgendwen vorweisen kannst?
Nein! Eben nicht, damit Dir die Frauen reihenweise zulaufen. Damit Du Dein Leben mit schönen Dingen füllst.
Sieh es doch mal so: Du bist ja nicht Single, weil andere Dir sagen, dieses Grundbedürfnis nicht stillen zu dürfen. Du kannst es ja von Dir aus nicht stillen. Aber statt zu resignieren ist es in jedem Lebensbereich sinnvoll, Positives für sich zu finden. Nicht als Ersatz aber eben damit es nicht überall schlimm ist, sondern dass das Leben trotz eines Mangels dennoch lebenswert ist. Meckern und sich beschweren ist halt immer einfacher.
Kurzes (komplett anderes) Beispiel aus meinem Leben: Ich bin absolut pleite, mein Fahrrad ist kaputt, ich muss mein Auto abmelden und bekomme nicht mal ein Sozialticket. Ich bin also derzeit komplett immobil. Alle Leute planen gerade ihren Sommerurlaub, ich werde als einzige in meinem Familien/Freundes/Bekanntenkreis den Sommer zu Hause verbringen. Und ich bin ein absoluter Reisefreak. Klar könnte ich mich jetzt bedauern (tue ich auch, keine Frage), aber zielführender wäre es doch, mir andere Beschäftigungen zu suchen. Da bin ich gerade dabei.
Es ist ja auch nicht die Aufgabe anderer Leute Dir zu sagen, was Dir in Deinem Leben wichtig ist, was Dir den Tank füllt, statt ihn weiter zu leeren. Danach musst Du selbst suchen. Eine Partnerschaft wird doch hoffentlich nicht das einzige wichtige sein.
Wenn Du Dich selbst so zum Eigenbrödler machst, was genau suchst Du denn für eine Frau? Ich kann mir ganz gut vorstellen, dass es dann schwierig wird.
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01.05.2017, 18:11
AW: Unfreiwilliger Single - Ursachen und Lösungsmöglichkeiten?
Alles nötige weißt du bereits.
Du kannst es dir noch 20 x schreiben lassen, was du draus machst, liegt in deiner Hand.
Ich habe aber weder hier noch irl jemals jemanden gesehen, der durch Suhlen im Frust irgendwo hin gekommen ist.
Off topic: Da gibt es ja durchaus Möglichkeiten, Fahrrad ausleihen, Reparaturhilfe suchen (über Repair Cafés, Aushang im Supermarkt, nebenan.de, Tauschkreise), Hand gegen Koje Projekte an der Nordsee, Couchsurfing, Mithilfe gegen Unterkunft auf einer Alm oder einem Biobauernhof, Begleitung von Behindertenfreizeiten oder workaway.
workaway.info
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01.05.2017, 21:49
AW: Unfreiwilliger Single - Ursachen und Lösungsmöglichkeiten?
Sehr interessanter Beitrag :
Das interessiert mich ebenfalls sehr , weil ich ähnliche Probleme habe und sie auch immer wegwische mit dem Argument : Alles , also auch Beziehungen zu Menschen muss immer generell eine Zukunft haben oder Zukunftsorientiert sein .
Alles wird im Kopf abgecheckt und nach Risiko/Nutzen/Ertrag langfristige tragbare Zukunftsfähigkeit bewertet , habe deswegen immer meist das Risiko gescheut nie flüchtige Momente gesehen, nutzen können oder zu suchen.. Mache damit keine Fehler, lebe aber auch nicht.
Komme aus dem Schema kaum raus, weil die Angst und die Kopflastigkeit der Theorie nun einfach zu groß ist.
Habe darüber hinaus Probleme mit dem hier und jetzt , also das Leben in diesem Moment weil ich nur an das Morgen denke , mit allem drum und ran.
Gibt es zu dazu weiterführende Literatur , wie man seine Angst besiegt und den zu erlebenden Moment sehen und genießen lernen kann ?
Ohne dieses störende Investdenken einer ungelebten Zukunft , einzig basierend auf alte vermeintliche richtige Erfahrungen und Wissen?
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03.05.2017, 17:41
AW: Unfreiwilliger Single - Ursachen und Lösungsmöglichkeiten?
@Punpun:
Lebensberatung, Coach, Psychologe, Onlineangebote, Literatur - da gibt es viele Möglichkeiten.
Ganz spontan dachte ich aber an etwas ganz Einfaches - und doch so Schwieriges:
Täglich etwas Gutes für dich tun. Das muss nichts Großes sein.
Täglich Spazierengehen und ganz bewusst auf deine Wahrnehmung konzentrieren (die Grüntöne, Schmetterlinge, Vögel, ein ungewöhnlich gewachsener Baum...).
Sport. Atmen. Rhythmus. Sonst nichts.
Schreibe deine Gedanken und Gefühle auf (positiv/weniger schön) und versuche nach und nach die positive Seite zu stärken.
Sag jemandem etwas Nettes und freue dich über die Reaktion.
Mach das mal konsequent mehrere Wochen. Vielleicht bringt es eine kleine Veränderung.
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06.05.2017, 01:02
AW: Unfreiwilliger Single - Ursachen und Lösungsmöglichkeiten?
Daran bin ich in meiner Situation nicht interessiert, ich habe mir zwar auch immer mal so etwas vorgestellt und z.B. mal eine Zeit in Afrika zu leben, ich denke jedoch nicht dass das die richtige Zeit ist.
Es stimmt zwar, dass von mir gesuchte Bekanntschaften im unverbindlichen Flair besser funktionieren, leicht ist es jedoch auch nicht. Ich habe nach wie vor gravierende Probleme mit mir selbst und denke nicht, dass man das Pferd in dem Fall von hinten satteln kann (jedenfalls sind die Versuche hierzu seit Jahren gescheitert).
Nein zufrieden würde ich mein Leben sicherlich nicht beschreiben. Ich leide seit meinem Unfall an (mittlerweile) leichter Panik und anderen psychosomatischen Beschwerden, die jedoch auf meine allgemeine Problematik zurückzuführen sind. So jedenfalls die Meinung von ca. 20 Ärzten und Psychotherapeuten.
Ich habe es selbst lange nicht gelaubt, jedoch wo ich zeitweise gedacht habe, ich hätte es "geschafft", ging es mir körperlich und psychisch hervorragend - somit wurde mir der Beweis geliefert.
Grundproblem ist diese massive Identitätskrise, die hier ja ausführlich besprochen wurde. Der Unfall war letztendlich nur ein Auslöser, eine Erinnerung an das Thema Zeit und die eigene Sterblichkeit, die dann das lange schlummernde Grundproblem zum überkochen gebracht hat. Davor habe ich die Probleme gesehen, konnte sie nicht lösen und habe eigentlich was geschicktes gemacht: Mich auf stärken statt schwächen zu konzentrieren und mit einer gewissen Lockerheit "Kommt schon zur richtigen Zeit automatisch" nach vorne geschaut. Leider kam es nicht und solche essentiellen Bestandteile des Lebens kann man auch nicht auf Dauer ausblenden. Das Ergebnis hatte ich mit anfangs massiven psychischen Problemen erlebt.
Ja ich bin lange an dem Punkt, wo ich meine Situation erstmal so hinnehmen konnte, auch wenn mir bis heute oft sehr schmerzhafte Erinnerungen hochkommen. Ich habe die Probleme akzeptiert und probiere heute eben Schadensbegrenzung zu betreiben.
Viele verweisen dann auf "professionelle Hilfe" und erwarten viel zu viel. Ich habe leider im Bezug auf Psychotherapie wenig nutzen erreichen können. Mir können nicht mal wirklich die Ursachen erklärt werden.
Letztendlich ist es ein Beruf und ein Beruf dient, abseits romantischer Vorstellungen, dem Geld verdienen.
Ich habe auch meine Leute und meine Zeit ist begrenzt und ich verbringe sie mit Menschen, die mir gut tuen und das selbe wahrscheinlich von mir sagen können. Mich künstlich in große Gruppen integrieren zu wollen habe ich nach der Schulzeit eingestellt. Es macht mir kein Spaß und würde in dem Fall ausschließlich zur Partnersuche dienen, nicht fair mir oder anderen gegenüber. Ich kann zwar mit fast Jedem, habe viele Unterhaltung aus reiner Höflichkeit geführt, tue aber meine Freizeit für mich angenehm gestalten.
Er ist voll und ganz auf mir. Was ich sehe gefällt mir nicht, hat mir lange nicht gefallen. Manches lässt sich ändern, manches nicht. Und da rede ich nicht nur von optischen Faktoren.
Und ob ihrs glaubt oder nicht: Ich war mal zufrieden mit meinem Leben. Natürlich habe ich immer meine optischen Makel gehabt, aber mich hats nicht so sehr gekümmert, und auch die Partnerlosigkeit lange Zeit nicht (wobei laut Therapeuten unterbewusst ein steigender Spiegel der ohne Lösung zwangsläufig zum Überschnappen führt, Niemand hat das als unwichtig eingestuft, im Gegenteil immer das primäre Problem).
Ich gehe auch davon aus, dass das kein optionaler Lebensbereich ist, sondern so wichtig wie Wasser und Brot.
Statt jedoch (wie auch immer) mit dieser Krise umzugehen und sie lösen, habe ich es bis zum Supergau laufen lassen. Im Nachhinein ein absoluter Fehler.
Heute muss ich lernen, mich zu verändern und was nicht änderbar ist, zu akzeptieren. Leicht gesagt...



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